Das sollten Frauen über Finanzen wissen

Warum sich Frauen mehr mit Geldanlagen beschäftigen sollten

StartseiteGeldanlageFrauen und Finanzen

geldanlage-fuer-frauengeldanlage-fuer-frauengeldanlage-fuer-frauen

Wenn es um Themen wie Geldanlagen und Vermögensaufbau geht, gibt es noch einige Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Dafür gibt es viele Gründe: unterschiedlich hohe Löhne, geringere Arbeitszeiten und häufigere Erwerbsunterbrechungen. Frauen schätzen zudem ihr Finanzwissen als eher gering ein. Doch wieso ist das so? Erst seit 1958 sind Frauen dazu berechtigt, ein eigenes Konto zu eröffnen und damit eigenständig über ihre Finanzen zu entscheiden. Finanzen waren bis dahin immer „Männersache“ und die Frauen mussten sich dabei auf die Männer verlassen. Das lag grundsätzlich an der unterschiedlichen Verteilung der Geschlechterrollen. In Westdeutschland durfte eine Frau bis zum Jahr 1977 nur dann einen Beruf ausüben, wenn es mit ihren Pflichten in der Familie vereinbar war. Kindererziehung und Haushalt wurden also klar den Frauen und Finanzen den Männern zugeordnet. 

Noch heute haben Frauen statistisch gesehen weniger Geld zur Verfügung, was erhebliche Auswirkungen auf ihr Sparverhalten und auf die Altersvorsorge hat. Einer Forsa-Umfrage zufolge gehen 35 % der Frauen davon aus, im Alter auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein – der Anteil bei den Männern ist mit 19 % deutlich geringer. 

Falls Sie beim Einstieg in die Finanzwelt Informationen suchen, zeigen wir Ihnen auf dieser Seite, wie Sie Ihr Geld anlegen und finanziell unabhängig werden können. 

Das Wichtigste in Kürze
  • Geldanlage: Frauen investieren seltener am Kapitalmarkt. Anlegerinnen entgeht so die Chance auf höhere Renditen. Nur rund 36 % aller Aktionäre sind weiblich. Zudem Sparen Frauen weniger Geld als Männer. Lediglich 21 % der Frauen gab an, monatlich mehr als 200 EUR zu sparen – bei den Männern sind es rund 33 %.  
  • Gender Pay Gap: Der Unterschied zwischen den Gehältern der Geschlechter wird durch den Gender Pay Gap aufgezeigt. In Deutschland verdienen Frauen im Jahr 2020 rund 18 % weniger als ihre männlichen Kollegen.
  • Gender Pension Gap: Aus der unterschiedlichen Erwerbsbiografie ergibt sich auch ein Unterschied in der Rentenauszahlung zwischen Männern und Frauen. Die Rente von Männern ist im Durchschnitt mehr als 30 % höher.
  • Unabhängigkeit: Mit ETFs können Frauen ihr Geld diversifiziert am Kapitalmarkt anlegen und so finanzielle Unabhängigkeit anstreben. ETFs bilden einen Index wie z. B. den DAX passiv nach. Dadurch können die Kosten gering gehalten werden.

Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen

lohnungleichheit-zwischen-maenner-und-frauenlohnungleichheit-zwischen-maenner-und-frauenlohnungleichheit-zwischen-maenner-und-frauen

Das geschlechtsspezifische Lohngefälle – der Gender Pay Gap – zeigt, dass Frauen heutzutage immer noch weniger verdienen als Männer. Im Jahr 2021 verdienten Frauen in Deutschland durchschnittlich 4,08 EUR brutto in der Stunde weniger als Männer. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen arbeiten Frauen also über 2 Monate im Jahr ohne Bezahlung

Das niedrigere Einkommen erklärt auch die niedrigeren Sparquoten. Nur 21 % der Frauen gaben in einer Umfrage des Bundesverbandes deutscher Banken an, mehr als 200 EUR im Monat zu sparen. Bei Männern waren es rund 33 %.

Die Ungleichheit wird jedes Jahr mit dem Equal Pay Day deutlich gemacht. Der Aktionstag zeigt an, wie lange Frauen ohne Bezahlung arbeiten würden, wenn es die Lohnungleichheit nicht geben würde. Dieses Jahr fand der Equal Pay Day am 17.03.2022 statt. 

