Alles über die Rürup-Rente, einfach und verständlich aufbereitet.

Nur rund 40 % des letzten Bruttoeinkommens bleiben im Rentenalter zur Verfügung. Das ist die Bilanz der Rente in der Bundesrepublik Deutschland. Wenn Sie nicht auf rund 60 % Ihres Bruttos verzichten und Ihren Lebensstandard auch im Alter halten möchten, müssen Sie sich zusätzlich versichern und sparen. Die Rürup-Rente oder auch Basisrente ist da eine lohnende Maßnahme. Wie sieht es dabei mit den Steuervorteilen aus? Richtet sich die Rürup-Rente tatsächlich nur an Selbstständige und Freiberufler? Wie können Sie sich die Basisrente später auszahlen lassen? Das alles erfahren Sie hier.

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass es sich bei den Informationen in diesem Artikel um Grundinformationen handelt. Die darauf aufbauenden Details finden Sie in den zwischendrin verlinkten Extra-Artikeln. So können Sie sich exakt die Informationen herauspicken, die Sie brauchen.

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Die tiefen Details zum Thema finden Sie hier:

Rürup-Rente mit ETFs

Finanzmarktrevolution: Warum ist die Rürup-Rente mit ETFs statt herkömmlichen Investmentfonds so viel besser?

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Einmalzahlungen

Funktionieren bei der Basisrente auch Einmalzahlungen? Und wie?

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Berufsgruppen

Für welche Berufsgruppen ist die Rürup-Rente relevant und was hat es mit dem „nicht-pflichtversichert-Status“ auf sich?

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Auszahlung

Wie läuft das mit dem Auszahlen der Basisrente konkret ab?

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Rürup-Rente kündigen

Was mache ich mit der Rürup-Rente, wenn ich merken sollte, dass ich mich falsch entschieden habe?

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Rürup-Rente im Todesfall

Der Tod eines Versicherten und wie das mit dem Hinterbliebenenschutz funktioniert

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Pfändung der Basisrente

Pfändbar? Nicht pfändbar? Wie ist das bei der Basisrente denn nun?

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Rürup-Rente mit BU

Man kann die Rürup-Rente auch direkt mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung koppeln, aber ist das sinnvoll?

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Rürup-Rechner

Zahlen, Zahlen, Zahlen – Rechner nutzen und Rürup berechnen

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Steuer

Rürup-Rente versus Steuer – absetzbare Summen, Steuervorteile, überbleibende Rente und mehr einfach erklärt

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Klein durchstarten: Was ist Rürup?

Die Rürup-Rente oder auch Basisrente ist eine Maßnahme, um fürs Alter vorzusorgen und die zukünftige Rentenlücke zu kompensieren. Sie ist das Werk des Ökonoms Bert Rürup und kam ab dem Jahr 2005 auf den Markt. Meistens hat sie die Grundform einer steuerlich bevorteilten Rentenversicherung mit oder ohne Fonds. Genauso kann sie die Form eines einfachen Sparplans haben und lässt sich sowohl bei Versicherern als auch bei Banken abschließen.

Fairr bietet mit fairrürup eine Kombination aus beidem an. Während der Ansparphase arbeiten wir mit einem Sparplan bei der Sutor Bank. Während der Rentenphase, also der Auszahlphase, arbeiten wir mit dem Versicherer myLife. Das bei der Sutor Bank zur Rente vorhandene Geld wird an myLife transferiert und ausbezahlt.

Man bezeichnet die Rürup-Rente auch als das „Pendant zur Riester-Rente“. Die Riester-Rente wurde wiederum von Walter Riester erschaffen und ist seit dem Jahr 2002 auf dem Markt. Ehrlicherweise kann man über diesen Fakt aber streiten. Denn dafür müssten sich sowohl die Rürup-Rente als auch die Riester-Rente auf einer Ebene befinden. Stattdessen ist die Rürup-Rente der ersten Säule und die Riester-Rente der zweiten Säule des deutschen Altersvorsorgesystems zuzuordnen:

Erste Säule (nicht förderbare, aber staatliche Basismaßnahmen) Zweite Säule (förderbare, also staatlich bezuschusste, und privat veranlasste Maßnahmen) Dritte Säule (nicht förderbare und privat veranlasste Maßnahmen)
Gesetzliche Rentenversicherung Riester-Rente Lebensversicherung
Berufsständische Versorgungswerke wie beispielsweise die Künstlersozialkasse Betriebliche Altersvorsorge Private Rentenversicherung
Basisrente / Rürup-Rente Fonds- und ETF-Sparpläne, die man für die Rente einrichtet

Die Rürup-Rente gehört zu den nicht förderbaren, staatlichen Basismaßnahmen – deshalb auch „Basisrente“. Das bedeutet, dass Sie bei der Rürup-Rente keine staatlichen Zuschüsse, so wie bei Riester, erhalten. Dafür erhalten Sie aber einen enormen Steuervorteil.

