Geld anlegen: Sparer wählen Sicherheit statt Rendite

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Die meisten Deutschen stellen bei der Geldanlage Sicherheit über Rendite. Der Bundesbank zufolge liegen etwa 1,8 Billionen Euro auf sicheren Sparkonten oder dem Sparbuch. Zinstief und Inflation sorgen aber dafür, dass gespartes Vermögen kaum wächst und sogar an Kaufkraft verliert. Gerade klassische Anlageformen sind mitunter problematisch.

Es lohnt sich daher über alternative Anlageformen Gedanken zu machen, um Vermögen langfristig aufzuwerten und zukunftssicher zu machen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema Geldanlage und Vermögensaufbau.

Das Wichtigste in Kürze
  • „Was ist derzeit die beste Geldanlage?“ Kurz: Die beste Geldanlage existiert nicht. Für wen welche Geldanlage sinnvoll sein kann, ist individuell und von den persönlichen Bedürfnissen sowie Zielen abhängig.
  • Die Geldanlage dient dem Vermögensaufbau. Von Wertpapieren über diverse Sachwerte wie Immobilien und Oldtimer bis hin zu Bankeinlagen wie Tages- oder Festgeld gibt es sehr viele Anlageformen.
  • Wer in Zeiten des Zinstiefs eine hohe Rendite erzielen möchte, muss sich auf Risiken einlassen und in Wertpapiere investieren. Wer sein Geld beispielsweise auf dem zinsfreien Sparbuch belässt, riskiert einen kontinuierlichen Kaufkraftverlust durch die Inflation.
  • Anleger können die für sie sinnvollste Geldanlage bestimmen, indem sie Ziele definieren, den benötigten Geldbedarf ermitteln sowie Ihre Risikobereitschaft einschätzen.

Grundlagen der Geldanlage: Das sollten Sie wissen

Es ist nicht immer leicht die passende Geldanlage zu finden. Wer sich aber ausreichend mit dem Thema auseinandersetzt, der wird es leichter haben. Sie fragen sich, was ist unter Geldanlage zu verstehen? Wie funktioniert sie? Und wie unterscheidet sie sich vom einfachen Sparen? Wir haben für Sie die Grundlagen der Geldanlage auf einen Blick zusammengefasst.

  • Grundsätzlich beschreibt das Wort Geldanlage alle Konten oder Investitionsoptionen, die durch steigende Kurse, zeitlich entstehende Wertgewinne oder durch Zinsen einen Wertzuwachs, aber auch einen Wertverlust, verzeichnen können.

 

  • Für Anleger ist der „Vermögensaufbau“ das Stichwort. Durch einen starken Wertzuwachs inklusive Zinseszinseffekt und eine entsprechend hohe Rendite soll sich das investierte Geld deutlich vermehren.

 

  • Funktionsweise: Sie investieren eine Summe X in eine Geldanlage, idealerweise kommt es zum Wertzuwachs und Sie verkaufen die Geldanlage wieder – also beispielsweise Anteile an ETFs – und sichern sich die Rendite.

 

  • Geldanlagen reichen von Geldwerten / Börsenwerten wie beispielsweise Aktien, Investmentfonds oder ETFs bis hin zu Sachwerten wie beispielsweise Raritäten, Gold und Silber, Oldtimer, Immobilien oder auch Wein.

 

  • Besonders riskante und daher nur Kennern vorbehaltene Geldanlagen sind beispielsweise Optionsscheine, Zertifikate oder Derivate. Auch diese zählen zu den Geldwerten / Börsenwerten. 

 

  • Auch Kryptowährungen kann man als Geldanlage verwenden. Jedoch werden die digitalen Währungen nicht an der Börse gehandelt, sondern in elektronischen Wallets, die auf der Blockchain-Technologie basieren. Kryptowährungen liegen keinem Basiswert zugrunde und sind daher hochspekulativ.

 

  • Theoretisch zählen auch verzinste Sparkonten zu den Geldanlagen. Jedoch sind vor allem deutsche Sparkonten und Sparbücher laut Bundesbank zinsfrei und bringen keine Gewinne. Wir erlauben uns daher, sie zum Bereich „Sparen“ zu zählen und nicht als Geldanlage zum Vermögensaufbau zu bezeichnen.

