Was ist unter Mischfonds zu verstehen?

Definition: Bei einem Mischfonds (auch als Multi-Asset-Fonds bezeichnet) handelt es sich um einen Investmentfonds, der nicht nur ausschließlich in Aktien oder Anleihen investiert, sondern beide Anlageklassen mischt. Manchmal werden auch Immobilien oder Edelmetalle zum Bestandteil eines Mischfonds.

So müssen Investoren sich nicht mehr komplex entscheiden, ob sie in einen Aktienfonds oder einen Rentenfonds investieren, sondern können einfach einen Mischfonds nehmen.

Anleger müssen sich nur darüber im Klaren sein, dass trotz des Mischens verschiedener Wertpapierklassen weitere Aspekte bei der Diversifikation sowie die Kosten für die Rendite eine Rolle spielen.

Wir erklären unter anderem, warum das so ist.

Was ist ein Mischfonds?

Mischfonds investieren in erster Linie sowohl in Aktien als auch in Anleihen, damit sich Investoren nicht auf eine der beiden Anlageklassen begrenzen müssen. Natürlich bestehen aber Ausnahmen, indem Mischfonds neben Aktien und Anleihen auch in mehrere Anlageklassen investieren können. Dabei kann es sich beispielsweise um Immobilien, Rohstoffe, Währungen oder auch um Edelmetalle handeln. Deshalb werden Mischfonds auch als Multi-Asset-Fonds bezeichnet. Der Begriff „Asset“ steht im Englischen für „Anlageklasse“.

Das Konzept der Mischfonds und auch Multi-Asset-Fonds kommt wunderbar an. Die sicherheitsorientierten deutschen Anleger investierten 2018 zu 47 % in Mischfonds und setzten sich in dieser Hinsicht an die Spitze Europas. In keinem anderen Land war der Anteil der Mischfonds unter den Anlegern so groß wie in Deutschland. Die Österreicher kamen mit 39 % noch am nächsten heran. Die Niederländer investierten wiederum nur zu 2 % in Mischfonds.

So kommentierte die WELT schon im Jahr 2014, dass die Deutschen vermehrt „auf Faulenzer-Produkte setzen“ würden. Damit ist gemeint, dass sich Mischfonds-Investoren nicht selbst um das Zusammensetzen eines diversifizierten Portfolios kümmern müssen, wenn sie einen Mischfonds besitzen.

Und das ist auch durchaus ein Vorteil, wenn die Investoren in nichts anderes als diesen Mischfonds investieren würden. Meistens stellen Mischfonds aber einen Teil des Portfolios dar. Und so besteht die Gefahr, dass man tatsächlich zu viel diversifiziert und doppelt investiert, was die Übersicht erschwert und die Gebühren sinnlos erhöht. Das ist, als würde man im Restaurant ein indisches Curry bestellen und beim Servieren dann nochmal mit Kurkuma, Koriander sowie Chili nachwürzen. Am Ende verwürzt man sich das Essen.

Was im Klartext heißt: Sobald insbesondere schon Aktien und Anleihen im Portfolio vorhanden sind, könnten Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds nur den Überblick erschweren und sich kontraproduktiv auswirken. Aber sehen wir uns das noch einmal konkreter an.

Warum sind Mischfonds für die Deutschen so attraktiv?

Die Deutschen waren in Sachen Investments schon immer sehr sicherheitsorientiert. Insbesondere nach der Finanzkrise 2008. Sie ließen das Geld auf dem Girokonto oder auch auf dem Sparkonto. In dieser Situation hatten Banken und Fondsgesellschaften mit aktiv gemanagten Mischfonds eine Alternative dazu parat. Und das mit einem attraktiven Versprechen:

Mischfonds investieren verstärkt in chancenreiche Aktien, aber nur, wenn der Markt das ohne ein zu hohes Risiko zulässt. Und wenn der Aktienmarkt aus der Ruhe kommt, schichten sie das Geld einfach vermehrt in sichere Anleihen um. Anleger müssen sich dabei um nichts kümmern, das Fondsmanagement übernimmt das für sie.

