Einlagensicherung

Absicherung von Geldanlagen

„Die Sicherung der geschützten Einlagen bei Bankeninsolvenzen ist eines der vorrangigsten Ziele der Behörden, der EU und des Rechtsrahmens.“ Europäische Bankenaufsicht, 2017

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Das Wichtigste in Kürze
  • Definition: Durch die EU-weite Einlagensicherung sind Spareinlagen bis zu 100.000 € pro Kundin beziehungsweise Kunde und Bank abgesichert. 
  • Absicherung: Die Einlagensicherung gilt für Spareinlagen wie Festgeld-, Tagesgeld-, Girokonten, Sparbücher und Sparbriefe.
  • Auszahlung: Kommt es zur Insolvenz der Bank, stellt das Sicherungssystem den Entschädigungsbetrag nach sieben Tagen zur Verfügung.

Einlagensicherung gilt innerhalb der EU

Die gesetzliche Einlagensicherung bei Festgeld und anderen Bankeinlagen ist innerhalb der Europäischen Union im Rahmen von EU-Richtlinien geregelt. Sie sehen bestimmte Mindestanforderungen für die Absicherung von Einlagen vor. In Deutschland ist dies das Einlagensicherungsgesetz. Andere EU-Staaten haben eigene Umsetzungsvorschriften. Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind Einlagen innerhalb der gesamten EU bis zu einem Betrag von 100.000 € pro Kundin beziehungsweise Kunde und Bank gesichert.

Was ist die Einlagensicherung?

Die gesetzliche Einlagensicherung innerhalb der Europäischen Union ist Ausdruck des politischen Willens, um die Einlagen von Privatpersonen und Unternehmen bei Banken und anderen Finanzinstituten vor Verlusten abzusichern. So können europäische Sparerinnen und Sparer vor den Folgen einer Bankenkrise oder einer finanziellen Schieflage der Banken bewahrt werden. Im Rahmen des gesetzlichen Einlagensicherungssystems sind Bankeinlagen, wie beispielsweise Geld auf Girokonten, Tagesgeld- oder Festgeldkonten, bis zu 100.000 € pro Kundin beziehungsweise Kunde und Bank abgesichert. Über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus bieten einige Institute eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung an. Dabei handelt es sich um ein System, bei dem Finanzinstitute, wie Banken oder Kreditgenossenschaften, freiwillig zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergreifen, beispielsweise durch sogenannte Einlagensicherungsfonds. So können Einlagen ihrer Kundinnen und Kunden über die gesetzlich vorgeschriebene Mindestabsicherung hinaus abgesichert werden. 

Außerdem spielt die Staatsgarantie bei der Sicherheit eine wichtige Rolle, die jedoch in Deutschland noch nicht gesetzlich verankert ist. Diese Garantie bedeutet, dass der Staat im Falle eines Ausfalls oder einer Zahlungsunfähigkeit des Schuldners die Verbindlichkeiten übernehmen oder abdecken wird.

Die drei Säulen der Einlagensicherung:

  • Gesetzliche Einlagensicherung
  • Freiwillige Einlagensicherung
  • Staatsgarantie

In Europa wurden die Mindestanforderungen an die gesetzlich garantierte Einlagensicherung seit Jahren weiterentwickelt, um die Absicherung der Anlegerinnen und Anleger in der Europäischen Union zu verbessern: Seit 07.2015 erfolgt die sukzessive Umsetzung in allen EU-Mitgliedsstaaten.

Die Einlagensicherungen der einzelnen Länder und Sicherungsgrenzen in EU-Ländern mit Fremdwährungen

Offizielle Bezeichnung:
Guarantee Fund for Financial Services
Anschrift:
Federale Overheidsdienst Financiën, Administratie van de Thesaurie, Administratie Betalingen, Garantiefonds, Kunstlaan 30, 1040 Brussel, Belgium
Telefon:
+ 32 257 478 40
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
4,995 Milliarden Euro (entspricht 1,45 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Einlagen inklusive Zinserträge sind bis zu einem Betrag von 196.000 BGN je Kunde und je Bank gesetzlich durch den bulgarischen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Im Falle einer Auszahlung durch den Einlagensicherungsfonds erfolgt diese in bulgarischen Leva (BGN).  Insofern besteht ein Währungs-/Wechselkursrisiko. Weitere Informationen zur Einlagensicherung unter http://dif.bg/en.

