Sparen für Kinder: Mit diesen 4 Geldanlagen zum Vermögensaufbau für den Nachwuchs

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Das Wichtigste in Kürze
  • Anlageformen: Zum Sparen für Kinder können sich je nach Sparziel und Risikobereitschaft verschiedene Geldanlagen anbieten. Neben einem klassischen Tagesgeld- oder Festgeldkonto können sich beispielsweise Fonds und ETFs eignen.
  • Zeitpunkt: Je früher mit dem Sparen für Kinder begonnen wird, desto besser. So profitiert das Kind möglichst lange von Zinsen und Zinseszinsen und es können insgesamt höhere Sparsummen erzielt werden.
  • Sparsumme: Je mehr Geld Eltern monatlich für ihr Kind sparen, desto höher ist die Sparsumme zum Zeitpunkt der Auszahlung. Wie viel Geld angespart werden soll, hängt von den Spargründen ab. Das kann zum Beispiel der Führerschein, das Studium oder das erste eigene Auto sein.

Warum lohnt es sich, für Kinder zu sparen?

Wenn Kinder größer werden, wachsen auch meist ihre Wünsche. Mit Geld, das für das Kind gespart wurde, wird ein Fundament gesetzt, auf dem es finanziell aufbauen kann. Gleichzeitig kann dem Nachwuchs Unterstützung geboten werden, bevor er oder sie selbst Geld verdient. Fangen Eltern bereits nach der Geburt mit dem Sparen an, können die Kinder zudem vom Zinseszinseffekt profitieren.

Laut dem Statistischen Bundesamt geben Eltern mit einem Kind 763 € pro Monat für den Nachwuchs aus – Tendenz steigend. Die Kosten für eine spätere Ausbildung, den Führerschein oder einen größeren Wunsch wie zum Beispiel ein Auslandsjahr kommen noch hinzu. Hierfür kann sich beispielsweise die Einrichtung eines  Sparplans für Kinder lohnen.

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Wie spart man am besten für Kinder?

Zum Sparen für Kinder eignen sich mehrere Anlageformen – je nach Anlagedauer und Sparziel. Ein Mix aus mehreren Geldanlagen, zum Beispiel Festgeld und ETFs, kann sinnvoll sein und den zukünftigen Weg des Nachwuchses finanziell ebnen. Die folgenden Anlageformen können von Eltern und Großeltern für das Sparen für Kinder beziehungsweise Enkel unter anderem genutzt werden:

Auch das klassische Sparbuch ist weiterhin eine Möglichkeit zum Sparen für Kleinkinder, jedoch lohnt es sich aufgrund der niedrigen Zinsen und der fehlenden Flexibilität kaum. Ebenso sind Kinderkonten genau wie ein Sparbuch wenig bis gar nicht verzinst.

Festgeld

Mit Festgeld legen Eltern für ihren Nachwuchs einen Betrag zu einer vorab vereinbarten Laufzeit mit festen Zinsen an. Betrag, Laufzeit und Zinsen sind nach der Eröffnung des Festgeldkontos nicht mehr veränderbar. Ein Zugriff auf die Geldanlage ist erst zum Ende der Laufzeit möglich. Daher sollte man lediglich Geldsummen fest anlegen, die über die Laufzeit hinweg nicht benötigt werden.

  • Festgeld unterliegt der EU-weiten Einlagensicherung. Demnach sind Beträge von bis zu 100.000 € je Kundin beziehungsweise Kunde und Bank abgesichert.
  • Mit einem Festgeldkonto können in der Regel höhere Zinsen erzielt werden als mit einem Tagesgeldkonto. Die sogenannte Treppenstrategie bietet Sparerinnen und Sparern zudem die Möglichkeit, von noch höheren Festgeldzinsen zu profitieren. Sie erhalten trotz der festen Geldanlage Flexibilität. Unter Anwendung der Treppenstrategie werden mehrere Beträge als Festgeld mit verschiedenen Laufzeiten angelegt.