 

Hohe Rendite: Warum sind rentable Geldanlagen so relevant wie nie zuvor?

  • Die Jahre 2008 und 2009 führten zum Abwärtstrend der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank. Die Leitzinsen regeln, zu welchen Konditionen Banken Geld bei der EZB aufnehmen oder parken dürfen. Niedrige Leitzinsen sollen Kredite attraktiv machen und die Konjunktur ankurbeln.

 

  • Der Leitzins für Kredite von der EZB an Banken steht seit 2016 bei dauerhaft 0 %. Der Einlagenzins von Banken an die EZB steht seit 2019 bei -0,5 %. Das ist der sogenannte „Negativzins“.

 

  • Die historisch tiefen Leitzinsen führten dazu, dass die Zinsen bei typischen Bankeinlagen – also bei Sparbüchern, Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten – immer weiter zusammensackten. Die Bundesbank bezeichnete die Konten deutscher Banken 2020 erstmals offiziell und pauschal als „durchschnittlich zinsfrei“. 

 

Abseits der Perspektive, dass Sparer mit den sicheren Sparkonten keine Gewinne mehr erzielen können, steht noch ein anderes Problem ins Haus: Das auf Sparkonten vorhandene Geld verliert durch die Inflation an Kaufkraft. 

Zwischen den Jahren 2016 und 2019 umfasste die jährliche Inflation durchschnittlich 1,5 %. Für 2020 rechnet das Statistische Bundesamt mit einer Inflationsrate von 0,6 % sowie für 2021 mit einer Inflation von 1,2 %. Das bedeutet, dass unverzinste Guthaben innerhalb eines Jahres diesen Prozentsatz an Kaufkraft verlieren.

Möchte man kleine Summen für 2-3 Jahre auf einem unverzinsten Konto anlegen, dann ist das noch nicht dramatisch. Doch wer dauerhaft nur beispielsweise auf dem Sparbuch höhere Summen spart, kann sich mit der Zeit immer weniger von dem vorhandenen Geld kaufen

Wir nehmen das Sparbuch deshalb so in den Fokus, weil es in Deutschland trotz des Zinstiefs noch immer sehr beliebt und weit verbreitet ist. Laut einer Statistik nutzen im Jahr 2019 noch 38,96 Millionen Sparer über 14 Jahre ein Sparbuch. Das sind allein schon 22,43 Millionen Deutsche mehr als bei Immobilien, der zweitbeliebtesten Anlageform. 

Hinsichtlich der Inflation lohnt es sich, umzudenken und andere Geldanlagen in Betracht zu ziehen, um das Vermögen auszubauen und es langfristig zu erhalten. So erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, sich umso früher große Wünsche erfüllen zu können. 

Grundsätzlich kann man seit Einsetzen der Zinsflaute festhalten, dass Anleger nur noch mit Wertpapierinvestitionen und anderen rentablen Geldanlagen hohe Renditen erzielen können. Gleichermaßen müssen sie sich aber der mal höheren und mal moderaten Risiken dahinter bewusst sein.

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Kurzfristige Geldanlage: Welche Optionen gibt es?

  • Eine Reserve in Höhe von drei Monatseinkommen ist sinnvoll und wichtig, um in existenziellen Notsituationen liquide zu sein.

 

  • Optimal ist, diese Reserve auf einem Tagesgeldkonto zurückzulegen und das zu tun, bevor man über andere Geldanlagen zum Vermögensaufbau nachdenkt. Dank der typischen Tagesgeld-Konditionen kommen Sie jederzeit an das Geld heran, wenn Sie es brauchen. Zudem ist es durch die Einlagensicherung geschützt.

 

  • Ein Festgeldkonto scheidet bei der Reserve aus, weil es an Laufzeiten gebunden ist. Sparbücher erlauben es wiederum nur, bis zu 2.000 EUR pro Monat abzuheben. Bei höheren Summen müssen Sparer mit Fristen rechnen. 

 

  • Idealerweise ist das Tagesgeldkonto besser als der Durchschnitt verzinst – wie beispielsweise bei den Tagesgeldkonten von WeltSparen mit Angeboten aus ganz Europa.

