Was sind Fonds / Investmentfonds und welche verschiedenen Arten von ihnen sind verbreitet?

Definition: Fonds oder ausführlicher auch Investmentfonds sind eine Möglichkeit für Privatinvestoren, ihr Geld durch Investitionen zu vermehren, statt es auf dem Sparkonto zu lassen und dafür kaum nennenswerte Zinsen einzustreichen.

Im Kern zeichnen sie sich dadurch aus, dass die Investoren nicht in Einzeltitel investieren wie etwa in einzelne Aktien oder Anleihen, sondern in einen Verbund von ihnen. So können sie einerseits ihr Portfolio diversifizieren und andererseits dadurch das Risiko streuen und reduzieren.

Gemeinhin sind Fonds mit einem höheren Risiko verbunden als klassische Sparmaßnahmen wie beispielsweise Sparkonten. Wo sich hohe Gewinne einstellen können, kann es ebenso zu einem Verlust kommen.

Was Fonds im Detail auszeichnet und welche Arten von Investmentfonds in Deutschland verbreitet sind, erfahren Sie auf dieser Seite. Außerdem kommen Sie von hier aus zu den verschiedenen Unterseiten über die einzelnen Fondsarten.

Was sind Fonds und wie funktionieren sie?

Durch Investmentfonds haben Privatinvestoren die Chance, ihr Geld recht einfach und je nach Fonds sowie Risikoklasse in mehrheitlich börsennotierte Wertpapiere zu investieren.

Das ist wie bei einem Kochtopf, in dem man frisches Popcorn zubereitet. Man füllt die Maissamen hinein, sieht bei erhöhter Hitze zu, wie die Samen aufpoppen und holt am Ende das Popcorn aus dem Topf.

Natürlich ist das ein stark vereinfachtes Bild und der wahre Prozess ist noch deutlich komplexer. Möchte man Fonds aber auf das Wesentliche reduzieren, dann geht es darum, mit kleinen Investitionen hohe Gewinne zu erzielen.

Diese kommen zustande, wenn sich die Kurse positiv entwickeln und indem das Fondsmanagement mit den im Fonds enthaltenen Wertpapieren handelt.

Dabei müssen die Fonds eine Anlagestrategie einhalten, die beim Aufsetzen des Fonds definiert wird. Das ist der Grund, warum man viele Fonds findet, die nur in Wertpapiere bestimmter Unternehmen, Themen und Branchen oder Länder investieren.

Noch dazu existieren verschiedene Fondsarten, die in verschiedene Anlageklassen von Wertpapieren investieren – dazu weiter unten mehr.

Wie kann man in einen Fonds investieren?

Nach deutschem Recht müssen in einem Investmentfonds mindestens 16 verschiedene Wertpapiere enthalten sein – tatsächlich beinhalten sie meist wesentlich mehr bis hin zu hunderten oder tausenden von Wertpapieren. Man kann also mit einer Investition zu überschaubaren Gebühren viele teure Einzelinvestments und das Verwalten dieser vermeiden.

Der Kauf (und auch Verkauf) von Fondsanteilen kann direkt beim entsprechenden Emittenten stattfinden, wobei Investoren durch ihre Bank oder einen Berater unterstützt werden. Der Preis eines Fondsanteils ist unterschiedlich wie auch dynamisch. Er passt sich dem aktuellen Markt an. So sind Fondsanteile in starken Börsenphasen normalerweise teurer als in schwachen.

Bei aktiven Investmentfonds bestimmt ein Fondsmanagement, wie und in welche Wertpapiere das Geld der Anleger aufgeteilt wird. Das Fondsmanagement handelt beispielsweise antizyklisch. Es kauft die Wertpapiere in schwachen Marktphasen und verkauft sie mit Gewinn in den starken.