Tagesgeld

Eltern können zum Sparen für ihre Kinder ein Tagesgeldkonto eröffnen. Die Zinsen beim Tagesgeld sind variabel und können sich jederzeit ändern. Dafür ist das Geld flexibel und ohne feste Laufzeit angelegt. Aufgrund der hohen Flexibilität sind die Zinsen beim Tagesgeld im Vergleich zu Festgeld in der Regel niedriger.

Auch Tagesgeld unterliegt der EU-weiten Einlagensicherung von bis zu 100.000 € je Kundin beziehungsweise Kunde und Bank. Ein Tagesgeldkonto ist die flexible Alternative zum klassischen Sparbuch als Geldanlage für Neugeborene oder Kinder. Sparerinnen und Sparer erhalten für ihre Sparsumme höhere Zinsen als auf dem herkömmlichen Girokonto und können jederzeit Geld ein- und auszahlen.

Fonds beziehungsweise ETFs

Während Fonds außerbörslich über eine Fondsgesellschaft gehandelt werden, sind ETFs, Exchange Traded Funds, börsengehandelte Fonds. Fonds beziehungsweise ETFs sind somit Vermögenswertkörbe, die mehrere Wertpapiere wie Aktien und Anleihen oder andere Vermögenswerte wie zum Beispiel Immobilien oder Rohstoffe enthalten.

Passive ETFs bilden bestehende Indizes – etwa den deutschen Aktienindex (DAX) – nach und erzielen so eine sehr ähnliche Rendite wie der Index selbst. Für aktive Fonds wird hingegen ein Management benötigt, das die Fonds aktiv verwaltet. Ein solches Fondsmanagement versucht, mit gezielten Käufen und Verkäufen von Wertpapieren wie Aktien den Markt zu übertreffen. Durch das passive Nachbilden eines Index sind ETFs wesentlich kosteneffizienter.

Eltern können eine Einmalanlage oder einen monatlichen Sparplan für das Besparen von Fonds beziehungsweise ETFs festlegen. Je länger die Anlagedauer, desto höher sind die Renditechancen. Eine Geldanlage am Kapitalmarkt ist stets mit Risiken verbunden. Kursschwankungen an der Börse können mit einer langfristigen Haltedauer häufig ausgeglichen werden.

WeltSparen bietet Eltern zwei unterschiedliche Möglichkeiten, in ETFs zu investieren: Bei der Vermögensverwaltung wird für Anlegerinnen und Anleger, basierend auf deren Risikobereitschaft, eine global diversifizierte Strategie ausgewählt. Der ETF Configurator eignet sich für alle, die ihr ganz persönliches Portfolio zusammenstellen möchten.

Globale und diversifizierte Portfolios

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Welche Sparform bringt welche Rendite?

Das Sparen für Kinder mit einem Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder dem Sparbuch ist risikoarm, dafür jedoch weniger renditestark. ETFs beziehungsweise aktive Fonds haben eine Chance auf höhere und attraktive Renditen, jedoch sind auch die Verlustrisiken meist höher.

Neben den Faktoren Sicherheit und Risiko kann es für Eltern interessant sein, wie viel Geld beim Sparen für ihre Kinder zusammenkommt. Die nachstehende Tabelle macht die Unterschiede zwischen den einzelnen Anlageformen deutlich .

Tagesgeld (WeltSparen) Festgeld (WeltSparen) Aktive Fonds (Generell) ETFs (100 % Aktienquote)
Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Investitionen 50 € / Monat 6.000 € einmal 50 € / Monat 50 € / Monat
Zinsen / Rendite 3,28 % pro Jahr 3,75 % pro Jahr 5,00 % durchschn. / Jahr 5,00 % durchschn. / Jahr
Zinseszins? Ja Ja, bei Treppenstrategie Ja Ja
Kosten Kostenlos Kostenlos 2,26 % durchschn. / Jahr 0,48 % durchschn. / Jahr
Risiko Risikoarm Risikoarm Verluste sind möglich Verluste sind möglich
Einzahlungen 6.000 € 6.000 € 6.000 € 6.000 €
Gewinn / Rendite 1.091,48 € 2.670,26 € 869,07 € (Kosten bereits verrechnet) 1.551,10 € (Kosten bereits verrechnet)
Gesamtes Guthaben zum Laufzeitende 7.091,48 € 8.670,26 € 6.869,07 € 7.551,10 €

Für diese Beispielrechnung wird angenommen, dass über eine Laufzeit von 10 Jahren monatlich 50 € in je eines der drei Produkte mit Sparplan eingezahlt beziehungsweise 6.000 € einmalig für 10 Jahre fest angelegt wurden. Ebenso ist zu beachten, dass wir uns an den Daten von WeltSparen orientiert haben.

