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Wer mehr Rendite als mit klassischen Sparkonten erzielen und dennoch keine zu hohen Risiken an der Börse in Kauf nehmen möchte, könnte in Anleihen investieren. Anleihen sind Instrumente für Banken, Institutionen, Staaten und Unternehmen, Geld zu beschaffen. Und zwar von Privatanlegern. Diese Anleger erhalten dafür Zinsen und können zusätzlich von Kursanstiegen profitieren. Durch das Prinzip werden Anleihen auch als „festverzinsliche Wertpapiere“, „Rentenpapiere“, „Schuldverschreibungen“ oder „Obligationen“ bezeichnet. Was das konkret bedeutet, wie Anleihen funktionieren, welche Arten von Anleihen existieren und vieles mehr lesen Sie hier.

Das Wesentliche in Kürze

  • Anleihen sind Wertpapiere, die das Recht darauf verbriefen, dass eine investierte Summe zurückbezahlt sowie verzinst wird. Sie investieren beispielsweise 5.000 EUR in Anleihen – durch den Grundsatz der Anleihen haben Sie eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, die 5.000 EUR plus Zinsen sowie eventuell mit Kursrenditen zurückzuerhalten. Von einer umfassenden Garantie kann man nicht sprechen, da Anleihen je nach Art mit unterschiedlich hohen Ausfallrisiken verbunden sind. Bei einer Insolvenz des Unternehmens kann der Anleger daher im Extremfall auch leer ausgehen.
  • Anleihen bestehen aus verschiedenen Komponenten. Der Nennwert ist der Kaufpreis einer einzelnen Anleihe. Die Laufzeit bestimmt, bis zu welcher Frist der Emittent seinen Investoren das Geld zurückzahlen und verzinsen muss. Den Zinssatz nennt man wiederum Kupon.
  • Neben den drei Komponenten haben Anleihen auch einen Kurs, der im Rahmen der Laufzeit zunehmen und abnehmen kann. Würden Anleger ihre Anleihen vor Ende der Laufzeit verkaufen, sind dementsprechend Kursgewinne oder Kursverluste denkbar. Schwankende Kurse haben unter anderem mit der Bonität des Emittenten zu tun. Sofern Investoren ihre Anleihen bis zum Laufzeitende behalten, ist der Kurs für sie irrelevant. Sie erhalten dann stets den Nennwert der Anleihe zurück.
  • Neben einzelnen Anleihen existieren auch Rentenfonds – das sind aktive Fonds, die ausschließlich oder zu einem Großteil in verschiedene Anleihen investieren. Neben ihnen können sich Investoren auch für kosteneffizientere Anleihen-ETFs entscheiden.
  • Am Markt bieten sich viele verschiedene Anleihen-Arten an. Diese reichen von Wandelanleihen über Unternehmensanleihen und diverse Unterformen der Unternehmensanleihen bis hin zu Staatsanleihen und Bundesanleihen. Die meisten Anleihen-Arten sind dem Feld der Unternehmensanleihen zuzuschreiben.
  • Anleihen lassen sich nicht per se als sicher, chancenreich oder anders bezeichnen. Hinsichtlich ihrer Gewinne und Risiken kommt es stets auf die Art der Anleihe und die Bonität des Emittenten an. Die Gewinne können aber höher als bei klassischen Sparkonten.

Definition: Was sind Anleihen?

Anleihen sind an der Börse handelbare festverzinsliche Wertpapiere und verbriefen das Recht, investiertes Geld nach Ablauf einer Laufzeit zurückzuerhalten sowie zwischenzeitlich verzinsen zu lassen. Auch die Wörter „Rentenpapiere“, „Obligationen“ und „Schuldverschreibungen“ sind für Anleihen verbreitet, wobei die „Rentenpapiere“ nichts mit der Altersrente zu tun haben. Im Englischen spricht man von „Bonds“. 

