Sparen für Kinder

Früh starten und Weichen stellen

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Eltern wollen nur das Beste für ihre Kinder. Auch hinsichtlich der Finanzen. Und damit meinen wir nicht nur das Taschengeld. Vielmehr geht es um die Zukunft und den finanziellen Puffer zum Start ins Erwachsenenleben. Wer früh die Weichen stellt, kann für seine Kinder viel erreichen. Je näher die Kinder dem 18. Geburtstag kommen, desto teurer werden ihre Wünsche: Führerschein hier, Studium da, und noch vieles mehr ist zu finanzieren. Viele Eltern entscheiden sich für einen Kindersparplan, dessen Guthaben das Kind später ausbezahlt bekommt. Doch auch ETF-Portfolios sind einen Gedanken wert. Schließlich können sie in all den Jahren, in denen das Kind erwachsen wird, eine attraktive Rendite hervorrufen. Die verschiedenen Optionen beleuchten wir hier.

Das Wichtigste in Kürze
  • Beim Sparen für Kinder fällt die Wahl mehrheitlich auf einen einfachen Sparplan bei der Bank. Später ist das Guthaben dann eine „Starthilfe“ fürs Erwachsenwerden und Erwachsensein.
  • Je früher man sich dem Thema annimmt, desto mehr Guthaben oder auch Kapital sammelt sich im Laufe der Zeit an. Und nicht nur das: Zusätzlich profitiert man je nach Produkt von Zinsen oder Kursrenditen.
  • Mit kleinen monatlichen Summen kann man schon viel erreichen, mit größeren Summen noch mehr. Eine Richtlinie für die ideale Sparsumme gibt es nicht.
  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen Kindersparplan einzurichten. Die einen sind sicherheitsbewusster, während andere chancenorientierter sind. Zu den bekannten Produkten zählen das herkömmliche Tages- und Festgeld sowie börsengehandelte Indexfonds, oder kurz ETF, als moderne Sparform.
  • Unterschiede zwischen den Produkten zeigen sich vor allem bei der Rendite. Mit ETFs kann man eine höhere Rendite erzielen als mit klassischen Sparkonten. Dafür weisen sie mehr Risiken auf.
  • Auch Steuern spielen eine Rolle. Es macht einen Unterschied, ob Sie in Ihrem Namen oder im Namen Ihres Kindes sparen. 

Sinn: Sparen für Kinder – lohnt sich das?

  • Je älter das Kind wird, desto größer wird der Kapitalbedarf. Bereits Jugendliche haben andere Ansprüche als Kleinkinder.
  • Viele Eltern sparen, damit sich ihre Kinder später einmal einen Herzenswunsch erfüllen und ein stabiles Fundament für ihre Zukunft aufbauen können.

Ob sich ein Kindersparplan lohnt? Natürlich. Es geht vielmehr um das Wie und Wann. Fakt ist: Aus Kindern werden Erwachsene, die eigenes Geld benötigen und eigenes Geld verdienen.

Mit dem Erwachsenwerden ändern sich die Bedürfnisse des Kindes. Viele möchten ab 16 Jahren den Führerschein machen, mit 18 dann endlich allein im Auto losdüsen. Manche zieht es nach dem Abitur für eine Zeit ins Ausland. Und früher oder später rückt das Thema erste eigene Wohnung – samt Einrichtung und Kaution – zunehmend in den Fokus.

All diese Vorhaben sind kapitalintensiv. Es kann daher nicht schaden, wenn am „Tag X“ entsprechendes Guthaben bereitsteht. Möglich machen dies beispielsweise ein ETF-Sparplan, ein Fondssparplan oder ein Tagesgeldkonto. Die regelmäßigen Einzahlungen summieren sich über die Jahre hinweg und ergeben schließlich einen Betrag, mit dem man durchaus „was anfangen“ kann. Dazu kommen eventuelle Zinsen und Kursrenditen auf Basis des Zinseszins. Das bedeutet, dass eventuell erzielte Gewinne immer wieder mitverzinst werden und das Guthaben dadurch immer schneller zunimmt.