Mit Rücksicht auf die Risiken, Kosten, erzielbaren Gewinne oder Renditen ist das Guthaben zum Laufzeitende das, was das Kind erhalten würde. Eltern, die bereits kurz nach der Geburt beginnen, Geld für ihr Baby zu sparen, haben mehr Zeit und können somit ein höheres Guthaben ansparen. Insbesondere bei längeren Laufzeiten können ETFs attraktiver sein als klassische Sparangebote, da das Risiko für Verluste im Laufe der Zeit durch mögliche Gewinne ausgeglichen werden kann.

3 Beispiele: So sparen Sie für Führerschein, Studium oder Hauskauf der Kinder

Der Startschuss in die finanzielle Unabhängigkeit des Kindes fällt, sobald die Eltern mit dem Sparen für ihr Kind beginnen. Auch die Großeltern beteiligen sich oft am Sparen für die Neugeborenen mit einer eigenen Geldanlage. WeltSparen hat analysiert, wie viel Geld Eltern oder Großeltern für die finanzielle Sorglosigkeit ihrer Kinder oder Enkel monatlich sparen sollten und hat dabei das traditionelle Sparbuch auf die Probe gestellt. Dabei wurde beim Sparbuch mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,10 % pro Jahr und bei einem ETF-Sparplan mit einer durchschnittlichen Rendite von 5,00 % pro Jahr gerechnet.

Führerschein: 44 € im Monat für 5 Jahre reichen aus

Sparzeit ab Geburt Wunsch Benötigtes Budget Monatliche Sparrate: Sparbuch Monatliche Sparrate: ETF-Sparplan Ersparnis ETFs vs. Sparbuch insgesamt
16 Jahre Führerschein ab 17 3.000 € 15,50 € 10,29 € 1.000,32 €
5 Jahre Führerschein ab 17 3.000 € 49,87 € 44,05 € 349,20 €

Bei sechs Semestern Bachelor ergibt sich derzeit ein nötiges Budget von 33.600 €. Dieser Wert orientiert sich am aktuellen BAföG-Höchstsatz für das Wintersemester 2022/2023. Dieser liegt bei 934 € im Monat für Studiengebühren, Miete, Essen, Kleidung und Sonstiges.Eltern haben rund 18 Jahre Zeit, das nötige Geld für das Studium eines Kindes zu sparen.

  • Sparbuch: Ab der Geburt des Kindes würde die monatliche Sparrate 154,15 € betragen.
  • ETF-Sparplan: Ein Sparbetrag von rund 97 € monatlich bei einer durchschnittlichen Rendite von 5,00 % ab der Geburt des Kindes wäre in diesem Fall anzusparen.

33.296,40 € Sparsumme mit dem Sparbuch stehen einer Investition von 20.930,40 € mit ETFs gegenüber. Durch die langfristige Geldanlage in ETFs mit Zinseszinseffekt können Eltern eine mögliche Ersparnis von über 12.000 € gegenüber dem traditionellen Sparbuch erzielen.

Sparen für den Hauskauf des Kindes

Sparzeit ab Geburt Wunsch Benötigtes Budget Monatliche Sparrate: ETF-Sparplan
30 Jahre Hauskauf 20,00 % Eigenkapital 80.000 € 97,70 €

Eine aktuelle Auswertung von ImmoWelt (Stand 01.2024) legt den Durchschnittspreis für ein Haus auf 2.759 € pro Quadratmeter fest. Die von vielen Kreditinstituten angegebene Eigenkapitalquote liegt zwischen 15,00 % und 30,00 %.