Studie zu Gehaltsverhandlungen: Fast ein Drittel der Frauen geht leer aus

Der erste wichtige Schritt zu mehr Lohn und finanzieller Freiheit ist für jede Frau die Gehaltsverhandlung. WeltSparen hat über das Meinungsforschungsinstitut YouGov mehr als 2.000 Deutsche – 1.068 Frauen und 1.011 Männer – dazu befragt, ob und wie sie ihr Gehalt verhandeln.

Mehr Mut gefragt: Vier von zehn Frauen haben noch nie verhandelt

Das überraschendste Ergebnis: 41 Prozent der Frauen in Deutschland haben ihr Gehalt noch nie verhandelt – unter den Männern fällt dieser Anteil mit 35 Prozent um einiges geringer aus. Lediglich sechs Prozent der Frauen verhandeln ihr Gehalt regelmäßig, also mindestens alle zwei Jahre. Immerhin acht Prozent verlassen sich bei Lohnerhöhungen auf das Verhandlungsgeschick ihrer Arbeitnehmervertretung oder Gewerkschaft.

Fast ein Drittel der Frauen verhandelt erfolglos – oder kündigt für ein Lohnplus

Selbst wenn sie verhandelt haben, war ein beachtlicher Teil der Studienteilnehmerinnen dabei nicht erfolgreich: 28 Prozent der Frauen haben ihre Gehaltsverhandlung noch nie mit einer erfolgreichen Gehaltserhöhung beendet. Oft bleibt nur die Frage: Should I stay or should I go? Immerhin fünf Prozent der Befragten konnten ihr Einkommen steigern – jedoch nur durch einen Jobwechsel.

Wenn überhaupt machen Frauen eher kleine Gehaltssprünge

Bei jeder dritten Frau (33 Prozent) zahlte sich eine Gehaltsverhandlung bereits aus. Mit neun Prozent am häufigsten erzielten die Studienteilnehmerinnen eine Gehaltserhöhung von bis zu drei Prozent. Acht Prozent der Frauen freuten sich über maximal fünf Prozent mehr Gehalt. Größere Gehaltssprünge sind für die Bundesbürgerinnen eher selten: Nur fünf Prozent der Frauen konnten schon einmal ein Lohnplus von bis zu zehn Prozent verbuchen, während sich bei den Männern doppelt so viele über ähnliche Erfolge freuen konnten. Ein maximal 20 Prozent höheres Einkommen verhandelten nur drei Prozent der Frauen und immerhin sieben Prozent der Männer.

In Sparlaune: Frauen legen mehr Gehalt lieber zurück, als es auszugeben

Was Gehaltssteigerungen betrifft, sind die Frauen in Deutschland deutlich sparfreudiger als die Männer: Ein Drittel der Bundesbürgerinnen möchte das Lohnplus zur Seite legen und sparen, bei den Männern sind es nur 27 Prozent. Vor dem Vermögensaufbau scheuen allerdings viele Frauen zurück, lediglich zwölf Prozent möchten mehr Gehalt in Aktien oder ETFs investieren gegenüber 23 Prozent bei den Männern. Für weitere 13 Prozent der Frauen hat das Abzahlen von Schulden und Krediten die höchste Priorität (Männer: 15 Prozent).

Gender Pension Gap: So entsteht die Rentenlücke zwischen den Geschlechtern

Gender pension gapGender pension gapGender pension gap

In Sachen Gleichberechtigung hat sich in Deutschland in den letzten Jahren einiges getan. Für Vorstände großer Unternehmen wurde erst vor Kurzem eine Frauenquote beschlossen – und in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erhalten Frauen in Führungspositionen größere Sichtbarkeit. Trotz dieser erfreulichen Entwicklungen bestehen weiterhin große Unterschiede bei der Bezahlung zwischen Frauen und Männern. Dabei verringerte sich die Lohnlücke, auch “Gender Pay Gap”, laut Statistischem Bundesamt  in den letzten zehn Jahren gerade mal um vier Prozent auf 18 Prozent in 2020. Konkret heißt das, dass Frauen 2020 pro Stunde im Durchschnitt 18,62 Euro einen Bruttolohn erzielen gegenüber 22,78 Euro bei den Männern. Diese 4,16 Euro pro Stunde machen einen großen Unterschied. Die Gehaltsdifferenzen von heute haben deutliche Auswirkungen auf die spätere Rente.