Doch auch darüber hinaus: Die Übergabe des Sparguthabens ist ein symbolischer Akt. Er verdeutlicht: „Ab heute passt du auf dich selbst auf“ (auch wenn man die Kinder danach noch weiter unterstützt). Noch mehr Symbolcharakter bekommt das Guthaben, wenn Eltern ihre Kinder damit zum Abitur oder zum Abschluss der Lehre oder des Studiums belohnen. Manche Familien richten mehrere Sparkonten ein – auch mithilfe der Großeltern oder Tanten und Onkel – und können ihre Kinder so zu jedem Anlass überraschen. 

Ein Sparplan für Kinder lohnt sich demnach aus verschiedenen Blickwinkeln. Er deckt das Emotionale ab, den wachsenden Geldbedarf beim Heranwachsen und die Liebe zum Kind. Wann ist also der beste Zeitpunkt, mit dem Sparen anzufangen?

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Startschuss:
Wann mit dem Sparen für Kinder beginnen?

  • Je früher man den Kindersparplan einrichtet, desto mehr Zeit ist vorhanden, dass das Guthaben wachsen kann – inklusive Zinseszinseffekt. 
  • Viele Eltern beginnen bereits ab dem ersten Lebensjahr damit, in einen Sparplan einzuzahlen. 
  • Generell herrscht hier keine „Richtlinie“.

Zeit ist Geld. Grundsätzlich zählt beim Sparen also: Je eher man beginnt, desto höher sind nachher das Guthaben und die Rendite. Bei einer langen Laufzeit steht am Ende mehr Kapital als bei einer kurzen Sparphase. Das ist klar, denn im Laufe der Zeit summieren sich die Sparbeträge. Bei einer festverzinslichen Geldanlage gesellen sich Erträge aus Zinszahlungen hinzu. 

„Festverzinslich“ bedeutet, dass dem entsprechenden Konto ein fester Zins beiwohnt, der Gewinne hervorruft. Die Gewinne sind dank des andauernden Zinstiefs nur nicht so hoch. Bereits verzinstes Guthaben wird immer wieder mitverzinst, es kommt also zum Zinseszinseffekt. Das kann die Gewinne immer stärker erhöhen. 

Auch bei Investitionen in ETFs wie beispielsweise die WeltInvest ETF-Portfolios kann der Effekt durch sich positiv entwickelnde Kurse eintreten. Zudem kann er sich hier stärker auswirken, weil die erzielten Gewinne normalerweise deutlich höher als bei einfachen Sparkonten sind. Studien und historische Daten untermauern das. Von daher lohnt sich der Gedanke ans Sparen auch dann schon, wenn die Kinder noch klein sind. Der lange Anlagehorizont von zehn bis 15 Jahren ist bei einem ETF-Sparplan noch viel wichtiger, denn Investitionen am Kapitalmarkt enthalten Risiken, die man lange genug aussitzen können muss. 

Andersherum betrachtet, ist es aber nie zu spät, um mit dem Sparen anzufangen. Die Chancen auf ein besonders hohes Guthaben sinken zwar, je später man startet, aber die Hauptsache ist, dass man überhaupt etwas spart und das Kind so unterstützt.

Kindersparplan: Wie viel soll ich investieren?

  • Sparpläne funktionieren auch schon mit wenig Kapitaleinsatz. Würden Sie sich beispielsweise für die WeltInvest ETF-Portfolios entscheiden, dann kämen Sie schon mit 50 Euro monatlich aus. Das ist die Mindestinvestition. 
  • Gerade nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren steht es in vielen Familien eher schlecht um die Finanzen. Viele Eltern starten daher mit kleinen Summen und erhöhen diese mit der Zeit.
  • Wie bei der Zeit auch – je mehr man einzahlt oder investiert, desto mehr kann am Ende dabei herauskommen. 

