Vermögensaufbau:
Mit 4 Fragen zur richtigen Geldanlage

Wie kann man Vermögen aufbauen?

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Beim Vermögensaufbau lohnt es sich nicht, nur auf ein Sparbuch zu setzen. Infolge der vergangen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank, erhielten Sparbuchinhaberinnen und -inhaber in den letzten Jahren im Schnitt nur noch ca. 0,1 % auf ihre Einlagen. In Folge der Wertminderung des Geldes durch Inflation ist damals wie heute mit einem Verlust der Kaufkraft zu rechnen

Eine Anlagestrategie, die z. B. auf Aktien und ETFs setzt, kann dabei helfen, langfristig Vermögen aufzubauen. Besonders durch die breite Streuung von ETFs ist das Risiko weniger hoch als bei Investitionen in Einzelaktien. Bevor Sie Geld anlegen, sollten Sie sich mit wichtigen Fragen – wie bspw. Ihrer Risikobereitschaft – auseinandersetzen. 

Wer nicht auf einen Vermögensaufbau mit Aktien setzen mag, für den stehen auch andere Strategien zur Auswahl. Diese und weitere Möglichkeiten sowie Tipps, um Vermögen aufzubauen, erhalten Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze
  • Ziel: Das Anlageziel sollte am Anfang bestimmt werden und auf die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Sparerin oder des Sparers ausgelegt sein. 
  • Laufzeit: Ein Vermögen schnell aufzubauen ist meist mit einem sehr hohen Risiko verbunden. Aus diesem Grund sollte man früh mit dem Vermögensaufbau beginnen und über einen langen Anlagehorizont z.B. mit regelmäßigen Sparraten und einem Sparplan investieren.
  • Strategien: Neben Sparmöglichkeiten wie Tages- und Festgeld als sichere Form des Vermögensaufbaus können chancenreichere ETFs auf Aktien-, Immobilien bzw.  Rohstoff-Indizes die Anlagestrategie ergänzen.
  • ETFs: Die Abkürzung bedeutet Exchange Traded Fund, was auf deutsche börsengehandelte Indexfonds bedeutet. ETFs bergen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Die Kurse von ETFs können steigen oder fallen. Dank der breiten Risikostreuung eignen sich ETFs nur für den langfristigen Vermögensaufbau, weil Anlegerinnen und Anleger kurzfristige Schwankungen dann bequem aussitzen können. 

Was ist Vermögensaufbau?

Beim Vermögensaufbau wird nach bestimmten Zielen, Budgets sowie unter Beachtung des Risikos eine Anlageform gewählt, durch die Anlegende ihr Kapital aufbauen möchten. Die Zusammensetzung der Geldanlage und die Risikobereitschaft werden von Person zu Person individuell bestimmt. Das Vermögen entsteht nicht nur durch Sparen, sondern z.B. durch Investitionen in chancenreiche Anlageklassen wie Aktien und Anleihen. Das Geld sollte eigenständig für den Anlegenden arbeiten und ein passives Einkommen generieren.

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Diese 4 Fragen sollten Sie sich vor dem Vermögensaufbau stellen

Es gibt viele verschiedene Anlagemöglichkeiten beim Vermögensaufbau. Welche genau die richtige für Sie ist, hängt insbesondere von individuellen Zielen ab. Je nach Risikobereitschaft, Anlagezeitraum und natürlich Höhe des Kapitals, können Sie unterschiedliche Strategien verfolgen. Um die passende Strategie zum Vermögensaufbau zu finden, sollten im ersten Schritt einige Fragen beantwortet werden:

  • Zu welchem Zweck möchte ich Vermögen aufbauen?
  • Bin ich bereit, auf einen Teil meines Geldes nicht zugreifen zu können und wenn ja, für wie viele Jahre?
  • Wie hoch ist meine Risikobereitschaft bei der Geldanlage?
  • Wie hoch ist der Betrag, der mir für den Vermögensaufbau zur Verfügung steht?

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Kurzfristiger oder langfristiger Vermögensaufbau?

Um langfristig Vermögen aufzubauen, sollten Sie weitsichtig denken. Im besten Fall fängt man schon früh damit an, sich um den Vermögensaufbau zu kümmern. So können eventuelle Verluste, die durch Schwankungen auf dem Aktienmarkt hervorgerufen werden, über die Jahre wieder ausgeglichen werden. Für Investitionen in ETFs sollten Anlegerinnen und Anleger einen Zeitraum von mindestens 5, besser noch 10 Jahren mitbringen. Je länger der Anlagehorizont, desto niedriger ist die Wahrscheinlichkeit Verluste hinnehmen zu müssen.

Doch bevor Sie Ihr Geld neu investieren, sollten  Sie sicherstellen, dass es nicht an anderer Stelle dringender benötigt wird, z. B., um Schulden aus Krediten abzubezahlen, Reserven anzulegen oder um es in die persönliche Absicherung, z. B. in Form einer zusätzlichen Altersvorsorge, zu investieren.