Offizielle Bezeichnung:
Bulgarian Deposit Insurance Fund
Anschrift:
27 Vladayska Street, Sofia 1606, Bulgaria
Telefon:
+359 2 953 -1217 / -1318
Sicherungsgrenze:
196.000 BGN je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
1,477 Milliarden BGN (entspricht 1,88 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Zusätzlich je nach Bank variierende Deckung durch Mitgliedschaft im privaten Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken e.V.
Anschrift:
Burgstraße 28, 10178 Berlin, Germany
Telefon:
+49 30 59 00 11 960
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
3,860 Milliarden Euro (entspricht 0,63 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Offizielle Bezeichnung:
GarantiFormuen

Website:
https://www.fs.dk/finansiel-stabilitet-at-a-glance

Anschrift:
Sankt Annæ Plads 13, 2. tv, 1250 Kopenhagen, Denmark

E-Mail:
gii@gii.dk

Telefon:
+45 33 14 62 45

Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank

Höhe der Reserven:
1,131 Milliarden Euro (entspricht 1,00 % der gedeckten Einlagen)

Stand:
13.12.2022

Quelle:
https://www.eba.europa.eu/regulation-and-policy/recovery-and-resolution/deposit-guarantee-schemes-data#collapse2-1

Offizielle Bezeichnung:
Guarantee Fund
Anschrift:
Kaarli pst 1/Roosikrantsi 2, 10119 Tallinn, Estonia
E-Mail:
tf@tf.ee
Telefon:
+372 6110730
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
283 Millionen Euro (entspricht 1,44 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Offizielle Bezeichnung:
Financial Stability Authority

Website:
https://rvv.fi/en/frontpage

Anschrift:
Työpajankatu 13, P.O. Box 70, 00581 Helsinki, Finland

E-Mail:
rahoitusvakausvirasto@rvv.fi

Telefon:
+358 295 253 500

Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank

Höhe der Reserven:
1,428 Milliarden Euro (entspricht 0,93 % der gedeckten Einlagen)

Stand:
31.12.2022

Quelle:
https://www.eba.europa.eu/regulation-and-policy/recovery-and-resolution/deposit-guarantee-schemes-data

Offizielle Bezeichnung:
Deposit Guarantee and Resolution Fund
Anschrift:
65, rue de la Victoire, 75009 Paris, France
Telefon:
+33 0158 18 38 08
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
6,668 Milliarden Euro (entspricht 0,45 % der gedeckten Einlagen).
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Hellenic Deposit and Investment Guarantee Fund
Anschrift:
6 Amerikis Str-2nd Floor, Athens 10671, Greece
Telefon:
+302 103639 933
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
1,682 Milliarden Euro (entspricht 1,25 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Trotz des Ausstiegs von Großbritanniens aus der EU sind Einlagen bei britischen Banken weiter als sicher anzusehen. Die britische Einlagensicherung liegt derzeit jedoch unter der in der EU geltenden gesetzlichen Grenze von 100.000 € pro Kundin beziehungsweise Kunde und Bank – Einlagen werden nach dem 31.12.2020 bis zu einer Höhe von 85.000 GBP (circa 98.350 €) pro Kundin beziehungsweise Kunde und Bank durch das britische Financial Services Compensation Scheme (FSCS) abgesichert.
Offizielle Bezeichnung:
Financial Services Compensation Scheme
Anschrift:
PO Box 300, Mitcheldean, GL17 1DY, United Kingdom
Telefon:
+44 20 7741 4100
Sicherungsgrenze:
85.000 £ je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
7,4 Milliarden £ (entspricht 0,65 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2017
Offizielle Bezeichnung:
Deposit Guarantee Scheme
Anschrift:
Central Bank of Ireland, New Wapping Street, North Wall Quay, Dublin 1, Ireland
Telefon:
+353 1890 777 777
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
878 Millionen Euro (entspricht 0,64 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Interbank Deposit Protection Fund
Anschrift:
Via del Plebiscito, 102, 00186 Rome, Italy
Telefon:
+39 06-699861
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
3,259 Milliarden Euro (entspricht 0,44 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Einlagen inklusive Zinserträge sind bis zu einem Betrag von 100.000 € (Stand: 01.01.2023) je Kunde und je Bank gesetzlich durch den kroatischen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Weitere Informationen zur Einlagensicherung finden Sie unter https://www.haod.hr/en/. 

