Möchten Sie ein Sparbuch oder lieber eine zeitgemäße Geldanlage?

Das Sparbuch ist sicher, einfach und holt Erinnerungen an die Kindheit hervor. Kein Wunder also, dass etwa 45 % der Deutschen eines besitzen. Und sicherlich stimmen diese Vorteile auch, doch das Sparbuch hat auf der anderen Seite mehrere wesentliche Nachteile. Einer davon ist, dass es fast überhaupt keine Zinsen bietet und dass sich das Geld damit somit nicht vermehrt. Das funktioniert mit anderen Geldanlagen besser. Beispielsweise:

TagesgeldkontenFestgeldkonten

Was ist ein Sparbuch?

Ein Sparbuch ist ein herkömmliches und meist kostenfreies Sparkonto bei der Bank und eine der klassischsten unter den existenten Geldanlagen. Der Unterschied zum tatsächlichen Sparkonto besteht in der Form der Urkunde, oder anders formuliert: im Buch. Wenn Sie ein Sparbuch eröffnen, dann erhalten Sie tatsächlich ein kleines Büchlein, in dem Ihre Transaktionen vermerkt werden. Also was Sie wann einzahlen und sich auszahlen lassen. Dafür müssen Sie mit dem Sparbuch zum Bankschalter.

Ferner existiert noch ein Unterschied zwischen dem Namenssparbuch und dem Überbringer-Sparbuch. Bei ersterem dürfen nur die Personen etwas einzahlen und sich auszahlen lassen, die namentlich vorne im Buch vermerkt sind. Beim zweiten darf es jeder, der das Buch im Besitz hat. Normalerweise stellen Banken das Namenssparbuch aus, schon allein mit Blick auf die Sicherheit.

Eine Besonderheit ist da noch: Von Sparbüchern dürfen Sie meist nur höchstens 2.000 Euro im Monat abheben, zum Beispiel bei der Sparkasse. Das setzen die Konditionen so voraus. Sparbücher sind dazu da, kontinuierlich einzuzahlen, aber eher selten etwas auszuzahlen. Sie sollen dabei helfen, auf etwas Großes hin zu sparen. „Automatisch“ vermehrt sich das Geld aber eher nicht, weil Sparbücher kaum Zinsen bieten und wenn, dann nur im Null-Komma-Null-Bereich.

Es sollen aber auch Ausnahmen bestehen: Manche Direktbanken bieten inzwischen Online-Sparbücher an, also die “moderne” Variante des tatsächlichen Büchleins. Dort fallen die Zinsen etwas höher aus, wenngleich Sie dadurch auch immer noch keine hohen Gewinne verzeichnen. So setzt sich das Sparbuch nicht gegen seine Alternativen durch.

Was sind die Vorteile und Nachteile eines Sparbuchs?

Durch Sparbücher ergeben sich sowohl mehrere Vorteile als auch mehrere Nachteile.

  • Sehr sicher, einfach handzuhaben und meist kostenlos.
  • Sinn und Zweck des Sparens steht im Fokus.
  • Für Kinder sind Sparbücher super, um den Umgang „mit Geld und Bank zu üben“.
  • Zumindest kleine Zinsen sind enthalten.
  • Bei den meisten Sparbüchern können Sie sich höchstens 2.000 Euro im Monat auszahlen lassen. Bei höheren Summen ist es aufzulösen. Flexibler als Sparbriefe oder Festgeldkonten sind Sparbücher aber trotzdem.
  • Sie erzielen aufgrund der niedrigen Zinsen nur eine kleine, kaum nennenswerte Rendite.
  • Möchten Sie etwas einzahlen, dann müssen Sie immer mit dem Sparbuch und dem Geld in bar zum Bankschalter. Ebenso bei Auszahlungen. Und jene Bankschalter werden dank der zunehmenden Online-Banking-Popularität immer rarer.
  • Das Problem der Inflation* steht bei Sparbüchern besonders im Fokus.
  • Bürokratie, wenn Sie das Sparbuch einmal verlieren.

*Inflation bedeutet, dass das Geld an Wert einbüßt und Sie somit an Kaufkraft. Die Preise für Lebensmittel und andere Positionen erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Wenn das Sparkonto aber unzureichend verzinst ist, kann es nicht linear dazu wachsen. Das bedeutet schlicht und einfach, dass Sie sich nach dem Sparen nicht mehr so viel kaufen können wie vorher.

Warum haben so viele Deutsche heute noch ein Sparbuch?