Was ist der wesentliche Vorteil bei der Rürup-Rente? Ganz klar der Steuervorteil mit den hohen absetzbaren Summen.

So können Sie 88 % im Jahr 2019 und 90 % im Jahr 2020 von dem absetzen, was Sie in Rürup einzahlen. Und das bis hin zu einer Summe von 24.305 Euro. Sie zahlen also bis zu 24.305 Euro ein und können im Jahr 2019 bis zu 21.388 Euro von der Steuer absetzen. Im Jahr 2020 werden es bis über 21.874 Euro sein. Keine andere Art der Altersvorsorge bietet eine so enorme steuerliche Absetzbarkeit. Dafür muss man aber auch akzeptieren, dass einmal investierte Summen bis zur Rente nicht wieder auszahlbar sind.

Die prozentualen Werte der Absetzbarkeit nehmen in den nächsten Jahren zu. Bis zum Jahr 2025 – ab dato sind 100 % der investierten Summen von der Steuer absetzbar. Auch der Maximalbetrag wird jährlich nach oben angepasst, sodass der steuerliche Vorteil für Versicherte stetig wächst. Für 2019 beträgt er 24.305 Euro.

Jahr Absetzbarer Prozentsatz
2019 88 %
2020 90 %
2021 92 %
2022 94 %
2023 96 %
2024 98%
2025 100%

Die absetzbare Summe wird mit Ihrem persönlichen Steuersatz verrechnet. Haben Sie etwa einen Steuersatz von 33 %, dann würde Ihnen das Finanzamt 33 % der absetzbaren Summe tatsächlich erstatten. Oder es vermindert Ihre Steuerlast, wenn Sie etwas nachzahlen müssen. Das erklären wir mit mehreren Beispielen in unserem Artikel rund um die Rürup-Rente und die Steuern. Dort erfahren Sie auch, was Sie tun müssen, um Rürup von der Steuer abzusetzen.

Der hohe Steuervorteil ist indes auch der Grund, warum die Abschlüsse von Rürup-Renten insbesondere zum Jahresende zunehmen. Vor allem Besserverdiener – etwa Freiberufler mit einem ordentlichen Gewinn zum Jahresende – haben dann noch Geld auf dem Konto, das sie mit Steuerersparnis investieren möchten. Das funktioniert wunderbar, denn neben der monatlichen Rate kann man auch immer wieder eine alleinstehende und individuell bestimmbare Summe investieren. Das nennt sich dann je nach Anbieter und Rentenform Einmalzahlung oder Sonderzahlung.

Auch bei fairrürup können Sie alleinstehende Summen einzahlen – und das auch noch kostenlos, wo andere Anbieter normalerweise eine Gebühr aufrufen. Wollen Sie noch etwas für die Steuer und fürs Alter tun, dann kann fairrürup eine lohnenswerte zusätzliche Vorsorge sein.

Wer kann eine Rürup-Rente abschließen? Theoretisch können es alle tun

Rürup richtet sich aber überwiegend an Personen mit einem überdurchschnittlichen, hohen Einkommen und einer hohen Investitionsbereitschaft. Das ist mit Blick auf den Steuervorteil auch klar. Denn die Basisrente lohnt sich nur dann, wenn Sie wirklich ordentliche Summen an Geld investieren und diese somit absetzen können.

Moment: Rürup ist wirklich für alle da? Auch für Angestellte? Ja, das ist wahr – auch wenn man immer wieder hört, dass die Rürup-Rente nur etwas für Selbstständige und Freiberufler sei. Das hat mit deren Versichertenstatus zu tun. Sie sind automatisch „nicht-pflichtversichert“, können sich also aussuchen, ob sie in die Rente einzahlen oder nicht. Nicht-pflichtversicherte erhalten normalerweise keine Riester-Rente, daher kommt nur Rürup für sie in Frage.

Und so denken viele an einen Umkehrschluss. Wenn man für Riester „pflichtversichert“ sein muss, muss man für Rürup wohl „nicht-pflichtversichert“ sein, also ist Rürup nur etwas für die erwähnte Gruppe.

