Was heißt Liquidität für Privatanleger?

Liquidität beschreibt, wie schnell eine Geldanlage in Bargeld oder Bankguthaben umgewandelt werden kann. Je schneller die Geldanlage “verflüssigt” werden kann, desto liquider ist sie.

Um genügend Puffer für unerwartete Zahlungspflichten und Forderungen bereit zu haben, empfiehlt es sich in jedem Fall, einen Teil seines Vermögens immer in liquide Geldanlagen zu investieren.

Liquide Geldanlagen bei WeltSparen?

Tagesgeld ist liquide und eine sichere Geldanlage. In Deutschland sind bei Tagesgeldern meist nur weit unter 1,0 % Zinsen p.a. möglich, somit kann kaum Rendite erzielt werden. Mit einem Tagesgeldkonto bei WeltSparen können Sie jedoch von attraktiven Zinsangeboten profitieren und Ihr Geld lukrativ bei Banken in europäischen Nachbarländern anlegen.

Eine weitere liquide Geldanlage sind börsengehandelte Aktien. Sie lassen sich schnell verkaufen und in Bargeld oder Bankguthaben umwandeln. Auch an der Börse gehandelte Anleihen sind meist sehr liquide.

Der Grad der Liquidität kann aber schwanken. Weltsparen bietet mit WeltInvest vier einfache ETF-Portfolios für unterschiedliche Anlegertypen als Komplettpaket. Sie wählen Ihren gewünschten Aktien- und Anleihenmix nach Ihrer persönlichen Risikobereitschaft aus und partizipieren so an der Wertentwicklung der Kapitalmärkte. Da WeltInvest einer passiven Anlagestrategie folgt, profitieren Sie außerdem von sehr niedrigen Kosten.

Liquidität in der Betriebswirtschaft

Die Liquidität ist eine finanzwirtschaftliche Kennzahl aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre und bezeichnet die Fähigkeit und die Bereitschaft beispielsweise eines Unternehmens einer Zahlungsverpflichtung nachzukommen. Das Unternehmen zum Beispiel ist dann liquide, wenn es laufende Kosten decken kann, die innerhalb eines Geschäfts- bzw. Wirtschaftsjahres aufkommen (z.B. Löhne, Miete).

Die Liquidität eines Unternehmen ist also die Grundvoraussetzung für die Aufrechterhaltung des Betriebs. Wenn diese Fähigkeit nicht mehr gegeben ist, spricht man von einer Zahlungsunfähigkeit, die im schlimmsten Fall eine Insolvenz herbeiführt. Die Aufgabe der Liquiditätssicherung ist daher von großer Bedeutung.

 

Stufen der Liquidität

Es gibt verschiedene Stufen der Liquidität, um die unterschiedlichen Möglichkeiten der Liquiditätsgewinnung zu differenzieren. Anhand dieser Formel wird eine betriebswirtschaftliche Liquiditätskennzahl ermittelt, die dem Controlling eines Unternehmens Auskunft über die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens erteilt. So kann es einschätzen, ob in Zukunft Zahlungsschwierigkeiten zu erwarten sind. Es können drei Stufen ermittelt werden:

Liquidität 1. Grades
Bei der Liquiditätsstufe 1. Grades, auch Cash Ratio genannt, werden die flüssigen Mittel ins Verhältnis zu kurzfristigen Verbindlichkeiten gesetzt. Dabei handelt es sich meist um Tilgungsraten von Darlehen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Liquide Mittel sind hierbei beispielsweise Wertpapiere, Kassenbestände, Schecks oder Bankguthaben.

Forderungen werden dabei nicht berücksichtigt. Die Liquidität 1. Grades zeigt also auf, wie weit das Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungspflichten alleine durch seine liquiden Mittel tilgen kann. Häufige Angaben für den Zielwert der Liquidität 1. Grades sind 10 % bis 30 %. Die Liquidität 1. Grades muss sich nicht auf über 100% belaufen, da Forderungen und Vorräte auch noch zur Deckung von kurzfristigen Verbindlichkeiten verwendet werden können.

Liquidität 2. Grades
Der zweite Liquiditätsgrad wird auch Quick Ratio genannt. Er gibt das Verhältnis an, indem Geldvermögen (alle Faktoren der Liquidität 1. Grades), Wertpapiere des Umlaufvermögens und kurzfristige Forderungen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten eines Unternehmens stehen. So kann also berechnet werden, ob ein Unternehmen in der Lage ist all seine kurzfristigen Verbindlichkeiten zu bezahlen.

Ideal wäre ein Wert über 100 %, da dann das Geldvermögen zur Abdeckung aller kurzfristigen Verbindlichkeiten ausreicht und zusätzlich noch Reserven übrig bleiben. Ist der Wert unter 100 % hat das Unternehmen zu wenig kurzfristig verfügbares Vermögen, um alle Verbindlichkeiten zu decken. Dadurch können Liquiditätsengpässe entstehen.

Liquidität 3. Grades
Die dritte Liquiditätsstufe, auch als Current Ratio bezeichnet, stellt das Umlaufvermögen in Bezug zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Zum Umlaufvermögen zählen Geldvermögen, Wertpapiere, Forderungen und weitere Vermögensgegenstände und Vorräte. So kann berechnet werden, wie liquide das Unternehmen langfristig ist. Die Liquidität 3. Grades sollte idealerweise bei knapp 150% liegen, um kurzfristige Verbindlichkeiten durch das Umlaufvermögen zu tragen und zur Tilgung nicht auf Anlagevermögen zurückgreifen zu müssen.

Was passiert bei einem Liquiditätsmangel?

Häufig tritt ein Liquiditätsmangel unerwartet ein, besonders wenn ein Unternehmen eine ungenügende Liquiditätsplanung durchgeführt hat. Neben einer zu niedrigen Eigenkapitalquote ist mangelnde Liquidität der häufigste Grund einer Insolvenz bei Unternehmen. Ist das Unternehmen nicht mehr liquide, versucht es nur noch den wichtigsten Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

In der Folge können beispielsweise Löhne nicht mehr pünktlich bezahlt werden, Kreditfälligkeiten werden überzogen und es kann keine Umsatzsteuer mehr berechnet werden. Dies ruft eine immer schlechtere Bonität hervor, die auch die zukünftige Liquidität des Unternehmens riskiert und damit eine Illiquidität initiiert.

Was passiert bei einer zu hohen Liquidität?

Der umgekehrte Fall ist eine zu hohe Liquidität. Dieser ist jedoch bei Weitem nicht so bedenklich wie ein Liquiditätsmangel. Zu hohe Liquidität kann nichtsdestotrotz zu Rentabilitätseinbußen führen. Das heißt: Wenn ein Unternehmen Zahlungsmittel in großer Menge ansammelt und kaum Investitionen tätigt, so kann es seine Zahlungspflichten zwar leicht erfüllen, entbehrt damit aber die übliche Verzinsung und setzt das Vermögen einem Wertverfall durch Inflation aus.