WeltSparen hat mit dem Umfrageinstitut YouGov 1.050 Frauen befragt, wie sie für ihren Ruhestand vorsorgen und wie es um die Gleichberechtigung bei der Altersvorsorge bestellt ist.

Laut der Untersuchung sorgen 56 Prozent der Bundesbürgerinnen nicht für das Alter vor. Die Gründe dafür liegen oft beim Einkommen: Die Hälfte aller Studienteilnehmerinnen ohne Altersvorsorge hat schlicht kein Geld übrig. Damit einher geht Abhängigkeit: Unter den Frauen in Deutschland stehen nur 65 Prozent finanziell auf eigenen Beinen und 29 Prozent der Studienteilnehmerinnen bezeichnen sich als finanziell abhängig.

Oft fehlt Frauen das Bewusstsein für die Rentenlücke, obwohl sie im Schnitt mit 83,4 Jahren fast fünf Jahre länger als Männer leben und von Altersarmut bedroht sind. Immerhin 22 Prozent der befragten Frauen sind überzeugt, dass ihre gesetzliche Rente im Alter ausreichen wird und sorgen deshalb nicht vor. Dabei beträgt die durchschnittliche Rente von Frauen hierzulande laut Deutscher Rentenversicherung im Jahr 2019 gerade einmal 710 Euro im Monat. Viele werden ihren Lebensstandard damit im Alter nicht aufrechterhalten können.

Doch wie sorgen die Frauen für ihr Alter vor? Unter den Bundesbürgerinnen, die für ihren Ruhestand sparen, sind staatlich geförderte Anlageformen wie die betriebliche Altersvorsorge (37 Prozent) und die Riester-Rente (32 Prozent) mit Abstand am beliebtesten. Fast jede vierte Vorsorgende verlässt sich auf Immobilien als Wertanlage. 23 Prozent investieren in Wertpapiere, aber auch das Girokonto wird trotz Niedrig- und Negativzinsen noch von 22 Prozent für Altersrücklagen genutzt. Dagegen sind passive, breit gestreute Anlagen in ETFs unter den Frauen wenig verbreitet: Nur 11 Prozent der Frauen, die fürs Alter vorsorgen, nutzen sie.

Unter den Frauen in Deutschland stehen nur 65 Prozent finanziell auf eigenen Beinen, bei den Männern sind es mit 70 Prozent einige mehr. Demgegenüber stehen 29 Prozent der Studienteilnehmerinnen, die nicht finanziell unabhängig sind. Die knappe Hälfte dieser Frauen (14 Prozent) gibt jedoch an, auf dem Weg zur finanziellen Eigenständigkeit zu sein. Ihren Lebensunterhalt kann somit fast jede dritte Frau nur mit Hilfe Anderer bestreiten. Jeweils rund ein Drittel der Frauen, die angeben, finanziell unabhängig zu sein, verlassen sich auf das Gehalt ihres (Ex-)Partners (33 Prozent) oder die Unterstützung von Angehörigen (30 Prozent). Nur 6 Prozent sind auf Lohnersatz oder Sozialleistungen angewiesen.

Mit diesen 5 Tipps verringern Frauen den Gender Pension Gap

tipp-1-gender-pension-gap-verringerntipp-1-gender-pension-gap-verringerntipp-1-gender-pension-gap-verringern

1. Verhandeln Sie Ihr Gehalt! Ein höheres Einkommen ist der Schlüssel zu besserer Altersvorsorge. Um die nächste Stufe auf der Gehaltstreppe zu erreichen, sollten Sie Leistung zeigen, aber auch Mut und Selbstbewusstsein beweisen: Nehmen Sie den nächsten Gehaltssprung selbst in die Hand, indem sie Gehälter in der Branche vergleichen und bei entsprechendem Leistungsbeitrag eine Gehaltserhöhung von Ihrem Arbeitgeber einfordern, die sie nachvollziehbar begründen können.