Offizielle Bezeichnung:
State Agency for Deposit Insurance and Bank Resolution
Anschrift:
Jurišićeva 1/II 10000 Zagreb, Croatia
E-Mail:
haod@haod.hr
Telefon:
+385 (1) 48 13 222
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
2,609 Milliarden HRK (entspricht 1,00 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Deposit Guarantee Fund of Latvia
Anschrift:
Kungu iela 1, 1050 Riga, Latvia
E-Mail:
fktk@fktk.lv
Telefon:
+ 371 6 7774800
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
175 Millionen Euro (entspricht 1,66 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Deposit and Investment Insurance
Anschrift:
Algirdo str. 31, 03219 Vilnius, Lithuania
E-Mail:
idf@idf.lt
Telefon:
+ 370 8 5 2135657
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
280 Millionen Euro (entspricht 1,06 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
The Luxembourg Deposit Guarantee Fund
Anschrift:
L-2860, Luxembourg
E-Mail:
info@fgdl.lu
Telefon:
+352 26 25 1-1
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
456 Millionen Euro (entspricht 1,19 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Depositor Compensation Scheme
Anschrift:
Compensation Schemes Management Committee, c/o Malta Financial Services Authority, Notabile Road, Attard BKR3000, MALTA
Telefon:
+356 2144 1155
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
130 Millionen Euro (entspricht 0,82 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Deposit Guarantee Fund
Anschrift:
De Nederlandsche Bank, Westeinde 1, 1017 ZN Amsterdam, Netherlands
E-Mail:
info@dnb.nl
Telefon:
+31 20 524 9111
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
3,611 Milliarden Euro (entspricht 0,62 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Die gesetzliche Einlagensicherung Norwegens garantiert für Kunden außerhalb Norwegens einen maximalen Sicherungsbetrag im Gegenwert von 100.000 € je Bank und Kunde. Im Falle einer Auszahlung durch den Einlagensicherungsfonds erfolgt diese in norwegischen Kronen (Nkr) zu dem Wechselkurs am Tag der Feststellung des Einlagensicherungsfalls. Insofern besteht ein Währungs-/Wechselkursrisiko. Weitere Informationen zur Einlagensicherung unter https://www.bankenessikringsfond.no/?lang=en_GB.

 

Offizielle Bezeichnung:

Norwegian Banks‘ Guarantee Fund
Anschrift:
Hansteens gate 2, Postboks 2579, Solli, N-0202 Oslo, Norway
Telefon:
+47 23 28 42 42
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
20,3 Milliarden Norwegische Kronen (entspricht 1,31 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H.
Anschrift:
Wipplingerstraße 34/DG4, 1010 Wien
Telefon:
+43 (1) 533 98 03
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
673 Millionen Euro (entspricht 0,66 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Einlagen inklusive Zinserträge sind bis zu einem Betrag von 100.000 € je Kundin beziehungsweise Kunde und je Bank gesetzlich durch den polnischen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Im Falle einer Auszahlung durch den Einlagensicherungsfonds erfolgt diese in polnischen Zloty (PLN). Insofern besteht ein Währungs-/Wechselkursrisiko. Weitere Informationen zur Einlagensicherung finden Sie unter https://www.bfg.pl/en.