Deutschland setzt auf konservative Geldanlagen, wobei das Sparbuch die Liste anführt. Das fand das Daten-Unternehmen Statista in Kooperation mit dem Verband der Privaten Bausparkassen heraus. Die Daten stammen aus dem Jahr 2019, wobei die Statistik beinahe unverändert zu den letzten Jahren ist. Und die Statistik spricht für sich:
1. 45 % der Deutschen besitzen ein Sparbuch oder ähnliche Spareinlagen. 2. 40 % sparen (zudem) einfach auf dem Girokonto. 3. 28 % nutzen das Bausparen. 4. 22 % besitzen ein Tagesgeldkonto oder etwas Ähnliches. 5. 20 % nutzen auch noch die Riester-Rente, obwohl immer mehr Experten davon abraten. 6. ETF-, Fonds- und Aktien-Sparer befinden sich ebenfalls im untersten Fünftel. Quelle:Verband der Privaten Bausparkassen © Statista 2019

Warum sind Sparbücher so gefragt?

Mit einem Sparbuch konnte man vor 20 Jahren noch Zinsen von zwei bis drei Prozent einsammeln und damit effektiv die Inflation bekämpfen. Doch diese Zeiten sind seit der Finanzkrise im Jahr 2008 vorbei, als die Europäische Zentralbank den Einlagenzins auf 0 Prozent senkte. Daraufhin mussten auch die Banken ihre Zinsen für Sparprodukte senken.

Weil Sparer das Sparbuch dank seiner Tradition kennen, eröffnen sie es aber weiterhin und akzeptieren die heute sehr geringen Zinsen. Wobei zu erwähnen ist, dass die Zahl der Bankkunden, die sich in ihrer Bankfiliale zum Thema “Sparen” beraten lassen sowie ein Sparbuch eröffnen, kontinuierlich sinkt. Einmal, weil das Online-Banking voranschreitet und immer mehr Banken ihre Filialen schließen müssen. Und andererseits, weil die traditionellen Sparbücher damit einhergehend von den höher verzinsten Sparangeboten auf Plattformen wie WeltSparen abgelöst werden.

Ein weiterer Faktor: Sparbücher eignen sich wunderbar für Kinder und sind auch deshalb so weit verbreitet. In der Regel eröffnen Eltern oder Großeltern für die Kinder und Enkel ein Sparbuch, um ihnen später einmal eine Freude zu bereiten. Ab dem Moment führen die Kids es dann selbst weiter und üben sich im Umgang mit dem Geld und den Banken.

Wie hoch kann der Gewinn bei einem Sparbuch ausfallen?

Die Zinsen auf dem Sparbuch-Markt sehen mau aus. Die Sparkasse, Volksbank, Deutsche Bank, Postbank und die HypoVereinsbank: Alle bekannteren Geldhäuser bieten einen Zinssatz von nur 0,01 % oder leicht mehr. Ein paar Anbieter heben sich mit zeitlich begrenzten Lockangeboten und etwas höheren Zinsen (meist aber immer noch unter einem Prozent) von den Rendite-schwachen Anbietern ab. Das sind die Fakten, doch was bedeuten sie mit Blick auf die Rendite?

Was bedeutet das in konkreten Zahlen?

In der Tabelle erkennen Sie drei Banken mit unterschiedlichen Zinssätzen. Die erste Bank entspricht dabei den vorhin erwähnten Geldhäusern. Sie zahlen einmal 5.000 EUR auf das Sparbuch ein und lassen es dann 15 Jahre in der Schublade. Sie zahlen keine weiteren Summen ein und lassen sich auch nichts auszahlen.

So erzielen Sie diese beispielhaften Renditen:

Bank Bank A Bank B Bank C
Zinsen 0,01 % 0,12 % 0,5 %
Summe 5.000,00 Euro 5.000,00 Euro 5.000,00 Euro
Weiteres Einzahlen Nein Nein Nein
Zwischenzeitliches Auszahlen Nein Nein Nein
Nach 1 Jahr 5.000,50 Euro 5.006,00 Euro 5.025,00 Euro
Nach 2 Jahren 5.001,00 Euro 5.012,01 Euro 5.050,13 Euro
Nach 5 Jahren 5.002,50 Euro 5.030,07 Euro 5.126,26 Euro
Nach 10 Jahren 5.005,00 Euro 5.060,33 Euro 5.255,70 Euro
Nach 15 Jahren 5.007,51 Euro 5.090,76 Euro 5.388,41 Euro

Wie im Beispiel von Bank C nach 15 Jahren 388 Euro mehr zu haben, hört sich zunächst nett an. Jedoch gibt es über WeltSparen – sofern Sie sich nicht für ein Sparbuch, sondern für Tagesgeld oder Festgeld entscheiden – schon bei kürzeren Laufzeiten wesentlich höhere Zinsen von bis zu 3,50 %. Mit Blick auf diese potenziellen Renditen sind traditionelle Sparbücher aus der Mode gekommen.

