Wie erzielen ETFs und Indexfonds ihre Rendite?

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In Zeiten der Unsicherheit an den Finanzmärkten sind viele Anlegerinnen und Anleger auf der Suche nach sicheren und gleichzeitig renditestarken Investitionsmöglichkeiten. Die Auswahl ist jedoch sehr überschaubar, weil Sicherheit und Rendite in einem konträren Verhältnis zueinander stehen. Das bedeutet, bei der Geldanlage müssen Sie zwischen „mehr Sicherheit“ oder „mehr Rendite“ wählen.

ETFPortfolios bieten jedoch einen attraktiven Mittelwert für Anlegerinnen und Anleger. Die Portfolios sind dank ihrer Diversifikation deutlich risikoärmer als eine Investition in Einzelwerte. Trotzdem – oder eben deshalb – können sie auf Dauer eine stabile Rendite erwirtschaften. 

In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich die Rendite bei ETFs und Indexfonds zusammensetzt und welche Rolle die Gebühren der ETFs dabei spielen.

Das Wichtigste in Kürze
  • ETFs: Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Indexfonds, die einen bestehenden Index, wie den DAX oder den MSCI World, passiv nachbilden, statt von einem Fondsmanagement aktiv gemanagt zu werden. Indizes sind ein Verbund von Wertpapieren, die einen Markt oder Teilmarkt repräsentieren. 
  • Rendite: ETFs versuchen eine ähnlich hohe Rendite wie der abgebildete Index zu erwirtschaften. Das ist anders als bei aktiv gemanagten Fonds, bei denen das Fondsmanagement versucht, einen Markt zu übertreffen. Weil ETFs kein Fondsmanagement haben, sind sie deutlich kosteneffizienter.
  • Kosten: Die Kosten von ETFs umfassen alle Positionen, die in der Total Expense Ratio – kurz „TER“ – enthalten sind. Des Weiteren kommen noch Transaktionskosten dazu, die beim Handel der Wertpapiere entstehen.
  • Portfolio: Mit dem ETF Robo oder dem ETF Configurator von Raisin Invest haben Sie die Möglichkeit, bereits ab 50 EUR monatlich einen ETF-Sparplan zu besparen. Diese Art der langfristigen Geldanlage bietet die Chance auf attraktive Renditen.

Definition: Was ist eigentlich eine Rendite?

Was ist eigentlich eine Rendite?Was ist eigentlich eine Rendite?Was ist eigentlich eine Rendite?

Die Rendite ist der Gewinn nach Kosten, der beispielsweise mit ETFs pro Jahr oder im kompletten Investitionszeitraum erzielt werden konnte. Üblicherweise stellen Anbieter die Rendite prozentual dar. 

Eine Rendite kann sich aus positiver Wertentwicklung von Wertpapieren, Dividenden, Zinsen und anderen Einnahmen zusammensetzen. Die einzelnen Renditequellen wirken sich wiederum auf den Kurs des ETFs aus, der für Sie als Anlegerin bzw. Anleger am Ende relevant ist. Bei Verlusten spricht man übrigens von einer „Negativrendite“.

Wie viel Rendite kann man mit ETFs erzielen?

ETFs investieren meistens in Aktien, weshalb die Rendite nicht festgelegt ist, sondern von Jahr zu Jahr schwankt, wie bei Aktienfonds. Ausschlaggebend für renditestarke ETFs sind die Marktentwicklung sowie die Kosten, die von der Anlagesumme abgezogen werden. ETFs kosten etwa 0,2 bis 0,5 % der Anlagesumme pro Jahr. Anschaffungs- und Verkaufskosten gibt es bei ETFs hingegen meist nicht.

Zu den ETFs mit den höchsten Renditen in den letzten fünf Jahren zählen beispielsweise:

  • HSBC MSCI World UCITS ETF USD (86,13 %)
  • Lyxor MSCI World (LUX) UCITS ETF (84,53 %)
  • Xtrackers MSCI World UCITS ETF 1C (84,17 %)

Hinweis: Frühere Wertentwicklung, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Welche Wertentwicklung erzielen globale Aktien-ETFs langfristig?

Wenn Sie zehn Jahre lang mit einem ETF in den globalen Aktienindex MSCI World investiert haben, konnten Sie zwischen 2010 und 2020 eine durchschnittliche Rendite von rund 10 % erzielen. Je nach Kauf- und Verkaufszeitpunkt schwankte die jährliche Rendite, weshalb ETFs insbesondere zur langfristigen Geldanlage geeignet sind, damit eventuelle Kursschwankungen im Laufe der Zeit ausgeglichen werden können. Langzeitstudien, die einen Zeitraum von über 100 Jahren untersuchten, attestieren Aktien eine durchschnittliche Rendite von etwa 7 % p.a.