Zwischendurch optimiert es den Fonds durch den Kauf und Verkauf einzelner Wertpapiere  immer wieder, um stark schwankende Kurse zu vermeiden und eine idealerweise kontinuierlich zunehmende Rendite zu erreichen. Manche Fondsmanager machen auch genau das Gegenteil und setzen auf relative Stärke von Aktien (Momentum-Strategie), also auf solche Wertpapiere, die bereits stark gestiegen sind.

Daneben gibt es aber noch viele andere Anlagestrategien, die Investmentfonds verfolgen können. Eine weitere Strategie setzt auf langfristiges Wachstum (als “Growth”-Strategie bezeichnet) oder auf qualitativ hochwertige Aktien (“Quality”). Weit verbreitet sind Anlagestrategien – oft auch mit dem Begriff “Faktoren” beschrieben –, die nur auf Aktien mit hohen Dividenden setzen oder auf nachhaltige Geschäftsmodelle der Aktienunternehmen, in die der Fonds dann investiert.

Viele dieser Anlagestrategien können aber auch mit passiven Fonds nachgebildet werden, also ohne aktives Verwalten und Selektieren der Wertpapiere durch das Fondsmanagement. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Was ist der Unterschied zwischen aktiven und passiven Fonds?

Unter den Fonds existieren einerseits solche, die von einem Fondsmanagement aktiv verwaltet werden. Sie werden meist von Banken oder Fondsgesellschaften verkauft. Andererseits existieren solche, die einen Index nur automatisiert abbilden, dementsprechend passiv sind. Diese Fonds können ganz einfach an der Börse gehandelt werden. Hier ist die Rede von Exchange Traded Funds (ETFs) oder börsengehandelten Indexfonds. Dazu erfahren Sie weiter unten mehr.

Wie unterscheiden sich „offene“ und „geschlossene“ Fonds?

Zum Ende des Jahres 2017 wurden weltweit satte 114.131 Investmentfonds verwaltet, wobei die Anzahl derer in den Jahren davor immer weiter zunahm. Hierbei handelt es sich nur um die Zahl „offener“ Fonds. „Geschlossene“ Fonds existieren ebenso – sind in der Zahl aber nicht enthalten.

Dabei bedeutet „offen“, dass Investoren jederzeit eintreten, Fondsanteile nachkaufen und durch den Verkauf ihrer Anteile wieder austreten können. Ausnahmen erkennt man nur bei Immobilienfonds, da sich Investoren hinsichtlich eines Verkaufs an bestimmte Fristen halten müssen. „Geschlossen“ bedeutet wiederum, dass Investoren nur bis zum Erreichen eines vorher definierten Höchstvolumens eintreten können. Ein Austritt ist bis zum Auflösen des Fonds nur mit Verlusten und am Zweitmarkt durchführbar. Die offenen Investmentfonds sind in den Portfolios der Investoren weiter verbreitet.

Mehr zu den Gebühren und Risiken erfahren Sie weiter unten bei den Fondsarten.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Investmentfonds?

  • Einfaches und übersichtliches Investieren, weil man nur einmal Fondsanteile kauft, statt in viele verschiedene Einzeltitel zu investieren und diese zu verwalten.
  • Bei den offenen Investmentfonds kann man schon mit geringen Summen und auch monatlichen Sparplänen eintreten.
  • Bei re-investierten Gewinnen kann es zu einem Zinseszinseffekt mit exponentiellem Gewinnwachstum kommen.
  • Gestreutes Risiko durch viele verschiedene Einzeltitel innerhalb des Fonds – dadurch sicherer als Einzelinvestments und noch besser, wenn das Portfolio durch mehrere Fonds nochmals diversifiziert ist. Trotzdem besteht das Risiko eines Totalverlustes.
  • Wenn das Fondsmanagement keine ausreichende Arbeit macht, macht sich das in der Rendite des Investments bemerkbar.
  • Es fallen je nach Fondsart recht hohe Gebühren an. Zudem erreichen nicht alle Fonds die Top-Renditen ihrer Fondsart.
  • Es braucht Zeit, um sein Geld mit Fonds effektiv zu vermehren. Meist dauert es mehrere Jahre, bis sich Fonds insbesondere mit ihrem Zinseszinseffekt tatsächlich entfalten.

