DAX-ETFs – Fonds auf den deutschen Aktienindex

Ergänzung zu einem diversifizierten Portfolio

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Das Wichtigste in Kürze
  • Definition: Der deutsche Aktienindex – auch DAX 40 oder DAX Performance Index genannt – umfasst die 40 größten deutschen Aktiengesellschaften. Je nach Umsätzen und Börsenwert werden sie unterschiedlich gewichtet.
  • DAX-ETFs: Mit den Indexfonds auf den DAX können Sie an der Wertentwicklung der Unternehmen teilhaben. Ein DAX-ETF bildet den Leitindex im Optimalfall 1:1 ab: Steigen die Kurse der DAX-ETFs, so steigt auch die Rendite – und umgekehrt.
  • Risiko: Die Verlustrisiken sind beim DAX nur auf wenige Unternehmen verteilt. Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte demnach DAX-ETFs als Ergänzung zu einer diversifizierten Anlage nutzen.

Was ist der DAX?

Der Deutsche Aktienindex (DAX) ist der bedeutendste deutsche Börsenindex. Er bildet ein Verzeichnis der 40 größten Unternehmen in Deutschland, die an der Börse gehandelt werden (sogenannte Blue Chips). Je nach Marktkapitalisierung werden diese unterschiedlich gewichtet. Derzeit sind Aktiengesellschaften wie SAP, Siemens und Allianz gelistet. Die DAXUnternehmen repräsentieren insgesamt rund 80 % der gesamten Marktkapitalisierung der börsennotierten Unternehmen Deutschlands, weshalb der DAX auch als deutscher Leitindex bezeichnet wird.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Steigt der Aktienwert der enthaltenen Unternehmen, steigt auch der Wert des DAX. Der Wert der Unternehmen wird dabei über ein Punktesystem abgebildet. An den Punkten lässt sich erkennen, wie sich der Wert des DAX im Vergleich zum Ausgangswert von 1987 entwickelt hat. Dieser wurde damals auf 1000 Punkte festgelegt. 

Im September 2021 wurde der DAX um 10 Unternehmen auf insgesamt 40 erweitert. Neben dem DAX gibt es noch Indizes, die nur bestimmte Wirtschaftsbereiche abdecken, wie der TecDAX für Technologieunternehmen oder der MDAX und SDAX für mittlere und kleine Unternehmen

Welche Unternehmen sind im DAX?

Unternehmen Branche Gewichtung
SAP Software 8,59 %
Siemens Elektrotechnik 7,86 %
Telekom Telekommunikation 7,19 %
Airbus Flugzeugbau 6,56 %
Allianz Versicherung 6,11 %
Mercedex-Benz Group Autohersteller 5,35 %
BMW Autohersteller 4,08 %
Bayer Chemieindustrie 3,78 %
Siemens Healthineers Chemie- und Pharmaindustrie 3,75 %
Porsche AG Autohersteller 3,51 %
Deutsche Post DHL Transport 3,39 %
Münchener Rück Versicherung 3,14 %
BASF Chemie- und Pharmaindustrie 3,03 %
Infineon Halbleiterindustrie 2,97 %
Deutsche Börse Börse 2,08 %
Adidas Sportartikel 1,84 %
Volkswagen Autohersteller 1,81 %
RWE Energieversorgung 1,81 %
E.ON Energieversorgung 1,79 %
Beiersdorf Kosmetikartikel 1,74 %
Daimler Truck Fahrzeugbau 1,70 %
Deutsche Bank Banken 1,64 %
Merck Chemie- und Pharmaindustrie 1,52 %
Hannover Rück Versicherung 1,51 %
Vonovia Immobilien 1,22 %
Commerzbank Banken 0,97 %
Siemens Energy Energietechnik 0,96 %
Fresenius Chemie- und Pharmaindustrie 0,96 %
Continental Autozulieferer 0,94 %
Sartorius Chemie- und Pharmaindustrie 0,93 %
Symrise Chemie- und Pharmaindustrie 0,91 %
HeidelbergCement Baustoffe 0,84 %
MTU Aero Engines Maschinenbau 0,84 %
Henkel Chemie- und Pharmaindustrie 0,82 %
Brenntag Handel 0,75 %
Fresenius Medical Care Chemie- und Pharmaindustrie 0,71 %
Qiagen Chemie- und Pharmaindustrie 0,66 %
Zalando Einzelhandel 0,66 %
Porsche Autohersteller 0,56 %
Covestro Werkstoffe 0,52 %

(Stand: 03.2023)

 

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Auswahlkriterien: Welche Unternehmen werden in den DAX aufgenommen?