Offizielle Bezeichnung:
The Bank Guarantee Fund
Anschrift:
4 ks. Ignacego Jana Skorupki str., 00-546 Warsaw, Poland
Telefon:
+48 22 583 30 700
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
18,87 Milliarden PLN (entspricht 1,77 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Deposit Guarantee Fund
Anschrift:
Av. da República, 57 – 8º, 1050-189 Lisboa, Portugal
E-Mail:
geral@fgd.pt
Telefon:
+351 21 313 01 99
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
1,679 Milliarden Euro (entspricht 0,94 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Einlagen inklusive Zinserträge sind bis zu einem Betrag von 1,05 Millionen Schwedischen Kronen (entspricht etwa 85.000 €, Stand: 06.2023) je Kundin beziehungsweise Kunde und je Bank gesetzlich durch den schwedischen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Im Falle einer Auszahlung durch den Einlagensicherungsfonds erfolgt diese in schwedischen Kronen (Skr). Insofern besteht ein Währungs-/Wechselkursrisiko. Weitere Informationen zur Einlagensicherung unter https://www.riksgalden.se/en/Deposit_insurance. Innerhalb der Europäischen Union sind die Mindestanforderungen in allen Mitgliedsstaaten durch die Richtlinien 94/19/EG, 2009/14/EG sowie 2014/49/EU harmonisiert.

Offizielle Bezeichnung:
Swedish National Debt Office
Anschrift:
Riksgälden, SE-103 74 Stockholm, Sweden
Telefon:
+46 8 613 52 00
Sicherungsgrenze:
1,05 Millionen Schwedische Kronen je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
45,38 Milliarden Schwedische Kronen (entspricht 1,98 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Offizielle Bezeichnung:
The Deposit Protection Fund of Slovak Republic

Website:
https://fovsr.sk/?lang=en

Anschrift:

Deposit Protection Fund, Kapitulská 12, 812 47 Bratislava 1, Slovakia

E-Mail:

fov@fovsr.sk

Telefon:

(+421 2) 5443 5444

(+421 2) 5443 2570

Sicherungsgrenze:

100.000 € je Kunde und Bank

Höhe der Reserven:
331 Millionen Euro (entspricht 0,81 % der gedeckten Einlagen)

Stand:
31.12.2022

Quelle:
https://www.eba.europa.eu/regulation-and-policy/recovery-and-resolution/deposit-guarantee-schemes-data#collapse2-1

Offizielle Bezeichnung:
The Deposit Guarantee Fund of Credit Institutions
Anschrift:
The Deposit Guarantee Fund of Credit Institutions, C/José Ortega y Gasset, 22 – 4ª planta, 28006 Madrid, Spain
Telefon:
+34 91 431 66 45
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
6,609 Milliarden Euro (entspricht 0,75 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

Die gesetzliche Einlagensicherung der Tschechischen Republik garantiert einen maximalen Sicherungsbetrag im Gegenwert von 100.000 € je Bank und Kundin beziehungsweise Kunde. Im Falle einer Auszahlung durch den Einlagensicherungsfonds erfolgt diese in Tschechischen Kronen (CZK) zu dem Wechselkurs am Tag der Feststellung des Einlagensicherungsfalls. Insofern besteht ein Währungs-/Wechselkursrisiko. Weitere Informationen zur Einlagensicherung finden Sie unter https://www.garancnisystem.cz/de.

