Sparbrief: Zinsen auf Rekordtief

Sparbrief eröffnen und Ersparnisse lukrativ verzinsen lassen – geht das heutzutage überhaupt noch? WeltSparen erklärt die Vor- und Nachteile des Sparbriefes sowie warum eine rentablere Alternative sich mehr lohnen könnte.

  • Niedrige Verzinsung

  • Wenig Flexibilität

  • Gebührenfrei

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Was ist ein Sparbrief?

Sparbriefe, bei Sparkassen auch oft Sparkassenbriefe genannt, zählen zu den festverzinslichen Wertpapieren. Basierend auf den englischen „Savings certificates“, sind sie eine der ältesten Geldanlagen in Deutschland. Zudem gehören Sparbriefe auch zu den sichersten Anlagen.

Der Anlagebetrag wird für eine bestimmte Laufzeit zu einem festen Zinssatz angelegt. Diese Laufzeit beträgt von einem bis zu 10 Jahren und die Mindesteinlage liegt je nach Geldinstitut zwischen 250 und 2.500 Euro. Über diese Laufzeit ist Ihr Geld aber nicht verfügbar. Wer dann während einer Niedrigzinsphase anlegt, hat weniger Flexibilität für das spätere Umschichten, sollten die Zinsen dann wieder steigen.

Was macht einen Sparbrief aus?

Der größte Vorteil der festgelegten Sparbrief-Zinsen ist, dass Sie von Anfang an genau wissen, welche Summe Sie nach Ende der Laufzeit angespart haben. Anders als bei manchen anderen Geldanlagen fallen beim Kauf eines Sparbriefs auch keine Gebühren an, welche den vereinbarten Zins schmälern würden.

Kann man einen Sparbrief kündigen?

Eine vorzeitige Kündigung des Sparbuchs ist in der Regel nicht möglich. Selbst im Todesfall gelten immer noch die im ursprünglichen Vertrag vereinbarten Bedingungen; auch Erben müssen wie vereinbart auf das Ende der Laufzeit warten.

Im Notfall können Sparer den Sparbrief beleihen. In diesem Fall gilt der Sparbrief als Sicherheit für ein aufgenommenes Darlehen bei dem Kreditinstitut.

Was kommt beim Vergleich Sparbrief – Festgeld heraus?

Gegenüber dem traditionellen Sparbuch und vor allem dem Festgeld weist der Sparbrief im Vergleich einige Eigenheiten auf.

Flexibilität

Bei Festgeld genau wie bei Sparbriefen gibt es eine geringe Vertragsflexibilität. Durch eine vorab festgelegte Laufzeit können Sie meist erst nach Vertragsende über Ihre Erträge verfügen. Sollten Sie das Festgeldkonto vorzeitig kündigen, droht der volle Zinsverlust und Sie haben somit keinen Gewinn erzielt. Über WeltSparen kann man aber auch Flexgeld anlegen, wobei Ihre Zinsen auch bei vorzeitiger Kündigung, dank Basiszins, nicht ganz verloren gehen.

Risiko

Beide bieten ein geringes Verlustrisiko an. Während Tagesgeld, Investmentfonds und andere Anlageformen von Schwankungen des Finanzmarktes betroffen sind, gibt es bei Sparbriefen und Festgeldanlagen kein sinkendes Zinsniveau, sondern es steht fest. So wissen Sie schon vorher, mit welchem Kapitalertrag Sie am Ende rechnen können.

Einlagensicherung

Sparbriefe sind sicher. Zusätzlich zum Festzins profitieren Sie innerhalb der Europäischen Union von der jeweiligen nationalen Einlagensicherung bis zu einem Sparbetrag von 100.000 Euro inklusive Zinsen. Darüber hinaus gelten in manchen Ländern, wie zum Beispiel Norwegen, zusätzliche gesetzliche Vorschriften, die sogar über die in der EU hinausgehen.

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Welche Arten von Sparbriefen gibt es?

