Was ist die Goldene Bankregel?

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Die Goldene Bankregel ist ein klassischer Liquiditätsgrundsatz und betrifft die Finanzierung eines Unternehmens. Sie spielt vor allem für Banken eine große Rolle, weshalb sie auch als goldene Bank- oder Finanzierungsregel bezeichnet wird. Die Grundidee der Regel ist, dass kurzfristig aufgenommenes Vermögen (Kapital) nur für die kurzfristige Aufnahme von Krediten ausgeliehen werden darf. Langfristig aufgenommenes Vermögen soll Kunden einen langfristigen Kredit zur Verfügung stellen. So wird die sogenannte Fristenkongruenz zwischen der Finanzierung des Vermögens und zwischen dessen Investition gewahrt.

Was ist langfristiges Vermögen?

Das langfristige Vermögen (Zähler der Formel) ist das Anlagevermögen.  Das langfristige Eigenkapital bzw. Reinvermögen fügt sich aus dem Eigenkapital und dem langfristigen Fremdkapital (z.B. Anleihen, Bankdarlehen, Pensionsrückstellungen) zusammen.

Was ist kurzfristiges Vermögen?

Das kurzfristige Vermögen, auch Umlaufvermögen genannt, befindet sich im Vergleich zum langfristigen Vermögen nur kurze Zeit im Unternehmen. Das kurzfristige Vermögen dient nicht dauerhaft dem Geschäftsbetrieb, sondern umfasst alle Vermögensgegenstände, die im Zuge des Betriebsprozesses zur kurzzeitigen Veräußerung, zum Verbrauch, zur Verarbeitung oder zur Rückzahlung bestimmt sind.

Was bedeutet Fristenkongruenz?

Die goldene Bankregel erfordert eine Fristenkongruenz. Das heißt, langfristiges Vermögen muss langfristigem Kapital entsprechen und kurzfristiges Vermögen muss vom Kreditgeber durch kurzfristiges Kapital finanziert werden (Verhältnis ≧1). Eine vollständige Fristenkongruenz ist meist jedoch nicht praktikabel, da Banken ohne Fristentransformation generell nicht rentabel arbeiten können.

Warum ist die goldene Bankregel wichtig?

Die goldene Bankregel ist nicht nur für den Bankensektor relevant, sondern spielt auch für Inhaber eines privaten Unternehmens eine entscheidende Rolle. Zum einen helfen die Finanzierungsregeln dabei, die Kreditwürdigkeit (eines Unternehmens) und die Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Nur so lassen sich auch in Zukunft finanzielle Engpässe vermeiden.

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Stand: 03. Januar 2020