 

  • Tagesgeldkonten eignen sich abseits der Reserve auch, um Geld für kurze Zeit zu parken, bevor Sie es anderweitig verwenden. Ebenso sind Festgeldkonten sinnvoll, wenn Sie über die Reserve hinaus eine höhere Summe mit höheren Zinsen anlegen und dabei der Inflation entgegenwirken möchten. 

Bei den WeltSparen Festgeldangeboten erhalten Sie momentan bis zu 1,80 % p.a. Zinsen und damit mehr, als das Statistische Bundesamt als Inflation für 2020 und 2021 festsetzt.

Arten der Geldanlage: Profitable Varianten im Vergleich

In der Definition haben Sie bereits erfahren, dass man bei der Geldanlage grundsätzlich zwischen Geldwerten / Börsenwerten und Sachwerten unterscheidet. Bei den Geldwerten sind Anleihen, Aktien, Investmentfonds und ETFs oder Indexfonds am bekanntesten und weit verbreitet. Diese sehen wir uns näher an:

Hinweis: Würde man klassisches Tagesgeld oder Festgeld ebenfalls zu den Geldanlagen zum Vermögensaufbau zählen, dann würde man sie der Kategorie „kurzfristig“ zuordnen. Durch die Einlagensicherung sind sie sehr sicher, bieten durch das Zinstief aber kaum oder keine Gewinne mehr. 

Die Tages- und Festgelder bei WeltSparen bilden mit attraktiven Zinsen von Partnerbanken im EU-Ausland eine Ausnahme. Gebühren entstehen dabei keine.   

ETF

Mit ETFs, sogenannten börsengehandelten Indexfonds, können Anleger kostengünstig und mit relativ geringem Risiko in Aktien investieren.

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Anleihen

Anleihen sind Wertpapiere, die Anlegern über die gesamte Laufzeit eine feste Zinszahlung bieten. Das hohe Maß an Sicherheit machen Anleihen zu einer der beliebtesten Anlageklassen.

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Fonds

Ein Fonds sammelt das Geld von Anlegern und legt es in eine Vielzahl von Wertpapieren an. Der große Vorteil eines Fonds besteht in der breiten Risikostreuung.

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Geldanlage im Ausland

Die Geldanlage im EU-Ausland bietet Sparern eine lohnende Alternative, um noch eine attraktive Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erzielen. Dank der gesetzlichen Einlagensicherung müssen Sparer dabei auch nicht auf Sicherheit verzichten.

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Kurzfristige oder langfristige Geldanlage: Was bedeutet das?

Bei der Geldanlage spielen Zeit und Geduld eine wichtige Rolle. Denn je länger Anleger ihre Anteile etwa an Fonds oder ETFs halten, desto mehr reduzieren sie das Verlustrisiko und desto mehr reizen sie den Zinseszinseffekt aus

Sie sind risikoscheu? Das bedeutet nicht, dass Sie auf eine chancenreichere Geldanlage verzichten müssen. Denn es sind längst nicht alle Geldanlagen – insbesondere in Geldwerte – von Verlusten geprägt. Der DAX als deutscher Leitindex veranschaulicht das:

 

  1. Wer 1988 in den DAX investierte und die Anteile bis heute nicht verkauft hat, konnte pro Jahr durchschnittlich 7,76 % Rendite einfahren. Das repräsentiert die langfristige Anlage über mehr als 30 Jahre. Wer zwischendrin in den DAX investierte und seine Anteile 20 Jahre behalten hat, hat niemals weniger als durchschnittlich 3 % Rendite im Jahr erwirtschaftet. Auch das repräsentiert die langfristige Anlage.
  2. Wer aber nur 10 Jahre oder weniger dabei war und zu ungünstigen Zeitpunkten gekauft sowie verkauft hat, könnte mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit ein Minusgeschäft gemacht haben.

Das Prinzip der langfristigen Geldanlage ist einfach zu verstehen: Die Kurse an der Börse schwanken zwar, aber tendenziell bewegen sie sich immer weiter nach oben. Genau das ist auch beim DAX zu erkennen. In den jährlich durchschnittlich 7,76 % Rendite sind alle Wirtschaftskrisen und Kurseinbrüche seit 1988 mit einberechnet. 

