Wie kann ich 100.000 EUR sinnvoll anlegen?

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Wie kann man 100.000 EUR sinnvollerweise anlegen, um Vermögensaufbau langfristig zu gestalten und ausreichend vorzusorgen? Inwieweit ließe sich diese Summe  an den globalen Finanzmärkten vermehren und gar für einen Immobilienkauf einsetzen? Falls Sie zu den Personen gehören, die gewisse Ansprüche an die Geldanlage stellen – sowohl, was die Sicherheit als auch die Rendite betrifft –, dann helfen unsere Tipps Ihnen, sich für die passende Geldanlage zu entscheiden. 

Das Wichtigste in Kürze
  • 100.000 EUR bieten bereits eine Basis für eine monatliche Sofortrente aus Kapitalvermögen.
  • Ebenso können sie als Eigenkapital dienen, sofern unmittelbar oder auch in ein paar Jahren der Kauf einer Immobilie ansteht.
  • Kaufkraftverluste durch Inflation schmerzen bei 100.000 EUR besonders – je nach Inflationsrate kann das Geld innerhalb von ein paar Jahren mehrere tausend Euro an Kaufkraft verlieren. In dieser Hinsicht sind höher verzinste Festgelder statt momentan unverzinster Sparkonten und Sparbücher sinnvoll.
  • Wer 100.000 EUR an der Börse investieren möchte, muss sich den Risiken bewusst sein. Grundsätzlich lohnen sich ein diversifiziertes Portfolio sowie eine lange Haltedauer, um zwischenzeitliche Kursverluste auszusitzen und positive Renditen zu erzielen.

Monatliche Sofortrente:
Kann man sich von 100.000 EUR einen lebenslangen, monatlichen Bonus auszahlen?

  • Wer 100.000 EUR mit durchschnittlich 5 % Rendite im Jahr anlegt, könnte sich monatlich eine Summe von 318,03 EUR auszahlen, ohne das Geld komplett auszuschöpfen.
  • Lassen Sie sich noch Zeit und vermehren das Kapital beispielsweise auf eine Summe von 250.000 EUR, wäre sogar eine monatliche Auszahlung von 769,19 EUR drin. 
  • Die Abgeltungssteuer und der Solidaritätszuschlag sowie die steuerfreien 801 EUR dank Freistellungsauftrag wurden in der Berechnung jeweils schon berücksichtigt. 

Die „monatliche Sofortrente“ aus vorhandenem Kapital ist ein Traum, der bei 100.000 EUR wahr werden kann. Zwar muss man festhalten, dass die 318,03 EUR nur bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 % im Jahr auszahlbar sind. Derartige Renditen waren in der Vergangenheit zwar mit einem Aktienportfolio durchaus erzielbar, es bestehen aber Verlustrisiken durch Kursschwankungen. Wer das Kapital aber über viele Jahre diversifiziert bindet, reduziert die Wahrscheinlichkeit von Verlusten.

Das zeigt uns beispielsweise der DAX: Dieser wird seit dem 01.07.1988 berechnet und wer zu der Zeit sein Kapital investierte und bis heute hielt, konnte pro Jahr durchschnittlich 7,76 % Rendite erzielen. Alle Wirtschaftskrisen und Schwächephasen sind dabei berücksichtigt. 

Ähnlich sieht es auch bei den ETF-Portfolios von Raisin Invest aus. Je nach Aktienanteil im Portfolio können Anleger bis zu 7,5 % Rendite im Jahr – nach Kosten – erwarten. Eine Zielrendite von 5,5 % im Jahr nach Kosten ist bei 70 % Aktien und 30 % Anleihen denkbar. Diese Prognosen basieren auf repräsentativen historischen Fonds- und Indexdaten. Ein weiterer Vorteil: Der ETF Robo Advisor ist mit über 20.000 Einzeltiteln deutlich breiter diversifiziert als der DAX, der nur 30 bzw. evtl. bald 40 Aktien enthält. 

Wie sich die Märkte in den kommenden Marktphasen entwickeln werden, kann niemand sicher vorhersagen. Basierend auf vergangenen Daten, kann eine Rendite von 5 % bei einer langfristigen Geldanlage durchaus realistisch sein, sodass eine monatliche Sofortrente als Puffer aufgebaut werden könnte.

 

Rente sofort auszahlen oder noch warten?

Die monatlichen 318,03 EUR bis ans Lebensende basieren darauf, dass das Kapital zu keinem Zeitpunkt erschöpft ist und dass immer 100.000 EUR investiert bleiben. Ebenfalls sind die anfallenden Steuern bereits bezahlt. Doch was wäre, würden Sie noch warten? 

Wer mit der Auszahlung der Kapitalrente noch 5 bis 10 Jahre wartet, kann seine Renditechancen erhöhen. Auch die monatliche Rente wird dadurch höher

Gehen wir nach Kosten wieder von einer durchschnittlichen Rendite von 5 % aus. Außerdem rechnen wir damit, dass Sie keine weiteren monatlichen Investitionen vornehmen. Es bleibt also bei den 100.000 EUR an investiertem Kapital. 

