ETFs: Welche Risiken gibt es?

Diese Risiken von ETFs sollten Anleger kennen

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Sie sind kosteneffizient, einfach im Handling und gelten als chancenreiche Geldanlage: ETFs sind ein beliebtes Anlageprodukt mit zahlreichen Vorteilen. Allerdings sollten Anleger trotzdem nicht vergessen, dass es sich um ein Investment an der Börse handelt, das immer auch mit gewissen Risiken verbunden ist. Bei der Entscheidung für eine Geldanlage ist es vorab grundsätzlich ratsam, sich mit den Risikofaktoren zu beschäftigen und diese mit der persönlichen Anlagestrategie und der individuellen Risikoneigung abzugleichen. 

Wir erklären Ihnen, was Sie über ETFs und ihre Risiken wissen sollten, welche Indexfonds besonders risikoreich sind und wie Sie die Risiken bei der Geldanlage minimieren können.

Das Wichtigste in Kürze
  • ETFs: Bei ETFs handelt es sich um börsengehandelte Indexfonds, welche die Wertentwicklung eines (Aktien-)Index nachbilden.
  • Risiken: Wie jedes Investment an der Börse unterliegen auch ETFs bestimmten Risiken, z. B. einem Marktrisiko. Insgesamt gelten die Indexfonds als risikoärmer als einzelne Aktien.
  • Anlagestrategie: ETFs eignen sich vor allem als langfristige Geldanlage. Anleger, die auf einen langen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren setzen, können das Risiko von Verlusten reduzieren.
  • Risikominimierung: Auch das Anlegerverhalten hat einen Einfluss auf die Risiken von ETFs. Das bedeutet, dass auch die Investoren die Risiken bei der Geldanlage minimieren können, indem sie z. B. bei kurzzeitigen Kursverlusten nicht sofort verkaufen.

Wie sicher sind ETFs?

ETFs gelten insgesamt als risikoärmer als z. B. die Investition in einzelne Aktien. Zudem wird Geld, das in Investmentfonds und Indexfonds investiert wurde, als Sondervermögen behandelt und ist daher geschützt. Sollte der ETFAnbieter also Insolvenz anmelden, bleibt das Geld der Anleger davon unberührt. Gleiches gilt, wenn die Depotbank ausfällt. Die Anlage in ETFs ist also nicht frei von Risiken, aber zumindest gegen verschiedene Szenarien abgesichert. 

Zudem können Sie die Risiken bei der Geldanlage in ETFs auch selbst durch die Wahl eines passenden Portfolios beeinflussen bzw. reduzieren. Mit den vorgefertigten Portfolios über den ETF Robo können Sie den Aktienanteil selbst bestimmen und Ihre Geldanlage so an Ihre persönliche Risikoneigung anpassen. Wenn Sie risikofreudiger sind, können Sie einen höheren Aktienanteil auswählen. Möchten Sie Ihr Risiko geringer halten, kann ein Portfolio mit geringerer Aktienquote die richtige Wahl für Sie sein.

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Welche Risiken bestehen bei der Geldanlage in ETFs?

Der Aktienmarkt und die Kurse an der Börse unterliegen stetigen Schwankungen, die natürlich auch Indexfonds betreffen. Wer sich für ETFs als Geldanlage entscheidet, sollte sich daher der möglichen Risiken bewusst sein. Dazu gehören neben dem Marktrisiko auch Wechselkursrisiken oder Liquiditätsengpässe. Einige dieser Risiken ergeben sich automatisch durch die Funktionsweise von Indexfonds, andere sind abhängig von den Fondsgesellschaften bzw. Anbietern. Aber auch die Anleger selbst können einen durch Ihr Verhalten am Markt entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Wertpapiere haben. Umso wichtiger ist es, die Risiken bei ETFs zu kennen und so Fehler zu vermeiden.