Die wesentlichen Merkmale von Anleihen sind die festen Zinsen und die feste Laufzeit. Das ist ähnlich wie bei Krediten. Emittenten von Anleihen können Banken, Institutionen, Unternehmen sowie Staaten sein. Anleger und Investoren können einerseits von privater Seite und andererseits von institutioneller Seite kommen.

Arten:
Welche Unterformen können Anleihen haben?

  • Staaten und Unternehmen können Anleihen ausgeben. Diese heißen entsprechen Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen.
  • Die einzelnen Anleihen unterscheiden sich je nach Bonität, Branche und Land des Unternehmens oder des Staates.
  • Es existieren viele verschiedene Unterformen von Unternehmensanleihen, die im Groben sehr ähnlich sind und sich meist nur in einem bestimmten Detail voneinander unterscheiden.

Unterformen

1. Unternehmensanleihen

  • Unternehmensanleihen dienen Unternehmen, sich anstelle von Krediten oder Aktienemissionen zu finanzieren. Aktien sind nicht für alle Unternehmen eine Option, Kredite sind mit Blick auf die Bonität und Zinsen oft schwerer zu bekommen. 
  • Sie teilen sich wiederum in verschiedene Unterarten auf.

 

Diese Unterarten sind:

 

1.1 Mittelstandsanleihen

Mittelstandsanleihen werden von Mittelstandsunternehmen emittiert. Meist weisen sie höhere Zinsen als andere Anleihen auf. Der Grund dafür ist, dass Mittelstandsunternehmen nicht so liquide sind. Die höheren Zinsen sollen das erhöhte Ausfallrisiko dieser Unternehmensanleihen kompensieren. Mit 7,5 % Zinsen p.a. bot das Unternehmen Veganz beispielsweise einen hohen Zinssatz. Im Falle einer Investition winken also hohe Gewinne – doch das Unternehmen ist bilanziell überschuldet, insofern ist die Investition auch mit erheblichen Risiken verbunden.

 

1.2 Industrieanleihen / Konzernanleihen

Industrieanleihen oder Konzernanleihen werden von Industrieunternehmen und Großkonzernen emittiert. Sie haben im Schnitt keine so hohen Zinsen wie Mittelstandsanleihen, weil jene Konzerne und Unternehmen ein liquides und solides Fundament haben und die Risiken dadurch vergleichsweise niedrig sind. Generell bedeuten hohe Zinsen beim Sparen und Investieren immer, dass die Investition auch mit höheren Risiken verbunden sein muss. 

 

1.3 Wandelanleihen

Wandelanleihen sind eine besondere Form der Anleihe. Sie bieten Investoren die Chance, bis zu einer bestimmten Frist ihre Anleihen in Aktien des Unternehmens einzutauschen. Sofern sich der Kurs des Unternehmens positiv entwickelt, winken den Investoren dadurch umso höhere Gewinne als mit den Zinsen der Anleihen

Andererseits können Anleger Verluste verzeichnen, wenn sich der Aktienkurs nicht entsprechend entwickelt. Auch verzichten Investoren durch den Tausch in Aktien darauf, den Nennwert der Anleihen nach Ablauf der Laufzeit zurückzuerhalten. Ein Rücktausch von Aktien zu Anleihen ist nicht durchführbar. 

Jedes Unternehmen jeder Größe kann Wandelanleihen emittieren. 

 

1.4 Nachranganleihen

Bei den Nachranganleihen befinden wir uns wieder auf Seiten der höher verzinsten Anleihen. Genau wie bei den Wandelanleihen, handelt es sich auch hier um solche Anleihen, die jedes Unternehmen jeder Größe emittieren kann. 

Der Grund für die höheren Zinsen ist das hohe Risiko, das Anleger mit dieser Form der Anleihe haben. „Nachrang“ bedeutet, dass Inhaber dieser Anleihen im Falle einer Insolvenz des Unternehmens erst nach vielen anderen Gruppen aus der Insolvenzmasse bedient werden. Es kann also zu hohen oder auch zu totalen Verlusten kommen, wenn kein Geld mehr da ist, sobald Inhaber dieser Anleihen an der Reihe sind. 