Welche Arten von Fonds gibt es?

Innerhalb der Investmentfonds-Familie existieren viele verschiedene Fondsarten. Sie unterscheiden sich insbesondere dadurch, in welche Wertpapierklasse sie mehrheitlich investieren.

Aktienfonds investieren das Gros ihres Volumens oder auch das komplette Volumen in die Aktien verschiedener Unternehmen. So entsteht ein Bündel aus Aktien oft weltweiter Unternehmen. Eventuell sind es aber auch nur die Aktien bestimmter Unternehmen, sofern der Aktienfonds einen thematischen Fokus beispielsweise hinsichtlich von Ländern oder Branchen besitzt.

Generell sind Aktienfonds unter allen Fondsarten mit am weitesten verbreitet. Weltweit existieren mehr als 41.000 von ihnen mit einem Gesamtvolumen von stattlichen 20 Billionen Euro. Aus diesem Grund werden „Investmentfonds“ und „Fonds“ oft als Synonym für „Aktienfonds“ verwendet. Das ist zwar nicht falsch, aber auch nicht präzise.

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Bei Dividendenfonds handelt es sich um eine Sonderform von Aktienfonds. Sie investieren ebenso in die Aktien von Unternehmen. In diesem Fall sind es aber Unternehmen, die ihren Aktionären eine Dividende auszahlen.

Dividenden regelmäßig an Aktionäre ausgeschüttet. Dabei definiert das Unternehmen einen prozentualen Anteil des Wertes einer Aktie und die Aktionäre erhalten diese Summe für alle Aktien, die sie am Unternehmen halten. Wodurch sich Dividendenfonds sonst noch auszeichnen, erfahren Sie hier:

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So wie Aktienfonds mehrheitlich in Aktien investieren, investieren Rentenfonds mehrheitlich in Renten. Diese haben nichts mit dem Alter zu tun, sondern sind ein Synonym für Anleihen. Das können etwa Staatsanleihen, Unternehmensanleihen oder auch Bankanleihen sein – also festverzinsliche Wertpapiere.

Im Fokus dieser Fonds stehen Gewinne aus Zinsen, womit der Fonds also in attraktiv verzinste Anleihen zu investieren. Wenn die Zinsen nicht in das Fondsvolumen zurückfließen und reinvestiert werden, kommt auch kein Zinseszinseffekt zustande. Die Rendite von Rentenfonds ist aufgrund des niedrigen Zinsniveaus meist niedriger als etwa die von Aktienfonds. Dafür kann man bei Rentenfonds von sichereren Investitionen sprechen, weil der Anleihenmarkt normalerweise nicht so stark schwankt.

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Eine weitere Form der Investmentfonds sind Mischfonds. Während sich in den Namen aller anderen ein Hinweis versteckt, in welche Assets sie mehrheitlich investieren, zielt der Mischfonds darauf ab, verschiedene Anlageklassen miteinander zu kombinieren.

Das bedeutet, dass sie insbesondere in Aktien und Anleihen investieren, manchmal aber auch in weitere Anlageklassen wie Immobilien, Edelmetalle oder Rohstoffe. In letzterem Fall spricht man auch von Multi-Asset-Fonds. Investoren haben es dadurch leichter, zu entscheiden, in welchen Fonds sie investieren möchten. Sie müssen sich nicht für eine Anlageklasse entscheiden, sondern investieren zur selben Zeit einfach in mehrere.

Es existieren verschiedene Arten von Mischfonds, die entweder mit festen Anteilen der Anlageklassen arbeiten oder flexibel sind und immer wieder als Reaktion auf aktuelle Marktsituationen umschichten. Dadurch existieren auch verschiedene Risikoklassen. Als Investor kann man sich also beispielsweise für die sicherheitsorientierte defensive oder die chancenorientierte offensive Variante entscheiden.