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ETFs unterliegen dem Marktrisiko

Wichtig zu wissen: Das Marktrisiko lässt sich nicht vermeiden und betrifft alle Anleger gleichermaßen. Unter dem Begriff des allgemeinen Marktrisikos werden wirtschaftliche Entwicklungen zusammengefasst, die sich negativ auf die Finanzmärkte auswirken. Das betrifft bei der Geldanlage an der Börse die abgebildeten Indizes und die damit verbundenen ETFs. Beispiele für diese negativen Entwicklungen sind politische Veränderungen, Naturkatastrophen, Krisen wie beispielsweise die Corona-Krise oder die konjunkturelle Lage. ETFs können zwar durch ihre Zusammensetzung eine gewisse Diversifikation aufweisen, dennoch kann das Marktrisiko nicht ausgeschlossen werden. 

Darüber hinaus sollte man bei ETFs und Fonds auch das individuelle Marktrisiko nicht vergessen. Mit der Anlage in ETFs investieren Anleger in einen bestimmten Markt oder Index. Kommt es an diesem zu Veränderungen, z. B. durch Gesetzesänderungen, negative Entwicklungen eines Marktteilnehmers oder Managementwechsel in einem Unternehmen, kann sich das auch auf die Börse auswirken. 

Wechselkursrisiko bei ETFs beachten

Das Wechselkursrisiko gehört ausschließlich bei den ETFs zu den Gefahren, die nicht in Euro notiert sind. Das trifft z. B. auf den MSCI World zu. Dieser Indexfonds ist in US-Dollar notiert und unterliegt nicht nur dem allgemeinen und individuellen Marktrisiko, sondern auch einem Wechselkursrisiko. Für Anleger ist das Wechselkursrisiko vor allem beim Verkauf ihrer Fonds relevant. Verkaufen Sie Ihre Anteile in einer Phase, in welcher der Kurs des US-Dollars schwächer ist als beim Kauf, kommt es zu Kursabschlägen. Diese wirken sich auf die Rendite aus und Sie haben letztendlich Geld verloren bzw. einen geringeren Gewinn erhalten. Bei ausländischen ETFs sollten Sie dieses Risiko daher unbedingt einkalkulieren. 

Möchten Sie ein Wechselkursrisiko möglichst vermeiden, können Sie Ihr Portfolio natürlich auch auf Fonds beschränken, die in Euro notiert sind. Mithilfe unseres ETF Configurators können Sie sich Ihr ETF-Portfolio unkompliziert nach Ihren Vorstellungen und Ansprüchen zusammenstellen. 

Gefahr der Blasenbildung bei ETFs

Geht es um die Risiken bei ETFs, wird immer wieder von der Gefahr der Blasenbildung gesprochen. Doch was ist damit gemeint? Bei bekannten Indizes, z. B. DAX oder MSCI World, werden nur die größten Titel in den Index aufgenommen. Beispielsweise gibt der DAX die Wertentwicklung der 30 größten Unternehmen nach Marktkapitalisierung am deutschen Aktienmarkt wieder. Kommt es zu einer positiven Wertentwicklung und einem Kursanstieg, erhöht sich auch die Gewichtung dieser Titel. Das führt dazu, dass das Geld hauptsächlich in Titel, Märkte oder Länder angelegt wird, die in der Vergangenheit gut abgeschnitten haben. In diesem Fall spricht man von einem prozyklischen Verhalten. Dabei folgt die Anlage hier lediglich dem Markt. Bei einem aktiven Management werden auch spontan Impulse gesetzt, z. B. wenn Chancen erkannt werden und in Titel investiert wird, die in der unmittelbaren Vergangenheit einen eher schlechteren Verlauf gezeigt haben.

Marktmacht der Anbieter

Kritiker von ETFs merken immer wieder an, dass der globale ETF-Markt von fünf großen Anbietern dominiert wird. Den größten Anteil auf dem europäischen Markt vereint iShares, der ETF-Ableger des US-Vermögensverwalters Blackrock, auf sich. Das hat zur Folge, dass die Beliebtheit von Indexfonds bei Anlegern die Marktmacht dieser Anbieter immer weiter fördert und eine Monopolbildung befürchtet wird. Kritisiert werden in diesem Zusammenhang ein Mangel an Wettbewerb und die dadurch für wahrscheinlich gehaltene Erhöhung der Kosten für ETFs

Insgesamt könnte eine zu große Marktmacht weniger Vermögensverwalter bzw. Fondsgesellschaften sich negativ auf die Wirtschaft auswirken und damit auch Konsequenzen für die Investoren in Indexfonds haben. Die befürchteten Preiserhöhungen und Nachteile für Anleger sind jedoch bisher nicht eingetreten. Dennoch sollte man sich bei der Investition in ETFs auch dieser Risiken bewusst sein.