Welches Unternehmen in den DAX aufgenommen wird beziehungsweise ausscheidet, entscheidet die Deutsche Börse AG. Damit sie aufgenommen werden, müssen Unternehmen im Prime Standard (Teilbereich des amtlichen und geregelten Marktes an der Börse mit hohen Transparenzstandards) gelistet sein. Das bedeutet zum Beispiel, dass sie regelmäßig Geschäftsberichte veröffentlichen müssen. Außerdem müssen sie fortlaufend in Xetra (Exchange Electronic Trading = Handelsplatz der Frankfurter Wertpapierbörse) gehandelt werden und mindestens einen Streubesitz von 10 % aufweisen. Das Unternehmen muss dazu entweder seinen Sitz in Deutschland haben oder den Schwerpunkt seines Aktienumsatzes an der Börse in Frankfurt und einen Sitz in der EU aufweisen. 

Wie erfolgt die Gewichtung der Unternehmen
im DAX?

Die Unternehmen werden im DAX nicht gleich stark gewichtet. Die Gewichtung ist von der Marktkapitalisierung und dem Börsenumsatz abhängig. Dabei gilt: Je höher die Gewichtung ist, desto stärker ist der Einfluss auf die Entwicklung des Indizes. Grundlage für die Marktkapitalisierung bildet der Streubesitz – also die frei handelbaren Aktien. Laut Vorgabe müssen mindestens 10 % der Unternehmensaktien in Streubesitz sein. 

Damit sich kurzfristige Kursänderungen nicht direkt auf die Zusammensetzung des DAX auswirken, werden Änderungen von der Deutschen Börse nur vierteljährlich aufgenommen. So kommt es auch dazu, dass Unternehmen im Laufe der Zeit ausgetauscht werden.

Was sind DAX-ETFs?

ETFs sind Indexfonds, die an der Börse gehandelt werden und die Wertentwicklung eines bestimmten Index – in diesem Fall des DAX – abbilden. Mit einem Investment in den DAX über ETFs können Sie somit an der Kursentwicklung der enthaltenen Unternehmen partizipieren. 

Der Anbieter eines ETF gibt vor, welche Wertpapiere ins Portfolio aufgenommen werden. Im Fall des DAX-ETF ist dies die Deutsche Börse AG. Ein ETF auf den DAX kauft Aktien in der Regel genau mit ihrer Gewichtung nach, wie sie auch im Index enthalten sind (physisch replizierende ETFs).

Da sich ETFs einfach an der Börse kaufen und verkaufen lassen, sind sie schon lange ein beliebtes Anlageinstrument. Auch schon mit einem kleinen Anlagebetrag können Sie in vielen Unternehmen gleichzeitig investieren – und das zu niedrigen laufenden Kosten

Da in diesem Fall alle Aktien von Unternehmen aus Deutschland ausgegeben werden, ist das Risiko sehr zentriert. Eine Anlage sollte aber möglichst breit gestreut werden, um das Risiko des Investments zu reduzieren. Da ein DAX-ETF aber nur die Entwicklung des deutschen Leitindex abbildet, ist ein einzelner DAX-ETF zum langfristigen Vermögensaufbau nur bedingt geeignet. Als alleiniges Investment sind DAX-ETFs demnach nicht optimal – Indexfonds auf den DAX können ein breit gestreutes Portfolio jedoch gut ergänzen. 

Exkurs: Home Bias

Anleger neigen oft zu Investitionen in ihren Heimatmarkt – dieses psychologische Phänomen nennt man Home Bias. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben. Neben einer Informationsasymmetrie können Wechselkursrisiken oder Orderkosten Anleger von Geldanlagen im Ausland abhalten. 

Durch die Home Bias und die daraus entstehende unzureichende Diversifikation besteht allerdings ein Klumpenrisiko. Wegen der deutlich geringeren Streuung ist die Volatilität deutscher Aktien beispielsweise höher als die vom MSCI World Index. Anleger sollten sich bewusst machen, dass eine Streuung erforderlich ist, um das Risiko des Portfolios zu senken. Da die durchschnittlichen Renditen bei DAX-ETFs aber höher sind als bei ETFs auf den Weltaktienindex, ist es durchaus sinnvoll, DAX-ETF dem Portfolio beizumischen.

Für mehr Diversifikation: Vermögensverwaltung & ETF Configurator

Mit einem DAX-ETF streuen Sie Ihr Risiko zwar viel breiter als mit einzelnen Aktien, dennoch bleibt ein Investment in den deutschen Leitindex riskant. Im Vergleich zu anderen ETFs ist das Risiko beim DAX nur auf 40 Unternehmen verteilt. Es sind außerdem viele Unternehmen gelistet, die in ähnlichen Branchen, wie der Chemie- und Pharmabranche, aktiv sind. Wer stattdessen auf breit gestreute ETFs setzt, kann sein Risiko reduzieren. 