Wenn Sie  kurzfristig Vermögen aufbauen möchten, kann Tagesgeld oder Festgeld eine Alternative zum Sparbuch sein. Beim Festgeld können Sie Geld über einen bestimmten Zeitraum zu einem festen Zinssatz anlegen, beispielsweise um es 1 Jahr später wieder samt des Gewinns abzuheben und sich damit Ihren Traumurlaub zu verwirklichen. Mit Tagesgeld können Sie sogar jederzeit Geld anlegen und wieder abheben, ganz nach Ihren Bedürfnissen. Dabei profitieren Sie dauerhaft von den attraktiven Zinsen der 138 Partnerbanken von WeltSparen. Gleichzeitig haben Sie zudem sowohl bei Festgeld als auch bei Tagesgeld die Absicherung der Anlagesumme über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 EUR je Kundin bzw. Kunde und Bank.

Tagesgeld-FestgeldTagesgeld-FestgeldTagesgeld-Festgeld

Vermögensaufbau an der Börse

Mit einem  Investment in einzelne Aktien können Sie  hohe Renditen erzielen, müssen aber auch ein hohes Risiko eingehen. Eine Aktie bildet nur die Wertentwicklung eines einzelnen Unternehmens ab. Das bietet eine Gefahr für Verluste, wenn sich der Kurs nicht wie erwartet entwickelt. Anlegerinnen und Anleger, die in Aktien investieren möchten, sollten deshalb regelmäßig die Börsenkurse überprüfen. Ist die Kursentwicklung so wie erwartet oder würde man mit einer anderen Strategie vielleicht doch besser fahren? Aktien sind also sehr zeitaufwendig und bedürfen tiefergehenden Analysen. Mit ETFs geht Vermögensaufbau deutlich einfacher, weil Kursschwankungen einzelner Aktien in einem breit diversifizierten ETF nicht so stark ins Gewicht fallen.

Mit Investmentfonds, z. B. in Form von günstigen börsengehandelten Indexfonds (ETFs) ,können Sie Ihr Vermögen auf mehrere Aktien verteilen und somit das Risiko breit diversifizieren. Die Portfolios des ETF Robo bestehen aus 5 ETFs und 2 Indexfonds, wodurch Einzeltitelrisiken deutlich verringert werden. Hier können Sie aus 4 Anlagestrategien mit unterschiedlichen Aktienquoten das für Sie passende Portfolio auswählen.

Beim ETF Configurator können Sie sich aus einer Auswahl aus über 200 ETFs Ihr Portfolio selbst zusammenstellen. Die Risiken hängen hier von der individuellen Auswahl der Aktienquote und der Gewichtung der einzelnen ETFs ab. Durch die Auswahl von bis zu 10 ETFs können Anlegerinnen und Anleger eine breite Diversifizierung erreichen und das Risiko ihrer Geldanlage senken.

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Risiken finden Sie in unseren Risikohinweisen.

Lebenseinkommen: Ausbildung, Meister und Hochschulabschluss im Vergleich

Das regelmäßige Einkommen spielt beim Vermögensaufbau eine entscheidende Rolle. Wir sind der Frage nachgegangen, welcher Bildungsabschluss beim Vermögensaufbau die besten Aussichten verspricht. Mit Blick auf die Einstiegsgehälter liegen Master-Absolventen in den Rankings stets vorne. Aktuelle Erhebungen zeigen jedoch: Meister und Techniker verdienen bis zum Alter von 60 Jahren insgesamt nicht nur mehr als Akademikerinnen und Akademiker, ihr Vorsprung beim Start in das Berufsleben ist ein entscheidender Faktor beim Vermögensaufbau.

Die durchschnittliche Sparquote liegt in Deutschland in den letzten Jahrzehnten bei etwa 10%. Wird das Ersparte konsequent in einen ETF-Sparplan investiert, haben Meister und Techniker einen entscheidenen Vorsprung gegenüber Akademikerinnen und Akademikern. Unsere Modellrechnung zeigt: Ein früher Start in das Berufsleben und konsequentes Sparen zahlen sich aus.

  • Meister und Techniker erreichen so ein Lebenseinkommen von 2.047.125 Euro und liegen damit knapp vor Akademikern, die im Durchschnitt auf 1.952.779 Euro kommen.
  • Das Lebenseinkommen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und 10% Sparquote liegt bei 1.422.519 Euro – gut ein Viertel weniger.
  • Akademiker überholen ausgebildete Fachkräfte erst im Alter von 36 Jahren mit einem kumulierten Lebenseinkommen von ca. 305.000 Euro.
  • Absolventinnen und Absolventen mit Master-Abschluss erhalten aktuell ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 48.432 Euro und damit 20% mehr als Bachelor-Absolventen, die mit 40.548 Euro in das Berufsleben starten. Doch der  spätere Berufseinstieg rächt sich beim Vermögensaufbau. Zum Renteneintritt liegen Master-Absolventen nach Steuern nur noch 5% vorn.