Für die Höhe des Sparbetrags gibt es keine Faustformel. Und insbesondere frisch gebackene Eltern, die früh für ihr Kind vorsorgen möchten, stehen eher noch vor finanziellen Herausforderungen. Das Kinderzimmer einrichten, die Erstausstattung besorgen, einen Kinderwagen anschaffen – auf der Ausgabenseite kommt mit dem Nachwuchs einiges zusammen. Und noch dazu ist die Einnahmenseite betroffen. Mütter verdienen in der Zeit des Mutterschutzes nicht mehr so viel wie vorher. Und das für bis zu 3 Jahre. Da kann man nicht auch noch hohe Summen auf ein Konto einzahlen.

Deshalb richtet sich die Höhe des Sparbetrags einfach automatisch nach dem, was man sich leisten kann. Klar lässt sich mehr erreichen, je mehr man einzahlt. Es ist aber keine sinnvolle Idee, über das Machbare hinaus zu sparen und sich selbst dafür einzuschränken oder sich an der hohen Kante zu bedienen. Klassischerweise starten Eltern mit 25 bis 50 Euro monatlich. Im Laufe der Zeit kann man, je nach Lebenssituation, diese Summe noch aufstocken.

Manche Eltern kombinieren ihre Sparpläne, sofern machbar, noch mit einer Einmalzahlung. Neben den monatlichen Investitionen zahlen sie also einmal eine höhere Summe ein, um einen Grundstock aufzubauen.

Auswahl: Welche Formen des Sparens gibt es?

  • Die Deutschen lieben laut Statistik sichere Sparkonten wie etwa Tagesgeld, Festgeld oder das klassische Sparbuch. Viele Eltern nutzen diese beiden Formen intuitiv auch, um für ihr Kind zu sparen. Dazu bieten viele Banken individuelle „Kinderprodukte“ an, die solche sicheren Sparkonten und Sparbücher darstellen.
  • Deutlich chancenreicher, aber auch mit Risiken verbunden, sind Wertpapierinvestitionen – etwa in diversifizierte (also Risiko-streuende) sowie kosteneffiziente ETF-Portfolios oder in Sparpläne mit aktiven Fonds.
  • Idealerweise wirft das Geld zusätzlich Zinsen ab oder erwirtschaftet eine Rendite. So kommt am Ende mehr heraus als nur die reinen monatlichen Investitionen. 

Grundsätzlich ist es beim Sparen für Kinder – und auch sonst beim Sparen und Investieren – sinnvoll, monatliche Summen zu definieren und kontinuierlich einzuzahlen. Und zwar über mehrere Jahre, ohne sich zwischendurch etwas auszahlen zu lassen. Dafür eigenen sich sowohl die klassischen Kindersparpläne der Banken als auch Wertpapierportfolios. Für Disziplin und Konstanz entscheiden sich Eltern oft dafür, die Summen automatisch von ihrem Konto abbuchen zu lassen. Nur vom Sparen unter der Matratze oder im Sparstrumpf ist eher abzuraten. Das Guthaben hat keine Chance, sich durch Zinsen oder Kursrenditen zu vermehren. Zudem ist es durch die Inflation später einmal nicht mehr so viel wie heute wert.

Produkte: Was sind Tagesgeld, Festgeld und ETFs?

Tagesgeld: Was ist das?

  • Ein Tagesgeldkonto ist die moderne Version des früheren Sparbuchs – während man dort nur bis zu 2.000 EUR monatlich abheben konnte, ist das komplette Guthaben eines Tagesgeldkontos jederzeit auszahlbar.  
  • Ein Sparkonto mit variablen – also zwischendurch anpassbaren – Zinsen. 
  • Die Zinsen sind durch das Zinstief überschaubar. 
  • Der nationale Einlagensicherungsfonds sichert Einlagen bis zu 100.000 EUR pro Sparer und pro Bank ab – Ersparnisse bleiben somit risikofrei.
  • Meistens sind Tagesgeldkonten kostenlos. 
  • Bei den Tagesgeldkonten von WeltSparen handelt es sich um europäische Konten, die ebenso sicher wie deutsche Tagesgeldkonten sind – dafür lassen sich höhere Zinseinnahmen erzielen. 

Festgeld: Was ist das?