tipp-2-gender-pension-gap-verringerntipp-2-gender-pension-gap-verringerntipp-2-gender-pension-gap-verringern

2. Achten Sie bei der Care-Arbeit auf Gleichberechtigung! Teilen macht glücklich, auch bei der Kinderbetreuung & Co. Besprechen Sie Ihre Karriereziele und Ambitionen offen mit Ihrem Partner und teilen sich die Care-Arbeit. Davon kann nicht nur Ihr Gehaltszettel, sondern auch Ihr Zusammenleben als Familie und die Haushaltskasse profitieren.

tipp-3-gender-pension-gap-verringerntipp-3-gender-pension-gap-verringerntipp-3-gender-pension-gap-verringern

3. Nutzen Sie Sparpotenziale im Alltag! Viele unbewusste Kostenfresser halten uns davon ab, regelmäßig Geld zur Seite zu legen. Dabei kann es helfen, regelmäßig Verträge zu überprüfen und nachzuverhandeln, kleine Angewohnheiten wie Coffee-to-Go zu hinterfragen und noch bewusster Geld auszugeben, um auf eigene Sparziele hinzuarbeiten.

tipp-4-gender-pension-gap-verringerntipp-4-gender-pension-gap-verringerntipp-4-gender-pension-gap-verringern

4. Fangen Sie mit kleinen Sparbeträgen an! Aller Anfang ist schwer, doch oft genügen schon kleinere Beträge, um mit dem Vermögensaufbau zu beginnen. Aus einem Sparplan, den Sie monatlich mit 50 Euro besparen, wächst über mehrere Jahre eine ordentliche Summe an. Wichtig ist, dass insbesondere für lange Anlagezeiträume der Zinseszinseffekt ausgenutzt wird.

tipp-5-gender-pension-gap-verringerntipp-5-gender-pension-gap-verringerntipp-5-gender-pension-gap-verringern

5. Nehmen Sie Steuerersparnisse in Anspruch! Vorsorgen und dabei Steuern sparen? Das macht zum Beispiel die staatlich geförderte ETF-basierte Rürup-Rente von Raisin Pension möglich. Beiträge, die sie hierfür monatlich einzahlen, können sie zum größten Teil als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend machen. Erträge aus der Rürup-Rente sind zwar im Alter steuerpflichtig, dann ist der persönliche Steuersatz in der Regel aber geringer.

Gründe für die finanziellen Unterschiede zwischen Männern und Frauen

gruende-fuer-die-finanziellen-unterschiedegruende-fuer-die-finanziellen-unterschiedegruende-fuer-die-finanziellen-unterschiede

Der Gender Pay Gap lässt sich unter anderem durch die Unterschiede in der Erwerbshistorie zwischen den Geschlechtern erklären. Die Tatsache, dass Frauen häufiger in Teilzeit bzw. geringfügig beschäftigt sind, spielt eine große Rolle. Rund 48 % der erwerbstätigen Frauen arbeiten in Teilzeit – bei den Männern sind es dagegen nur ca. 11 %. Als Grund für den Teilzeiterwerb geben 46 % der Frauen familiäre Verpflichtungen an – dies ist nur bei 10 % der Männer ein Grund für ihre Teilzeitbeschäftigung. 

Dazu kommt, dass Frauen häufig in schlechter bezahlten Branchen arbeiten. Zudem besetzen sie seltener Führungspositionen als ihre männlichen Kollegen. Der Frauenanteil in DAX-Vorständen betrug im Jahr 2020 weniger als 15 %.

Ein weiteres Problem könnte das fehlende Finanzwissen darstellen. Während 45 % aller Männer ihr Finanzwissen als gut bezeichnen, sind es bei den Frauen nur 28 %. Das heißt: 2/3 der befragten Frauen schätzen ihren Kenntnisstand zum Thema Finanzen als mittelmäßig oder schlecht ein. Doch auch bei den Männern gibt es noch Lücken. 

 

Aber gerade für Frauen sind die Themen Altersvorsorge und Vermögensaufbau besonders relevant, denn im Schnitt werden diese 5 Jahre älter als Männer. Frauen müssen also länger mit ihren Ersparnissen auskommen. 