Das bedeutet: Wer seine Anteile länger hält und die hohen Renditen der Aufschwünge mitnimmt, hat weniger Risiko, zum Verkaufszeitpunkt ein Verlustgeschäft zu machen. Selbst, wenn beim Verkauf eine Krise herrscht. Die durchschnittliche Rendite pro Jahr fällt dann eventuell kleiner aus, rutscht aber nur immer unwahrscheinlicher ins Minus.

WeltInvest ETF-Portfolios: Einfach Risikoklasse aussuchen

Die WeltInvest ETF-Portfolios wurden mehrfach mit Bestnoten ausgezeichnet, unter anderem von Finanztip und der WirtschaftsWoche. WeltInvest investiert in ETFs aus aller Welt und ist dadurch breit diversifiziert. Es stellt somit vor allem für unerfahrene Anleger eine ideale Option der Geldanlage dar. Sie haben die Chance, aus vier verschiedenen Portfolios jenes auszusuchen, das Ihrer Risikobereitschaft entspricht. Die Portfolios unterscheiden sich dabei in den prozentualen Anteilen eines Anleihen– und mehrerer Aktien-ETFs – Zielrendite: zwischen 3,2 % und 7,5 % im Jahr (basierend auf historischen Daten). Die Gesamtkosten umfassen bei allen Portfolios nur durchschnittlich 0,48 % im Jahr.

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Auswahl: Wie finde ich die für mich passende Anlageform?

Welche Anlagemöglichkeit ideal für Sie ist, können Sie anhand mehrerer Kriterien entscheiden. In erster Linie sind bei der Auswahl der passenden Geldanlage Ihre Risikobereitschaft, Ihr schon vorhandenes Kapital sowie Ihre Ziele, Anlagehorizont und der Geldbedarf relevant. 

Risikobereitschaft

Geld anlegen ist immer mit Risiken verbunden, weil man nicht vorhersehen kann, wie sich die Kurse an der Börse entwickeln. Beim Risiko für den Anleger kommt es auf die Anlageform, Diversifikation und den Anlagezeitraum an. In jedem Fall gilt, dass Anleger nur Geld anlegen sollten, das sie für die entsprechende Dauer der Anlage auch entbehren können. Anleger müssen für sich selbst bestimmen, wie viel Risiko sie eingehen können und möchten. 

Viele Anbieter von Fonds und ETFs ziehen historische Daten und Kursverläufe heran und berechnen die Volatilität, also die Schwankung des Fonds. Anhand dieser Daten und Kursverläufe können sich Anleger orientieren – jedoch im Bewusstsein, dass sie aus diesen Daten nicht auf die Zukunft schließen können. Im Klartext: Vergangene Wertentwicklungen  sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.

Horizont, Ziele und Geldbedarf

Um die für Sie passende Geldanlage zu finden, ist es neben der Bestimmung der Risikobereitschaft sinnvoll, sich klare Ziele zu setzen sowie den Geldbedarf und Anlagehorizont festzulegen. In anderen Artikeln schlüsseln wir auf, wie Sie die folgenden Beträge sinnvoll anlegen könnten:

Was ist das Anlagedreieck? 

Anleger können einzelne Geldanlagen innerhalb des Anlagedreiecks einordnen. Seine Ecken sind mit „Liquidität“, „Sicherheit“ und „Rendite“ beschriftet. Das sind die wesentlichen und auch vergleichbaren Eigenschaften aller Geldanlagen. Je nachdem, welche Eigenschaften eine Geldanlage aufweist, kann man sie auf dem Schaubild.  positionieren. Dabei schließen sich die Pole Sicherheit und Rendite aus.