Methodologie: Die Modellrechnung baut auf einer Studie des Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) auf und berücksichtigt neben dem Einkommen aus Erwerbstätigkeit auch Kapitaleinkünfte. Dafür wurde eine durchschnittliche Sparquote von 10% und eine historische Aktienrendite von 7% p.a. angenommen. Die Lebenseinkommen von über 12.000 Personen der Jahrgänge 1948 bis 1986 stammen aus anonymisierten Sozialversicherungsmeldungen und ermöglichen so exakte Rückschlüsse auf das Einkommen von Menschen mit unterschiedlichen Bildungsabschlüssen.

Für die Vergleichsrechnung zwischen Bachelor- und Masterabsolventen haben wir die Median-Gehältern der einzelnen Altersklassen aus dem Gehaltsreport 2022 von Stepstone herangezogen und folgende Annahmen getroffen: Steuerklasse 1 (West), keine Kirchensteuer, 10% Sparrate, ETF-Sparplan mit einer Rendite von 7% p.a., Berufseinstieg für Bachelor-Absolventen im Alter von 23 Jahren und für Master-Absolventen mit 25 Jahren, Renteneintritt mit 67 Jahren. Die Daten wurden am 19.09.2022 erhoben.

Weitere Strategien zum Vermögensaufbau

Neben den Anlageformen wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten, Aktien oder einem Sparplan für Investmentfonds, gibt es auch noch weitere Anlageklassen, mit denen Sie Ihr Kapital über einen meist längeren Anlagehorizont aufbauen können. Einige davon sind:

  • Immobilien: Zu den Chancen von Immobilien als Geldanlage gehören ein hoher Inflationsschutz und eine langfristige Wertsteigerung. Wer seine Immobilie nicht selbst bewohnt, kann mit Mieten ein regelmäßiges Einkommen erzielen. Für den Kauf einer Immobilie ist jedoch meist ein hohes Eigenkapital notwendig. Immobilien bergen auch Risiken, wie z. B. Mietausfall oder hohe Sanierungskosten.
  • Immobilienfonds: Wer nicht direkt in eine Immobilie investiert, der kann durch Immobilienfonds am Immobilienmarkt teilnehmen. Dabei können Anlegerinnen und Anleger zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds  wählen. Bei offenen Immobilienfonds erfolgen Investitionen meist in Aktien von Immobiliengesellschaften. Bei geschlossenen Fonds investieren Anlegerinnen und Anleger direkt in wenige Immobilienprojekte. Das birgt jedoch hohe Risiken. Ob eine Investition lukrativ war, lässt sich jedoch meist erst nach langer Zeit mit dem Verkauf der Immobilie sagen.
  • Rohstoffe: Investitionen in Edelmetalle wie Gold oder Silber können ebenfalls als Geldanlage dienen. Aber auch die Investition in andere Rohstoffe, wie Öl oder Industriemetalle, ist mit Rohstofffonds möglich.
  • Crowdinvesting: Über bestimmte Plattformen können Sie in junge Unternehmen oder aussichtsreiche Immobilienprojekte investieren. Diese Form der Anlage kann hohe Renditen bieten, birgt jedoch auch Risiken, sollte das Projekt oder Unternehmen vor Rückzahlung scheitern.
  • Private Equity: Nicht alle Unternehmen sind an der Börse gelistet. MIt Private-Equity-Fonds können sich Anlegerinnen und Anleger Zugang zu einer außerbörslichen Anlageklasse verschaffen und das Rendite-Risiko-Profil ihres Portfolios verbessern. Klicken Sie auf den Link, wenn Sie mehr dazu erfahren möchten.

Fazit: Wie kann man am besten Vermögen aufbauen?

Die 4 Fragen zum Vermögensaufbau können Ihnen dabei helfen, die richtige Anlagestrategie festzulegen. Um den Vermögensaufbau erfolgreich voranzutreiben, sollten Sie Ihre Anlageziele zunächst genau definieren. Darauf aufbauend können Sie eine passende Strategie wählen. Informieren Sie sich auch zuvor ausführlich über mögliche Risiken und die zu erwartende Rendite. Denn auch kleine Unterschiede in den Zinsen bzw. der Rendite können dank des Zinseszinseffekts über viele Jahre hinweg einen deutlichen Unterschied beim Vermögensaufbau bewirken. Anlegerinnen und Anleger sollten für den Vermögensaufbau  einen langen Anlagehorizont mitbringen. Denn nur dann können Sie kurzfristige Schwankungen an den Finanzmärkten bequem aussitzen – dazu sind vor allem Zeit und Geduld nötig. 

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