Das stimmt so aber nicht. Jeder kann eine Basisrente abschließen – ob pflichtversichert oder nicht. Somit auch Arbeitnehmer, Beamte oder Studenten. Das haben wir in einem weiteren Extra-Artikel zum Thema Berufsgruppen noch einmal ausführlicher erläutert.

Kann man eine Rürup-Rente auch wieder rückabwickeln?

Wenn man Beträge in die Rürup-Rente eingezahlt hat, kommt man von ihr auch so einfach wieder los? Manchmal merkt man erst später, dass man sich aus verschiedenen Gründen für das falsche Produkt entschieden hat. Beispielsweise, weil die Gebühren zu hoch sind.

Leider ist es bei der Rürup-Rente so, dass man die Beiträge nicht so einfach wieder zurückerhält.  Das Gesetz schreibt vor, dass sie unkündbar ist. Nur in den ersten vier Wochen, nachdem der Versicherer oder die Bank alle relevanten Dokumente verschickt hat, kann man widersprechen und abbrechen. Manchmal sind es auch nur zwei Wochen. Danach funktioniert das nur mit „passiven Methoden“:

  1. Sie starten einen Widerruf und lassen die Rürup-Rente rückabwickeln. Der Versicherer oder die Bank muss sich dann so verhalten, als hätte die Kooperation nie bestanden. Das bedeutet, man bekommt all das investierte Geld zurück – die erzielten Zinsen aber nicht.
  2. Sie zahlen einfach nichts mehr ein (oder nur noch eine minimale Summe) und lassen die Basisrente so weiterlaufen.
  3. Sie versuchen, den Anbieter zu wechseln.

Was das alles bedeutet und warum nicht alle Versicherer und Banken mitspielen, beschreiben wir in unserem Detailartikel dazu.

Und eins noch: Denken Sie zweimal darüber nach, ob Sie eine dieser Maßnahmen vornehmen. Denn die Rürup-Rente soll nachher Ihre Rentenlücke ausbessern und das funktioniert am besten, wenn Sie langfristig und bis zur Rente einzahlen. Wer die Rürup-Rente rückabwickelt, reduziert oder stoppt, sollte eine Alternative in petto haben, um weiterhin etwas für die Rente tun zu können.

Welche Rendite lässt sich mit der Rürup-Rente erzielen?

Wer sich das korrekte Produkt aussucht, muss sich ohnehin keine Gedanken um eine Auflösung und Rückabwicklung machen. Und beim „Aussuchen“ reden wir vor allem von Gebühren und Kosten. Insbesondere Basisrenten mit aktiv gemanagten Investmentfonds können teuer werden – während das Pendant mit ETFs und Indexfonds sehr kosteneffizient und ähnliche Renditechancen aufweist.

Was ist der Unterschied zwischen den beiden Varianten?

Klassische Investmentfonds werden aktiv verwaltet. Das bedeutet, dass ein Fondsmanagement immer wieder einzelne Titel innerhalb des Fonds austauscht, um die beste potenzielle Rendite zu erreichen. Und das ruft hohe laufende Gebühren von durchschnittlich 2,26 % im Jahr hervor. ETFs und Indexfonds sind passiv verwaltete Fonds. Sie bilden bestehende Indizes automatisiert nach, also beispielsweise den MSCI World-Index oder den DAX. Der Vorteil ist, dass die Rendite nahezu identisch zu den realen Indizes ist und die Kosten aber nur unter 0,5 % im Jahr umfassen. Auch kommen keine Gebühren für den Kauf neuer Anteile dazu, so wie bei den aktiven Investmentfonds.

Die niedrigen Gebühren zehren weniger an der Rendite und können langfristig zu einer hohen Ersparnis führen. Ein entsprechendes Beispielszenario finden Sie in unserem Detailartikel:

Rürup-Rente mit ETFs statt aktiven Investmentfonds.

Kann man heute schon ausrechnen, welche Rente man im Alter bekommt?

Wieviel Rente Sie nachher bekommen, können Sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht exakt ausrechnen, denn das hängt mehreren Faktoren ab. Sie bestimmen einen monatlich einzuzahlenden Betrag. Auf deren Basis lässt sich dann bei fairrürup eine nach unterschiedlichen Szenarien erwartbare Wertentwicklung berechnen. Eine exakte Rentengarantie ist nicht möglich. Erstens, weil es unklar ist, wie sich die frei wählbaren ETFs und Indexfonds von fairrürup in den nächsten eventuell Jahrzehnten entwickeln. Und zweitens, weil wir die Kosten auf ein absolutes Minimum reduzieren wollen. Andere Anbieter lassen sich die Garantierente normalerweise mit hohen Gebühren bezahlen.

