Lohnt sich Prämiensparen noch?

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zufriedene Kunden

Das Prämiensparen ist eine Variante des Sparens ähnlich dem klassischen Sparbuch und gehört somit zu den sicheren Sparformen. Als Langfristige Sparvariante war das Prämiensparen jahrelang ein beliebtes Anlagemodell. 2019 kam es jedoch zum Skandal – Sparkassen sollen ihren Kunden über Jahre Zinsen bis zu vierstelligen Eurobeträgen für Prämiensparverträge vorenthalten haben. Zudem kündigten mehrere deutsche Sparkassen mehr als 280.000 Verträge, die aus ihrer Sicht nicht länger wirtschaftlich sind. Sparer, die sich bei Vertragsabschluss auf die vereinbarten Konditionen verließen, sind nun deutlich benachteiligt. 

Sind Sie auch betroffen? 

Wir prüfen, inwiefern das Prämiensparen dem modernen Zeitalter gerecht werden kann und ob es sich im Verhältnis zu anderen Sparmodellen für Sparer überhaupt noch lohnt. Außerdem zeigen wir, wie Sie bei WeltSparen ohne Risiko von hoch verzinsten Angeboten und einer Willkommensprämie von bis zu 50 EUR profitieren können.

Das Wesentliche in Kürze

  • Das Prämiensparen gibt es in Deutschland seit dem Jahr 1950. Die Volksbanken haben es erfunden, die Sparkassen haben es übernommen.
  • Die Funktionsweise gleicht einem Sparbuch mit Sparraten. Zusätzlich zu den Zinsen zahlen die Banken ihren Kunden eine Prämie, die über die Laufzeit gestaffelt ist. Wie hoch die Prämie ist, hängt von der Prämienstufe ab und davon, wie viel Geld der Sparer einbezahlt. Je länger der Vertrag läuft, desto höher ist die Prämie.
  • Durch das anhaltende Zinstief ist das Prämiensparen für Sparer wie auch für die Banken nicht mehr rentabel. Viele Banken lösen die Konten ihrer Kunden deshalb auf, obwohl dieser Schritt rechtlich nicht haltbar ist. Zudem enthielten viele Altverträge rechtswidrige Zinsanpassungsklauseln. Auf deren Basis können Verbraucher ihre Zinsen neu berechnen lassen und entgangene Gelder eventuell einklagen.
  • Erträge beim Prämiensparen versteuert man im Rahmen der Abgeltungssteuer. Mit einem Freistellungsauftrag entfällt die Abgabe ans Finanzamt bis zu einer bestimmten Grenze.
  • Bereits viele Anleger sparen mit Tagesgeld und Festgeld deutlich transparenter, stressfreier und sicherer – WeltSparen bietet Kunden schnellen und unkomplizierten Zugang zu den attraktivsten Angeboten für Tages- und Festgelder aus ganz Europa. Als besondere Vorteile wartet eine Willkommensprämie von bis zu 50 EUR bei allen Konten. Außerdem stehen Angebote für ETF-Portfolios und Lösungen für Altersvorsorge zur Auswahl.

Definition: Was ist Prämiensparen?

  • Beim Prämiensparen – auch als „Bonussparen“ bezeichnet – zahlt die Bank neben Zinsen eine zusätzliche Prämie. Diese Prämie richtet sich nach bestimmten Meilensteinen, die man beim Sparen mit der Zeit erreicht.  
  • Die Zinsen sind veränderlich. Dadurch ist die Rendite nicht im Voraus kalkulierbar. 

 

Prämiensparen ist eine Art „Sparbuch Plus“. Mit einem Banksparplan zahlen Anleger über einen längeren Zeitraum monatlich eine feste Summe auf ihr Sparkonto ein. Zusätzlich können sie das Konto zu Beginn des Vertrags mit einer Einmalzahlung anschieben.

Für ihr Guthaben erhalten die Anleger Zinsen, die variabel sind. Die Bank schreibt diese variablen Zinsen vor und orientiert sich dabei am Marktzins. Attraktiv ist das zunächst nicht, denn normalerweise – und besonders durch das Zinstief der EZB – sind die Zinsen verhältnismäßig niedrig. Um das Sparen dennoch attraktiv zu machen, legen die Banken schrittweise eine Prämie obendrauf, mit der sie die Kunden für ihre Treue und den „eisernen Willen beim Sparen“ belohnen.   

Wie hoch die Prämie ausfällt, hängt vom jährlichen Sparbetrag, von der Bank und vom Zeitraum ab. Zu Beginn muss sich der Sparer mit den Zinsen begnügen, die Prämien beginnen häufig erst ab dem dritten Jahr. Sie liegen dann häufig um die 2 % der Einzahlungen pro Jahr. Im Laufe der Zeit steigt der Wert an, bis er irgendwann den Höchststand von bis zu 50 % der Einzahlung eines Jahres erreicht. Die Prämie bezieht sich dabei nur auf die Sparbeträge im entsprechenden Jahr und nicht auf das gesamte Guthaben

Wenn man etwa ein Guthaben von 20.000 EUR hat und 800 EUR innerhalb des entsprechenden Jahres einzahlt, berechnet sich die Prämie anhand der 800 EUR und nicht anhand der Gesamtsumme von 20.800 EUR.