Beispiel: So lässt sich die Rendite bei ETFs berechnen

Das folgende Beispiel zeigt, wie Sie Ihre Rendite vom Kauf bis zum Verkauf der ETFs berechnen können:

So lässt sich die Rendite bei ETFs berechnenSo lässt sich die Rendite bei ETFs berechnenSo lässt sich die Rendite bei ETFs berechnen
  • Sie kaufen 20 Anteile an einem ETF.
  • Ein Anteil kostet 50 EUR. Sie investieren somit eine Summe von 1.000 EUR.
  • Der ETF entwickelt sich über das erste Jahr bereits sehr positiv, beispielsweise, weil die Unternehmen im Index (z.B. MSCI World) überwiegend Gewinne erzielen. Die Aktienkurse der Unternehmen steigen und somit auch der Kurs der ETFAnteile.
ETF-EntwicklungETF-EntwicklungETF-Entwicklung
  • Sie verkaufen den ETF nach einem Jahr wieder und erhalten nun 60 EUR pro Anteil
  • Dementsprechend haben Sie (vor Kosten) nun eine Rendite in Höhe von 20 x 10 EUR = 200 EUR erzielt. Nehmen wir hinsichtlich der Kosten an, dass diese wie beim ETF Robo nur 0,48 % p.a. umfassen. Die Kosten berechnen sich auf Basis des durchschnittlichen Depotwerts. Abzüglich der Kosten sinkt die Rendite um 5,76 EUR auf 194,24 EUR ab und Sie bekommen 1.194,24 EUR ausbezahlt. Bei teureren Anbietern würde die Rendite aufgrund der höheren Kosten entsprechend geringer ausfallen.
  • In diesem Beispiel umfasst die Rendite 19,42 %.

Die Formel lautet: (Gewinn durch investiertes Kapital) * 100 = Rendite in %

Also (194,24 EUR durch 1.000 EUR) * 100 = 19,42 %

Berechnung der RenditeBerechnung der RenditeBerechnung der Rendite

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um ein Beispiel handelt. Es soll illustrieren, wie sich die Rendite bei einer Investition zusammensetzt und wie man sie berechnet. Zahlen und Wertentwicklung müssen nicht der Realität entsprechen. Wie viel Rendite mit ETFs genau erzielt werden können, lässt sich durch schwankende Kurse nicht vorhersehen, wodurch eine konkrete Prognose für die Zukunft nicht möglich ist.

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Verhältnis von Kosten und Rendite bei ETFs

ETFs und Indexfonds müssen eine Total Expense Ratio, kurz TER, ausweisen. Dabei handelt es sich um die Gesamtkostenquote pro Jahr. Sie fasst alle Positionen zusammen, die Kosten verursachen und somit die Rendite der ETFs mindern. Unvorhersehbare Positionen wie beispielsweise die Transaktionskosten durch den Handel der Wertpapiere sind in der TER nicht enthalten.

Verhältnis von Kosten und Rendite bei ETFsVerhältnis von Kosten und Rendite bei ETFsVerhältnis von Kosten und Rendite bei ETFs

Die TER hat zum Ziel, maximale Transparenz für bevorstehende Investitionen zu schaffen und enthält unter anderem:

  • Vertriebskosten
  • Ggf. Depotkosten
  • Personalkosten
  • Softwarekosten
  • Lizenzkosten

Trotz der vielen Positionen sind die Gesamtkosten von ETFs überschaubar – alle vier Portfolios des ETF Robo umfassen beispielsweise durchschnittlich nur 0,48 % Gesamtkosten im Jahr. Das ist auch der entscheidende Vorteil gegenüber aktiven Fonds. Für Sie als Anlegerin bzw. Anleger bedeutet dies folglich, dass sich kosteneffiziente Anlagen positiv auf die Rendite auswirken.

Mit WeltSparen zu geringen Kosten in ETFs investieren

Bereits ab einer Sparrate von 50 EUR monatlich können Sie mit dem Vermögensaufbau beginnen. Mit dem ETF Robo von Raisin Invest können Sie aus vier Portfolio-Varianten wählen. Dabei gilt: Je höher das gewählte Risiko, desto größere Chancen auf attraktive Renditen für ETFs haben Sie.

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Möchten Sie eine individuelle Anlagestrategie verfolgen und haben bereits erste Erfahrungen auf dem Kapitalmarkt gesammelt, können Sie mit dem ETF Configurator aus einer Auswahl aus über 200 ETFs und Indexfonds Ihr Portfolio selbst zusammenstellen. Die Risiken hängen hier von Ihrer individuellen Auswahl ab.

Mit Sparplänen oder Einmalanlagen mit dem ETF Robo oder dem ETF Configurators investieren Sie mit voller Kostentransparenz. Es gibt keine versteckten Gebühren, Ausgabeaufschläge oder Provisionen. Der Betrag für die Gesamtkosten setzt sich lediglich aus der Gebühr für die Verwaltung (zwischen 0,33 % p.a. und 0,48 % p.a.) sowie dem jeweiligen Betrag für die Fondskosten (je nach ETF oder Indexfonds zwischen 0,05 % und 0,80 % p.a.) zusammen.

