Was ist unter Rentenfonds zu verstehen?

Wenn ich etwas für das Alter tun möchte, muss ich in Rentenfonds investieren.“ – Zumindest denken das sehr viele, weil sie vom Namen des Fonds auf den Einsatzbereich Altersvorsorge schließen. Dabei hat ein Rentenfonds nichts direkt mit unserer Rente zu tun. Das Wort „Rente“ ist hier ein Synonym für Anleihen. Demnach könnte man den Rentenfonds auch „Anleihenfonds“ nennen. Er investiert, ähnlich wie Aktienfonds mehrheitlich in Aktien investieren, mehrheitlich in Anleihen verschiedener Art. Also etwa Staatsanleihen oder Unternehmensanleihen. Die Rendite ist Anleihen-typisch etwas geringer als bei Aktien, dafür kann man aber von einem geringeren Risiko sprechen.

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Was ist ein Rentenfonds?

Rentenfonds investieren mehrheitlich in Anleihen (auch Rentenpapiere genannt), genauer gesagt in festverzinsliche Wertpapiere. Zu denen können neben Staatsanleihen und Unternehmensanleihen unter anderem auch kommunale Anleihen (das Fachwort lautet „Kommunal-Obligationen“) oder etwa Hypotheken-Pfandbriefe zählen. Also alles, was als festverzinsliches Wertpapier handelbar ist (siehe weiter unten im Kurzexkurs). Handelbar bedeutet in diesem Fall auch, dass man die Wertpapiere vor Laufzeitende an der Börse oder im Direkthandel verkaufen kann. Die Entstehung eines Rentenfonds erfolgt durch die Fondsgesellschaft, auch Emittent genannt. Sie legt einen Rentenfonds auf. Traditionelle Rentenfonds werden durch ein Fondsmanagement gesteuert. Das Fondsmanagement setzt einen inhaltlichen oder lokalen Fokus für den Rentenfonds und wählt die investierbaren Anleihen dementsprechend aus. In Rentenfonds sind meist Anleihen enthalten, die sich etwa auf bestimmte Nationen, Kontinente, Geldmärkte, Branchen oder ähnliches konzentrieren. Und so kann man sie in sechs verschiedene Gruppen aufteilen:

  1. Geldmarktfonds: Zinspapiere mit sehr kurzen Laufzeiten.
  2. Euro-Rentenfonds: Enthalten in Euro notierte Anleihen.
  3. Globale Rentenfonds: Ohne lokale Grenzen, national wie auch international.
  4. Emerging-Markets-Rentenfonds: Anleihen aus Schwellenländern (auch Wachstumsmärkte genannt).
  5. Hochzinsanleihen-Fonds: Hochverzinsliche Anleihen aus erhöhten Risikoklassen.
  6. Spezielle Rentenfonds: Spezielle Anleihen wie beispielsweise Wandelanleihen, Aktienanleihen oder Genussscheine.

Weltweit gibt es rund 41.000 Aktienfonds. Bei den Rentenfonds fällt die Zahl kleiner aus. Nur etwa 22.400 Rentenfonds wurden zum Jahresende 2018 weltweit verwaltet. In Deutschland entfallen 39 Prozent aller Fonds-Investitionen auf Rentenfonds, sie gehören daher hinter Mischfonds die beliebteste Fondskategorie (siehe Grafik, unten).

Kurzexkurs: Was sind Anleihen?

Laut Definition handelt es sich bei Anleihen um festverzinsliche Wertpapiere. Über diese können sich Emittenten – also etwa Unternehmen, Staaten und Banken – mit Fremdkapital versorgen, wenn Aktien für sie ausscheiden und sie Kredite vermeiden möchten. So könnte man Anleihen (oder auch Renten) wie einen verzinsten Kredit beschreiben, den die Emittenten bei Privatleuten oder institutionellen Investoren aufnehmen. Der Hauptunterschied zu einem echten Kredit besteht darin, dass sich die Gesamtsumme auf viele verschiedene Sparer und Investoren verteilt. Außerdem handelt man Anleihen an der Börse. Mit einem klar definierten Nennwert (Stückpreis), einer festen Laufzeit und einem Kupon (Zins). Der Kupon oder Zins ist ein prozentualer Anteil der Anlagesumme und wird regelmäßig als “Gewinn” an die Investoren ausgeschüttet. Und weil es zum Ausschütten kommt, bieten Anleihen keinen Zinseszinseffekt. Neben dem Kupon existiert aber noch eine weitere Gewinn-Komponente. Diese besteht im Kurs der Anleihe, der sich wie bei Aktien aufwärts wie auch abwärts entwickeln kannWeitere Informationen über Anleihen finden Sie hier.