 

Beispiele:

  • Tagesgeld gehört zwischen Sicherheit und Liquidität. 
      1. Tagesgeld ist sehr liquide, weil Sparer jederzeit etwas einzahlen und abheben können und weil dabei keine Limits bestehen. 
      2. Ebenso ist es sehr sicher, weil das Guthaben durch die Einlagensicherung geschützt ist, übrigens auch im EU-Ausland.
      3. Eine hohe Rendite  normalerweise nicht gegeben, weil Tagesgeldkonten vor allem bei deutschen Banken praktisch zinsfrei sind. Noch dazu handelt es sich um variable, also jederzeit anpassbare Zinsen. Die Konten bei WeltSparen bilden eine Ausnahme.
      4. Mehr erfahren: Tagesgeldkonto
  • Festgeld befindet sich innerhalb des Dreiecks mit starker Tendenz zur Sicherheitsecke. 
      1. Festgeld ist von der Liquiditätsecke weiter entfernt als Tagesgeld, weil es mit festen Laufzeiten verbunden ist. 
      2. Auch Festgeld ist durch die Einlagensicherung geschützt, was die starke Tendenz zur Sicherheitsecke erklärt. 
      3. Weil Festgeld noch Zinsen um 1 % herum bietet, kann man es ins Dreieck hineinziehen und so eine Tendenz zur Rendite-Ecke herstellen. Die Zinsen bei den Konten von WeltSparen liegen bei bis zu 1,80 % im Jahr. 
      4. Mehr erfahren: Festgeldkonto
  • Aktien, Fonds oder preiswertere ETFs und Indexfonds einzuordnen, fällt schwerer. Hier kommt es auf die Diversifikation, Anlagedauer sowie die Volatilität der einzelnen an. Ebenso spielen die Renditechancen eine Rolle. 
    1. Wie in der Grafik zu erkennen, sind Geldanlagen wie diese vermehrt im farblichen Bereich auffindbar. Risikobereite Anleger können ihr Geld mit einer stärkeren Tendenz zur Rendite-Ecke beziehungsweise mehr Abstand von der Sicherheitsecke anlegen. 

Das Dreieck ist eine stark vereinfachte Darstellung der Eigenschaften von Geldanlagen. Anleger sollten sich bewusst sein, dass es keine Geldanlage gibt, die alle drei Ecken in diesem Schaubild gleich stark bedient. Es gilt heraus zu finden, wo sich Anleger selbst positionieren und durch den richtigen Mix mehrerer Geldanlagen ihr eigenes Risiko-Rendite-Profil abzubilden.

So viel Geld werfen SparerInnen täglich aus dem Fenster

Deutsche sparen gerne und bevorzugen sichere Geldanlagen. Dies zeigen auch die aktuellen Daten der Bundesbank zum privaten Geldvermögen. Das aktuelle Vermögen liegt bei 6,6 Billionen Euro, also durchschnittlich rund  80.000 Euro pro Kopf. Fast 30 Prozent davon liegen unter dem Kopfkissen oder z.B. auf  dem Girokonto. Dieses Vermögen erzielt in der Regel fast keine Rendite oder noch schlimmer, wird mit Negativzinsen sogar noch verringert. Gerade in unsicheren Zeiten ist es verständlich, dass SparerInnen möglichst schnellen Zugang zu ihrem Geld haben möchten. ETF-Sparpläne, Versicherungen oder Immobilienkäufe mit langem Anlagehorizont helfen da wenig. WeltSparen hat analysiert, wie viel Geld die Deutschen täglich aus dem Fenster werfen, indem sie ihr Geld unverzinst horten und vergleicht dabei das Sparverhalten mit europäischen Nachbarländern. Wer wirft am meisten Geld aus dem Fenster? 

1,88 Billionen Euro des Vermögens der Deutschen, sage und schreibe 28,4 Prozent des Gesamtvermögens, sind in Bargeld und Sichteinlagen angelegt. Geld, das kaum oder keine Rendite abwirft. Dabei gibt es andere Geldanlagen, die durchaus mehr Zinsen abwerfen, schnell verfügbar und trotzdem sicher sind. Würden die Deutschen das Geld stattdessen beispielsweise auf einem Festgeldkonto anlegen, eine vergleichbar sichere Geldanlage, hätten sie bei einem Prozent Verzinsung dagegen nach 12 Monaten über 18 Milliarden Euro Zinsen erzielt. Pro Monat werfen Deutsche damit 1,57 Milliarden Euro aus dem Fenster – pro Tag entspricht das 52 Millionen Euro.

