Zinsen

Wo Sie trotz niedrigem Zinsniveau attraktive Zinsen erhalten

Von den Zinsen auf das Ersparte leben können: Das war der Traum vieler Sparerinnen und Sparer – zumindest bis vor einigen Jahren. Lag der Zinssatz auf Spareinlagen vor der Finanzkrise 2008 meist bei 2 % und mehr, erhalten Sparende seit 2019 lediglich den derzeitigen Zinssatz von 0,1 % auf ihre Einlagen. Zusammen mit der zunehmenden Inflation kann es sogar sein, dass das angelegte Geld tatsächlich an Kaufkraft verliert.

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Doch was sind Zinsen überhaupt, wer bestimmt die Höhe der Zinsen und gibt es alternative Geldanlagen, die attraktivere Zinsen für Sparerinnen und Sparer bereithalten? All das erfahren Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze
  • Definition: Sparende, die beispielsweise auf einer Bank oder bei einem Kreditinstitut Geld anlegen, erhalten für dessen Überlassung ein Entgelt, sogenannte Zinsen. Wer erhaltene Zinsen auf seinem Konto weiter anlegt, kann im Laufe der Jahre von einem Zinseszinseffekt profitieren.
  • Zinspolitik: Die Europäischen Zentralbank hat den Leitzins für Banken seit 2019 extrem reduziert. Die Banken geben diese Niedrigzinspolitik an ihre Kundinnen und Kunden weiter. Dadurch  erhalten diese aktuell nur sehr wenig Zinsen auf ihre Spareinlagen.
  • Alternativen: Auf Tagesgelder oder Festgelder im europäischen Ausland können Kundinnen und Kunden im Vergleich zu deutschen Banken oft höhere Zinsen bekommen. Dies ist möglich, da in jedem Land auch Faktoren wie spezifische wirtschaftliche Bedingungen bei der Zinsfestlegung eine Rolle spielen.
  • WeltSparen: Mit WeltSparen können Sie schnell und unkompliziert Ihr Tagesgeld- oder Festgeldkonto im europäischen Ausland eröffnen. Nach nur wenigen Schritten können Sie bereits von attraktiven Chancen auf Zinsen profitieren.

Definition: Was sind Zinsen? – einfach erklärt

Zinsen bezeichnen laut Definition das Entgelt, das Sparende für die Überlassung von Guthaben erhalten. Aus diesem Grund spricht man auch von Guthabenzinsen. Die Aussicht auf Zinserträge bildet das wesentliche Motiv, warum Anlegerinnen und Anleger überhaupt bereit sind, für einen bestimmten Zeitraum auf ihr Geld zu verzichten und es anderweitig als Geldanlage zur Verfügung zu stellen.

Wer erhaltene Zinsen nicht auszahlen lässt, sondern immer weiter anlegt, erhält auf diese erhaltenen Zinsen wiederum Zinsen. In diesem Fall spricht man vom Zinseszinseffekt.

Ein wesentliches Merkmal von Zinszahlungen ist, dass sie unabhängig von der Ertragslage der Schuldnerin bzw. des Schuldners anfallen. Zinsen müssen gezahlt werden, egal ob sie oder er wirtschaftlich gerade erfolgreich ist oder nicht. Das unterscheidet Zinsvereinbarungen zum Beispiel von Dividendenzahlungen oder anderen Formen der Gewinnausschüttung, die nur dann erfolgen, wenn entsprechende Gewinne vorhanden sind. 

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Geldmarkt- und Kapitalmarktzinsen

Es wird zwischen Geldmarktzinsen und Kapitalmarktzinsen unterschieden. Geldmarktzinsen fallen für die kurz- und mittelfristige Bereitstellung des Geldes einer Geldanlage an. Es handelt sich dabei um Zinsen für Produkte des Geldmarktes, also kurzfristige Finanzanlagen, wie Tages- oder Termingelder.