TagesgeldkontenFestgeldkonten

Ein Sparbuch oder besser ein Tagesgeldkonto?

Sparer verzichten aktiv auf höhere Zinseinnahmen, wenn sie ihr Erspartes nur auf einem Sparbuch schlummern lassen. Aber ist ein Tagesgeldkonto so viel besser?

Ja, zumindest, wenn man europaweit sucht. Während die meisten Sparbücher also mit einem Zins von nur 0,01 % p.a. aufwarten, bieten viele Tagesgeldkonten deutlich mehr. Bei WeltSparen haben die meisten Tagesgeldkonten beispielsweise einen Zinssatz zwischen 0,60 % p.a. und bis zu 0,80 % p.a. – abseits von zeitlich limitierten Angeboten mit bis zu knapp einem Prozent.

Innerhalb von 15 Jahren könnte man mit dem Tagesgeld über WeltSparen also das 80-Fache an Zinsen erreichen. Und die Sicherheit ist ebenso hoch. Die Einlagensicherung sichert Beträge bis zu 100.000 Euro ab. Auch im europäischen Ausland. Das übernimmt dann der jeweils nationale Einlagensicherungsfonds, den alle EU-Länder haben.

Ferner ist man mit einem Tagesgeldkonto flexibler. Hinsichtlich der Transaktionen bestehen keine Limits, wie etwa beim Sparbuch. Dort könnte man nur höchstens 2.000 Euro pro Monat abheben, bevor man es auflösen muss. Beim Tagesgeldkonto darf man normalerweise abheben, so viel man möchte. Auch das ist ein enormer Bonus.

Finanztest Bestenliste | Sparplan verfügbar
0,55% p.a.
Komplett Bank
Norwegen
Tagesgeld
Online-Abschluss
0,70% p.a.
Banca Progetto
Italien
Fester Anlagebetrag
Online-Abschluss

Sehen Sie sich die europäischen Tagesgeldkonten von WeltSparen an.

Zu den Angeboten

Was kommt beim Vergleich Sparbuch – Festgeld heraus?

Es kommt auf die individuellen Bedürfnisse an. Wünscht man sich mehr Flexibilität, weil man sich zwischendrin auch mal etwas auszahlen lassen möchte, dann sind Sparbücher oder Tagesgeldkonten besser. Wenn man auf das Auszahlen verzichten könnte und sich mehr Rendite bei minimalem Risiko wünscht, dann steht das Festgeld im Fokus.

Beim Festgeld bestimmen Sie eine feste Summe, die Sie über eine feste Laufzeit auf das Konto einzahlen und dafür feste (nicht-variable) Zinsen kassieren. “Feste Summe” und “feste Laufzeit” bedeutet, dass Sie innerhalb der Laufzeit über das Guthaben nicht verfügen können. Erst nach Ablauf der Laufzeit bekommen Sie das Guthaben inklusive Zinsen zurück und können es wahlweise erneut ansparen.

Deshalb fallen die Zinsen meist höher aus. Im speziellen Falle von WeltSparen heißt das, dass die Zinsen bei einer Laufzeit von mindestens einem Jahr oft auch die Ein-Prozent-Marke übertreffen. Und da es keine variablen Zinsen wie beim Tagesgeld oder Sparbuch sind, die sich immer an den Markt anpassen, können Sparer vorab kalkulieren, wie viel Gewinn das Festgeldkonto nach der Laufzeit aufweist.

Auch hier ist es sinnvoll, über den deutschen Tellerrand hinauszuschauen und das Geld ins europäische Ausland zu transferieren. Die Zinsen sind bei den Nachbarn oder auch in ferneren Ländern Europas oft noch deutlich höher als in Deutschland. Bei WeltSparen haben Sie die Chance dazu.

Suchen Sie sich das beste Festgeld-Angebot von WeltSparen heraus.

Zu den Festgeldkonten

Ist das Guthaben des Sparbuchs zu versteuern?

Das Guthaben des Sparbuchs ist nicht zu versteuern. Dafür aber die Zinseinnahmen. Sparer können sich die Steuer aber sparen, indem sie einen Freistellungsauftrag bei der Bank einreichen. Dann sind bis zu 801 Euro Rendite pro Person steuerfrei. Darüber hinaus müssen Zinseinkünfte mit 25 % Kapitalertragssteuer / Abgeltungssteuer versteuert werden. Hinzu kommen eventuell noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Einzelheiten zur Versteuerung finden Sie hier.

Stand: 18. Juli 2019