Bei uns finden Sie einen Rürup-Rechner, mit dem Sie verschiedene Szenarien unverbindlich durchspielen können. Ebenso finden Sie im entsprechenden Detailartikel Informationen dazu, wie sich die Rente aus der deutschen Rentenversicherung zusammensetzt. Dort werden auch die Rentenfaktoren noch einmal beschrieben. Diese Informationen sind hilfreich, um herauszufinden, wie viel Sie überhaupt in Rürup investieren müssen, um Ihre Rentenlücke schließen zu können.

Allgemein gilt: Je länger Sie einzahlen, z.B. über einen Zeitraum von 20 Jahren oder mehr, desto wahrscheinlicher wird eine positive Rendite auf ihre eingezahlten Beiträge zu Rentenbeginn.

Wann ist der Rentenbeginn und wie können Sie sich die Rürup-Rente auszahlen lassen?

Wenn Sie eine Basisrente abschließen, dann vereinbaren Sie mit dem Versicherer oder der Bank einen festen Termin. Ab diesem Termin zahlen Sie nicht mehr ein, sondern lassen sich eine monatliche Rente auszahlen. Dieser feste Termin ist Pflicht und muss zwischen dem vollendeten 62. und dem vollendeten 85. Lebensjahr stattfinden. Der konkrete Zeitpunkt lässt sich ansonsten frei bestimmen. Je näher Sie an diesen Termin herankommen, desto realistischer kann der Versicherer oder die Bank Ihre Rente berechnen.

Typisch für die Rürup-Rente ist, dass Sie sich die Rente nur monatlich bis ans Lebensende auszahlen lassen können. Sie können sich das Geld weder vorab in einer Summe noch zum Rentenbeginn in einer Teilsumme auszahlen lassen. Auch das ist ein Kontrast zum Steuervorteil. Wer viel von der Steuer absetzen möchte, muss das in Kauf nehmen.

Die Rürup-Rente ist dazu da, eine verlässliche Zusatzrente bis ans Lebensende zu erzielen und mit ihr den Lebensstandard beizubehalten. Wenn man sich eine Teilsumme sofort auszahlen lassen könnte, würde das die monatliche Rente reduzieren und so würde das Konzept der ausreichenden Zusatzrente bröckeln.

Wie wird die Rürup-Rente besteuert und was müssen Sie im Alter bezahlen?

In der Ansparphase der Rürup-Rente profitieren Sie von einem Steuervorteil, in der Rentenphase muss die Rente allerdings versteuert werden. So dramatisch ist es aber nicht. So wie bei Ihrem aktuellen Einkommen auch, zählt der persönliche Steuersatz. Erhalten Sie also eine hohe Rente, dann müssen Sie mehr Steuern bezahlen. Erhalten Sie eine nicht so hohe Rente, halten sich auch die Steuern in Grenzen. Es können höchstens 42 % Ihrer Rente sein, da dies der höchste Steuersatz ist, der auf eine Person in Deutschland zutreffen kann.

Ein zusätzlicher Steuervorteil besteht bei Rürup darin, dass Sie erst ab 2040 die komplette Rente versteuern müssen. Werden Sie vorher Rentner oder Rentnerin, dann müssen Sie nur einen prozentualen Anteil der Rente versteuern:

Jahr Zu versteuernder Prozentsatz
2019 78 %
2020 80 %
2021 81 %
2022 82 %
2023 83 %
2024 84 %
2025 85 %
2026 86 %
2027 87 %
2028 88 %
2029 89 %
2030 90 %
Jahr Zu versteuernder Prozentsatz
2031 91 %
2032 92 %
2033 93 %
2034 94 %
2035 95 %
2036 96 %
2037 97 %
2038 98 %
2039 99 %
2040 100 %

Ein konkretes Rechenbeispiel finden Sie im ausführlichen Artikel zur Rürup-Rente oder Basisrente und den Steuern.

Denken Sie auch an Ihre Liebsten. Wozu dient der Hinterbliebenenschutz?

Vielleicht haben Sie schon einmal davon gehört, dass die Basisrente nicht vererbbar ist. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Sie ist vererbbar, sofern ein Hinterbliebenenschutz besteht. Den müssen Sie aber bei Vertragsabschluss bereits aktivieren. Der Hinterbliebenenschutz funktioniert in drei Dimensionen.

