Rentenfonds

Was sind Rentenfonds?

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Rentenfonds sind Investmentfonds, die mehrheitlich in Anleihen verschiedener Art investieren. Dazu zählen Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Rente bedeutet in diesem Zusammenhang nicht Altersvorsorge, sondern kontinuierliches Einkommen, denn die Rendite des Rentenfonds wird in Form von Zinsen jährlich ausgezahlt. Die Renditen sind im Vergleich zu Aktienfonds geringer, dafür sinkt jedoch auch das Risiko.

Wie Rentenfonds genau funktionieren, welche Renditen bei welchem Risiko erzielt werden können und was es für Alternativen gibt, können Sie hier nachlesen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Anlagestrategie: Rentenfonds investieren in festverzinsliche Wertpapiere, z. B. Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen. Sie werden aktiv gemanagt und können auf Anleihen aus bestimmten Regionen oder Branchen ausgerichtet sein.
  • Rendite: Staattsanleihen erzielen im Vergleich zu Aktien in der Regel keine hohen Zinsen. Die Rendite von Rentenfonds fällt daher vergleichsweise gering aus. Beispiel: Staatsanleihen aus dem US-Raum rentierten Anfang Februar 2021 mit 1,3 % bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren. Unternehmensanleihen hingegen können höhere Renditen erzielen.¹
  • Risiko: Die Risiken eines Rentenfonds sind abhängig von der Anlagestrategie und Risikoklasse. Zur Risikostreuung investieren die Fonds oft in Anleihen aus unterschiedlichen Risikoklassen. Der Insolvenzfall eines Unternehmens kann Anlegern einen Totalverlust des investierten Anleihenkapitals zur Folge haben. Rentenfonds sollten daher breit diversifiziert sein.
  • Kosten: Rentenfonds werden meist aktiv gemanagt und sind dadurch teuer. Zu den jährlichen Verwaltungsgebühren zwischen 0,5 – 1,3 %² kommt die Steuer, meist ein Ausgabeaufschlag von durchschnittlich 3 %³ und eventuelle Performance-Gebühren. Renten-ETFs sind dahingegen deutlich günstiger, da sie einen Index ohne Fondsmanagement abbilden.

Die Definition des Rentenfonds

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Ein Rentenfonds ist ein aktiv gemanagter Investmentfonds, der in Anleihen (auch Rentenpapiere genannt) investiert und an der Börse gehandelt wird. Viele private (und institutionelle) Investorinnen und Investoren investieren verschiedene Summen in einen Topf. Das Fondsmanagement investiert das Geld dann mehrheitlich in nationale und internationale Anleihen. Die Rendite, die der Rentenfonds in Form von Zinsen bringt, wird jährlich ausgezahlt. Dadurch entsteht kein Zinseszinseffekt.

 

Der Name „Rentenfonds“ erinnert viele in erste Linie an den Ruhestand. In diesem Fall ist mit Rente jedoch Anleihe und das damit verbundene kontinuierliche Einkommen durch Zinsen gemeint. So könnte man Anleihen (oder auch Renten) als einen verzinsten Kredit bezeichnen, den die Emittenten bei Privatleuten oder institutionellen Investorinnen und Investoren aufnehmen.

In Rentenfonds können Wertpapiere wie Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, kommunale Anleihen oder etwa Hypotheken-Pfandbriefe enthalten sein. Klassische Rentenfonds werden durch eine Fondsgesellschaft, auch Emittent genannt, erstellt und aktiv gemanagt. Dabei setzt das Fondsmanagement einen inhaltlichen oder lokalen Fokus (z. B. Branche, Region, Nation etc.) und wählt investierbare Anleihen aus diesen Segmenten aus. 

Dadurch können Rentenfonds in 6 verschiedene Gruppen eingeteilt werden:

  1. Geldmarktfonds: Zinspapiere mit sehr kurzen Laufzeiten.
  2. Euro-Rentenfonds: Enthalten in Euro notierte Anleihen.
  3. Globale Rentenfonds: Nationale wie auch internationale Anleihen, ohne lokale Grenzen.
  4. Emerging-Markets-Rentenfonds: Anleihen aus Schwellenländern (auch Wachstumsmärkte genannt).
  5. Hochzinsanleihen-Fonds: Hochverzinsliche Anleihen aus erhöhten Risikoklassen.

Spezielle Rentenfonds: Spezielle Anleihen wie beispielsweise Wandelanleihen, Aktienanleihen oder Genussscheine.