Warum heißen Rentenfonds so, wie sie heißen?

„Rente“ ist ein anderes Wort für „Anleihe“. Wir in Deutschland assoziieren das Wort zwar sofort mit dem Ruhestand und dem entsprechenden Einkommen. Tatsächlich kommt die „Rente“ aus dem Französischen und bedeutet übersetzt „kontinuierliches Einkommen“, womit das Wort für jedwedes Einkommen verwendet werden kann. Weil Rentenfonds dieses kontinuierliche Einkommen in Form von Zinsen bieten, bezeichnet man sie auch so. Das Wort „Anleihenfonds“ wäre inhaltlich auch korrekt, ist aber nicht so sehr verbreitet.

Gibt es Rentenfonds bei WeltInvest?

Mit unserem ETF-Portfolio WeltInvest bieten wir weltweit diversifizierte ETFs sowie Indexfonds in den wichtigsten Anleihen- und Aktienmärkten an. Wählen Sie Ihr Portfolio nach Ihrem persönlichen Risikoprofil aus. Je höher die Aktienquote, desto höher ist das Risiko. Je höher der Anleihen-Anteil ausfällt, desto niedriger das Risiko.

Wie unterscheiden sich Rentenfonds von ETFs?

Sowohl traditionelle Rentenfonds als auch die etwas jüngeren ETFs sind Investmentfonds. Beide sammeln das Geld von Investoren und investieren es in Renten / Anleihen. Der größte Unterschied besteht im vorhandenen oder nicht vorhandenen aktiven Fondsmanagement beider Produkte.

Aktive Rentenfonds und passive Renten-ETFs

Bei einem aktiv gemanagten Rentenfonds versucht ein Fondsmanagement, die Wertentwicklung einer vorher definierten Benchmark oder eines Index zu übertreffen. Sie wählen die aus ihrer Sicht dafür geeigneten Rentenpapiere nach einer ebenso fest definierten Anlagestrategie selbst aus. Dafür rufen aktive Rentenfonds hohe Gebühren auf.

Renten-ETFs (auch Anleihen-ETFs) hingegen bilden lediglich die Wertentwicklung eines Index ab. Sie versuchen nicht, die besten Wertpapiere auszusuchen und dementsprechend gibt es auch kein aktives Fondsmanagement. ETFs gehören also zu den passiven Investmentfonds und verlangen deshalb wesentlich niedrigere Gebühren.

Handelbarkeit

Aktiv gemanagte Rentenfonds können im Direkthandel oder über die Börse gehandelt werden, meistens werden sie aber durch Anlageberater, Bankberater oder Fondsgesellschaften vertrieben. Die Handelbarkeit ist dann auch eingeschränkter als bei Renten-ETFs. Die Abkürzung ETF steht für “Exchange Traded Funds”, was so viel bedeutet wie börsengehandelter Fonds. Renten-ETFs sind dementsprechend börsentäglich handelbar.

Replikation von Renten-ETFs

Während bei aktiv gemanagten Rentenfonds das Fondsmanagement die Anleihen kauft und verkauft, erfolgt die Replikation der Wertentwicklung eines Renten-ETFs entweder physisch, synthetisch oder optimiert.

Bei der physischen Replikation kauft der Renten-ETF die Anleihen im gleichen Verhältnis, wie sie auch im Index enthalten sind, um die Wertentwicklung so exakt wie möglich abzubilden.

Die synthetische Replikation von ETFs funktioniert anders. Anstelle von Anleihen werden Derivate gekauft, mit denen sich die Wertentwicklung des Index künstlich abbilden lässt.

Bei der Sampling-Methode werden nicht alle Anleihen des Index integriert, sondern nur eine Auswahl derer (Sample). Die Wertentwicklung des Index wird über Derivate optimiert. Deshalb wird die Sampling-Methode oft auch optimierte Replikation bezeichnet.

Je nach der Replikationsmethode kann die Wertentwicklung zum (originalen) Index abweichen. Der sogenannte “Tracking-Error” fällt aber meistens gering aus.

Globaler Rentenfonds bei WeltInvest?