  1. Beim Tod vor der Rentenphase wird das bis dahin bestehende Depot als Witwenrente bis ans Lebensende an den Ehepartner ausbezahlt.
  2. Man vereinbart eine Rentengarantiezeit. Wenn man innerhalb dieser Frist stirbt, erhält der Ehepartner das restliche Depot als Witwenrente bis zum Verstreichen der Frist.
  3. Man vereinbart eine Hinterbliebenenrente bis ans Lebensende und der Ehepartner erhält die Rente des Verstorbenen bis ans Lebensende.

Sofern kein Ehepartner vorhanden ist, kann man die Witwenrente auch zu einer Waisenrente für ein Kind unter 25 Jahren umfunktionieren. Das Alter des Kindes ist entscheidend. Ist es über 25 Jahre alt, kann es die Rente nicht mehr erhalten. Zudem werden die entsprechenden Summen nicht bis ans Lebensende verteilt, sondern sie müssen ausbezahlt sein, bis das Kind 26 Jahre alt ist.

Was passiert, wenn man den Hinterbliebenenschutz nicht aktiviert, erklären wir in diesem Detailartikel zur Rürup-Rente und zum Todesfall. Außerdem erklären wir, wie der Hinterbliebenenschutz bei fairrürup funktioniert. Eins vorab: Der Hinterbliebenenschutz beim Todesfall vor der Rente ist bei fairrürup immer und kostenlos mit an Bord.

Was geschieht mit der Basisrente, wenn der Versicherte verschuldet ist?

Oder mit anderen Worten: Ist die Rürup-Rente im Ernstfall pfändbar, beispielsweise bei einer Privatinsolvenz? An vielen Stellen ist zu lesen und zu hören, dass sie nicht pfändbar ist, doch da existieren verzwickte Widersprüche.

Einerseits ist sie nicht pfändbar, andererseits steht der Besitz eines Gläubigers dem Gesetz nach vor dem Besitz eines Schuldners. Man kann also den kompletten Besitz des Schuldners bis zum Erreichen des Existenzminimums pfänden. Und so funktioniert es bis zu diesem Maß auch mit der Rürup-Rente. Das Gesetz definiert hierfür klare Summen, die niemand pfänden kann und die zudem den Punkt, dass die Basisrente nicht ansatzweise pfändbar sei, aushebeln. Andererseits hat der BGH schon in einem Urteil entschieden, dass man die Basisrente im Einzelfall auch über dieses Maß hinaus pfänden darf.

Näheres zu diesen Widersprüchen erfahren Sie im Detailartikel zur pfändbaren oder auch nicht-pfändbaren Rürup-Rente. Der Punkt lässt sich nicht klar beantworten und auch die Expertenansichten sind sehr verschieden.

Das Wesentliche noch einmal in Kürze:

  • Die Rürup-Rente ist eine monatliche Basisrente ab einem vorher vereinbarten Termin und wird bis ans Lebensende ausgezahlt.
  • Bei Rürup profitieren Sie von einem enormen Steuervorteil – 2019 können Sie Ihre Investitionen bis zu 24.305 Euro und davon 88 % von der Steuer absetzen. 2020 werden es 90 % einer etwas höheren Summe sein.
  • Jeder eine Rürup-Rente abschließen, besonders lohnenswert ist sie aber bei einem hohen Einkommen und einer hohen Investitionsbereitschaft, um den Steuervorteil auch ausnutzen zu können.
  • Die Basisrente ist unkündbar, man kann sie aber widerrufen und rückabwickeln, die Beiträge reduzieren oder einfach gar nichts mehr einzahlen.
  • Die Rürup-Rente mit passiven ETFs und Indexfonds – wie bei fairrürup – ist kosteneffizienter und dadurch potenziell renditestärker als eine Basisrente mit klassischen Investmentfonds, die aktiv verwaltet werden.

Besteuert wird Ihre Rente mit dem persönlichen Steuersatz, bestimmt durch Ihr Gesamteinkommen im Jahr. Bis zum Jahr 2040 muss nur ein prozentualer Anteil der Rente zwischen 78 % und 100 % versteuert werden.

Rürup-Interessierte sollten sich stets auch um einen Hinterbliebenenschutz kümmern (Rentengarantiezeit, Witwenrente / Waisenrente, Lebenszeitrente).

Die Rürup-Rente ist pfändbar bis zum Maß des Existenzminimums, was an vielen Stellen anders zu lesen ist und nicht stimmt. Selbst das Maß des Existenzminimums ist nach einem Beschluss des BGHs zweifelhaft.

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