  • Bei einem Festgeldkonto legt der Sparer einen vorab vereinbarten Betrag für eine ebenfalls vereinbarte Laufzeit mit festen Zinsen an. Durch die feste Laufzeit ist oft auch von „Zeitgeld“ oder „Termingeld“ die Rede.
  • Das Konto wird dann verschlossen – das Geld ist erst nach Ablauf der Laufzeit wieder auszahlbar. Experten empfehlen deshalb, nur Summen einzuzahlen, die man über die vereinbarte Laufzeit nicht brauchen wird.  
  • Beim Festgeld geht es darum, mit einer schon vorhandenen, idealerweise höheren Geldsumme Zinsen zu erzielen, statt es unverzinst auf dem Konto zu lassen. Es geht primär nicht darum, nach und nach eine immer höhere Summe anzusparen. 
  • Meistens sind Festgeldkonten kostenlos.
  • Bei den Festgeldkonten von WeltSparen handelt es sich um Konten im europäischen Ausland, die ebenso sicher wie die in Deutschland sind. Dafür sind die erzielbaren Zinsen deutlich attraktiver als bei den inländischen Pendants. 

ETFs: Was ist das?

  • „ETF“ steht für „Exchange Traded Funds“, also „börsengehandelte Indexfonds“.
  • ETFs bilden einen bereits bestehenden Index – beispielsweise den DAX – automatisiert nach. Das nennt man auch Replikation. 
  • Sie sind das Gegenteil von aktiv gemanagten Fonds. Bei denen arbeitet ein Fondsmanagement daran, den Fonds immer wieder neu mit lohnenswerten Titeln zu bestücken, um die Rendite zu maximieren. Deshalb sind sie teurer als ETFs. Die WeltInvest ETF-Portfolios weisen beispielsweise Gesamtkosten von nur durchschnittlich 0,48 % im Jahr auf. Bei aktiven Fonds umfassen die durchschnittlichen Gesamtkosten pro Jahr 2,26 %. 

Erfahren Sie mehr zu ETFs in unserem ausführlichen ETF-Artikel.

Rendite: Was kommt im Vergleich beim Sparen heraus?

  • Grundsätzliche Faustregel: Je mehr Risiko, desto höher die potenzielle Rendite. 
  • Tagesgeld, Festgeld oder das Sparbuch sind demnach sehr sicher, dafür aber auch nicht so renditestark. 
  • Investitionen in ETFs oder aktive Fonds weisen höhere Verlustrisiken durch schwankende oder fallende Kurse auf. Auf der anderen Seite sind die Chancen auf höhere und attraktivere Renditen als bei den sicheren Produkten hoch. 

Abseits von Risiko und Sicherheit ist für Eltern vor allem relevant, was am Ende für ein Guthaben herumkommt. Das Ziel beim Sparen für Kinder ist es, eine hohe Rendite zu erzielen, damit das Kind mit dem Geld viel machen kann. Um die Unterschiede zwischen den einzelnen Spar- und Anlagemöglichkeiten zu illustrieren, haben wir nachstehende Tabelle entwickelt.

Tagesgeld (WeltSparen) Festgeld (WeltSparen) Aktive Fonds (Generell) ETFs (WeltInvest 100-Portfolio)
Laufzeit 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre 10 Jahre
Investitionen 50 EUR / Monat 6.000 EUR einmal 50 EUR / Monat 50 EUR / Monat
Zinsen / Rendite 0,4 % pro Jahr 1,8 % pro Jahr 5 % durchschn. / Jahr 5 % durchschn. / Jahr
Zinseszins? Ja Ja Ja Ja
Kosten Kostenlos Kostenlos 2,26 % durchschn. / Jahr 0,48 % durchschn. / Jahr
Risiko Keins Keins Erhöht Erhöht
Einzahlungen 6.000 EUR 6.000 EUR 6.000 EUR 6.000 EUR
Gewinn / Rendite 122,40 EUR 1.171,81 EUR 869,07 EUR (Kosten bereits verrechnet) 1.551,10 EUR (Kosten bereits verrechnet)
Gesamtes Guthaben zum Laufzeitende 6.122,40 EUR 7.171,81 EUR 6.869,07 EUR 7.551,10 EUR