In unserem ETF-Portfolio WeltInvest gibt es den Vanguard Global Bond Indexfonds, einen global investierenden Rentenfonds. Die Wertentwicklung seit Auflage des Fonds finden Sie in der folgenden Grafik. Je nach Portfolio machen Anleihen bei WeltInvest 30, 50 oder 70 % aus.

Der Vanguard Global Bond Index Fund ist in den WeltInvest ETF-Portfolios 30, 50 und 70 enthalten.

Machen Sie sich ein Bild von der vierfachen Auswahl:

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Wie funktioniert ein Rentenfonds?

Rentenfonds lassen sich einfach oder auch etwas komplexer erklären.

Rentenfonds kurz und knapp erklärt

Viele private (und institutionelle) Investoren investieren verschiedene Summen in einen Topf. Das Fondsmanagement investiert das Geld mehrheitlich in Anleihen (Rentenpapiere). Das Fondsmanagement (beziehungsweise die komplette Fondsgesellschaft) steht unter Aufsicht der Börse und hat bestimmte Richtlinien zur Anlagestrategie einzuhalten.

Die Rendite ist dabei meist nicht so hoch wie etwa bei einem Aktienfonds. Wenn man beispielsweise für eine 1.000 Euro-Anleihe einen Kupon von 1 % erhält, bekommt man Jahr für Jahr 10 Euro ausbezahlt. Bei einer Laufzeit von 10 Jahren würde man also 100 Euro Gewinn zusammensammeln und das investierte Geld nach Ende der Laufzeit zurückerhalten.

Das ist bei einer einzelnen Anleihe keine hohe Rendite – natürlich investieren Rentenfonds aber in eine Vielzahl derer. Damit streuen sie das Risiko und die überschaubaren Renditen der einen Anleihe werden durch die höheren Renditen anderer Anleihen kompensiert. So kommen bestenfalls höhere Summen zustande.

Ein Kurs existiert bei Anleihen und Rentenfonds auch. Dieser kommt dann auf den Plan, wenn man eine Anleihe vor Laufzeitende handeln möchte, um idealerweise von Kurszuwächsen zu profitieren. Andersherum kann es aber auch zu Kursverlusten kommen.

Dazu lesen Sie im nächsten Abschnitt mehr.

Rentenfonds ausführlich erklärt

Was den Kurs und auch den Kupon betrifft, muss man auf wesentliche Details beim kurzen Erklären verzichten. An diesen beiden Stellen wird das Thema Rentenfonds nämlich doch noch komplexer. Doch nicht nur das, sie werden auch deutlich interessanter.

Hinsichtlich des Kupons existieren die einen Anleihen – etwa deutsche oder europäische Anleihen – mit überschaubaren Risiken und Renditen. Ebenso gibt es risikoreichere Anleihen, z.B. in Hochzins-Rentenfonds oder Schwellenland-Rentenfonds. Diese haben meist einen hohen Kupon mit potenziell höheren Gewinnen und auch interessantere Kurse.

Apropos: Auch hinsichtlich der Kurse könnte man zwei Arten von Anleihen-Investments definieren. Einmal die, bei der man Anleihen kauft und bis zum Schluss behält. Diese Methode ist sicher, sofern der Emittent eine positive Bonität hat (zur Bonität, siehe Tabelle, unten). Die auch als “Buy and Hold” bezeichnete Strategie ist aber auch Rendite-schwach, weil der Kupon bei Anleihen mit guter Bonität niedriger ausfällt als bei Anleihen mit schlechter Bonität. Die zweite Art besteht darin, Anleihen vor Laufzeitende zu handeln und eventuelle Kursgewinne mitzunehmen.

Aktive Rentenfonds arbeiten mit beiden Methoden, um die Rendite des Fonds zu verbessern. So machen sie sich Kursschwankungen zunutze, um Gewinne zu erzielen und ebenso die Höhe der Ausschüttungen zu optimieren.

Ratin-Agenturen wie Standard & Poor’s bewerten Unternehmen anhand von langfristigen und kurzfristigen Ausblicken. Eine Übersicht der einzelnen Bewertungen finden Sie hier:

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Warum schwanken die Kurse von Rentenfonds?