Kapitalmarktzinsen fallen für langfristige Kredite auf dem Kapitalmarkt an. Darunter fallen beispielsweise langlaufende Wertpapiere. Das Zinsniveau von Geld– und Kapitalmarktzinsen ist abhängig von Angebot und Nachfrage und daher unterschiedlich hoch.

Wer legt die Zinsen fest?

Ohne den Zins ist eine moderne Geldwirtschaft nicht vorstellbar. Der nominale Nullzins oder Negativzins ist allerdings ein Phänomen, das erst vor wenigen Jahren Realität geworden ist. Ob mit positiven, negativen oder ohne Vorzeichen, die Zinsen festzulegen ist immer Aufgabe der Notenbanken. 

So sorgt die Europäische Zentralbank EZB im Euro-Raum dafür, dass die Zinsgestaltung zur wirtschaftlichen Entwicklung passt. Lange Zeit bedeutete das nach allgemeiner Auffassung: Geht es der Wirtschaft gut, wird der Zins erhöht – geht es mit der Wirtschaft abwärts, sinkt der Zins, um die Konjunktur anzukurbeln. 

In den letzten Jahren ist jedoch etwas anderes zu beobachten: Obwohl die Wirtschaft z. B. in Deutschland überwiegend stabil ist, verfolgt die EZB seit längerer Zeit eine Niedrigzinspolitik. Ausgangspunkt dafür war die Finanzkrise 2008/2009 sowie die kurz darauf einsetzende Eurokrise. Die Krisen wurden entschärft, doch die niedrigen ZInsen blieben und trotz der zuletzt hohen Inflation will die EZB weiter an ihrer Strategie festhalten. 

Banken können sich also derzeit zu einem niedrigen Zinssatz Geld von der Zentralbank leihen. Für Unternehmen und andere Kreditnehmer soll so mit niedrigen Kreditzinsen die Kreditvergabe durch die Banken wiederum erleichtert werden.

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Die Zinspolitik der EZB führt aktuell jedoch nicht zum gewünschten Effekt, sodass der derzeitige Zinssatz des Leitzinses für Banken in den negativen Bereich auf aktuell -0,5 % (Stand 2021) gesenkt wurde. Diese Zinsentwicklung geben manche Banken bereits an ihre Kundinnen und Kunden weiter.

Warum kann ich im Ausland höhere Zinsen bekommen als in Deutschland?

Nicht nur auf Sparbücher, auch auf Tagesgelder und Festgelder erhalten Sparerinnen und Sparer durch die Zinsentwicklung der letzten Jahre in Deutschland mittlerweile sehr niedrige Zinsen oder müssen sogar Negativzinsen, zahlen. Also muss eine Alternative her: Die Zinsen bei der Geldanlage im europäischen Ausland liegen häufig höher als die deutscher Banken. Doch warum ist das so? Die Politik der Europäischen Zentralbank spielt – wie der Name schon sagt – in anderen europäischen Ländern ebenfalls eine Rolle. Gleichzeitig sind noch weitere Faktoren für die Festlegung der Zinsen in den einzelnen Ländern von Bedeutung:

  • Spezifische wirtschaftliche Bedingungen
  • Angebot und Nachfrage von Finanzprodukten
  • Spar- und Anlageverhalten der Kundinnen und Kunden
  • Kostenstrukturen der Banken
  • Wettbewerb in der Finanzindustrie

Dadurch kann es möglich sein, dass im Vergleich zu Deutschland in anderen europäischen Ländern der derzeitige Zinssatz auf Tages- oder Festgeldkonten höher ist.

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Ein Zinsvergleich der Banken kann sich lohnen

Die Zinsen zahlreicher Banken zu vergleichen hilft dabei, das passende Angebot für Ihre Geldanlage zu finden. Bei WeltSparen erhalten Sie einen Überblick über die derzeitigen Zinssätze und Zinserträge verschiedener Banken – sowohl aus Deutschland als auch aus dem europäischen Ausland.

