Was ist unter Rohstofffonds zu verstehen?

Definition: Mittels Rohstofffonds können Privatanleger an den internationalen Rohstoffmärkten teilhaben. Hierzu zählen beispielsweise die Märkte für Öl, Edelmetalle, Industriemetalle und landwirtschaftliche Rohstoffe. Die Fonds funktionieren wie normale Investmentfonds auch. Nur mit dem Unterschied, dass sie meist nicht direkt in Rohstoffe investieren können. Also investieren Rohstofffonds in rohstoffnahe Anlageklassen.  Oft investieren sie in Form von Aktien in Unternehmen, die mit dem Abbau, Weiterverarbeiten und Verkauf von Rohstoffen verbunden sind. Manchmal investieren Sie auch in Derivate, wie beispielsweise Futures.

225.000+
zufriedene Kunden

Was ist der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Rohstofffonds?

Rohstofffonds existieren sowohl in offenen als auch geschlossenen Strukturen.

In die offenen Fonds können alle Anleger einzahlen, es bestehen keine Limits. Normalerweise investieren die offenen Rohstofffonds dann in die Aktien der Rohstoffunternehmen oder in Derivate.

Geschlossene Rohstofffonds haben eine Maximal-Anzahl an Fondsanteilen, die Privatanleger sich sichern können. Die Anzahl und der Wert einzelner Anteile orientieren sich am maximalen Fondsvolumen, welches für die Investition erforderlich ist. Sind alle Fondsanteile verkauft, dann schließt der Rohstofffonds.

Meistens müssen die Anleger eine Mindestinvestition leisten und dann auf bestimmte Zeit investiert bleiben, um Verluste zu vermeiden (bis zum Auflösen des Fonds). Verbunden mit höheren Risiken, wird in ein bestimmtes Projekt investiert, beispielsweise in den Bau einer Bohrinsel, woraufhin mit dem Verkauf des Rohstoffs die Rendite des Fonds erzielt wird.

Rohstofffonds können hohe Renditen hervorrufen, sind aber auch auf sehr volatilen (schwankenden) Märkten beheimatet. Wie funktionieren die Fonds?

Die Gewinne werden insbesondere mit dem Verkauf der Rohstoffe erzielt – über das Unternehmen oder die Institution, in die der Fonds investiert hat.

Dabei besteht eine Besonderheit: Nimmt die weltweite Nachfrage nach Rohstoffen zu, dann steigen ihre Preise und damit auch der potentielle Gewinn für Fondsinvestoren. Eine durchschnittliche Rendite kann für Rohstofffonds aber nicht definiert werden. Dafür unterscheiden sich einzelne Märkte zu sehr voneinander. Zudem sind nicht alle Rohstoffe unendlich vorhanden, was die Preise mit beeinflusst.

Viele Teilbereiche des Rohstoffmarkts sind stark volatil. So ist es etwa auf dem Ölmarkt zu beobachten. Nachfrage und Angebot haben sich hier in den vergangenen Jahren durch den Ausbau der Schieferöl-Produktion stark verändert. Der Preis ist stark eingebrochen. Die ölproduzierenden Länder, insbesondere die OPEC, haben immer wieder versucht, durch die Kontrolle der Produktion den Ölpreis zu stabilisieren.

Neben den Renditechancen sollten sich Anleger auch darüber bewusst sein, dass es auf Rohstoffmärkten vereinzelt zu Spekulationen kommen kann, deren Risiken nicht vorhersehbar sind. Vor allem im Bereich der Lebensmittel sind Spekulationen äußerst umstritten.

Zudem ist das Wechselkurs-Risiko relevant, weil Rohstofffonds ihre Gewinne in anderen Ländern der Erde erzielen. Eben dort, von wo aus man die entsprechenden Rohstoffe handelt. Auch wenn viele Fondsmanagements inzwischen sogenannte Währungssicherungen einbauen, ist das Risiko noch in Teilen vorhanden. Außerdem treiben solche Absicherungs-Strategien die Gebühren in die Höhe.

Wie unterscheiden sich Rohstoff- ETFs von aktiven Fonds?

Rohstofffonds besitzen ein aktives Fondsmanagement, das für die Käufe und Verkäufe innerhalb des Fonds verantwortlich ist und so dessen Rendite bildet. Dafür werden laufende Gebühren erhoben, die auf Dauer und bei einer hohen Investitionssumme recht teuer sind. Während kosteneffiziente Geldanlagen nicht so sehr an der Rendite zehren.

Hier kommen ETFs und Indexfonds mit ihren passiven Strukturen auf den Plan.

Passive ETFs und Indexfonds bilden einen schon bestehenden Index automatisiert nach und kommen so ohne das aktive Verwalten des Fonds aus. Auch ein Ausgabeaufschlag fällt bei den passiven Fonds nicht an.

Dadurch sind die Gebühren dauerhaft deutlich niedriger. So weisen etwa die ETFs von WeltInvest laufende Kosten von nur 0,49 % im Jahr auf. Die Gebühren aktiver Investmentfonds pendeln sich durchschnittlich bei höheren 2,26 % im Jahr ein.

Trotz der niedrigen Gebühren erreichen ETFs und Indexfonds stets nahezu das Renditeniveau der ihnen vorstehenden Indizes und schneiden damit meist besser ab als aktive Investmentfonds, die die Wertentwicklung der Märkte meist nicht übertreffen.

Auch im Rohstoffbereich existieren die passiven Fonds – bei den Produkten von WeltInvest wird (aufgrund der hohen Volatilität der Rohstoffmärkte) aber auf Rohstoffe verzichtet und stattdessen zu verschiedenen Anteilen in Aktien und Anleihen investiert.

Startseite > Geldanlage > Fonds > Rohstofffonds