Angenommen, das Kind möchte sich mit 30 Jahren eine Immobilie zum Preis von 400.000 € bei einer Eigenkapitalquote von 20,00 % kaufen, wären 80.000 € anzusparen.

  • ETF-Sparplan: Sparen Eltern für ihr Kind ab der Geburt 97,70 € monatlich, könnten sie am 30. Geburtstag ihres Nachwuchses 80.000 € Startkapital für das Eigenheim beitragen.

Steuern: Sparen für das Kind im eigenen Namen oder auf den Namen des Nachwuchses?

Eltern und auch Großeltern können grundsätzlich frei entscheiden, ob sie für das Neugeborene ein Sparkonto auf ihren eigenen Namen oder auf den Namen des Kindes eröffnen. Steuerlich gesehen macht es allerdings einen Unterschied, wofür sie sich entscheiden:

  • Eigener Name: Sparen die Eltern oder Großeltern für ihre Kinder oder Enkel auf einem eigenen Konto, gehört das Geld rein rechtlich ihnen. Die auf diesem Konto erzielten Erträge oder Renditen sind entsprechend zu versteuern.
  • Name des Kindes: Sparen die Eltern oder Großeltern für ihre Kinder oder Enkel auf ein eigens für den Nachwuchs eröffnetes Kinderkonto, gehört das Geld dem Kind. Die Eltern sind nur Bevollmächtigte. Später ausbezahlte Erträge bis über 10.000 € bleiben dadurch für das Kind steuerfrei.


Die steuerfreie Summe setzt sich zusammen aus:

  • einem Grundfreibetrag auf die Einkommensteuer von 11.604 € (2024),
  • einem Sonderausgabenpauschbetrag von 36 € sowie
  • einem Sparerpauschbetrag von 1.000 € bei Einzelpersonen und für Zusammenveranlagte 2.000 € pro Jahr (Stand: 2024), insofern ein Freistellungsauftrag erteilt wurde.

Hinsichtlich der exakten Summe ist die steuerliche Situation in dem Jahr zu beachten, in dem sich das Kind das Geld auszahlen lässt. Bei WeltSparen können wir derzeit keine Tagesgeld- oder Festgeldkonten sowie ETF-Portfolios für Kinder anbieten. Sie können jedoch Produkte auf Ihren eigenen Namen eröffnen.

Wann sollte man anfangen, für ein Kind zu sparen?

Im Laufe des Erwachsenwerdens stehen einige Wünsche Ihrer Kinder an. Damit Eltern und Großeltern ihren Kindern und Enkelkindern diese Wünsche erfüllen können, kann es sich lohnen, schon früh Geld für die Kinder zu sparen. So könnte bereits ab der Geburt jeden Monat ein gewisser Betrag gespart werden. Durch die Ansparphase über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte kann vom Zinseszinseffekt profitiert werden. Den Kindern können dadurch Wünsche wie der Führerschein oder die erste eigene Wohnung erfüllt werden.

Wie viel für ein Kind sparen?

Kleinere Beträge, wie 25 € monatlich, die in einen ETF-Sparplan investiert werden, können bereits zum Vermögensaufbau beitragen. Je nach individuellen Bedürfnissen und Lebenssituation kann der Sparbetrag aufgestockt oder für einige Monate pausiert werden.

Wer früh mit dem Sparen für Neugeborene und Kinder anfängt, profitiert von langen Laufzeiten und dadurch höheren Renditen. Die klassischen Geldanlagen wie Tagesgeld und Festgeld eignen sich für Eltern und Großeltern, die risikoarm für ihre Kinder und Enkelkinder sparen möchten. Investitionen in ETFs oder aktive Fonds bergen zwar höhere Risiken als klassische Geldanlagen, stellen jedoch auch höhere Renditen in Aussicht.

Hinweis: Die Inhalte auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und stellen keine steuerliche Beratung dar. Für detaillierte Informationen oder zur individuellen Klärung steuerrechtlicher Fragen empfehlen wir die Hinzuziehung eines Steuerberaters oder einer anderen gemäß §2 StBerG befähigten Person.

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