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Bei einem Immobilienfonds handelt es sich um einen Investmentfonds, der mindestens 51 % des Fondsvolumens in Immobilien investiert. Die Rendite setzt sich dann insbesondere aus Mieteinnahmen und Immobilienverkäufen zusammen. Es können unter Umständen aber auch Zins-Renditen dazukommen, weil Immobilienfonds auch Anleihen halten können.

Immobilienfonds können offen oder geschlossen sein. Dabei bilden die offenen Immobilienfonds die am weitesten verbreitete und auch sicherere Art und sind für Privatinvestoren geeignet. Geschlossene Immobilienfonds sind etwas seltener zu finden, stellen aber bei erhöhtem Risiko insbesondere für chancenorientierte und professionelle Investoren eine potenziell lukrative Investition dar.

Interessant ist außerdem, dass bei offenen Immobilienfonds – anders als bei den meisten anderen Investmentfonds – eine Haltefrist besteht. Man kann seine Fondsanteile nur dann wieder verkaufen, wenn man sie mindestens 24 Monate hält sowie 12 Monate vorher bekannt gibt, dass man sie verkaufen möchte.

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Geldmarktfonds werden auch als „Money Market Funds“ bezeichnet und investieren bis zu 100 % ihres Volumens in verschiedene Geldmarkttitel oder „Geldmarktpapiere“. Dazu zählen insbesondere Einlage-Zertifikate, Schuldscheindarlehen von Banken oder Unternehmen, Anleihen und „netzwerkende“ Anteile von anderen Geldmarktfonds.

Der Geldmarkt ist vermehrt nur institutionellen Investoren und Großunternehmen vorbehalten. Diese investieren hohe Summen für kurze Zeit, um so Gewinne aus Zinsen zu erzielen. Hier können Privatinvestoren normalerweise nicht mitmischen. Dank der Geldmarktfonds aber schon.

Jedoch verschaffen Geldmarktfonds Sparern aufgrund der niedrigen Zinsen am Geldmarkt kaum eine bessere Rendite als etwa Sparkonten. Außerdem können Geldmarktfonds im Kurs schwanken, sind also etwas risikoreicher als Sparkonten. Neben Geldmarktfonds existieren auch „geldmarktnahe Fonds“, die nur mehrheitlich in die Geldmarktpapiere investieren und zudem noch in andere Anlageklassen.

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Aktienfonds dürfen nicht in andere Aktienfonds investieren. Ebenso dürfen Rentenfonds nicht in andere Rentenfonds investieren. Bei Dachfonds (auch als „Fund of Funds“ bezeichnet) ist das anders. Hierbei handelt es sich um spezielle Investmentfonds, die ihr Volumen konkret in Anteile anderer Fonds investieren. Das können Aktienfonds, Rentenfonds oder auch alle anderen der bisher beschriebenen und verbreiteten Investmentfonds sein. Die investierten Fonds nennt man dann Zielfonds.

Auf diese Weise können Investoren mit nur einem Fondsinvestment ihr Risiko doppelt streuen. Denn einerseits ist der Dachfonds in sich diversifiziert, andererseits ist der Zielfonds in sich diversifiziert. Doch es müssen auch die Gebühren beachtet werden, die bei Dachfonds üblicherweise sehr hoch ausfallen.

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Thesaurierende Fonds, mitunter auch als akkumulierende Fonds bezeichnet, schütten erzielte Gewinne am Ende der Laufzeit nicht an die Anleger aus, sondern werden unmittelbar reinvestiert. Mit diesem Fondsinvestment profitieren Anleger vom „Zinseszinseffekt“ und einer dynamischen, langfristigen Vermögensentwicklung.