Das ist ein weit verbreitetes Konzept von Mischfonds. Sie investieren verstärkt in die eine oder in die andere Wertpapierklasse. Das aktive Fondsmanagement schichtet mit Blick auf die momentane Börsensituation so um, dass die stärkste Rendite dabei herauskommt. Und für dieses aktive Fondsmanagement verlangen Fondsgesellschaften hohe Gebühren.

Das ist zumindest bei flexiblen Mischfonds so. Neben ihnen existieren aber noch weitere. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Übrigens: Das erwähnte Versprechen der Banken kam an – aber im Kern sparen die Deutschen auch heute noch lieber auf dem Sparbuch, dem Sparkonto oder einfach auf dem Girokonto. Nur 22 % der Deutschen investieren 2019 in Investmentfonds, zu denen auch Mischfonds zählen, während 40 bis 45 % noch das Sparbuch, Sparkonto oder Girokonto präferieren.

Möglichkeiten der Geldanlage

In welche Klassen kann man Mischfonds einteilen?

Grundsätzlich teilen sich Mischfonds in zwei Klassen auf. Einerseits sind es die bereits beschriebenen „flexiblen“, andererseits solche Mischfonds, die nicht umschichten und klare prozentuale Anteile an Aktien und Anleihen aufweisen.

Und weil man nicht alle Mischfonds über einen Kamm scheren kann, teilen sich die zweiten noch einmal in mehrere Risiko-Unterklassen auf. So kommt man auf „defensive“, „ausgewogene“ und „offensive“ Mischfonds.

  • Einfache Mischfonds (feste Limits bei den Anteilen)
    • Defensive Mischfonds (max. 25 % Aktien und min. 75 % Anleihen)
    • Ausgewogene Mischfonds (max. 50 % Aktien und min. 50 % Anleihen)
    • Offensive Mischfonds (max. 75 % Aktien und min. 25 % Anleihen)
  • Flexible Mischfonds (variierende Anteile ohne Grenze bei Aktienquote)

Bei Multi-Asset-Fonds sind die prozentualen Anteile der Aktien und Anleihen beide reduziert, um Platz für noch weitere Anlageklassen wie Edelmetalle, Rohstoffe oder Derivate beizumischen.

Dazu kommt, dass sich Mischfonds – ähnlich wie bei anderen Investmentfonds – auch in thematische oder lokal-investierende Gruppen unterteilen. So investieren die einen Mischfonds beispielsweise nur in Aktien und Anleihen aus Europa, die anderen in weltweite Produkte und wieder andere konzentrieren sich auf eine bestimmte Branche.

Worein die Fonds konkret investieren, entscheidet sich in erster Linie über ihre Anlagestrategie. An diese muss sich das Fondsmanagement, also der Teil einer Fondsgesellschaft, der das Geld der Investoren aktiv verwaltet und investiert, strikt halten.

Manchmal ist extra von „offenen“ Mischfonds die Rede. Ein offener Investmentfonds zeichnet sich dadurch aus, dass Privatanleger jederzeit Anteile kaufen, nachkaufen und wieder verkaufen können. Man bezeichnet sie deshalb auch als Publikumsfonds, sie sind für die breite Masse geeignet.

Geschlossene Investmentfonds schreiben anfangs wiederum eine Zeichnungssumme aus, also ein maximales Fondsvolumen. Ist diese Summe erreicht, dann schließt der Fonds und niemand kommt mehr hinein oder hinaus. Das macht sie intransparenter und risikoreicher. Dass Fonds eine geschlossene Struktur aufweisen, hat in erster Linie damit zu tun, dass sie illiquide Assets enthalten, die nicht schnell handelbar sind.

Mehr dazu hier.

Was sind die Vorteile und Nachteile von Mischfonds?

  • Unkompliziert in mehrere Anlageklassen gleichzeitig investieren
  • Es ist „für alle etwas dabei“: Defensive und offensive Investoren finden einen Mischfonds, der risikotechnisch zu ihnen passt.
  • Theoretisch haben Mischfonds bei verstärkt vorhandenen Anleihen ein kleineres Risiko als reine Aktienfonds. Es kommt risikotechnisch aber nicht nur auf den Aktien-Anteil an, sondern auch darauf, in welche Anleihen mit welchem Risiko der Fonds investiert. Es existieren durchaus auch Anleihen mit hohem Risiko.
  • Sofern der Fonds nicht flexibel ist, können sich die Renten- und Aktienanteile teils kontraproduktiv auswirken. Bei steigenden Aktienmärkten bremst ein hoher Renten-Anteil die Wertentwicklung. Bei fallenden Aktienmärkten führt ein hoher Aktienanteil zu hohen Verlusten.
  • Flexible Mischfonds schichten zwar um, aber oft zu spät.
  • Aktiv gemanagte Mischfonds verlangen hohe Gebühren.
  • Aktive Mischfonds erreichen die selbst gesetzten Performance-Ziele oft nicht (dazu unten mehr)

*Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Der Wert der vermittelten ETF und Indexfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen und folgenden Risiken: 1. Allgemeine Risiken von Kapitalanlagen (wie Konjunkturrisiko, Zinsänderungsrisiko), 2. Wertpapierspezifische Risiken (wie Aktienkursrisiko, Bonitätsrisiko), 3. Spezielle Risiken von Anlagen in Investmentfondsanteile, 4. Spezielle Risiken von Anlagen in ETFs und Indexfonds, 5. Spezielle Risiken bei der Abwicklung von Wertpapieraufträgen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Risiken finden Sie hier.

Warum ist die Rendite oft niedriger als der Marktdurchschnitt?

Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds können als langfristiges und bequemes Fundament eines Portfolios funktionieren. Laut der oben erwähnten Liste stehen zwei deutliche Vorteile vielen neutralen Punkten und auch klaren Nachteilen gegenüber.

Aber nur anhand der beschriebenen Vorteile und Nachteile kann man einen Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds keiner konkreten Schublade zuordnen. Dafür unterscheiden sich einzelne Mischfonds hinsichtlich ihrer Aktien- und Rentenanteile zu sehr. Und so auch in ihrer potenziellen Rendite, ihren recht hohen und weiter unten beschriebenen Gebühren sowie ihrem Risiko.

Was aber nicht bedeuten soll, dass keine renditestarken Mischfonds existieren. Natürlich existieren sie laut historischen Daten, aber sie sind selten. Und auch heute sind in den Jahresstatistiken sowohl überraschend renditestarke als auch Mischfonds mit deutlich niedrigeren Renditen zu finden.

So kommt es auf die letztendliche Auswahl an. Und Investoren müssen sich im Klaren sein, dass sie mit Mischfonds sehr wahrscheinlich nur eine Grundrendite erzielen, die zusammen mit anderen Produkten noch Luft nach oben hat. Um die Gebühren so niedrig wie möglich zu halten und die Renditechancen zu optimieren, eignet sich ein Mischportfolio aus passiven Investmentfonds in Form von ETFs und Indexfonds (dazu unten mehr).

Wie funktionieren Mischfonds?

Mischfonds funktionieren nach demselben Prinzip wie Investmentfonds. Das bedeutet, dass viele Investoren ihr Geld in einen Topf einzahlen und dann ein Fondsmanagement dieses Geld in die verschiedenen Wertpapiere des Mischfonds investiert. Mit Blick auf die Anlagestrategie und somit auch die maximalen Anteile der Assetklassen.

Insbesondere bei den nicht-umschichtenden Mischfonds können das verschiedene Anteile sein. Zwar kann man beispielsweise 25 % Aktien und 75 % Anleihen als eine Art Standard bei den defensiven Mischfonds definieren. Doch der Fonds könnte auch zu 15 % aus Aktien und zu 85 % aus Anleihen bestehen. Aufschluss dazu bieten der Fondsprospekt und auch die wesentlichen Anlegerinformationen.

Die Gewinne aus den einzelnen Aktien- und Rentenanteilen (man könnte sie als „Misch-Rendite“ bezeichnen) fließen zurück in den Topf und werden reinvestiert. Dadurch kommt es bei den Aktien (nicht bei den Anleihen) zum Zinseszinseffekt. Durch ihn kann die Rendite des Aktienanteils mit der Zeit exponentiell zunehmen.

Hierzu ein Rechenbeispiel:

Man investiert beispielsweise 2.000 Euro in einen Mischfonds. Davon werden 1.000 Euro in Aktien mit einer Durchschnittsrendite von 7 % investiert. Die anderen 1.000 Euro werden in Anleihen mit einem Kupon – also Zins – von 1,3 % investiert.