Es gibt drei verschiedene Typen von Sparbriefen: normale Sparbriefeaufgezinste Sparbriefe und abgezinste Sparbriefe. Der hauptsächliche Unterschied liegt bei den verschiedenen Varianten der Zinszahlung:

  • Normaler Sparbrief: Den gewöhnlichen Sparbrief kaufen Sie zum vollen Nennwert. Die Zinsgutschrift erfolgt regelmäßig am Jahresende und steht Ihnen als Betrag zur Verfügung.
  • Abgezinster Sparbrief: Der Kaufpreis ist bereits um die erwarteten Zinsen und Zinseszinsen reduziert und liegt damit deutlich unter dem Nominalwert. Am Ende der Laufzeit erhalten Sie den eigentlichen Nullbetrag (mit aufgerechneten Zinsen) ausgezahlt.
  • Aufgezinster Sparbrief bzw. thesaurierende Anlage: Sämtliche Sparbrief-Zinsen werden zum Guthaben addiert und Ihnen erst zum Laufzeitende ausbezahlt, sodass durch Zinseszinseffekte ein Zusatzgewinn für Sie entsteht.

Sparbrief-Vergleich: Sparbriefe bieten aktuell kaum Zinsen

Mit einem Sparbrief Vergleich kann man oft höhere Sparbrief-Zinsen erzielen, aber erst bei einer Laufzeit von mehreren Jahren kann man aktuell eine gute Rendite bekommen. Für eine Laufzeit von einem Jahr liegt der Zins zurzeit kaum über 0,3 %. Bei langen Laufzeiten bis zu 10 Jahren können meist nicht mehr als 1,3 Prozent, auch bei einer Anlagesumme von 50.000 Euro, erreicht werden.

Während Hochzinsphasen waren die festen Zinserträge für Sparbriefe für Sparer von großem Vorteil, während Niedrigzinsphasen wie jetzt bieten Banken aber kaum gute Zinsen an. Oft sind sie sogar niedriger als die Inflationsrate. Vor dem Entschluss empfiehlt sich deswegen ein aktueller Sparbriefe-Zinsvergleich, denn die Angebote der verschiedenen Geldhäuser variieren immer noch in ihrer Verzinsung. Auch wenn Sie Ihr Geld für eine längere Laufzeit arbeiten lassen, können Sie mit kaum besseren Renditen rechnen. Eine bessere Alternative mit deutlich attraktiveren Zinsen bieten Ihnen die Festgelder von WeltSparen. Die Angebote können Sie direkt online abschließen.

  • Sparbriefe sind eine äußerst sichere Geldanlage. Es entsteht kein Kursrisiko und seit Januar 2011 sind bis zu 100.000 Euro je Bank und Bankkunde nach EU-Recht absichert.
  • Das Geld wird lange (bis zu 10 Jahren) gebunden, um gute Rendite zu erzielen.
  • Im Notfall können Sparer Ihren Sparbrief beleihen.
  • Unflexibel. Auch in finanzieller Notlage kommen Sie als Anleger vor dem Ende des Anlagezeitraums nicht an das Geld in Ihrem Sparbriefkonto.
  • Niedrige Zinsen im Vergleich zu anderen Varianten der Geldanlage. Zum Beispiel bieten Festgeldkonten zu ähnlichen Konditionen eine höhere Verzinsung.

Ist das Guthaben des Sparbriefes zu versteuern?

Sparbrief und Abgeltungssteuer

Bei Sparbriefen werden Kapitaleinkünfte, wie zum Beispiel Zinseinnahmen, versteuert. Darunter gelten seit 2009 die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent, sowie den Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer. Der gesamte Betrag wird dann automatisch von der Bank an das Finanzamt überwiesen und Sie brauchen sich um nichts weiter zu kümmern.

Natürlich gibt es aber auch einen Freibetrag (Sparerpauschbetrag) von 801 Euro je Sparer oder 1602 Euro bei gemeinsam veranlagte Ehepaaren. Wer bei der Bank einen Freistellungsauftrag erteilt, stellt dann sicher, dass Kapitalerträge bis zu diesem Betrag steuerfrei bleiben.

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Fazit

Obwohl sich einen Sparbrief während einer Hochzinsperiode lohnen könnte, sind die Zinsen im Moment kaum höher als die von jederzeit verfügbaren Sparkonten. Wer sich aber für eines der Angebote von WeltSparen entscheidet, profitiert beim Festzinssparen im Vergleich zum Sparbrief von hohen Zinssätzen.