Wollen Sie Ihre Geldanlage optimieren?

Bei uns erfahren Sie, was für Sie drin ist! Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie Geldanlage-Tipps direkt in Ihr Postfach:

  • Top-Zinsangebote
  • renditeorientierte Kapitalmarktanlagen
  • Altersvorsorge mit Steuervorteilen

  • wöchentlich auf dem Laufenden bleiben
  • jederzeit Abmeldung möglich

Warum die Themen Finanzen und Geldanlagen auch für Frauen wichtig sind

Um die finanziellen Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu beseitigen, müssen sich grundlegende Strukturen ändern. Doch bis dahin sollten sich mehr Frauen um ihre Finanzen bzw. ihr Finanzwissen kümmern. Studien zufolge machen Männer und Frauen jedoch selbst keine Unterschiede beim Umgang mit Geld: Für 83 % sind Finanzen keine Geschlechterfrage. Fast die Hälfte der Frauen gibt jedoch an, dass eine Trennung von der Lebenspartnerin bzw. dem -partner negative Auswirkungen auf ihre Altersvorsorge hätte. Doch auch Männer vermuten negative Konsequenzen im Hinblick auf ihre Vorsorge. Diesbezüglich gibt es also keine geschlechtsspezifischen Unterschiede.

Jedoch gaben auch 30 % der weiblichen Befragten an, sich aufgrund der Kindererziehung bzw. Familienzeit keine ausreichende Altersvorsorge aufbauen zu können. Bei den Männern sind es dagegen nur 6 %.

Das sind nur einige Gründe, die dafür sprechen, die eigenen Finanzen als Frau (und Mann) selbst in die Hand zu nehmen: 

  • Mehr finanzielle Unabhängigkeit
  • Größere Ersparnisse 
  • Bessere Altersvorsorge und Ausweg aus der Altersarmut 
  • Mit renditestarken Geldanlagen der Inflation trotzen
  • Finanzielles Polster schaffen 

Finanztipps für Frauen

Sie gehen häufig davon aus, über zu wenig Finanzwissen zu verfügen. Dabei ist gerade für die Altersvorsorge eins wichtig: Je früher Sie anfangen, desto besser. Doch die Einkommensungleichheit und die ungleiche Rollenverteilung hindert viele Frauen daran, am Kapitalmarkt zu investieren. Dem deutschen Aktieninstitut (DAI) zufolge sind nur 36 % aller Aktionäre weiblich.

Frauen empfinden die Thematik häufig komplizierter als Männer. Einer Befragung des Bankenverbandes nach schneiden Frauen bei exemplarischen Fragestellungen aus der Finanzwelt schlechter ab als das männliche Pendant. Nur rund 40 % wussten was ein Investmentfonds ist. Bei den Männern war es knapp die Hälfte. 

Gerade Frauen achten bei der Geldanlage besonders auf Sicherheit. Rund 74 % der Anlegerinnen stufen Sicherheit als besonders wichtig ein. Bei den Männern sind es nur 64 %. Vielleicht sind gerade deshalb Anlageformen wie Sparbücher, Tagesgelder und Festgelder äußerst beliebt. Doch das allein reicht nicht, um die Inflation auszugleichen und langfristig Vermögen aufzubauen. Stattdessen sollten Sie zusätzlich über Investitionen am Kapitalmarkt nachdenken. Dabei gilt jedoch: Je höher die Renditechancen, desto höher ist auch das Risiko.

Da sich nur 8 % der Frauen vorstellen können, ein höheres Risiko beim Vermögensaufbau einzugehen (bei den Männern sind es 20 %), haben wir hier einige Finanztipps für Frauen zusammengestellt.

Übersicht über die eigenen Finanzen verschaffen

Bevor Sie sich im Detail mit den Anlageformen beschäftigen, sollten Sie sich Ihre Finanzen genauer ansehen. Die Aufstellung eines privaten Finanzplans kann die Basis für den Weg in die finanzielle Unabhängigkeit stellen. 