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Kosten und Gebühren von Rentenfonds

Dadurch, dass die Rentenfonds aktiv von einem Fondsmanager verwaltet werden, entstehen hohe Gebühren. Der Fondsmanager versucht, einen Index oder selbst gesetzte Ziele wie eine bestimmte Jahresrendite zu übertreffen. Dafür werden aktuelle Anleihenkurse, Trends, Nachrichten und viele weitere Faktoren zurate gezogen, um die im Rentenfonds liegenden Anleihen möglichst gewinnbringend zu handeln und neue Anleihen mit potenzieller Wertsteigerung in den Fonds einzukaufen. 

Dafür erhebt der Emittent eine Verwaltungsgebühr zwischen 0,5 – 1,3 % der Anlagesumme. Dazu kommt der Ausgabeaufschlag von durchschnittlich 3 % des Kaufpreises des Rentenfonds. Dieser ist für die Ausgabe der Fondsanteile fällig. Manche Emittenten von Rentenfonds erheben zusätzlich eine Performance-Gebühr, wenn bestimmte Ziele erreicht werden. Das kann zum Beispiel das Überschreiten einer festgelegten Jahresrendite sein. Zusätzlich zu den Fondskosten müssen Anlegerinnen und Anleger die Kapitalerträge aus Anleihen in der Regel versteuern. Die Abgeltungssteuer beträgt 25 %⁴, hinzu kommen gegebenenfalls noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.

Wie kann die Anlegerin oder der Anleger denn nun die Kosten eines Rentenfonds richtig einschätzen, um das Geld sinnvoll anzulegen? Dazu gibt es die Total Expense Ratio (TER). Sie gibt die Gesamtkostenquote, also das prozentuale Verhältnis zwischen den Fondskosten und dem Fondsvolumen, an. Das schafft Transparenz für die Anlegerinnen und Anleger und eine bessere Vergleichbarkeit der verschiedenen Rentenfonds als Geldanlage.

Mit dem ETF Configurator müssen Anlegerinnen und Anleger lediglich mit Gesamtkosten von 0,43 % pro Jahr zzgl. Fondskosten rechnen, denn ETFs werden nicht aktiv gemanagt, weil sie einen bestehenden Anleihenindex automatisiert abbilden. Das spart Ihnen die Gebühr für das Fondsmanagement. Sie können aus einer Vielzahl an ETFs und Indexfonds Ihr ganz persönliches Portfolio selbst zusammenstellen. Ihre Geldanlage soll möglichst umweltfreundlich und nachhaltig gestaltet sein? Dann wählen Sie im Fondsmixer die Option „nur nachhaltige ETFs“ und entscheiden Sie selbst zwischen allen Fonds, die Ihre Kriterien an Nachhaltigkeit und Umweltschutz erfüllen.

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Welche Renditen erzielen Rentenfonds?

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Die Renditen der Rentenfonds fallen je nach Anlagestrategie unterschiedlich aus. Risikoarme Anleihen haben eine niedrige Rendite, risikoreichere Anleihen erzielen höhere Zinsen. Um die Chance auf eine erhöhte Rendite zu steigern, investieren Rentenfonds in eine Vielzahl von Anleihen, darunter sowohl risikoarme als auch risikoreiche Anleihen. Das Risiko wird dadurch gestreut und im besten Fall können höhere Summen erzielt werden. Die Zinsen, die der Rentenfonds erzielt, werden als jährliche Rendite ausbezahlt. Es entsteht also kein Zinseszinseffekt durch die Reinvestition der Erträge.

 

Der Anleihenkurs spielt dann eine Rolle, wenn man die festverzinslichen Wertpapiere im Rentenfonds vor dem Ende der Laufzeit handeln möchte. Das kann der Fall sein, wenn der Kurs der Anleihe steigt, z. B. aufgrund einer verbesserten Bonität, und die Anlegerin oder der Anleger davon profitieren möchte. Die Anteile werden frühzeitig zu einem höheren Preis als der ursprüngliche Kaufpreis des Rentenfonds wieder verkauft.

Welche Risiken gibt es bei Rentenfonds?

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Je nach Anlagestrategie ist das Risiko eines Rentenfonds unterschiedlich hoch. Um die Rentenfonds und ihre Risiken transparenter zu gestalten, werden sie in Risikoklassen von 1-7 eingestuft. Diese Risikoklassen sind gesetzlich definiert, wobei 1 für die niedrigste und 7 für die höchste Risikoklasse steht.