Sowohl bei Fest- als auch bei Tagesgeldern ist in EU-Ländern die Anlagesumme bis zu 100.000 EUR pro Bank und Sparendem durch die gesetzliche Einlagensicherung mit nationalen Einlagensicherungsfonds in jedem Mitgliedstaat geschützt.

Zinsen und Steuern

Nicht nur bei den Zinsen an sich, sondern auch bei der Versteuerung bestehen graduelle Unterschiede zwischen deutschen Angeboten und denen aus dem europäischen Ausland. Für ausländische Zinsen sind Steuern zu zahlen, wie bei Zinserträgen in Deutschland auch. Allerdings findet kein Kapitalertragsteuerabzug nach deutschem Recht statt, sondern ausländische Zinserträge sind im Rahmen der Einkommensteuer in Deutschland zu deklarieren. Manchmal wird bei Auslands-Zinsen eine Quellensteuer einbehalten, die dann bei der Einkommensteuer hierzulande berücksichtigt wird. Unter dem Strich ergibt sich daher kein Unterschied, was die Steuerbelastung betrifft, nur die Verfahrensweise ist etwas anders. 

WeltSparen unterstützt Sie bei der ordnungsgemäßen Versteuerung, indem steuerlich relevante Unterlagen und Informationen von den ausländischen Partnerbanken zur Verfügung gestellt werden, ohne dass dafür zusätzliche Kosten anfallen. Die Leistungen in diesem Zusammenhang sind genauso kostenlos wie der übrige Service von WeltSparen.

Wo gibt es aktuell hohe Zinsen?

Direktbanken im europäischen Ausland bieten in der Regel höhere Zinsen an als deutsche Banken. Möglich sind höhere Zinssätze für Sparprodukte wie Festgeldoder Tagesgeldkonten. Eine Alternative zur verzinsten Geldanlage sind ETF-Sparpläne mit der Aussicht auf attraktive Renditen.

Festgeldzinsen

Beim Festgeld ist das Geld zu einem bestimmten Zinssatz immer über die gesamte Laufzeit fest angelegt. Der Zinssatz kann während der Anlagedauer nicht von der Bank geändert werden. Erst wenn eine neue Festgeld-Vereinbarung erfolgt, wird der Zins neu festgelegt. Dafür verzichten Festgeld-Sparende auf Verfügungen während der Laufzeit. Der fixe Zins beim Festgeld bietet Sparerinnen und Sparern eine hohe Kalkulationssicherheit. Sie wissen immer genau, welchen Zinsertrag sie erzielen werden.

Wird ausnahmsweise früher über die Geldanlage verfügt, bedeutet dies üblicherweise einen Zinsverlust für die Sparerin oder den Sparer. Die Zinserträge werden im Regelfall am Ende der Laufzeit ausgezahlt bzw. gutgeschrieben. Wenn das Festgeld beispielsweise für ein Jahr vereinbart wurde, sind am Ende Zinsen für 360 Tage (ein Bankjahr) fällig. Analog verhält es sich bei längeren Laufzeitvereinbarungen.

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Neben der Zinspolitik der EZB und den jeweiligen länderspezifischen Faktoren wird die Höhe der Festgeldzinsen von weiteren Faktoren bestimmt:

  • Verfügbarkeit: Da über Festgeld während der vereinbarten Laufzeit nicht verfügt werden kann, ist das Zinsniveau hier tendenziell höher als bei Einlagen mit täglicher Fälligkeit, zum Beispiel Tagesgeld. Diese Aussage darf allerdings nicht generalisiert werden, da es am Markt eine große Bandbreite an Konditionen gibt. Auch die Geschäftspolitik der Anbieter bestimmt die Zinssätze mit.
  • Laufzeit: In der Regel werden bei längeren Festgeldvereinbarungen höhere Zinssätze geboten. Damit werden Festgeld-Sparerinnen und –Sparer dafür entschädigt, dass sie länger auf ihr Geld verzichten und mögliche zwischenzeitliche Marktzinserhöhungen nicht nutzen können.
  • Betrag: Manche Institute variieren den Festgeldzins nach der Höhe der Einlage. Zwingend ist das aber nicht. Auch hier kommt es ganz wesentlich auf die Geschäftspolitik der jeweiligen Bank an. Viele verlangen zumindest gewisse Mindestbeträge, ab denen Festgeldanlagen erst möglich sind.