Die höheren Zinsen sollen auch hier die entsprechenden Risiken kompensieren und einen Anreiz zur Investition bieten.

 

2. Pfandbriefe

Pfandbriefe haben zwar einen vollkommen anderen Namen als die anderen Anleihen. Doch auch hier handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere. Sie sind vor allem im Geschäft der Banken zu finden und zeichnen sich dadurch aus, dass sie stets durch Sachwerte besichert sind. Sie bieten dadurch mit die höchste Sicherheit aller Anleihen. Banken refinanzieren mit Pfandbriefen ausbezahlte Kredite für Immobilien oder Schiffe.  

 

3. Staatsanleihen

Bei Staatsanleihen handelt es sich um „normale“ Anleihen, die von Staaten emittiert werden. Sie haben keine solche Besonderheiten wie etwa die Wandelanleihen oder Nachranganleihen. Grundsätzlich stehen Staaten bei Staatsanleihen mit all ihrer Wirtschaftskraft als Sicherheit ein. Deshalb können sie sich je nach emittierendem Staat deutlich in Gewinnen und Risiken unterscheiden. Staatsanleihen von Schwellenländern weisen durch die meist schlechtere Bonität beispielsweise ein erhöhtes Risiko auf. Dafür sind bei diesen auch höhere Zinsen zu erwarten.  

 

3.1 Bundesanleihen

Bundesanleihen sind einfache Staatsanleihen, die aber speziell von der Bundesrepublik Deutschland emittiert werden. Weil Deutschland eine sehr hohe Bonität hat und die Risiken entsprechend klein sind, sind die Zinsen bei deutschen Staatsanleihen sehr niedrig. In den Jahren 2018 und 2019 waren 10-Jahres-Anleihen von Deutschland sogar mit negativen Renditen behaftet. Dafür lässt sich das Geld in Bundesanleihen sehr sicher parken.

Was sind Rentenfonds und Anleihen-ETFs?

  • Bei Rentenfonds handelt es sich um aktive Investmentfonds, die einen wesentlichen Teil ihres Volumens in einen Verbund von Anleihen investieren. Der Name „Rentenfonds“ kommt daher, dass man Anleihen auch als „Renten“ bezeichnet. 
  • Anleihen-ETFs sind das Pendant zu Rentenfonds. Während Rentenfonds aktiv durch ein Fondsmanagement gemanagt werden und dadurch hohe Kosten aufweisen, bilden Anleihen-ETFs einen bestehenden Index nach. Ihre Gesamtkosten liegen durch das passive Nachbilden des Index weit unter denen der aktiven Rentenfonds. 
  • Mehr dazu lesen Sie im Artikel Fonds vs. ETFs – die Unterschiede

 

Der Vorteil von Rentenfonds und Anleihen-ETFs besteht darin, dass sie diversifiziert sind. Statt viele einzelne Anleihen zu kaufen und im Blick zu behalten, investieren Sie mit einem einzigen Fonds gleichzeitig in sehr viele Anleihen von unterschiedlichen Unternehmen. Gleiches funktioniert auch bei kosteneffizienteren ETFs, beispielsweise bei den WeltInvest ETF-Portfolios

Der Anleihen-Anteil wird bei diesen durch den Vanguard Global Bond Index Fund repräsentiert. Sie können wählen, ob Sie den Anleihen-ETF zu 30 % oder 50 % oder 70 % im Portfolio beimischen möchten. Je höher der Anleihenanteil, desto niedriger die Schwankungen und die Risikoklasse. So treffen Sie eine Wahl auf Basis Ihrer individuellen Risikobereitschaft. Die ETF-Portfolios wurden vom gemeinnützigen Verbraucherportal Finanztip empfohlen.

Wie funktionieren Anleihen?

  • Anleihen bestehen mit dem Nennwert, Kupon und der Laufzeit aus verschiedenen fest verbrieften Komponenten. 
  • Sie haben auch einen Kurs. Der ist aber nur für Investoren interessant, die ihre Anleihen vor Laufzeitende verkaufen möchten. In dem Fall sind neben den bis dato erhaltenen Zinsen zusätzliche Kursrenditen denkbar. 