In der Tabelle nehmen wir an, dass Sie über eine Laufzeit von 10 Jahren monatlich 50 EUR in je eines der vier Produkte einzahlen. Mit Rücksicht auf die Risiken, Kosten, erzielbaren Gewinne oder Renditen ist das Guthaben zum Laufzeitende das, was Ihr Kind erhalten würde. Zudem ist zu beachten, dass wir nur mit 10 Jahren rechneten – falls Sie schon zur Geburt des Kindes mit dem Sparen starten, haben Sie mehr Zeit und können höhere Guthaben erzielen. Dann werden auch ETFs – die sich bei der Laufzeit von 10 Jahren nur leicht vom Festgeld unterscheiden – potenziell attraktiver. Der Zinseszinseffekt wirkt sich – wenn sich die Kurse positiv entwickeln – mit den Jahren immer stärker aus und lässt das Guthaben immer schneller wachsen. Ebenso ist zu beachten, dass wir uns an den Produkten von WeltSparen orientiert haben. Mit Produkten anderer Anbieter können die in der Tabelle sichtbaren Resultate deutlich abweichen.

Mit dem WeltInvest ETF-Sparplan bauen Sie kontinuierlich Vermögen für Ihre persönlichen Wünsche auf.

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So machen Sie Ihr Kind finanziell unabhängig

Ein Kind ist ein Lebenstraum vieler Paare. Spätestens ab der Geburt dreht sich alles um den Nachwuchs, auch wenn es um das Thema Finanzen geht. Je älter die Kinder werden, desto teurer werden sie. Die Kinder sollen eine gute Ausbildung bekommen, möchten reisen, ihr Leben genießen und finanziell unabhängig sein. Ob das Studium mit 18, die Weltreise mit 25 oder den Immobilienkauf mit 30 – nur wenige junge Menschen können diese Wünsche ohne finanzielle Unterstützung der Eltern, Großeltern oder Paten realisieren. Wer früh die Weichen stellt, kann für seine Kinder viel erreichen. WeltSparen hat analysiert, wie viel Geld Eltern für die finanzielle Sorglosigkeit ihrer Kinder monatlich sparen müssten und hat dabei das traditionelle Sparbuch auf die Probe gestellt.

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Studium: So reichen 100 Euro im Monat für das Bachelorstudium

Ein Studium ermöglicht in der Regel bessere Karrierechancen und höhere Verdienstmöglichkeiten. Gleichzeitig ist es mit hohen Kosten verbunden. Während des Studiums benötigt das Kind mindestens 861 Euro im Monat, zumindest wenn der aktuelle BAföG-Höchstsatz ab dem Wintersemester 2020 für Studierende als Orientierungsgröße dient. Von diesem Betrag müssen Studierende Studiengebühren, Miete, Essen, Kleidung und Sonstiges bezahlen. Bei sechs Semestern für ein Bachelorstudium ergibt sich derzeit ein nötiges Budget von 31.000 Euro. Viele Jugendliche beginnen ihr Studium direkt nach der Schulzeit. Das bedeutet, Eltern haben rund 18 Jahre Zeit, das nötige Geld zusammenzusparen, um das Studium des Kindes selbst zu finanzieren.

Setzen Eltern auf das traditionelle Sparbuch, müssten sie ab der Geburt ihres Kindes monatlich 144 Euro für das Bachelorstudium beiseitelegen. Das ergibt bei 18 Jahren das nötige Kapital von 31.000 Euro. Wird das Geld stattdessen beispielsweise in einen ETF-Sparplan eingezahlt, sind bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent p.a. dagegen nur 94 Euro im Monat für den Bachelorabschluss nötig. Mit weniger als 100 Euro monatlich könnten Eltern ihrem Kind zum 18. Geburtstag damit das Studium ermöglichen. Statt 31.000 müssen damit nur rund 20.300 Euro selbst angespart werden. Mit der langfristigen Geldanlage und dem besseren Zinseszinseffekt erzielen Eltern eine mögliche Ersparnis von über 10.000 Euro gegenüber dem traditionellen Sparbuch. 