In erster Linie schwanken die Kurse konträr zum Marktzins (also zum durchschnittlichen Zins, den Investoren für ihre Anleihen bekommen können). Wenn letzterer zunimmt, und das würde einen höheren Zins bei neuen Anleihen bedeuten, fallen die Kurse der schon bestehenden Anleihen. Und andersherum. Das ist deshalb so, weil die Investoren stets den besten Zins haben möchten. Wenn sie ihn bei neuen Anleihen erhalten, sinkt das Interesse an bestehenden Anleihen und somit auch deren Kurs. Natürlich wirkt sich das auf den Rentenfonds aus.

Auch mit der Laufzeit können schwankende Anleihenkurse zu tun haben. Je knapper die Restlaufzeit, desto eher entspricht der Kurs dem Nennwert (Einkaufspreis). Es wäre also kaum noch rentabel, die Anleihe zu dem Zeitpunkt zu kaufen. Dementsprechend bekommt man als Investor auch keine Gewinne mehr dafür und macht eher Verluste, wenn man die Anleihe verkauft. Das betrifft den einzelnen Investor wie auch das Fondsmanagement eines Rentenfonds. Schwer handelbare Anleihen-Positionen verursachen keinen Gewinn mehr.

Wirklich brisant sind die Faktoren, die auch den Aktienmarkt immer wieder zittern lassen. Also die Bonität des Emittenten etwa. Gehen Gerüchte oder tatsächliche News um, dass ein Emittent die Anleihen nicht mehr zurückzahlen kann? Oder dass er durch Branchenvorfälle ins Straucheln kommt? Dann rauschen die Kurse im wahrsten Sinne in den Keller. Denn Anleger verkaufen ihre Anleihen. Jeder versucht zu retten, was er retten kann.

Andersherum kann der Kurs natürlich auch ansteigen, wenn externe Instanzen (beispielsweise Rating-Agenturen) die Bonität des Emittenten hochstufen oder wenn positive Nachrichten in den Umlauf kommen. Und das ist vor allem bei den risikoreicheren Anleihen ein Grund zur Freude. Denn steigen hier die Kurse, rücken die Unternehmen für einen Moment ins Rampenlicht: Investoren können die Anleihen dann mit Gewinnen verkaufen. Emittenten hingegen können aufgrund der hohen Nachfrage neue Anleihen mit einem niedrigeren Zins emittieren.

Zusätzlich kann es beim Verkauf von Anleihen zu schwankenden Kursen durch Währungsunterschiede kommen. Auch das beeinflusst einen Rentenfonds, wobei das Fondsmanagement ein zu starkes Schwanken natürlich vermeiden möchte.

Was kosten Rentenfonds?

Gebühren:

  • Ausgabeaufschlag: Bei Rentenfonds durchschnittlich 3 % des Kaufwerts , für die Ausgabe der Fondsanteile.
  • Verwaltungsgebühren: Etwa 0,5 % bis 1,3 % der Jahresrendite – die Fondsgesellschaft behält diese Gebühr automatisch ein.
  • Performance-Gebühr: Bei manchen Rentenfonds wird sie zusätzlich erhoben, meistens aber bei Aktienfonds. Grundsätzlich fällt die Performance-Gebühr nur dann an, wenn bestimmte Watermarks (also definierte Obergrenzen) bei der Rendite tatsächlich erreicht wurden.
  • Total Expense Ratio (TER): Hierbei handelt es sich nicht um eine Extra-Gebühr, sondern um die Gesamtkostenquote, das prozentuale Verhältnis zwischen der Fondskosten zum Fondsvolumen. Die TER dient der Transparenz beim Anleihenkauf und soll Fondskosten für Investoren vergleichbar machen.

Steuern:

  • In der Regel muss in Deutschland für Kapitalerträge aus Anleihen die Abgeltungsteuer entrichtet werden. Diese Steuer wird von der Depotbank für Sie direkt einbehalten und abgeführt. Für Detailinformationen zur Besteuerung in Ihrem konkreten Einzelfall wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater. Bitte beachten Sie, dass Ihnen unser Kundenservice keine steuerliche Beratung anbieten kann. Wir bitten um Ihr Verständnis. Weitere Informationen zum Thema Steuern finden Sie hier.

Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich:

Rentenfonds sind hinsichtlich der Gebühren normalerweise preiswerter als Aktienfonds. ETFs mit einer Mehrzahl an Anleihen in diesem Fall sind aber noch einmal preiswerter als aktive gemanagte Rentenfonds. Eine Verwaltungsgebühr von nur 0,15 % bis 0,3 % p.a. ist äußerst überschaubar. In vielen Fällen ist es außerdem kostenlos oder erneut sehr preiswert, ETF-Anteile zu kaufen. Sehen Sie sich die Portfolios von WeltInvest an – und profitieren Sie von ihren Kostenvorteilen, die sie überaus effizient machen.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Rentenfonds?

  • unktioniert mit festen Summen wie auch mit monatlichen Sparplänen.
  • Stabilisieren das Portfolio und streuen das Risiko, das in den meisten Fällen (deutsche und europäische Fonds) überschaubar ist.
  • Nicht so kompliziert, wie in einzelne Anleihen zu investieren und diese zu überwachen.
  • Bei Rentenfonds aus Schwellenländern und Hochzins-Rentenfonds ist mit einem erhöhten Risiko zu rechnen.
  • Aktive Rentenfonds können nicht so einfach mit Gewinn verkauft werden – bei ETFs mit einem Fokus auf Renten ist es leichter. Trotzdem sind Kursgewinne beim Verkauf von Rentenfonds nicht unrealistisch, wenn sich die Kurse positiv entwickeln.
  • Kein Zinseszinseffekt
  • Generell höheres Verlustrisiko als beispielsweise bei klassischen Sparkonten.

*Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Der Wert der vermittelten ETF und Indexfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen und folgenden Risiken: 1. Allgemeine Risiken von Kapitalanlagen (wie Konjunkturrisiko, Zinsänderungsrisiko), 2. Wertpapierspezifische Risiken (wie Aktienkursrisiko, Bonitätsrisiko), 3. Spezielle Risiken von Anlagen in Investmentfondsanteile, 4. Spezielle Risiken von Anlagen in ETFs und Indexfonds, 5. Spezielle Risiken bei der Abwicklung von Wertpapieraufträgen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Risiken finden Sie hier.

Wie sicher sind Rentenfonds wirklich?

Insbesondere solche Anleihen und Rentenfonds mit einer positiven Bonität kann man als sicher einstufen. Die Bonität wird dabei von externen Rating-Agenturen wie beispielsweise Morningstar oder Standard & Poor’s eingestuft.

Auf der anderen Seite stehen die Fonds, die Anleihen von Schwellenländern kaufen und andere Wagnisse unternehmen, um die Rendite zu erhöhen. Hier muss man damit rechnen, dass es zu einem Totalverlust einzelner Anleihen kommt.

Oft kommt es vor, dass die Emittenten die Anleihen nicht zurückzahlen können und dass somit die Investoren „Pech haben“. Rentenfonds können durch die Diversifikation den Ausfall einzelner Anleihen jedoch ausgleichen.

Wie sicher ein Fonds ist, lässt sich an den Risikoklassen (1-7) ablesen, die gesetzlich definiert sind, um Fonds transparenter zu machen. Die Risikoklasse 7 entspricht dabei dem höchsten Risiko, eine Risikoklasse 1 enthält das niedrigste Risiko. Dabei muss sich der Emittent danach richten, wie sehr der Kurs des Fonds schwanken kann, also wie „volatil“ der Fonds ist.

Natürlich versuchen die Fondsgesellschaften, die Rendite zu maximieren und dabei das Risiko einzudämmen. Damit ein Rentenfonds rentabel ist, muss er in Anleihen verschiedener Risikoklassen investieren. Und so muss man sich darüber bewusst sein, dass die Rendite – ob hoch oder (derzeit eher) überschaubar – immer eine Belohnung für das vorher eingegangene Risiko ist. Das gilt für Rentenfonds ebenso wie bei Aktienfonds oder auch Immobilienfonds.

Fazit

Tatsächlich sind aktiv gemanagte Rentenfonds (auch mit Blick auf die momentane Zinssituation) im Vergleich zu passiven ETFs ein für Investoren recht teures Produkt. Passive Rentenfonds in Form von ETFs und Indexfonds sind auf Dauer sehr viel kosteneffizienter.

Ob Sie also in aktive Rentenfonds oder doch lieber in ETFs investieren möchten, müssen Sie entscheiden. Bei den überschaubaren Renditen ist es sinnvoll, immerhin die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren.

Ein Beispiel für einen weltweit investierenden und passiven Rentenfonds finden Sie im Vanguard Global Bond Index Fund. Dieser ist auch in unseren WeltInvest-ETF-Portfolios enthalten.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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