Deutschland insgesamt Pro Kopf
Geldvermögen in Sichteinlagen und Bargeld 1.882.400.000.000 € 22.680 €
Verlorene Zinsen pro Jahr 18.824.000.000 € 226,80 €
Verlorene Zinsen pro Monat 1.568.666.667 € 18,90 €
Verlorene Zinsen pro Tag 52.288.889 € 0,63 €

Bei der Berechnung pro Kopf sind das immerhin 227 Euro an Zinsertrag, die jeder und jede Deutsche jährlich verschenkt. Damit wären zum Beispiel 15 Bücher, ein Jahr GEZ Gebühren oder das Netflix-Abo bereits finanziert. Oder man spendet das Geld an einen guten Zweck.

Was Sie stattdessen finanzieren könnten Veranschlagter Preis
72 Kaffee “to go” 3 € pro Tasse
22 Monate Premium Spotify Account 10 € pro Monat
19 Monate Netflix-Abo 11,70 € pro Monat
15 Bücher 15,00 € pro Buch
1 Jahr GEZ-Gebühr 17,50 € pro Monat
3 Massagen je 60 Minuten 60-70 € pro Massage

Europa-Vergleich: Wer wirft am meisten Geld aus dem Fenster?

Niederlande Deutschland Irland Spanien Italien Frankreich
Bevölkerung 17.000.000 83.000.000 4.900.000 47.000.000 60.000.000 67.000.000
Anteil der Ersparnisse in Sichteinlagen und Bargeld 16,5 % 28,4 % 23,9 % 31,9 % 16,6 % 12,2 %
Geldvermögen in Sichteinlagen und Bargeld 23.697 € 22.680 € 19.250 € 15.996 € 11.618 € 9.433 €
Verlorene Zinsen pro Jahr pro Kopf 237,00 € 226,80 € 192,50 € 160,00 € 145,20 € 94,30 €
Verlorene Zinsen pro Monat pro Kopf 19,75 € 18,90 € 16,04 € 13,33 € 12,10 € 7,86 €
Verlorene Zinsen pro Tag 0,66 € 0,63 € 0,53 € 0,44 € 0,40 € 0,26 €

Die Niederländer haben mit rund 23.700 Euro pro Einwohner die höchsten Ersparnisse, obwohl nur 16,5 Prozent des Vermögens unter dem Kopfkissen oder in Sichteinlagen wie dem Girokonto liegen. Gleichzeitig werfen unsere holländischen Nachbarn das meiste Geld aus dem Fenster. Läge das Geld stattdessen auf einem Festgeldkonto, kämen insgesamt 237 Euro Zinsen dazu. Die Deutschen belegen mit 227 Euro den zweiten Platz, gefolgt von den Iren mit 193 Euro an verlorenen Zinsen. Auch die Spanier horten einen großen Anteil ihres Vermögens auf unverzinsten Konten. 160 Euro Zinsen lassen sie sich jährlich entgehen, gefolgt von den Italienern mit 145 Euro im Jahr. Die Franzosen werfen mit 94 Euro pro Person am wenigsten Geld aus dem Fenster.

Methodologie:

Die Berechnungen beruhen auf den aktuellsten Daten der jeweiligen Nationalbank: Deutschland (2. Quartal 2020), Spanien (Q2 2020), Irland (Q1 2020), Italien (Q1 2020), Niederlande (Q1 2020), Frankreich (Q1 2020). Es handelt sich bei den Berechnungen um das Durchschnittsvermögen, nicht um das Median-Vermögen. Für die Berechnung der verlorenen Zinsen wurden alle aktuellen Angebote auf Raisin analysiert und für jeden Markt die beste Verzinsung für ein Festgeldkonto für 12 Monate im Oktober 2020 verwendet: ein Prozent Verzinsung für die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Spanien und Irland. Für den italienischen Markt wurde das beste Angebot auf confrontaconti.it recherchiert, das bei 1,25 Prozent liegt. Die Daten wurden am 16.10.2020 erhoben.

Coronavirus und Geldanlage: Ist es sinnvoll in Krisenzeiten zu investieren?