Sparzeit ab Geburt Wunsch Benötigtes Budget Monatliche Sparrate: Sparbuch Monatliche Sparrate: ETF-Sparplan Ersparnis ETFs vs. Sparbuch insgesamt
18 Jahre Bachelor-Studium 31.000 € 144 € 94 € 10.700 €

Auslandsjahr: So reichen 25 Euro im Monat für das Auslandsjahr

Viele träumen mit Mitte 20 von einem Auslandsjahr. Ob Work-and-Travel, Sprachreise oder Sabbatical, ein Auslandsjahr ist eine einmalige Erfahrung, die sowohl die persönliche als auch berufliche Entwicklung positiv beeinflussen kann. Für ein einjähriges Auslandsjahr sollten rund 13.000 Euro eingeplant werden. Wird das Geld auf ein Sparbuch eingezahlt, müssten Eltern ab der Geburt bis zum 25. Lebensjahr monatlich 43 Euro für das Auslandsjahr beiseitelegen. Wird das Geld stattdessen in einen ETF-Sparplan eingezahlt, müssen sie bei einer durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent jährlich dagegen nur 24 Euro sparen. Insgesamt müssten mit ETFs knapp 6.000 Euro über 25 Jahre weniger gespart werden.

Sparzeit ab Geburt Wunsch Benötigtes Budget Monatliche Sparrate: Sparbuch Monatliche Sparrate: ETF-Sparplan Ersparnis ETFs vs. Sparbuch insgesamt
25 Jahre Auslandsjahr / Weltreise 13.000 € 43 € 24 € 5.800 €

Haus: So gelingt der Hauskauf mit 30

Ab dem Alter von etwa 30 Jahren beginnen viele junge Menschen, sich langfristiger festzulegen und sesshaft zu werden. Viele spielen mit dem Gedanken, eine eigene Immobilie zu kaufen, anstatt den Großteil des Gehalts in die Miete zu stecken. Eine bundesweite Erhebung von Immobilienscout24 aus dem Jahr 2018 zeigt, dass die meisten Käufer nach einem Einfamilienhaus zwischen 200.000 und 400.000 Euro suchen.** Dabei veranschlagte der Großteil der Befragten ein Eigenkapital von 20 Prozent. Bei einer Immobilie für rund 400.000 Euro müssten also 80.000 Euro angespart werden. Legen Eltern ab der Geburt des Kindes 107 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan für das Eigenheim des Nachwuchses an, könnten sie ihrem Kind zum 30. Geburtstag vermutlich das Startkapital dafür schenken.

Sparzeit ab Geburt Wunsch Benötigtes Budget Monatliche Sparrate: ETF-Sparplan
30 Jahre Hauskauf 20 % Eigenkapital 80.000 € 107 €
30 Jahre Hauskauf 10 % Eigenkapital 40.000 € 53 €

Rente: So reichen 33 Euro im Monat für die private Altersvorsorge des Kindes

Schon lange wissen wir, die gesetzliche Rente wird nicht genügen, um den aktuellen Lebensstandard halten zu können. Die daraus entstehende Lücke wird als Rentenlücke bezeichnet. Würden Eltern ab der Geburt ihres Kindes 33 Euro im Monat in einen ETF-Sparplan einzahlen und das Kind würde diesen Sparplan bis zum 67. Lebensjahr weiter mit derselben Summe monatlich besparen, ließe sich die Lücke bei einem Renteneintrittsalter mit 67 voraussichtlich bereits schließen. Bei einem traditionellen Sparbuch dagegen müssten über 200 Euro monatlich und damit das Sechsfache angespart werden.

Sparzeit ab Geburt Wunsch Benötigtes Budget Monatliche Sparrate: Sparbuch Monatliche Sparrate: ETFs Ersparnis ETFs vs. Sparbuch insgesamt
67 Jahre Private Altersvorsorge 165.000 €*** 205 € 33 € 138.500 €

Methodologie: Bei den Berechnungen der monatlichen Sparrate bei ETFs wird von einer durchschnittlichen Rendite von 5% und Kosten von 0,48% pro Jahr ausgegangen. Die Ausgangsbasis der voraussichtlichen Kosten berücksichtigt den aktuellen Status-quo als Grundlage, Auswirkungen durch Preisentwicklungen und Inflation wurden zur vereinfachten Berechnung nicht aufgenommen. Bei dem Sparbuch wurde davon ausgegangen, dass keine Rendite erzielt werden kann. Die Daten wurden am 07.09.2020 erhoben.