So könnte sich das Kapital auf dieser Basis vermehren: 

Jahre bis zur Auszahlung einer monatlichen Zusatzrente Erzieltes Kapital, basierend auf 100.000 EUR zum Start und 5 % Rendite p.a.
1 Jahr 105.000 EUR
2 Jahre 110.250 EUR
3 Jahre 115.762,50 EUR
4 Jahre 121.550,63 EUR
5 Jahre 127.628,16 EUR
6 Jahre 134.009,56 EUR
7 Jahre 140.710,04 EUR
8 Jahre 147,745,54 EUR
9 Jahre 155.132,82 EUR
10 Jahre 162.889,46 EUR

Mit einer Summe von 162.889,46 EUR ließe sich schon eine monatliche Rente von 507,19 EUR realisieren, ohne das Geld zu verbrauchen. Noch viel mehr ist aber drin, wenn Sie in den 10 Jahren noch weitere monatliche Investitionen vornehmen. Beispielsweise 200 EUR:

Jahre bis zur Auszahlung der monatlichen Zusatzrente Erzieltes Kapital, basierend auf 100.000 EUR Startkapital + 200 EUR monatlich und 5 % Rendite p.a.
1 Jahr 107.464,52 EUR
2 Jahre 115.302,26 EUR
3 Jahre 123.531,89 EUR
4 Jahre 132.172,99 EUR
5 Jahre 141.246,16 EUR
6 Jahre 150.772,98 EUR
7 Jahre 160.776,15 EUR
8 Jahre 171.279,47 EUR
9 Jahre 182.307,96 EUR
10 Jahre 193.887,87 EUR

Mit 193.887,87 EUR wäre aus der reinen Rendite heraus eine monatliche Rente von 600,42 EUR auszahlbar, ohne das Kapital zu verbrauchen. Je nachdem, wie Sie Ihr Leben von nun an aufbauen und was Sie sich leisten möchten, kann es sich lohnen, das Kapital noch für 10 Jahre oder mehr zurückzuhalten. 

Diese monatlichen Renten wären bei entsprechend vorhandenem Kapital denkbar:

Vorhandenes Kapital Monatliche Rente bei einer Rendite von 5 % p.a., ohne das Kapital je zu verbrauchen
193.887,87 EUR 600,42 EUR
250.000 EUR 769,19 EUR
350.000 EUR 1.069,97 EUR
500.000 EUR 1.521,13 EUR

Nach diesen Aspekten können Sie beurteilen, ob Sie noch warten sollen oder nicht: 

  1. Wie sieht meine Einkommenssituation zusammen mit der Kapitalrente aus? Welche Vorteile würde mir die umso höhere Rente schenken? 
  2. Möchte ich andere Einkommensquellen mit der Rente ersetzen? Wie hoch muss die Kapitalrente dann sein? 
  3. Wie sieht meine Risikobereitschaft aus? Möchte ich das Geld so anlegen, dass 5 % im Jahr durchschnittlich denkbar sind? Oder möchte ich das Risiko reduzieren, sodass ich eventuell keine 5 % schaffe und die Kapitalrente kleiner ausfällt? 

 

Wie kann ich das Geld anlegen, um nach Kosten eine durchschnittliche Jahresrendite von etwa 5 % einfahren zu können?

Beispiele:

  • Eine weitere Variante der langfristigen Geldanlage sind ETFs – passive Investmentfonds, die einen schon vorhandenen Index so gut und kostengünstig wie möglich nachbilden. Im Verhältnis zu aktiven Fonds bieten ETFs zudem geringe jährliche Gesamtkosten. 
  • Mit den ETF-Portfolios von Raisin Invest werden Sie Miteigentümer von beinahe 10.000 börsengehandelten Unternehmen und investieren in ETFs, die bis zu 16.000 Werte aus über 90 Ländern enthalten. Dadurch entsteht eine breite Streuung, die das Risiko senkt. Die Anleger können je nach Risikobereitschaft aus vier verschiedenen Portfolios wählen. Gesamtkosten umfassen durchschnittlich nur 0,48 % im Jahr. 
  • Vielen Anleger investieren noch in aktive Investmentfonds. Dort sind die Gesamtkosten bei Aktienfonds jedoch deutlich höher. Deshalb braucht es für eine durchschnittliche Rendite von beispielsweise 5 % nach Kosten eine höhere Rendite vor Kosten. Die durchschnittlichen Gesamtkosten von aktiven Mischfonds umfassen 1,74 % im Jahr. 

Setzen wir uns nach dem monatlichen Bonus noch mit einem weiteren Thema auseinander:

295.000+
zufriedene Kunden

Weitersparen oder Haus kaufen: Was tun mit 100.000 EUR Eigenkapital?