Die Corona-Pandemie brachte ab Februar 2020 einen Einbruch der Börsenkurse mit sich. Davon haben sich die Märkte inzwischen mehrheitlich erholt. Anleger sind deshalb verunsichert: „Chancenreiche Geldanlagen sind zwar sinnvoll, aber schwanken die Kurse momentan nicht viel zu stark?“ 

Ein Blick auf verschiedene Index- und Aktienwerte hilft:

  • DAX: Am 15.02.2020 stand der DAX bei etwa 13.700 Punkten, dem Höchstwert seit etwa drei Jahren. Dann schnellten die Corona-Infektionszahlen hoch und der DAX brach auf 8.400 Punkte ein. Aber: Bis September 2020 kletterte der DAX wieder auf über 12.500 Punkte hoch.
  • MSCI World Index: Andere Indizes entwickelten sich ähnlich. Der internationale MSCI World Index erlebte ebenso ab Februar einen massiven Einbruch. Doch auch bei ihm zeigte die Tendenz schnell wieder nach oben, sodass im August 2020 der Einbruch erstmals wieder ausgeglichen war. Im Vergleich zu vor der Pandemie verzeichnete der Index im September 2020 nur ein leichtes Minus von unter 5 %.

Sind Investitionen in Krisenzeiten sinnvoll? 

Ob sich Investitionen in Krisenzeiten lohnen, kommt auf das Risikoprofil und den Anlagehorizont eines jeden Anlegers an. Krisen wird es an den Märkten immer geben. Je länger aber der Anlagehorizont, desto eher können Anleger die Zeiten fallender Kurse aussitzen und Panikverkäufe zu tiefen Kursen vermeiden. 

Wer langfristig investiert und einen Sparplan nutzt, erhält für dieselbe monatliche Rate in Zeiten fallender Kurse umso mehr Anteile. Sobald die Kurse wieder steigen, steigt auch der Wert und somit die Rendite für Anleger. 

Wie sieht es in der Praxis aus? 

WeltSparen führte im April 2020 zwei repräsentative Umfragen durch, um herauszufinden, welche Anlageformen genutzt werden und ob die Corona-Pandemie das allgemeine Sparverhalten beeinflusst hat.  

Aus der ersten Umfrage stellte sich heraus, dass 19 % der Teilnehmer während der Corona-Krise Investment-Produkte wie Aktien oder ETFs und Indexfonds bevorzugen. Einfache Bankeinlagen wie Tagesgeld oder Festgeld fanden sich mit 23 % etwas weiter vorne. 37 % der Teilnehmer gaben an, sich für keine der gefragten Produkte zu interessieren, was verschiedene Ursachen und Gründe haben kann. 

Bei der zweiten Umfrage wollte WeltSparen wissen, inwiefern das Coronavirus das Anlageverhalten der Menschen beeinflusst hat. Die Ergebnisse zeigen, dass 46 % ihr Anlageverhalten grundsätzlich durch Corona nicht verändert haben. 8 % der Teilnehmer kauften explizit Aktien oder ETFs und nur 3 % pausierten ihren Sparplan oder verkauften ihre Wertpapiere. Auch hier sind mehrere Ursachen und Gründe denkbar.

Fazit

Renditestarke Geldanlagen sorgen dafür, dass Anleger langfristig ein hohes Vermögen aufbauen können. Auch wenn es keine Garantie für Gewinne gibt und Verlustrisiken stets beachtet werden müssen, ist langfristig die Chance hoch, auch durch Krisenzeiten hindurch Gewinne zu erzielen. Für jeden Anleger gibt es einen passenden Mix verschiedener Anlageklassen, der die individuelle Risikobereitschaft und die individuellen Ziele berücksichtigt.

Wer eine Geldanlage in Wertpapiere in Erwägung zieht, sollte Chancen und Risiken gleichermaßen beachten. Wichtig ist: Wer kurzfristig denkt, sollte grundsätzlich eine Anlage in Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere vermeiden oder aber sich besonders gezielt mit den Risiken auseinandersetzen. Das unverzinste Sparkonto, wo Sparer immer stärkere Kaufkraftverluste akzeptieren müssten, lohnt sich aber in kaum noch einem der Fälle.

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