Dabei sind neben den größeren Posten wie Miete, Versicherungen oder Kosten der Erziehung auch kleinere Ausgaben  – wie der Kaffee zwischendurch – relevant. Ein Haushaltsbuch kann Ihnen dabei helfen, eine Übersicht über die Ausgaben zu gewinnen 

Schulden tilgen

Haben Sie Schulden – bspw. aus Ratenkrediten –, sollten Sie diese zunächst tilgen. Denn in der Regel sind die Zinsen für Ratenkredite höher als die der Geldanlage. Anders sieht es bei Immobilienkrediten aus. Da Sie für den Kredit einen Gegenwert erhalten und damit auch fürs Alter vorsorgen, sollten Sie diesen Kredit auch neben dem Vermögensaufbau erhalten.

Geld für Notfälle zur Seite legen

Expertinnen und Experten empfehlen, 2 – 3 Nettogehälter für finanzielle Engpässe zur Seite zu legen. Das ist allerdings nur das Minimum. Für die Liquiditätsreserve kann sich ein Tagesgeldkonto anbieten, da Sie jederzeit auf Ihr Geld zugreifen können. Dieses Geld dient dazu, unvorhergesehene Ereignisse – wie ein kaputtes Auto – zu finanzieren. 

Wissen über Kapitalanlagen und Vermögensaufbau aneignen

Haben Sie Ihre Schulden getilgt und Geld für unvorhergesehene Ereignisse auf einem Tagesgeld– oder Festgeldkonto geparkt, sollten Sie mit den Geschehnissen am Kapitalmarkt auseinandersetzen. Doch Investitionen am Kapitalmarkt unterliegen Risiken. Die Kurse von Geldanlagen können steigen oder fallen und es kann zu Verlusten kommen. Allgemein gilt: Investieren Sie nur Geld, dass Sie für den Anlagezeitraum nicht benötigen. Je mehr Sie wissen, desto besser können Sie Ihre Geldanlage auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden.  Bei WeltSparen finden Sie unter “Finanzwissen” alles, was Sie zum Thema Geldanlage wissen müssen. 

Richtigen Anlagehorizont & Anlagestrategie festlegen

Grundsätzlich gilt: Legen Sie nur das Geld an, das Sie zurzeit nicht benötigen. Stehen in der nächsten Zeit höhere Ausgaben bevor, sollten Sie das Geld nicht langfristig binden. Doch ein längerer Anlagehorizont kann Verlustrisiken reduzieren und somit die Erträge stabilisieren. 

Hinsichtlich der Anlagestrategie setzen Frauen eher auf Sicherheit. Das Verlustrisiko schreckt viele Anlegerinnen ab. Möchten Sie Rendite zum langfristigen Vermögensaufbau erzielen, kommen Sie jedoch an einem Investment an der Börse nur selten vorbei. 

Dabei sollten Sie die unterschiedlichen Risikoklassen kennen. Verspricht eine Geldanlage eine hohe Rendite, müssen Sie auch immer mit einem erhöhten Risiko rechnen. Mit Fonds und ETFs wird das Anlagerisiko auf verschiedene Aktien bzw. Anleihen verteilt, wodurch das Risiko minimiert werden kann. Deshalb sollten Sie Ihr Portfolio immer ausgewogen gestalten. 

Bei der Auswahl sollten Frauen zudem auf die Kosten für die Geldanlage achten. Denn hohe Gebühren schmälern Ihre Rendite. Dabei sind z. B. aktive Fonds deutlich teurer als passive ETFs, da diese ohne ein Fondsmanagement auskommen. 

3 Dinge, die wir von Carrie aus Sex and the City im Umgang mit Geld lernen können

Weltweit haben Zuschauerinnen und Zuschauer mit Carrie Bradshaw, Charlotte York, Miranda Hobbes und Samantha Jones jahrelang gelacht und gelitten. “Sex and the City” war mit seiner schonungslosen Offenheit und dem Lifestyle prägend in den späten 1990er und frühen 2000er Jahren. Das Serienfinale sahen 2004 rekordverdächtige 4,35 Millionen Deutsche.