Tagesgeldzinsen

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Wenn Sie Ihr Geld zu attraktiven Zinsen flexibel anlegen möchten, bieten Tagesgeldkonten die Möglichkeit, jederzeit auf das Geld zugreifen zu können. Sparerinnen und Sparer sind also nicht an eine feste Laufzeit gebunden. Tagesgeldzinsen sind im Gegensatz zu Festgeldzinsen variabel. Das heißt, die Bank kann den Zins je nach Marktlage, dem allgemeinen Zinsverlauf und der Geschäftspolitik im Laufe der Zeit anpassen. 

Tagesgelder im europäischen Ausland waren für deutsche Sparerinnen und Sparer bislang nur schwer erreichbar. Sofern die Bank nicht in Deutschland ansässig war, konnte man ein Tagesgeldkonto nur vor Ort beim Institut eröffnen. Dank WeltSparen haben Sie einen aktuellen Vergleich der Zinsen vieler Tagesgeldkonten von Banken im EU-Ausland und können es direkt online eröffnen.

Rendite bei ETF-Sparplänen

Wer neben den Zinsen von Tages- und Festgeldern auch eine Option für attraktive Renditen haben möchte, kann seiner Geldanlage Wertpapiere beimischen. Die Geldanlage mit ETF-Sparplänen ist vor allem  für den langfristigen Vermögensaufbau gedacht. Bereits ab 50 EUR pro Monat ist die Investition in so einen Sparplan realisierbar.

ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine Möglichkeit, mit wenigen Klicks flexibel an den Kapitalmärkten zu partizipieren. Diese an der Börse gehandelten Investmentfonds bilden die Wertentwicklung eines Index z. B. des Deutschen Aktienindex (DAX) oder des MSCI World nach. Sie sind eine passive Anlagemöglichkeit, die nicht von einer kostenträchtigen Vermögensverwaltung gemanagt wird.

Mit dem ETF Robo haben Sie die Möglichkeit, aus vier vorgefertigten ETF-Paketen mit unterschiedlichen Aktien- und Anleihenquoten zu wählen. Ganz nach Ihrem persönlichen Risikoprofil können Sie festlegen, ob Sie beispielsweise ein höheres Risiko eingehen möchten, dafür aber lukrativere Renditen erzielen können – oder umgekehrt.

Alternativ können Sie sich Ihr ETF-Portfolio mit dem ETF Configurator selbst zusammenstellen und aus über 200 ETFs und Indexfonds Ihren individuellen Sparplan zusammenstellen.

Fazit: Warum sich die Verzinsung Ihrer Geldanlage im Ausland lohnen kann

Zinsen im Ausland können – da sie derzeit oft höher als in Deutschland sind – einen realen Mehrwert bieten. Kundinnen und Kunden von WeltSparen haben die Möglichkeit, die Zinsen verschiedener Banken zu vergleichen und gezielt attraktive Anlage-Angebote in Europa zu nutzen. 

Die Kontoeröffnung über die Plattform ist mit wenigen Klicks erledigt und entspricht der Vorgehensweise von Direktbanken im Inland. 

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Über Onlinebanking-Funktionen ist die Kontotransparenz und -übersicht jederzeit gewährleistet. Am Ende der Laufzeit wird das gesparte Geld zuzüglich Zinsen immer auf ein Online-Konto gezahlt, das für Verrechnungszwecke eingerichtet wird. So können Sie stets von den Top-Angeboten der Partnerbanken von WeltSparen profitieren.