Risiko von Liquiditätsengpässen bei ETFs

Ob Rohstoff-ETFs, Immobilien-ETFs oder Fonds auf Kryptowährungen: Mit ETFs haben Anleger Zugang zum Handel ansonsten schwer zugänglicher Anlageklassen bekommen. In den letzten Jahren hat sich der Markt mit diesen Anlagegegenständen jedoch stark verselbstständigt. Das hat zur Folge, dass die Fonds häufig liquider sind als die darin enthaltenen Wertpapiere. Welche Vor- und Nachteile das für Anleger birgt und mit welchen Auswirkungen im Krisenfall zu rechnen wäre, ist sogar Experten unklar. 

Optimistischere Stimmen gehen davon aus, dass der vermehrte Handel von Indexfonds auch bei illiquiden Anlagen potenzielle Krisen dämpfen könnte. Kritiker sehen darin allerdings zusätzliche Risiken von ETFs und befürchten, dass der Preis der Fonds im Falle eines Kursrutsches stark vom Wert der darin enthaltenen Wertpapiere abweichen könnte. Dann könnte es bei einer Krise zu noch stärkeren Ausschlägen an der Börse kommen. 

Letztendlich lässt sich keine zuverlässige Vorhersage treffen, welche Folgen im Falle einer Krise eintreten würden. Deshalb ist es für Anleger empfehlenswert, bei illiquiden Anlagen grundsätzlich vorsichtig zu sein. Denn sollten die Kurse stark fallen, kann dies bereits ausreichend sein für deutliche Abweichungen zwischen dem eigentlichen Wert der Aktien und dem Preis des ETFs. Geraten viele Anleger in Panik und wollen ihre Wertpapiere verkaufen, gibt es unter Umständen nicht ausreichend Käufer und die Krise könnte sich auf weite Teile des Finanzmarktes ausweiten. 

Risiko bei ETFs mit Wertpapierleihe

Die meisten Fondsgesellschaften behalten sich das Recht vor, die Wertpapiere aus dem Besitz des Fonds zu verleihen. Das bietet den Vorteil, dass die Leihenden dafür eine Gebühr bezahlen, die von der Fondsgesellschaft wiederum teilweise als zusätzliche Einnahme an den Anleger weitergegeben wird. Allerdings erhöht sich dadurch auch das Risiko für Käufer dieser ETFs. Wird der Leihende der Wertpapiere zahlungsunfähig, werden die geliehenen Anteile nicht zurückgegeben. Das hat Nachteile für den gesamten Fonds. Um diesen Fall zu vermeiden, verlangen ETFAnbieter meist Sicherheiten für den Verleih. Doch auch die Sicherheiten bieten natürlich keine 100%-igen Schutz. Anleger sollten sich daher bewusst machen, dass sie das volle Risiko dieses Leihgeschäfts mittragen und abwägen, ob das für sie beim Kauf von ETFs zu den relevanten Risiken zählt. 

Fehler bei der Anlage in ETFs: Risiken durch Anlegerverhalten

Die Risiken bei der ETF-Anlage entstehen nicht nur durch die Wertentwicklung der Fonds und Kursschwankungen an der Börse, sondern auch das Verhalten der Anleger kann sich negativ auf die Geldanlage auswirken. ETFs sind grundsätzlich für eine langfristige Anlagestrategie geeignet und als kurzfristige Geldanlage wenig sinnvoll. Wird das nicht beachtet, kann falsches Verhalten zu Verlusten führen. 

Wie wir wissen, senkt Diversifikation das Anlagerisiko. Wer in verschiedene Anlageklassen investiert, kann das Risiko seines Portfolios reduzieren und so für mehr Sicherheit sorgen. Allerdings droht hier auch bei ETFs ein Risiko, denn sie können schlecht diversifiziert sein.

Ebenfalls zu den Risiken von ETFs werden das sogenannte Herdenverhalten und die Marketingfallen neuer ETFAnbieter von Experten  gezählt. 