Rendite: Lohnen sich Prämiensparverträge?

  • Würde man nur die Zinsen betrachten, lohnt sich das Prämiensparen kaum noch. 
  • Durch die Prämien, die mit der Zeit immer höher werden, lassen sich aber attraktive Gewinne erzielen. 

Prämiensparverträge leben – der Name lässt es erahnen – von der Prämie. Die Prämie verleiht dem Produkt den Extra-Kick, denn die Zinsen sind eher bescheiden. Doch ist die Prämie wirklich so attraktiv, dass sich das Bonussparen zweifelsfrei lohnt? 

Die Kunden, denen die Verträge gekündigt wurden, sehen das natürlich so. Und Fakt ist, dass die Prämie umso höher ausfällt, je länger Anleger dabei bleiben. Hat man einen langen Atem, streicht man nach 15 Jahren je nach Bank bis zu 15 % auf den Sparbetrag des entsprechenden Jahres ein. Die Konditionen der Banken sind unterschiedlich

Für ein einheitliches Beispiel nehmen wir an, dass wir in einem Zeitraum von 10 Jahren monatliche Investitionen in Höhe von 100 EUR vornehmen. Die Bank bietet uns die nachstehenden Konditionen und Prämienstaffel an.

Jahr 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Prämie in % 0 0 2 4 5 6 7 10 15 15

Unser Prämienplan sieht dann so aus:

Jahr Einzahlung Prämie in % Prämie in EUR
1 1.200 EUR 0 0
2 1.200 EUR 0 0
3 1.200 EUR 2 24 EUR
4 1.200 EUR 4 48 EUR
5 1.200 EUR 5 60 EUR
6 1.200 EUR 6 72 EUR
7 1.200 EUR 7 84 EUR
8 1.200 EUR 10 120 EUR
9 1.200 EUR 15 180 EUR
10 1.200 EUR 15 180 EUR
Summe 12.000 EUR 768 EUR

Nach zehn Jahren kommen schon einmal 768 EUR an Prämien zusammen. Zusätzlich verzinst sich unser Guthaben. Hierfür setzen wir einen Zins von 0,25 % pro Jahr an. Geben wir diese Eckdaten in einen Zinsrechner ein, dann kommen wir auf einen Zinsertrag von 156,64 EUR.

 

Das Gesamtergebnis:

12.000 EUR Einzahlungen

+ 768 EUR Prämie

+ 156,64 EUR Zinsen

= 12. 924,64 EUR 

Zwei Faktoren sorgen für Wertzuwachs: die Prämie und die Zinsen. Im Vergleich fällt auf, dass der Prämienbetrag fast fünfmal so hoch ist wie der Zinsbetrag. Die Prämie erfüllt also ihren Sinn und lässt das Prämiensparen lohnenswert erscheinen.

Gewinne aus dem Bonussparen sind stets zu versteuern. In Deutschland fallen 25 % Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer an. Ein Mittelwert für den Steuersatz sind 26,375 %. Mit einem Freistellungsauftrag sind die erzielten Gewinne aber sicher. Bis zu 801 EUR im Jahr bleiben durch ihn steuerfrei. Bei Verheirateten handelt es sich mit der doppelten Summe um 1.602 EUR. 

Schattenseiten: Welche Nachteile gibt es beim Prämiensparen?

  • Prämiensparverträge lohnen sich erst bei langen Laufzeiten, weil die Prämien erst nach mehreren Jahren wirklich interessant werden. 
  • Die immer höheren Prämien erhalten Sparer nur dann, wenn sie bis dahin regelmäßig eingezahlt haben sowie sich nichts auszahlen ließen. Sobald eins von beidem zutrifft, können sich die Prämien verändern. Nicht selten sind die Konditionen intransparent und nur schwer nachvollziehbar. 
  • Prämiensparverträge zwischendrin aufzulösen, kann Vorschusszinsen kosten und somit einen Teil der bereits erhaltenen Zinsen zunichtemachen. 

 

Rechtsumstände: 

Im April 2020 sorgte ein Entscheid des OLG Dresden für Wirbel. Die Verbraucherzentrale Sachsen e. V. hatte ein Musterfeststellungsverfahren eingeleitet, um feststellen zu lassen, ob beschlossene Klauseln zur Zinsanpassung bei Sparverträgen der Sparkasse Leipzig wirksam sind. So eine Musterfeststellungsklage verfolgt denselben Zweck wie die aus den USA bekannte Sammelklage. Verbraucher müssen nicht allein klagen, sondern können sich an einer Klage beteiligen, die etwa ein Verbraucherschutzverband anstrengt

Warum die Klage? Die Prämiensparverträge der Leipziger Sparkasse enthielten eine Klausel, die besagte, dass „die Spareinlage variabel verzinst wird, zurzeit mit XY %“. Durch die Klausel konnte die Sparkasse die Zinsen einseitig flexibel anpassen. Sie nutzte dies in den vergangenen Jahren und senkte den Zins, um sich dem Marktumfeld anzupassen.