 

Wir erklären das anhand einer beispielhaften Unternehmensanleihe. 

 

Nennwert, Kupon und Laufzeit

Stellen Sie sich vor, dass ein Unternehmen ein anderes Unternehmen kaufen möchte. Dafür braucht es Geld und es entscheidet sich dafür, Anleihen zu emittieren. Auf den einzelnen Wertpapieren steht dann ein Nennwert, der „Kupon“ oder „Kuponzins“ sowie die Laufzeit.

Der Nennwert ist der „Einkaufspreis“, zu dem Sie die Anleihe kaufen. Das können beispielsweise 100 EUR sein. Wenn Sie also 1.000 EUR investieren möchten, dann müssen Sie zehn Anleihen mit dem Nennwert von 100 EUR kaufen. 

Der Kupon ist wiederum der Zinssatz, zu dem die Anleihe verzinst wird. Der Emittent schüttet die Zinsen bis zum Laufzeitende jedes Jahr auf den Nennwert der einzelnen Anleihen aus. Die Zinsen werden im Rahmen der Laufzeit jedes Jahr auf den Nennwert der einzelnen Anleihe berechnet. Zu beachten ist, dass bei einer Anleihe kein Zinseszins existiert. Demnach erhalten Sie jedes Jahr bis zum Laufzeitende dieselben Zinsen. 

Eine kleine Anekdote: Der Kupon heißt deshalb so, weil die amerikanischen Anleihen-Wertpapiere früher noch kleine Coupons besaßen, die man jedes Jahr ausschneiden konnte, um sie bei der Bank einzulösen. Man erhielt dann die entsprechenden Zinsen. Das Verfahren ist heute nicht mehr aktuell – der Name der Zettelchen blieb aber.

Die Laufzeit brauchen wir schließlich nicht weiter zu erklären. Eine Anleihe läuft stets über mehrere Jahre und hat ein fest definiertes Laufzeitende. Zu diesem Termin zahlt der Emittent Ihnen das investierte Geld zurück.

Beispiel:

Nehmen wir also an, dass Sie 10 Anleihen mit einem Nennwert von 100 EUR und einem Zins von 3 % p.a. erwerben. Diese laufen 10 Jahre. Sie erhalten dann in den nächsten zehn Jahren pro Jahr 30 EUR Zinsen – und bekommen am Ende die 1.000 EUR zurück.

Kurs 

Anleger können ihre Anleihen nach dem Kauf bis zum Laufzeitende behalten. Sie erhalten dann die volle Investition zurück und bis dahin jedes Jahr die entsprechenden Zinsen. Sie haben aber auch noch eine andere Option. Sie können die Anleihen vor Laufzeitende verkaufen und sich so die Chance auf Kursrenditen sichern

Das mit dem Kurs ist bei Anleihen sehr ähnlich wie bei Aktien, aktiven Fonds oder ETFs. Der Unterschied zu diesen ist nur, dass der Kurs einer Anleihe nicht in EUR, sondern in Prozent des Nennwerts bemessen wird. Der Kurs kann schwanken – was insbesondere mit der Bonität des Unternehmens, der Bank oder des Staates zu tun hat. 

Zum Laufzeitende hin nähert sich der Kurs stets wieder den 100 % an. Denn Besitzer von Anleihen erhalten am Ende exakt die Summe zurück, die sie vorher investiert haben. Die Zinsen haben sie zu dem Zeitpunkt schon erhalten, da sie nicht reinvestiert werden und Anleihen somit keinen Zinseszinseffekt haben. 

Beispiel:

Nehmen wir an, dass die 10 Anleihen mit einem Nennwert von 100 EUR / 100 % Kurs einen Kursverlust verzeichnen. Der Kurs umfasst nur noch 93 %. Würden Sie die Anleihen nun verkaufen, dann erhielten Sie nur noch 93 EUR je Anleihe. Wenn der Kurs aber zunimmt und beispielsweise auf 105 % klettert – bei 100 % ist nicht Schluss –, dann erzielen Sie pro Anleihe einen Gewinn von 5 EUR. 