Offizielle Bezeichnung:
Financial Market Guarantee System
Anschrift:
Týn 639, 110 00 Praha 1, Czech Republic
E-Mail:
info@gsft.cz
Telefon:
+420 234 767 676
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kundin beziehungsweise Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
14,01 Milliarden CZK (entspricht 0,42 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022
Offizielle Bezeichnung:
Deposit Guarantee Fund for Banks
Anschrift:
Kennedy Avenue 80, 1076 CY Nicosia, Cyprus
Telefon:
+357 22 71 41 00
Sicherungsgrenze:
100.000 € je Kunde und Bank
Höhe der Reserven:
189,912 Millionen Euro (entspricht 0,69 % der gedeckten Einlagen)
Stand:
31.12.2022

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Für welche Konten gilt die Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung gilt für alle Spareinlagen wie Festgeld-, Tagesgeldund Girokonten. Auch Sparbücher und Sparbriefe unterliegen den Einlagensicherungssystemen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Konten in Euro oder in einer Fremdwährung geführt werden. Zudem greift die Absicherung für das Verrechnungskonto eines Depots, wohingegen das Depot selbst nicht der Einlagensicherung unterliegt.

Für wen gilt die gesetzliche Einlagensicherung?

Unter den Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung fallen vorrangig Privatanlegerinnen und Privatanleger sowie Unternehmen, die bei Banken in Deutschland Einlagen wie Girokonten, Sparbücher, Festgeld- und Tagesgeldkonten führen. 

Einlagensicherung in Deutschland

In Deutschland gibt es ein umfassendes Einlagensicherungssystem, das darauf abzielt, die Einlagen der Kundinnen und Kunden bei Banken und Finanzinstituten abzusichern. Dieses System umfasst sowohl gesetzliche als auch freiwillige Einlagensicherungsmaßnahmen.

  1. Gesetzliche Einlagensicherung: Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland ist durch das Einlagensicherungsgesetz (EinSiG) geregelt. Gemäß diesem Gesetz sind alle Banken in Deutschland dazu verpflichtet, einem Einlagensicherungsfonds beizutreten. Dieser Fonds wird von der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) verwaltet. Die EdB ist für nahezu alle Banken und Kreditinstitute in Deutschland verpflichtend, unabhängig von ihrer Größe oder ihrer Organisationsstruktur. Dies schließt Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparkassen, Privatbanken und andere Finanzinstitute ein.
  2. Zusätzliches Sicherungssystem: Darüber hinaus gibt es in Deutschland eine sogenannte freiwillige zusätzliche Einlagensicherung, die über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgeht. Dabei sind einige deutsche Banken und Genossenschaften Mitglied bei einem Verband wie dem Bundesverband deutscher Banken (BdB), dem Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) oder nutzen die Institutionssicherung:

Private Banken

Viele private Banken sind Mitglied im freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Der BdB ist der Interessenverband der privaten Banken und Kreditinstitute in Deutschland. Er setzt sich für die gemeinsamen Interessen seiner Mitgliedsbanken in verschiedenen Bereichen ein, einschließlich der Einlagensicherung. Dabei sind Einlagen oberhalb der gesetzlichen Einlagensicherung mit bis zu 20,00 % des Eigenkapitals der Bank gesichert. Bis zum Jahr 2025 wird diese Grenze schrittweise auf 8,75 % abgesenkt.

Öffentliche Banken

Mitglieder des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) stützen sich in der Regel auf ihre eigene Form der freiwilligen Einlagensicherung und sind oft Mitglieder eines Dachverbandes, der ihre Interessen in Bezug auf die Einlagensicherung und andere Angelegenheiten vertritt. Der VÖB ist der Dachverband der öffentlich-rechtlichen Banken in Deutschland. Hierzu gehören unter anderem Sparkassen, Landesbanken und Förderbanken.

Sparkassen und Genossenschaftsbanken

Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind zwei verschiedene Arten von Finanzinstituten in Deutschland. Diese haben jeweils ihre eigenen Ansätze zur Einlagensicherung und Institutssicherung.

Sparkassen: 

  • Freiwillige Einlagensicherung: Die Sparkassen sind Mitglieder des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Der DSGV betreibt eine freiwillige Einlagensicherung für seine Mitglieder.
  • Institutssicherung: Die einzelnen Sparkassen haben interne Maßnahmen zur Institutssicherung implementiert, um ihre finanzielle Stabilität und Widerstandsfähigkeit zu gewährleisten. Dies kann Risikomanagement, Liquiditätsmanagement und andere Praktiken umfassen, um die Funktionsfähigkeit der Sparkassen abzusichern.