Die richtige Auswahl zu treffen, kann jedoch aufwendig sein. Mit der digitalen Vermögensverwaltung nehmen wir Ihnen diesen Schritt ab. Basierend auf Ihren Angaben wählen wir für Sie eine Strategie mit Aktienanteilen von 100 %, 70 %, 50 % oder 30 %.

Globale und diversifizierte Portfolios

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Die Portfolios der digitalen Vermögensverwaltung investieren Ihr Vermögen breit gestreut. Das heißt für Sie, dass Sie mit nur einem Portfolio von den globalen Aktien- und Anleihenmärkten profitieren.

Dabei folgt unser Anlageteam einer Strategie, in die 50 Jahre führender Finanzforschung eingeflossen sind.

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Verfügbare DAX-ETFs im ETF Configurator

Anbieter ETF-Bezeichnung Laufende Kosten p.a.
Deka Deka MDAX (Acc) 0,30 %
Invesco Invesco MDAX UCITS ETF (Acc) 0,19 %
Xtrackers Xtrackers DAX (Acc) 0,09 %
iShares iShares Core DAX (Acc) 0,16 %
iShares iShares TecDAX® UCITS ETF (DE) (Acc) 0,51 %

Sie genießen den Vorteil von flexiblen Ein- und Auszahlungen. Ihre Zahlungen können Sie jederzeit anpassen oder aussetzen. Neben dem ETF-Sparplan sind auch Einmalzahlungen jederzeit kostenfrei möglich.

 

 

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Hinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken verbunden. Auch DAX-ETFs unterliegen Marktschwankungen und diesen Risiken. In unseren Risikohinweisen finden Sie weitere Informationen.  

Wie sich DAX-ETFs vergleichen lassen

Kosten

Anhand der Total Expense Ratio (TER) – der Gesamtkostenquote – lassen sich unterschiedliche Indexfonds auf den DAX einfach vergleichen. In der TER werden allerdings nicht alle Kosten berücksichtigt. Umfassend ist der Total Cost of Ownership (TCO), der auch Handelskosten, Steuern, Swap-Kosten und sonstige Erträge einkalkuliert.

Replikation

Bei der Auswahl eines DAX-ETF sollten Anleger nicht nur auf die Kosten, sondern auch auf die Art beziehungsweise Qualität der Indexabbildung (Replikationsmethode) achten. Dabei sind synthetische ETFs von physisch replizierenden ETFs zu unterscheiden. Während physische ETFs die Aktien, die im DAX vertreten sind, tatsächlich nachkaufen, bilden synthetische ETFs den Index über Derivate nach. 

Die Abweichung des ETF zum zugrundeliegenden Index werden durch den Tracking Error (TE) abgebildet. Je höher der TE, desto größter ist die Abweichung zum Index beziehungsweise desto schlechter ist die Nachbildung. Achten Sie daher bei der Auswahl von DAX-ETFs am besten auf einen niedrigen Tracking Error. 

Ausschüttung

Wie bei anderen ETFs können Sie auch bei DAX-ETFs zwischen ausschüttenden und thesaurierenden ETFs entscheiden. Bei ausschüttenden DAX-ETFs erhalten Sie in regelmäßigen Abständen Dividenden ausgezahlt. Von thesaurierenden Fonds spricht man, wenn Dividenden nicht an den Anleger weitergereicht, sondern automatisch in die Aktien reinvestiert werden. Das kann für Anleger durchaus interessant sein, da man so von einem Zinseszins-Effekt profitieren kann. 

Berechnung

In der Regel wird der DAX als Performance-Index notiert. Dabei fließen Dividenden und sonstige Einnahmen in die Berechnung mit ein. Da andere Indizes – wie beispielsweise der britische FTSE – normalerweise als Kursindex beziehungsweise ohne die positiven Effekte der Dividende dargestellt werden, fällt ein direkter Vergleich schwerer.

Fazit: DAX-ETFs als Teil eines
diversifizierten Portfolios

Zu langfristigen Vermögensaufbau ist ein einzelner DAX-ETF nur bedingt geeignet. Eine Geldanlage sollte immer möglichst breit gestreut sein, um das Verlustrisiko zu minimieren. DAX-ETFs bilden allerdings nur die Entwicklung des deutschen Leitindex ab. 

DAX-ETFs sind demnach eine gute Beimischung zu einem diversifizierten Aktienportfolio. Anleger sollten sich aber genau überlegen, auf welche ETFs sie setzen. Bei der Vermögensverwaltung von WeltSparen erledigen wir diesen Schritt für Sie. Möchten Sie sich Ihr eigenes Portfolio zusammenstellen und nach Ihren Wünschen diversifizieren, können Sie sich einen oder mehrere ETFs aus unserem ETF Configurator aussuchen. 

Gut Basierend auf 6.910 Bewertungen