Anleger, die jedoch über ihre Fondserträge verfügen wollen, fahren dagegen mit ausschüttenden Fonds besser, die in der Regel jährlich ausgeschüttet werden. Nähere Informationen – unter anderem dazu, wie sich die beiden Varianten unterscheiden, wie sie sich auf Ihre Rendite auswirken, erfahren Sie hier im Detail.

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Hedgefonds zählen zu den alternativen Geldanlagen. Sie werden nicht wie Aktien oder Anleihen an der Börse gehandelt, sondern sind nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich. Da hohe Erstinvestitionen von manchmal sogar einer halben Million Euro erforderlich sind, werden Hedgefonds oft auch als die Investmentfonds der Superreichen bezeichnet.

Doch wie sicher sind Hedgefonds tatsächlich? Zumal das englische Verb “to hedge” absichern bedeutet. Und worauf zielt die sogenannte Hedging-Strategie ab? Hier erfahren Sie alles Wichtige zu den bestehenden Varianten und der jeweils möglichen Rendite.

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Rohstofffonds sind spezielle Branchen- und Themenfonds und ermöglichen es Investoren, an den internationalen Rohstoffmärkten teilzuhaben. Hierzu zählen beispielsweise die Märkte für Öl, Edelmetalle, Industriemetalle und landwirtschaftliche Rohstoffe. Investitionen können hierfür mittels zweier Beteiligungsformen erfolgen: Zum einen durch offene Rohstofffonds, die vorwiegend in Rohstoffaktien von Unternehmen investieren, zum anderen durch geschlossene Fonds, die direkt in den jeweiligen Rohstoff investieren

Welche Chancen Rohstoffonds bieten, welche Renditen und Gewinne tatsächlich erwirtschaftet werden können und welche Gefahrenpotenziale diese in sich bergen, erfahren Sie hier.

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Garantiefonds gehören zur Kategorie der Investmentfonds, die mit oder ohne fest definierter Laufzeit funktionieren und teilen sich in zwei Fondsarten auf. Wie der Name bereits andeutet, bieten Garantiefonds ihren Anlegern eine gewisse Kapitalgarantie. Sicherheitsbewusste Investoren müssen somit kein Verlustrisiko auf sich nehmen und können dennoch an den Chancen des Aktienmarkts teilhaben. Doch weshalb sind Garantiefonds oft weniger beliebt als gedacht und werden als “Renditekiller” bezeichnet? Alles Wissenswerte zu den unterschiedlichen Formen der Garantiefonds und was diese auszeichnet, erfahren Sie hier.

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Nachhaltige Fonds beschreiben im Grunde genommen Geldanlagen, die sich aus ökologisch, ethisch und sozial vertretbaren Investments zusammensetzen. Sie investieren also in Unternehmen, die nachhaltig und verantwortungsvoll handeln. Ein einheitliches Verständnis oder gar ein universeller Standard existieren für diese Art Fonds noch nicht. Es gibt jedoch vier verschiedene Ansätze, die zur Beurteilung der Nachhaltigkeit und des Verhaltens eines Unternehmens herbeigezogen werden können. Um welche Kriterien es sich hierbei handelt und was Sie als Investor in nachhaltige Fonds erwarten dürfen, erfahren Sie hier.

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Die Total Expense Ratio, auch Gesamtkostenquote oder kurz TER bezeichnet, ist eine Kennzahl, die Fondspreise transparenter macht und Privatanlegern Auskunft über die jährlich anfallenden Kosten eines Investmentfonds oder ETFs gibt. Die Angabe der TER ist seit 2004 verpflichtend für alle in Deutschland zugelassenen Investmentfonds und wird in erster Linie durch die Art des Fonds bestimmt. Ob die Total Expense Ratio letztlich all ihre Versprechen hält und weshalb sie in der Praxis stets stark kritisiert wird, erklären wir Ihnen hier.