 

Genossenschaftsbanken (Volksbanken und Raiffeisenbanken): 

  • Freiwillige Einlagensicherung: Die Genossenschaftsbanken sind Mitglieder des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Der BVR betreibt einen Einlagensicherungsfonds für seine Mitglieder.
  • Institutssicherung: Ähnlich wie bei den Sparkassen haben auch Genossenschaftsbanken Maßnahmen zur Institutssicherung implementiert. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass die Banken stabil und widerstandsfähig sind, um potenzielle Krisen zu bewältigen.

Einlagensicherung in Europa

Im Jahr 2015 wurde die Entschädigung im EU-Ausland deutlich vereinfacht. Bei einer Bankeninsolvenz haben sich Anlegerinnen und Anleger nicht mehr mit der Entschädigungseinrichtung des jeweiligen Landes auseinanderzusetzen. Die Entschädigung läuft automatisch über die Einlagensicherungssysteme. Im internationalen Vergleich gilt die Einlagensicherung in Deutschland und im EU-Ausland als risikoarm.

Einlagensicherung in Nicht-EU-Ländern

Banken aus Nicht-EU-Ländern können hinsichtlich der Einlagensicherung anders aufgestellt sein. Anlegerinnen und Anleger können sich zunächst darüber informieren, wann eine Bank unter das europäische Recht fällt. Während zum Beispiel Zweigniederlassungen von deutschen oder EUBanken trotz ihres Standortes im Nicht-EU-Land unter die gesetzliche Einlagensicherung der EU fallen, zählt dies für Tochtergesellschaften nicht. Neben den gesetzlichen Regelungen sollte ebenfalls die Bonität der Länder berücksichtigt werden.  

Abwicklung und Auszahlungen durch die Einlagensicherung

Im Schadensfall ist die jeweilige Einlagensicherung eines Landes verpflichtet, die Auszahlung binnen maximal zehn Tagen vorzunehmen – bis 2024 wird diese Frist schrittweise auf sieben Tage verkürzt. In einigen Ländern, wie in Deutschland, ist dies bereits umgesetzt. Insgesamt kann der Vorgang jedoch einige Wochen länger dauern, da zunächst festzustellen ist, ob tatsächlich ein Fall für die Einlagensicherung vorliegt.

Im Fall einer Entschädigungssituation unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden selbstverständlich im Rahmen des rechtlich und praktisch Möglichen.

Wie funktioniert WeltSparen?

Über WeltSparen erhalten Sparerinnen und Sparer Zugriff auf attraktive Tages- und Festgeldangebote aus Deutschland und dem europäischen Ausland, auf globale ETF-Portfolios sowie auf Produkte zur Altersvorsorge. Die Eröffnung eines WeltSpar-Kontos erfordert lediglich wenige Minuten. Über das komfortable Onlinebanking können Anlegerinnen und Anleger von einer transparenten und einfachen Kontoführung profitieren.

Mit einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto haben Sparerinnen und Sparer Chancen auf attraktive Zinsen, die im EU-Ausland höher ausfallen können als bei deutschen Banken. Die Angebote von WeltSparen für diese Fest- und Tagesgeldkonten unterliegen der EU-weiten Einlagensicherung. 

Vorteile von WeltSparen auf einen Blick 

  • Attraktive Zinsen für Tages- und Festgeld zu verschiedenen Laufzeiten 
  • Alle Angebote unterliegen mindestens der gesetzlichen Einlagensicherung
  • Kostenlose Kontoeröffnung und Kontoführung
  • Intuitives Onlinebanking

Weitere Fragen zur Einlagensicherung

Wie erfolgt die Einlagensicherung bei einer Fremdwährung?

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt nur für Einlagen, die in Euro oder einer anderen Währung eines Mitgliedes der Europäischen Union unterhalten werden. Die Höhe der Einlagensicherung liegt bei 100.000 € je Kundin beziehungsweise Kunde und Bank. 