Anleihen können im Direkthandel bei Banken oder an der Börse gehandelt werden. Investoren müssen zunächst eine Depot eröffnen, in dem alle Wertpapiere aufgelistet werden. Für den Kauf und Verkauf von Anleihen fallen auch Transaktionskosten an.

Der Erwerb von Anleihen ist auch gebündelt möglich, z.B. beim Erwerb von Anleihenfonds, öfter auch Rentenfonds genannt. Der Vorteil: Das Investitionskapital wird breit diversifziert, was das Risiko reduziert.

Anleihen werden stets nach ihrer Bonität beurteilt und verschiedenen Kategorien zugeordnet. Das ist die Aufgabe von Rating-Agenturen. Die Bewertung reicht von AAA als beste Bewertung bis hin zu D (Zahlungsausfall):

Rating-Agenturen bewerten die Bonität von UnternehmenRating-Agenturen bewerten die Bonität von UnternehmenRating-Agenturen bewerten die Bonität von Unternehmen

Handel: Wie handelt man Anleihen?

  • Der Handel von Anleihen findet direkt über Banken oder an der Börse statt. 
  • Um Anleihen kaufen zu können, ist ein Depot erforderlich. 
  • Für den Kauf und Verkauf von Anleihen können Transaktionskosten anfallen. 
  • Wer sich für Rentenfonds oder Anleihen-ETFs / Portfolios wie die WeltInvest ETF-Portfolios entscheidet, kauft keine einzelnen Anleihen, sondern eine einzelne in sich bereits diversifizierte Position.

Risiko: Wie steht es bei Anleihen um die Risiken?

Ein bekannter Spruch lautet: 

„Kaufe Aktien, wenn du gut essen möchtest – kaufe Anleihen, wenn du gut schlafen möchtest.“ 

Damit ist gemeint, dass Aktien in der Regel höhere Renditen abwerfen, Anleihen aber weniger risikoreich sind als Aktien. Der Spruch gilt jedoch nicht für alle Arten von Anleihen, wie wir am Beispiel von Staats- und Unternehmensanleihen sehen werden.

Verhältnis von Zins und Risiko

Das Risiko wird bei Anleihen aus der Bonität des Emittenten heraus ermittelt. Wenn in diesem Fall Unternehmen oder Banken eine schlechte Bonität haben, ist das Risiko höher als bei Unternehmen und Staaten mit einer Top-Bonität. Dafür sind auch die Zinsen höher. 

Somit sind hohe Zinsen fast immer ein Indiz für ein erhöhtes Risiko. Möchten Sie das Risiko einer Investition in bestimmte Anleihen also selbst einschätzen, können Sie sich im ersten Schritt am Zinssatz derer orientieren, sollten aber noch weitere Faktoren, wie z.B. die Bonität des Emittenten, in Betracht ziehen. 

 

Risiken von Unternehmensanleihen und Staatsanleihen

Unternehmensanleihen und Staatsanleihen sind in ihren Risiken divers. Man kann sie weder alle als sicher noch alle als risikoreich bezeichnen.

Anleihen der Bundesrepublik Deutschland sind beispielsweise eher schwach verzinst, weil sie sehr sicher sind. Staaten stehen mit ihrer vollen Wirtschaftskraft ein und die ist in Deutschland als eine der weltweit führenden Wirtschaftsnationen hoch. Die Wahrscheinlichkeit steht bei nahezu 100 %, dass Deutschland die Anleihen zurückzahlen kann und wird. Andere Staaten, etwa manch südostasiatisches oder südamerikanisches Land, können solch eine hohe Wahrscheinlichkeit nicht bieten. Demnach sind die Verlustrisiken bei Anleihen dieser Länder höher, ebenso wie die Verzinsung. 

Genauso ist es bei Unternehmensanleihen. Während Mittelstandsanleihen höhere Risiken und somit auch höhere Zinsen aufweisen, ist es bei Industrieanleihen / Konzernanleihen andersherum. Genauso haben etwa Wandelanleihen und Nachranganleihen ihre individuellen Chancen und Risiken.