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Bei der Anlage von Geld in Form eines Investmentfonds, kommt der Begriff Ausgabeaufschlag relativ schnell auf. Ein sogenannter Ausgabeaufschlag, bedeutungsgleich auch Agio oder Load genannt, ist eine einmalige Gebühr, die vom Investor beim Kauf von Investmentfonds erhoben wird und nicht mit den laufenden Gebühren zu verwechseln ist. Die Gebühr wird prozentual am Anteilswert berechnet und anschließend dazuaddiert. Alles weitere zum Thema Ausgabeaufschlag, wann er fällig wird, warum er erhoben wird und was man dabei unbedingt beachten sollte, erfahren Sie hier.

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Gibt es Alternativen zu aktiven Investmentfonds?

Ja, es existieren Alternativen.

Die wahrscheinlich bekannteste von ihnen sind ETFs – also „Exchange Traded Funds“ oder auch „Indexfonds“. Zuerst muss aber einem Missverständnis vorgebeugt werden: ETFs sind auch Investmentfonds. Der Unterschied zwischen ETFs und Investmentfonds ist, dass erstere kein aktives Fondsmanagement haben.

Investmentfonds werden durch ein Fondsmanagement aktiv verwaltet und kontinuierlich optimiert. Währenddessen nehmen sich ETFs nur bestimmte Indizes vor und bilden diese auf verschiedene Arten nach. Sie erreichen dadurch dieselbe Wertentwicklung wie der Index, beispielsweise der deutsche Leitindex DAX oder der US-Index S&P 500.

Weil ETFs nicht versuchen, die Wertentwicklung eines Index zu übertreffen, reduziert sich der Verwaltungsaufwand des Emittenten. Dadurch müssen die Investoren keine so hohen Gebühren bezahlen, wie sie bei aktiven Investmentfonds normalerweise üblich sind.

Noch dazu entfällt bei ETFs der Ausgabeaufschlag und auch die Performance-Gebühr, die man bei Investmentfonds wiederfindet. Das wirkt sich langfristig positiv auf die Rendite aus.

Vor allem dauerhaft und bei hohen Investitionssummen kann man mit ETFs viel sparen – und erzielt meist eine höhere Rendite als mit aktiven Investmentfonds.

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Weitere Alternativen zu Investmentfonds bestehen eher in bestimmten Bereichen. So kann man im Immobilienbereich beispielsweise auf Immobilien-Crowdinvestments oder REITs setzen. Diese unterscheiden sich in ihrer Struktur und Funktionsweise teilweise deutlich von Investmentfonds.

Ob sich Investoren für eine oder für das andere entscheiden, bestimmen mehrere individuelle Faktoren wie Anlagehorizont, Risikoneigung und die Beschaffenheit des bereits bestehenden Portfolios jedes Anlegers. Mehr zu diesen Alternativen lesen Sie im Artikel zu den Immobilienfonds.

Andere Alternativen zu Investmentfonds findet man in den klassischen Sparmaßnahmen. Mit diesen kann man zwar keine so hohe Rendite erzielen wie mit Fonds – dafür ist das Risiko aber wesentlich geringer. Zu den klassischen Sparmaßnahmen zählen etwa Sparkonten, Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten. Mehr hierzu erfahren Sie auf den entsprechend verlinkten Unterseiten.

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Fazit

Investmentfonds oder kurz Fonds können eine lohnenswerte Idee sein, Geld so zu investieren, dass es sich vermehrt. Aber ohne dabei auf risikoreiche Einzeltitel wie etwa Aktien und Anleihen zu setzen. Durchaus haben sie neben ihren Vorteilen aber auch Nachteile, darunter fallen die hohen Kosten bei aktiven Fonds, die insbesondere durch Ausgabeaufschläge und Verwaltungsgebühren zustande kommen. ETFs sind dagegen viel kosteneffizienter und erzielen meist sogar eine höhere Rendite als aktive Fonds, weil die meisten Fondsmanager es langfristig nicht schaffen, den Markt zu schlagen.

Mehr dazu im Artikel: ETFs schneiden in allen Marktphasen besser ab