Quellen:

**Studie zum Hauskauf: https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-07/hauskauf-immobilien-mittlere-preisklasse-stadt-land

***Die angegebene Rentenlücke beruht auf Berechnungen einer heute 30-jährigen Person basierend auf dem Durchschnittsgehalt von Gehalt.de (2018):

Steuern: Sparen im eigenen Namen oder Konto auf den Namen des Kindes eröffnen?

  • Generell steht es Eltern frei, auf einem Konto in ihrem Namen oder auf einem Konto im Namen des Kindes zu sparen. Aus steuerlicher Sicht kann es aber sinnvoller sein, ein Konto auf den Namen des Kindes zu eröffnen. Denn dann winken hohe Steuerersparnisse. 

Wer sich dazu entschließt, für sein Kind zu sparen, steht vor einer organisatorischen Frage. Eröffnet man ein eigenes Konto für sein Kind oder lässt man das Konto auf den eigenen Namen laufen? 

Aus steuerlicher Sicht kann ein Konto auf den Namen des Kindes besser sein. Denn dann gehört dem Kind das Geld auch rechtlich und die Eltern sind nur bevollmächtigt, das Konto zu verwalten. Bei dieser Variante bleiben später ausbezahlte Erträge bis knapp über 10.000 EUR für das Kind steuerfrei. Die Summe setzt sich zusammen aus …

  • einem Grundfreibetrag auf die Einkommensteuer von 9.408 EUR (2020), 
  • einem Sonderausgabenpauschbetrag von 36 EUR sowie 
  • einem Sparerpauschbetrag von 801 EUR im Rahmen eines eventuell vorhandenen Freistellungsauftrags. 

Diese steuerfreien Summen bedeuten, dass sich das Kind später diese auszahlen lassen kann, ohne dafür Steuern zahlen zu müssen. Hinsichtlich der exakten Summe ist natürlich die steuerliche Situation in dem Jahr zu beachten, in dem sich das Kind das Geld auszahlen lässt.

Was ist, wenn Eltern unter ihrem eigenen Namen für Kinder sparen? 

Nutzen Eltern das eigene Konto zum Sparen, gehört das Geld rein rechtlich ihnen. Die oberhalb erwähnten Freibeträge für das Kind können sie dann nicht in Anspruch nehmen. Erzielen Sie also auf Ihren Konten entsprechende Gewinne oder Renditen, dann müssen Sie diese im Rahmen Ihrer steuerlichen Situation versteuern. So kann es sein, dass Sie einen erheblichen Teil des Guthabens an den Staat entrichten müssen. Auch ein eventuell bestehender Freistellungsauftrag kann durch andere Geldanlagen bereits ausgeschöpft sein.

Fazit

Das Sparen für Kinder ist ein Thema, das viele Eltern umhertreibt. Schließlich möchten sie, dass es dem Nachwuchs später auch in finanzieller Hinsicht gut geht und dass für die ersten finanzintensiven Wünsche keine Geldbarrieren vorhanden sind. Deshalb überlegen viele Eltern schon früh, welche Geldanlage die passende für ihre Kinder ist und wie sie eine möglichst hohe, aber auch sichere Rendite erzielen. 

Die klassischen Sparformen wie Tagesgeld, Festgeld oder auch spezielle Kindersparbücher eignen sich auf der sicheren Seite, bieten aber unter Umständen keine so hohen Gewinne. Investitionen in ETFs oder Sparpläne mit aktiven Fonds stellen höhere Renditen in Aussicht, sind aber auch mit Verlustrisiken behaftet. Für welche Sparform Sie sich aber auch entscheiden: Je früher Sie mit dem Sparen fürs Kind starten, desto besser.

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