Was sind die Vorteile und Nachteile einer Anleihe?

  • Höhere Zinsen als etwa bei klassischen Sparkonten oder Sparbüchern
  • Sie stabilisieren und diversifizieren ein Aktienportfolio
  • Meist ein überschaubares Risiko
  • Vor Laufzeitende verkaufbar
  • Eventuell kommt es zu Kursverlusten und beim Verkauf erhalten Sie nicht mehr so viel wie beim Kauf. Andererseits kann es auch zu Kursgewinnen kommen
  • Keine Einlagensicherung
  • Totalausfallrisiko

Vergleich:
Lohnen sich Anleihen mit Blick auf die klassischen Sparmethoden?

  • Mit klassischen Sparmethoden meinen wir Bankprodukte wie etwa Sparbücher, Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten
  • Durch das Zinstief der Europäischen Zentralbank wurden die Zinsen bei diesen Produkten in den letzten Jahren eher unattraktiv. Ausnahmen bilden die Konten von WeltSparen, die sich im europäischen Ausland befinden und dadurch höhere Zinssätze bei unveränderter Sicherheit versprechen. 
  • Je nach Anleihe können die Zinsen höher als bei den klassischen Sparmethoden sein oder auch nicht. Anleihen der Bundesrepublik Deutschland weisen etwa ebensolche Tiefzinsen wie Sparkonten auf, Staatsanleihen von Schwellenländern können einen umso höheren Gewinn hervorrufen. 

 

Anders sieht es bei aktiven Rentenfonds oder Anleihen-ETFs aus. Aktive Rentenfonds besitzen ein Fondsmanagement, das darauf aus ist, mit individuellen Anleihen-Käufen und -Verkäufe eine maximale Rendite zu erzielen. Anleihen-ETFs suchen sich wiederum Indizes aus, die sie nachbilden. Noch dazu sind solche aktiven Fonds und ETFs diversifiziert und bieten so eine solide Sicherheitsbasis

Bei den WeltInvest ETF-Portfolios ist auf Wunsch ein Anleihen-Indexfonds enthalten. Sie entscheiden, ob dies zu 30 %, 50 % oder zu 70 % der Fall ist. Die prozentuale Differenz füllen Sie mit Aktien-ETFs mit höheren Renditechancen auf. So sind die Portfolios mit bis zu 20.000 Einzeltiteln noch breiter diversifiziert als die meisten globalen Aktien-Indizes oder ETF-Portfolios. 

In einem Test von über 30 Robo-Advisors wurden die WeltInvest ETF-Portfolios vom gemeinnützigen Verbraucherportal Finanztip empfohlen.

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Steuern:
Wie werden Anleihen versteuert?

  • Gewinne aus Anleihen sind normalerweise mit der Abgeltungssteuer zu versteuern. Diese umfasst 25 % + Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer. Ein Mittelwert beläuft sich auf 26,375 %. 
  • Ausnahmen zur Abgeltungssteuer bestehen, wenn man einen Freistellungsauftrag eingerichtet hat. Gewinne bis hin zu 801 EUR pro Person oder 1.602 EUR bei Ehepaaren sind dann jedes Jahr steuerfrei. 
  • Bei Rentenfonds und Anleihen-ETFs kann das Investmentsteuerreformgesetz von 2018 relevant werden. Mehr dazu lesen Sie im Artikel ETFs und Steuern.
  • Generelles zur Steuer bieten wir Ihnen in diesem Steuerverzeichnis

Fazit

Anleihen sind eine sinnvolle Komponente, um ein bestehendes Portfolio aus Aktien über mehrere Anlageklassen zu diversifizieren und mit Anleihen von Staaten und Unternehmen guter Bonität einen Stabilitätsbaustein aufzunehmen. Mit einem breit diversifizierten Anleihen-Indexfonds können Anleger das Risiko breit streuen und die Schwankungen im Portfolio minimieren.

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