  • Immobilien erfordern viel Kapital. Sofern der Hauskauf noch 15+ Jahre entfernt ist, können Investitionen in Fonds oder ETFs sinnvoll sein, um Ihr Geld in dieser Zeit zu vermehren. Der Sicherheitsaspekt spielt aber auch hier eine wichtige Rolle. Das bedeutet u.a. auch, dass man nicht sein gesamtes Investmentkapital – im übertragenen Sinn – in einen einzigen Korb legen sollte.
  • Bei einem unmittelbar bevorstehenden Kauf in den nächsten Jahren rücken eher klassische Anlageformen wie Festgeld in den Fokus. 

 

Allgemein gilt, dass Käufer beim Kauf einer Immobilie ein Eigenkapital von 20-30 % des Kaufpreises inklusive Nebenkosten aufbringen sollten. Einerseits, um bessere Kreditzinsen zu erhalten und andererseits, um einen nicht so hohen Kredit aufnehmen zu müssen. Die Quote kann niedriger sein, wenn Sie etwa über ein sehr hohes monatliches Einkommen oder andere Sicherheiten verfügen. Wenn Sie 100.000 EUR als 20 % Eigenkapital mit in die Finanzierung bringen, würde das bedeuten, dass Sie sich eine Immobilie im Wert von 500.000 EUR inklusive Nebenkosten kaufen könnten. 

Nun kommt es darauf an, nach wie vielen Jahren der Kauf einer Immobilie ansteht: Investitionen an der Börse – also in Form von Fonds und ETFs – können sich nachteilig auswirken, wenn man nicht mindestens 15 Jahre Zeit hat

Bei einer Laufzeit von mindestens 20 Jahren darf der Aktienanteil bei ETFs durchaus 100 % umfassen. Denn über diese Spanne können akute Schwächephasen überwunden und Risiken minimiert werden. 

Wer in unter 15 Jahren eine Immobilie kaufen möchte, stützt sich besser auf eine Geldanlage wie Festgeld. Der Vorteil dabei ist, dass keine Kursverluste entstehen können. Außerdem ist das Geld bis zu einer Summe von 100.000 EUR pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt. Und weil auf Festgeld höhere Zinsen als auf Tagesgeld ausgeschüttet werden, lässt sich auch der Inflation etwas entgegensetzen. 

Wer etwa bei WeltSparen in Festgeld anlegt, kann mit Zinsen von aktuell bis zu 1,80 % p.a. rechnen. Dabei rät man allgemein zu kürzeren Laufzeiten von 1 bis 2 Jahren. Der Hintergrund ist das andauernde Zinstief der Europäischen Zentralbank. Wer kurze Laufzeiten wählt, kann bei erneuter Geldanlage von besseren Zinskonditionen profitieren, sofern die Zentralbank bis dahin ihre Leitzinsen wieder angehoben hat. Es ist auch denkbar, die 100.000 EUR im Rahmen der Treppenstrategie auf mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten zu verteilen. 

Was hat die Inflation mit Festgeld zu tun?

Für Anleger zählt einerseits, keine Verluste zu machen, andererseits aber auch, die Inflation auszugleichen. Die Inflation beschreibt die prozentuale Zunahme des allgemeinen Preisniveaus. Unverzinste oder nicht ausreichend verzinste Guthaben auf Sparkonten verlieren dadurch an Kaufkraft.

In den Jahren 2016 bis 2019 umfasste die jährliche Inflation laut Statistiken durchschnittlich 1,5 %. Für die Jahre 2020 und 2021 rechnet das Statistische Bundesamt mit einer Inflation von 0,6 % und 1,2 %. Gut verzinste Festgelder mit mehr als 1,2 % Zinsen können die Inflation also ausgleichen und so den Wert des Geldes erhalten

Andernfalls würde das Geld an Kaufkraft verlieren. Vor allem, wenn Sparer es einfach auf einem zinsfreien Sparkonto belassen. Nehmen wir an, Sie hätten die Summe zum 01.01.2016 zinsfrei deponiert, dann wäre die Kaufkraft zum 31.12.2019 auf nur noch 94.218,42 EUR gesunken.

Kurze historische Perspektive: Noch im Jahr 2008 – also vor der Finanzkrise, die die Tiefzinsphase mit sich brachte – konnten Sparer bei Festgeld mit mehr als 4 % Zinsen im Jahr rechnen. Selbst bei Tagesgeld waren deutlich bessere Zinskonditionen vorhanden. So waren trotz der hohen Sicherheit beider Geldanlagen auch attraktive Gewinne zu erwarten. Hohe Renditen erzielen heute nur noch jene, die an der Börse investieren. 

Fazit

Wenn man sich in erster Linie auf die Sofortrente- und Immobilien-Perspektiven konzentriert, öffnen 100.000 EUR bereits viele Türen. Eine breite Diversifikation der Summe auf verschiedene Anlageformen ist aber auch hier sinnvoll, um ein optimales Rendite-Risiko-Verhältnis zu erreichen. Dabei bleibt die Entscheidung allein Ihnen überlassen, ob Sie sich eine Zusatzrente auszahlen lassen möchten oder doch noch abwarten, um weiter Vermögen aufzubauen.

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