Aber wir waren alle auch Zeugen von Carries verschwenderischen Lebensstil. Sie steht wie kaum eine andere Serienfigur für einen falschen Umgang mit Geld. Es wird angenommen, dass sie seit Serienstart über eine Viertelmillion Dollar Schulden angehäuft hat. Ob sich das mit der neuen Staffel “It’s just like that” ändert und wo Carrie heute wohl steht? Wir haben die wichtigsten Momente zusammenzutragen, in denen wir aus Carries Umgang mit Geld lernen können.

Carrie liebt es zu shoppen und hat eine innige Beziehung zu ihrer Kleidung: “Ich mag mein Geld genau da, wo ich es sehen kann … hängend in meinem Kleiderschrank.“ Doch ihr Ausgabeverhalten wird zum Problem. Mit ihrer Sorglosigkeit beim Geldausgeben für Luxus erlebt sie gleich in der ersten Staffel einen Schock. Bei einer ihrer Einkaufstouren zerschneidet die Kassiererin bei Dolce & Gabbana ihre überzogene Kreditkarte. Hat sie daraus etwas gelernt? Eher nicht.

Als in der 4. Staffel ihr Apartment zum Verkauf steht, steht sie ohne Ersparnisse da und ihre eigene Bank hält sie für nicht kreditwürdig. Carrie fragt sich, wohin ihr Einkommen verschwindet. Ihre Freundin Miranda rechnet ihr vor, wie viel Geld in ihren Designerschuhen steckt. 40.000 Dollar! Okay, wer trägt schon so stylisch ein Tutu wie Carrie!? Allein ihre Garderobe aus der 4. Staffel wurde auf mehr als 175.000 Dollar geschätzt. Vorstellbar ist natürlich, dass Carrie Designerstücke von wohlhabenden Partnern geschenkt bekommen hat – wie die mit Swarovski-Kristallen besetzte Schwanenhandtasche der Designerin Judith Leibner, Mr. Bigs erstes Geschenk.

So geht’s besser: Es gibt durchaus gute Alternativen, um selbst bei einer Designerliebe nicht bankrott zu gehen. Weniger maßlos und stattdessen gut geplant vereint eine Capsule Wardrobe Casual Look mit Luxusstücken, ohne das Konto zu sprengen. Für einmalige Events gibt es gute Mietservices und auch tolle Second-Hand-Plattformen. Hängt der Schatz im Schrank, lassen sich Designerstücke für ein 2. Leben gut verkaufen und vergolden.

 

Sex and the City lebt ganz klar von der Freundschaft. Und für Lifestyle-Kolumnistin Carrie steht fest: “Nichts ist für die Ewigkeit; Träume ändern sich, Trends kommen und gehen, aber Freundschaften sind nie aus der Mode.“ Doch wenn es ums Geld geht, wird Carrie auch gegenüber Freundinnen leicht übergriffig und regelrecht unfair. Als sie ihre Wohnung zurückkaufen möchte und keinen Ausweg sieht, schnorrt sie ihre Freunde an, um ihr aus der Patsche zu helfen. Okay, Carrie vergreift sich im Ton und riskiert die Freundschaft mit Charlotte. Nach einer hitzigen Diskussion verkauft Charlotte letztlich ihren Verlobungsring von Trey. Als eine Freundin Carrie einen Kaschmirschal schenkt, der ihr nicht gefällt , fragt sie einfach unverhohlen, ob sie ihn zurückgeben kann und möchte lieber das Geld dafür. Autsch, wie undankbar!

So geht’s besser: Freundschaft ist wertvoll und nicht käuflich. Wer über seine Verhältnisse lebt, sollte das nicht auf seine Freundschaften übertragen. Freunde kommen in eine Zwickmühle, wenn sie in Gelddinge hineingezogen werden. Im schlimmsten Fall zerbricht die Beziehung langfristig daran.

Ach, das Lebensgefühl von Big Apple vermittelt SATC nahezu einzigartig und macht die Serie aus. Alltägliches wird zelebriert und das ganz schön kostspielig. Wer kann schon so elegant inszeniert wie Carrie ein Taxi rufen? Ja, Carries Hauptfortbewegungsmittel sind Taxis in New York. In den bisherigen sechs Staffeln ist sie nur ein einziges Mal auf öffentliche Verkehrsmittel ausgewichen – sie fährt abgebrannt in der 4. Staffel mit dem Bus.