Wird beispielsweise eine Einlage in US-Dollar (USD) getätigt, ist die Absicherung durch die gesetzliche Einlagensicherung ausgeschlossen. Anlegerinnen und Anleger können dann prüfen, ob ein freiwilliges Einlagensicherungssystem besteht.

Ist mein Geld bei deutschen Banken sicherer als im Ausland?

Die gesetzliche Einlagensicherung gilt für alle Länder in der EU in gleichem Maße. Das heißt: Im EU-Ausland sind Ihre Einlagen bis zu 100.000 € pro Anlegerin beziehungsweise Anleger und Bank abgesichert. Zudem sind weitere Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) beteiligt: Island, Liechtenstein und Norwegen sowie zusätzlich Monaco, San Marino und die Schweiz. In Großbritannien gilt eine nationale Einlagensicherung, die bis zu 85.000 £ je Kundin beziehungsweise Kunde und Bank absichert.

Fallen Wertpapiere unter den Einlagenschutz?

Wertpapiergeschäfte, wie zum Beispiel Aktienkäufe, Fonds oder ETFs, fallen nicht unter die Einlagensicherung. Kapital in Fonds und ETFs zählen jedoch zum Sondervermögen. Kommt es also bei der Fondsgesellschaft oder der Depotbank zu einer Insolvenz, ist es möglich, die Wertpapiere zurückzufordern oder in ein anderes Wertpapierdepot zu übertragen.

Wie hoch ist die Einlagensicherung bei Gemeinschaftskonten?

Da sich die Einlagensicherung auf die einzelne Anlegerin beziehungsweise den einzelnen Anleger bezieht, hat jede Kontoinhaberin und jeder Kontoinhaber einen separaten Entschädigungsanspruch. Bei Eheleuten verdoppelt sich die Summe der Einlagensicherung auf 200.000 €. Demnach macht es keinen Unterschied, ob ein Paar ein Gemeinschaftskonto oder zwei Einzelkonten führt.

Sollte ich mein Geld aufgrund der Einlagensicherung auf mehrere Banken verteilen?

Wenn die Geldanlage die Einlagensicherungsgrenze von 100.000 € überschreitet, kann es sinnvoll sein, das Geld auf mehrere Banken zu verteilen. Da die staatliche Einlagensicherung eine Sicherungsgrenze von 100.000 € pro Anlegerin beziehungsweise Anleger und Bank vorsieht, erhalten diese bei einer anderen Bank nach dem Sicherungssystem wieder eine Absicherung von bis zu 100.000 €.

Wie kann man prüfen, ob eine Bank im Einlagensicherungsfonds ist?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um herauszufinden, ob eine Bank im Einlagensicherungsfonds ist. Folgende Schritte können dabei hilfreich sein: 

  • Recherche auf der Bank-Website: Kundinnen und Kunden können die offizielle Website der Bank, bei der sie ein Konto haben, besuchen. Dort können Informationen zur Einlagensicherung oder Einlagensicherungsfonds gefunden werden. Banken sind oft verpflichtet, solche Informationen transparent auf ihrer Website bereitzustellen. Bei WeltSparen finden Sie alle wichtigen Informationen im Produktinformationsblatt der jeweiligen Bank.
  • Finanzregulierungsbehörde: Jedes Land hat eine eigene Finanzregulierungsbehörde, die die Banken und Finanzinstitute überwacht. In Deutschland beispielsweise ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zuständig. Kundinnen und Kunden können die Website der entsprechenden Behörde besuchen und dort Informationen zur Einlagensicherung erhalten. 
  • Bank oder Anbieter kontaktieren: Kundinnen und Kunden können auch direkt eine Anfrage bei ihrer Bank oder ihrem Anbieter per Telefon oder E-Mail stellen, um Informationen zur Einlagensicherung zu erhalten. Der dortige Kundenservice gibt Auskunft über den Einlagensicherungsfonds der jeweiligen Bank. Das gilt selbstverständlich auch für die Partnerbanken von WeltSparen.