So sorgt das Herdenverhalten für Risiken bei ETFs

Aufgrund der niedrigen Kosten für Anleger sind ETFs in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Anlageprodukt geworden. Das führte zu der Kritik, dass insbesondere negative Kursentwicklungen durch den hohen Marktanteil von ETFs verstärkt werden können. Verkaufen z. B. viele ETF-Anleger aufgrund von Kurseinbrüchen ihre ETFs, könnte dieses Herdenverhalten den Abwärtstrend an der Börse verstärken. In der Folge würde sich das Verlustrisiko für alle Anleger erhöhen. Schlimmstenfalls könnte der Preis der ETFs dann unter den Wert des Index fallen. Anleger, die dann verkaufen möchten, müssen dadurch mit besonders hohen Verlusten rechnen. 

Diese Annahme kann bei ETFs zwar zu den Risiken gezählt werden, allerdings ist das Szenario auch auf aktiv gemanagte Fonds übertragbar. Grundsätzlich sollten Anleger sich bewusst machen, dass der Verkauf von ETFs schon bei kleinen Kurseinbrüchen negative Auswirkungen auf den gesamten Markt haben kann. Aus diesem Grund ist eine langfristige Anlagestrategie wichtig, um kurzzeitige Einbrüche auszusitzen und Verluste auszugleichen

Vorsicht vor Marketingfallen

Da der weltweite ETF-Markt von fünf großen Anbietern dominiert wird, ist es für neue ETF-Anbieter schwierig, neue Produkte anzubieten. Um sich gegen die beliebten Standard-ETFs durchzusetzen, werden deshalb häufig besonders hohe Renditen beworben, um Anleger zu locken. Ein Beispiel für solche neuen ETFs sind sogenannte Hebel-ETFs, die durch eine überproportionale bzw. gehebelte Abbildung des Index höhere Gewinne versprechen. Viele dieser innovativen, neuen Indexfonds können sich jedoch nicht lange am Markt halten und Käufer können dadurch bares Geld verlieren. Gerade Hebelprodukte sind problematisch, denn die Chance auf einen hohen Gewinn ist genauso hoch wie die eines plötzlichen Verlusts. Selbst für Anleger mit viel Erfahrung sind Hebelprodukte unberechenbar.

Um die Risiken bei der Geldanlage in ETFs zu minimieren, sollten Anleger sich daher im Zweifelsfall auf Fonds beschränken, die sich bereits länger am Markt bewährt haben. Wenn Sie genau wissen, welche ETFs zu Ihrer Anlagestrategie und Ihrem Risikobewusstsein passen, können Sie sich Ihr persönliches ETF-Portfolio mithilfe unseres ETF Configurators zusammenstellen. Wählen Sie aus 200 ETFs verschiedener Branchen und Anlageklassen genau die aus, die zu Ihren Zielen passen. 

Gibt es ETFs mit besonders hohem Risiko?

Insbesondere risikoscheue Anleger stellen sich häufig die Frage, ob man zwischen ETFs mit hohem und niedrigerem Risiko unterscheiden kann. Vor dem Hintergrund, dass eine Geldanlage an der Börse immer mit Risiken verbunden ist, lässt sich dennoch feststellen, dass alle Arten von ETFs in Bezug auf die möglichen Risiken nicht gleich zu behandeln sind. So haben z. B. Swap-ETFs und physisch replizierende ETFs im direkten Vergleich ein höheres Risikopotential als andere Indexfonds

Kontrahentenrisiko bei Swap-ETFs

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Swap-ETFs gehören zu den physischen Replikationsmethoden und verfolgen das Ziel, einen Index möglichst exakt nachzubilden. Um das zu erreichen, erfolgt die Nachbildung des Referenzindex über ein Tauschgeschäft mit einem Finanzinstitut. Aufgrund dieser Vorgehensweise kommt es bei Swap-ETFs zu dem sogenannten Kontrahentenrisiko, auch Gegenparteirisiko genannt. Der ETF ist davon abhängig, dass der Tauschpartner seinen Verpflichtungen nachkommt. Kann dieser die Forderungen des Fonds nicht mehr erfüllen, ist auch das Geld der Anleger nicht mehr vorhanden. 