 

Zu den Risikoklassen gibt es noch ein weiteres Bewertungscluster. Dabei wird auch zwischen einem kurzfristigen und langfristigen Investment unterschieden. Die Bewertung der Rentenfonds wird von externen Rating-Agenturen vorgenommen und der potenziellen Anlegerin oder dem potenziellen Anleger zur Verfügung gestellt.

Mit einer positiven Bonität im Investment-Grade-Bereich werden Rentenfonds als besonders risikoarm eingestuft. Dazu zählen vor allem deutsche oder europäische Staatsanleihen sowie einige Unternehmensanleihen. Anleihen aus Schwellenländern sowie Hochzinsanleihen bergen hingegen ein erhöhtes Risiko und werden als risikoreich oder spekulativ bewertet. 

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anleihen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Risiken finden Sie hier.

Was bedeuten die Ratings der Rentenfonds?

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Wer sich bereits mit Rentenfonds beschäftigt hat, wird an der ein oder anderen Stelle Bezeichnungen wie AAA, AA+, BB- oder A-1+ begegnet sein. Damit ist die Bewertung einer Anleihe gekennzeichnet, die von externen Rating-Agenturen, wie zum Beispiel Standard & Poor’s oder Morningstar, durchgeführt werden. Dabei wird die Bonität eines Unternehmens untersucht und bewertet. In der untenstehenden Grafik haben wir Ihnen alle Ratings aufgeführt, in die Anleihen-emittierende Unernehmen eingestuft werden können. Dabei wird zwischen Investments mit hoher und mittlerer Sicherheit unterschieden. Wenn viele risikoreiche Anleihen in einem Rentenfonds enthalten sind, kann es sein, dass er für Privatanleger ungeeignet ist. Anleger sollten sich der Risiken und Unternehmensbewertungen daher bewusst sein.

Vor- und Nachteile von Rentenfonds

  • Rentenfonds funktionieren mit festen Summen, aber auch mit monatlichen Sparplänen.
  • Durch die Diversifikation des Rentenfonds in mehrere Anleihen unterschiedlicher Art wird das Risiko gestreut.
  • Geld in einem Rentenfonds anzulegen ist einfacher, als in einzelne Anleihen zu investieren und diese selbst zu verwalten.
  • Rentenfonds aus Schwellenländern und Hochzins-Fonds bringen ein erhöhtes Risiko mit sich.
  • Die Rendite von risikoarmen Rentenfonds wie z.B. US-Staatsanleihen ist aufgrund niedriger Zinsen eher gering.
  • Aktive Rentenfonds können nicht so einfach verkauft werden, da sie meist nicht an der Börse, sondern über einen Broker oder die Bank gehandelt  werden.
  • Bei Rentenfonds gibt es keinen Zinseszinseffekt.
  • Aktive Rentenfonds sind teurer als Renten-ETFs
  • Wie bei allen Fonds besteht das Risiko von Kursverlusten.

Passive Renten-ETFs als Alternative

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Rentenfonds werden aktiv von einem Fondsmanagement verwaltet, um die Wertentwicklung eines vorher definierten Zieles oder eines Index zu übertreffen. Dafür wählen sie aus ihrer Sicht geeignete Rentenpapiere aus, die auch zur Anlagestrategie passen. RentenETFs hingegen sind passive Fonds. Sie bilden automatisch die Wertentwicklung eines Index ab. Dadurch, dass hinter RentenETFs kein aktives Fondsmanagement steht, sind die Gebühren deutlich geringer als bei Rentenfonds. Hinzu kommt, dass RentenETFs im Gegensatz zu Rentenfonds täglich an der Börse gehandelt werden. Der An- und Verkauf von Anleihen erfolgt automatisch. Die aktiv gemanagten Rentenfonds werden manuell verkauft und gekauft und sind daher nur eingeschränkt handelbar.

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Fazit: Rentenfonds sinnvoll in diversifizierte Portfolios aufnehmen

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Rentenfonds bieten die Möglichkeit, in Anleihen zu investieren, um ein kontinuierliches Einkommen durch Zinsen zu erzielen. Jedoch ist die Verzinsung bei Staatsanleihen mit hoher Bonität eher gering. Hinzu kommen noch hohe Gebühren für das Management des Fonds. Bei den überschaubaren Renditen der Rentenfonds ist es sinnvoll, die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Passive Rentenfonds in Form von ETFs und Indexfonds sind auf Dauer kosteneffizienter.

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