Eine Küche? Bei Carrie auch eher Deko. Anstatt zuhause zu kochen, lagern in ihrem Backofen Pullover. Wir sehen Carrie immer auswärts essen, entweder zum Brunch, zum Mittagessen, zur Happy Hour und dann zum Abendessen. Okay, sie hat auch einen guten Grund: “Das Einzige, was ich je erfolgreich in meiner Küche gemacht habe, war Chaos. Und ein paar kleinere Feuer.”

Wer sich jetzt schon die Augen bei Carries Ausgaben reibt, muss nur noch ihre monatlichen Zigarettenkäufe hinzurechnen! Carries Rauchgewohnheiten entsprachen zwar dem Trend der 1990er und 2000er Jahre, aber Carrie machte ihre Zigaretten zu einem Teil ihres Stils. Ja, dieser Lifestyle macht Carries Charakter aus – und nimmt uns auf viele bildgewaltige Abenteuer.

So geht’s besser: Kleiner Luxus im Alltag ist schön. Trotzdem lohnt es sich gerade bei alltäglichen Ausgaben und Verhaltensmustern zweimal hinzuschauen! Eine U-Bahn oder ein Bus werden immer günstiger sein als ein Taxi. Genauso können Essen mit Freunden ab und zu in den eigenen vier Wänden sehr schön – und deutlich preiswerter – sein.

Obwohl Carrie eine sehr amüsante und liebenswürdige Person ist, achtet sie nicht sehr auf sich und ihre Zukunft – okay, bis auf Mr. Right…  Bei den Schulden, die sie Monat für Monat angehäuft, und ohne sichtbare Anzeichen von Ersparnissen – es sei denn, man betrachtet ihre Garderobe als ihr Versteck – könnte die zukünftige Carrie in eine sehr schwierige finanzielle Lage geraten sein. Ihr Gehalt als Kolumnistin ist umstritten. Laut dem Gehaltsvergleich von Glassdoor müsste sie ungefähr 4.333 Dollar im Monat verdienen. Ihre Ausgaben dürften das locker übersteigen: Es wird geschätzt, dass sie dagegen etwa 6.059 Dollar pro Monat ausgibt! Klar, dass Carrie Schulden macht. Im Jahr summieren sie sich auf 21.000 Dollar. Das führt dazu, dass Carrie Bradshaw im Verlauf der gesamten Serie und Filme hinweg eine schwindelerregende Summe von einer Viertelmillion Dollar Schulden angehäuft hat! Selbst wenn Carrie eine Mode-Ikone der 1990er Jahre bleibt, ist es ratsam, ihre Ausgabengewohnheiten nicht zu kopieren und stattdessen von ihren Fehlern zu lernen.

Mit dem ETF Robo unkompliziert Geld anlegen

Mit dem ETF Robo von Raisin Invest können nicht nur Frauen langfristig und unkompliziert Vermögen aufbauen. Möchten Sie eher in ein sicherheitsorientiertes oder chancenorientiertes Portfolio investieren? Passend zu Ihrer Risikoneigung können Sie hier aus 4 diversifiziertes Portfolios auswählen. Angeboten werden Portfolios mit einem Aktienanteil von 30 %, 50 %, 70 % oder 100 %. Der restliche Teil besteht aus Anleihen. Ein höherer Anteil an Anleihen kann das Risiko der Anlage reduzieren, während der Aktienanteil ein höheres Risiko, aber auch höhere Renditechancen mit sich bringt. Mit einem ETF-Sparplan ist bereits eine monatliche Investition von 50 EUR möglich. Auch mit Kleinstbeträgen können Sie Vermögen aufbauen. 

Stellen Sie Ihr individuelles ETF-Portfolio selbst zusammen.
Langfristiger Vermögensaufbau mit dem ETF-Configurator

Mit unserem ETF Configurator bauen Sie ein Portfolio ganz nach Ihren Wünschen.

Zum ETF Configurator

Hinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken verbunden. Auch ETFs unterliegen Marktschwankungen und Risiken. In unseren Risikohinweisen finden Sie weitere Informationen.

Gut Basierend auf 4.691 Bewertungen