Dem Gericht war die Klausel zur Zinsanpassung – insbesondere aufgrund der langen Laufzeit beim Prämiensparen – nicht transparent genug. Es erklärte sie für unwirksam, weshalb die Zinsen für die Kunden neu zu berechnen sind. Vielen Verbraucher stehen somit womöglich mehr Zinsen zu, als sie je erhalten haben. 

Doch das ist nur ein im Verhältnis kleiner Fall. 

Deutlich umfassender ist die Tatsache, dass Sparkassen in Deutschland in den letzten Jahren ohne zu warnen bis zu 280.000 Prämiensparverträge kündigten. Die Geldhäuser begründen diesen Schritt damit, dass die Verträge angesichts der niedrigen Zinsen nicht mehr wirtschaftlich seien. Aus Sicht der Sparkassen ist der Schritt nachvollziehbar, für Sparer ist er ärgerlich. Denn viele Sparer verließen sich auf die festgelegten Prämien, planten unter Umständen voraus und nun setzten die Banken dem einfach ein Ende. 

Die anhaltenden Kündigungen überraschen. Denn der Bundesgerichtshof entschied schon 2015, dass eine Bank Prämiensparverträge nicht kündigen darf – oder zumindest erst dann, wenn die höchste Bonusstufe erreicht ist. Bei festen Laufzeiten ist das vorzeitige Kündigen ohnehin nicht möglich. Und der Ärger ist noch nicht komplett: Genau wie bei der Sparkasse Leipzig stellten Verbraucherschützer auch bei all diesen Sparkassen rechtswidrige Zinsanpassungsklauseln fest. Gerichte klären den Sachverstand. 

Alternativen: Welche Produkte sind verlässlicher als das Prämiensparen?

  • Ähnliche Renditen wie beim Bonussparen können Sparer mit Tagesgeld oder Festgeld erzielen. Sie sind ebenso sicher und zudem transparenter und stressfreier.
  • Die Tagesgeldkonten und Festgeldkonten von WeltSparen bieten weitaus höhere Zinsen als Banken auf dem deutschen Heimmarkt. So erhalten Sparer bis zu 1,80 % im Jahr, da die Konten bei derselben Sicherheit wie in Deutschland im europäischen Ausland eröffnet werden. Zudem profitieren Neukunden von einer Willkommenprämie von bis zu 50 EUR bei Eröffnung eines Fest-, Flex- oder Tagesgeldkontos oder eines WeltInvest Portfolios. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Anlagebetrag des ersten abgeschlossenen Produktes. Mehr über die Höhe und Konditionen der Prämie lesen Sie hier

Viele Banken bieten das Bonussparen schon nicht mehr an. Bei den Banken, die es noch anbieten, steht das Produkt auf der Kippe. Deshalb müssen sich Verbraucher, die jetzt mit dem Sparen anfangen möchten, ohnehin nach Alternativen umsehen. 

Lohnende und ebenso sichere Alternativen finden sich im Tagesgeld und Festgeld

Beim Tagesgeld handelt es sich um eine flexible und variabel verzinste Sparmöglichkeit. Sie können jederzeit etwas einzahlen und auch abheben. Es herrschen keine Limits wie etwa bei einem klassischen Sparbuch. Dort könnte man sich nur bis zu 2.000 EUR monatlich auszahlen lassen. Braucht man mehr Geld, dann hilft das Sparbuch nicht weiter. Beim variablen Zinssatz müssen Sparer allerdings damit rechnen, dass die Bank den Nominalzins jederzeit an die aktuell herrschenden Kapitalmarktbedingungen anpassen kann. Der Nominalzins (auch Sollzins) bezeichnet bei Geldanlagen den jährlichen Zinssatz ohne eventuelle Zinseszinsen. Der Effektivzins kann durch erzielte Zinseszinsen höher sein.

Beim Festgeld handelt es sich um ein Konto, auf dem Sie eine vorher definierte Summe einzahlen und diese über eine bestimmte Laufzeit verzinsen. Bis zum Ende der Laufzeit ist das Konto verschlossen. Sie können nichts zusätzlich einzahlen und sich auch nichts vorab auszahlen lassen. Dafür sind die Zinsen höher als beim Tagesgeld und bis zur Fälligkeit gilt ein fester Zinssatz. Damit man mit diesen höheren Zinsen auch etwas erreicht, ist es sinnvoll, eine höhere Summe einzuzahlen.

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Fazit

Prämiensparverträge waren bei Sparern über viele Jahre sehr beliebt. Man konnte durch Zinsen und zunehmende prozentuale Prämien an den Einzahlungen anständige Erträge erwirtschaften. Angesichts des anhaltend tiefen Zinsumfelds kündigten deutsche Sparkassen jedoch tausende Verträge, die zudem unwirksame Klauseln zum Nachteil der Sparer enthielten. Gerichte klären diesen Sachverhalt. Stressfreier und transparenter sind Tagesgeld oder Festgeld. Bei den Tagesgeldkonten und Festgeldkonten von WeltSparen sichern sich Sparer auch eine Prämie in Form eines Willkommensbonus in Höhe von bis zu 50 EUR.