Ein Beispiel für den Prozess bei Swap-ETFs:

Der im Fonds enthaltene Aktienkorb ist bei 150 EUR notiert. Der zugrunde liegende Index steigt auf 155 EUR. Der Preis des Index-Swap steigt deshalb auf 5 EUR. Im Fonds ergibt sich ein Wert von 155 EUR (Wert des Aktienkorb 150 EUR plus Wert des Index-Swap 5 EUR).

Aber welches Risiko bergen Swap-ETFs für Anleger? Der Swap bzw. Tausch gehört zwar nicht zum Sondervermögen, aber die Nachteile für Investoren sind dennoch begrenzt. Der Wert des Swaps darf laut europäischer Vorschriften zur Regulierung von Investmentfonds maximal 10 % des Fondsvermögens ausmachen. Im Ernstfall wäre der Verlust also begrenzt. Um das Kontrahentenrisiko zu senken, verlangen viele Anbieter swappender ETFs Sicherheiten von ihren Swap-Partnern. Allerdings sind diese Vereinbarungen selten in den Verkaufsunterlagen der ETFs festgehalten, weshalb Anleger sich darauf nicht zu 100 % verlassen sollten. 

Tracking Error bei physisch replizierenden ETFs

Auch physisch replizierende ETFs, die nicht swappen, möchten den Referenzindex so genau wie möglich nachbilden. Dazu kauft der Fonds alle Aktien gemäß deren Gewichtung im abgebildeten Aktienindex. Bei dieser Form der Abbildung lassen sich jedoch Abweichungen zwischen Index und ETFs nicht vermeiden. Bei jeder Veränderung im Index müssen auch die Wertpapiere im ETF entsprechend angepasst werden. Das führt zu Transaktionskosten, durch welche die Wertentwicklung des ETFs vom eigentlichen Wert des Referenzindex abweichen kann. In diesem Fall spricht man vom Tracking Error, auch Abweichungsrisiko genannt. Hierbei gilt: Je höher der Tracking Error, desto größer die Abweichung der Wertentwicklung zwischen ETF und Referenzindex. Ist der Tracking Error sehr hoch, kann das für Anleger eine beträchtliche Differenz bei der Rendite bedeuten. 

Wie lassen sich Risiken von ETFs minimieren?

Wie jede Investition an der Börse bieten natürlich auch ETFs Risiken für Anleger. Allerdings sollte dies kein Grund sein, auf diese Art der Geldanlage zu verzichten, denn die Chancen auf eine lohnende Rendite ist hier deutlich höher als bei konservativeren Anlageformen. Das Wichtigste bei der Investition in Indexfonds bleibt eine langfristige Anlagestrategie und möglichst geringe Eingriffe in das Portfolio. Mit einem langfristigen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren sind auch ETFs eine Anlage mit vergleichsweise geringem Risiko. Natürlich unter der Voraussetzung, dass Anleger auch bei fallenden Kursen nicht aus Panik sofort verkaufen und so Verluste verursachen. Halten Sie an Ihrer Anlagestrategie fest, können Sie kurzzeitige Verluste über die Jahre in der Regel ausgleichen

Um die Risiken bei der Geldanlage in ETFs zu minimieren, sollten Anleger beim Kauf auf folgende Faktoren achten:

  • Diversifikation (bei ETFs wie dem MSCI World ist diese bereits automatisch gegeben)
  • Fonds mit ausreichend großem Volumen
  • Fonds, die schon länger am Markt sind 

Darüber hinaus sollten Sie sich vorm Kauf von ETFs umfassend über mögliche Risiken informieren und diese auch einschätzen können. Besonders für Einsteiger ist es sinnvoll, auf bewährte Fonds zu setzen und sich nicht von neuen ETFs mit vermeintlich hohen Renditen locken zu lassen. Wer sich die eigenständige Auswahl von Indexfonds nicht zutraut, kann über den ETF Robo auf vorgefertigte ETF-Portfolios mit verschiedenen Aktienanteilen – und damit unterschiedlichen Risikoklassen – wählen und so von einer Geldanlage an der Börse profitieren.

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