Wie unterscheidet sich die Rendite von ETFs und aktiven Investmentfonds?

Wie unterscheidet sich die Rendite von ETFs und aktiven Investmentfonds?Wie unterscheidet sich die Rendite von ETFs und aktiven Investmentfonds?Wie unterscheidet sich die Rendite von ETFs und aktiven Investmentfonds?
Aktive Investmentfonds ETF und Indexfonds
  • Indizes sind nur eine Benchmark, an der sie sich messen lassen wollen
  • Das Fondsmanagement versucht aktiv, den Markt zu übertreffen, um maximale Rendite zu erwirtschaften. Dieses Ziel wird jedoch nur selten erreicht
  • Die Arbeit dieses Fondsmanagements ruft hohe Kosten hervor (durchschnittlich 2,26 % p.a.)
  • Bilden einen bestehenden Index, z.B. den DAX oder den MSCI World, nach (= Replikation)
  • Automatisierte Funktionsweise ohne Fondsmanagement
  • Beispiel

    • Sie investieren einmal in einen aktiven Fonds und einmal in einen ETF
    • In beide zahlen Sie je 150 EUR monatlich ein
    • Sowohl der aktive Fonds als auch der ETF erzielen vor Kosten eine prozentuale Rendite von 5 % pro Jahr
    • Sie haben aber die verschiedenen Gebühren – 2,26 % beim aktiven Fonds und 0,48 % beim ETF
    • Der Gebühren-Unterschied macht sich im Laufe der Zeit immer deutlicher bemerkbar
    InvestitionsbeispielInvestitionsbeispielInvestitionsbeispiel

    Das Beispiel zeigt, dass Sie bei gleicher Investition fast die doppelte Rendite erzielen können, abhängig von den Kosten für ETFs oder aktive Fonds.

    InvestitionsbeispielInvestitionsbeispielInvestitionsbeispiel

    Kommen ETFs und Indexfonds an die Rendite ihrer Indizes heran?

    Das Fondsmanagement aktiver Fonds arbeitet zwar daran, den Markt zu übertreffen, doch diese Ziele werden nur in sehr seltenen Fällen erreicht. Meistens schneiden sie schlechter ab.  

    Aber kommen ETFs wiederum wirklich so nah an die Rendite des Index heran, den sie nachbilden? Ja. Zwar kann es hinsichtlich der auf Seiten des ETFs entstehenden Kosten zu Differenzen zwischen der Rendite des Index und der Rendite des ETFs kommen (Tracking-Differenz). Aber diese Differenzen sind meist niedrig, sodass ETFs weiterhin als renditestark gelten. 

    Es ist der Grundsatz und der Sinn eines ETFs, an seinen Index heranzukommen. Deshalb existieren beispielsweise die verschiedenen Replikationsmethoden. Wenn durch die Größe des Index etwa zu hohe Transaktionskosten zu erwarten sind, dann bilden ETFs ihren Index anders als eins-zu-eins nach. ETFs nutzen dann entweder die synthetische Replikation oder sie sampeln ihren Index nur. Sampeln heißt, dass sie nur die Wertpapiere aufnehmen, die sich wesentlich auf die Rendite des Index auswirken. Andere Titel, die für die Rendite des Index keine besondere Rolle spielen, lassen sie aus.

    Fazit: Chancen auf attraktive Renditen mit ETFs

    Die Rendite von ETFs kann sich aus verschiedenen Faktoren zusammensetzen. Für Sie als Anlegerin oder Anleger ist relevant, wie sich der Kurs des ETFs in Ihrem Investitionszeitraum entwickelt. Ihre Rendite ist der Gewinn, den Sie zwischen Kauf und Verkauf erzielen konnten. Dafür ist nicht nur wichtig, wie sich der ETF effektiv entwickelt, sondern ebenso welche Kosten entstehen, die die Rendite mindern. Generell versprechen ETFs und Indexfonds durch ihre Kosteneffizienz und durch die einfache, Index-nachbildende Funktionsweise Renditechancen vor allem bei längeren Investitionszeiträumen . Eine genaue Prognose zur künftigen Wertentwicklung von ETFs kann nicht getroffen werden. Aufgrund der Werte und Daten der letzten Jahrzehnte gilt es jedoch als wahrscheinlich, dass ETFs renditestark bleiben.

    Ganz einfache Möglichkeiten ETFs zu besparen, bieten die Investitionsoptionen von Raisin Invest. Mit dem ETF Robo oder dem ETF Configurator können Sie das Verhältnis von Risiko und Rendite selbst in die Hand nehmen – und das zu geringen Kosten.

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