Bei den Aktien wird im ersten Jahr also eine Rendite von 70 Euro erzielt, eventuell zusätzlich zu einer Dividende. Bei den Anleihen sind es 13 Euro, ohne Dividende. Die 70 Euro der Aktien werden in Aktien reinvestiert und so ist die Rendite im zweiten Jahr schon bedeutend höher. Mit der Anleihen-Rendite funktioniert das nicht, wozu Sie mehr auf der Seite zu den Rentenfonds lesen können.

Ein Blick noch auf flexible Mischfonds:

Sofern es sich um einen flexiblen Mischfonds handelt, arbeitet das Fondsmanagement aktiv daran, die Aktien- und Anleihenanteile je nach Marktphase umzuschichten. Das Ziel ist es, die Gewinne zu maximieren, indem man die Aktienanteile erhöht, wenn der Markt hier wesentliche Potenziale bietet. Und indem man die Anleihenanteile erhöht, wenn es an den Aktienmärkten phasenweise etwas turbulenter ist, um die erzielten Renditen zu schützen.

Dabei besteht die Gefahr, dass das Fondsmanagement zu spät reagiert. Denn sobald das Umschichten nur eine Reaktion auf einen Vorfall darstellt, kann es sein, dass Fondsmanager bereits Potenziale und somit Gewinne verschenken.

Dazu ein Gedankenspiel: Die Aktienmärkte brechen um 10 % ein und der Fondsmanager schichtet in Anleihen um. Dabei ist nun dank des Wachstumspotenzials eine gute Chance, um in Aktien zu investieren. Das kann der Fonds aber nicht, weil das Volumen mehrheitlich in Anleihen steckt. Dann steigen die Aktienkurse wieder und der Fonds kann die Wertentwicklung nicht mitmachen. Also schichtet das Fondsmanagement wieder von Anleihen in Aktien um. Das ist nicht nur aufgrund der Transaktionskosten teuer, sondern auch weil Aktien jetzt wieder mehr kosten. Das Fondsmanagement läuft also Gefahr, reaktiv Aktien billig zu verkaufen und teuer zu kaufen. Wie man diese Gefahr mit passiven Anlagen vermeiden kann, erfahren Sie weiter unten.

Wann streut ein einzelner Mischfonds das Risiko nicht ausreichend?

Banken und Fondsgesellschaften verkaufen Mischfonds als den „Kompromiss zwischen Risiko und Rendite“, bei dem der Investor für die exakten Wertpapier-Proportionen in seinem Portfolio nicht verantwortlich ist. In der Theorie ist das korrekt – die Aktien erzielen die Rendite und die Anleihen stabilisieren den Fonds in unruhigen Aktienmarkt-Phasen. Der Investor muss sich um nichts weiter kümmern, weil das Fondsmanagement den Fonds verwaltet und die Anteile der Wertpapiere bestimmt.

In der Praxis muss man aber eine kritische Position mit etwas Abstand einnehmen. So handelt es sich bei einem Mischfonds nur um ein Produkt im Portfolio. Zwar diversifiziert das Produkt die Aktien und Renten in sich, aber nicht das Gesamtportfolio. Im Gesamtportfolio ist es immer noch nur ein Investmentprodukt, das bei unvorteilhaften Marktsituationen zu Verlusten führen kann.

Zum Gesamtportfolio eines Anlegers zählen alle Vermögenswerte. Also auch Immobilien, Liquidität auf dem Girokonto und andere Assets. Finanztip empfiehlt beispielsweise, einen Teil seines Portfolios nicht nur in Aktien und Anleihen über ETFs zu investieren (dazu weiter unten mehr), sondern auch in liquide und sichere Anlagen wie Tagesgeld und Festgeld.

In allen Hinsichten haben Sie bei WeltSparen die Chance, in diese Produkte zu investieren und das Geld mithilfe derer zu sparen und zu vermehren.

TagesgeldkontenFestgeldkonten

Was kosten Mischfonds?

Gebühren:

  • Ausgabeaufschlag: Bei Mischfonds kann man mit durchschnittlich 3 bis 6 % rechnen. Dabei sind insbesondere die Mischfonds teurer, die zum Großteil in Aktien investieren, da Aktien höhere Kosten als Anleihen hervorrufen.
  • Verwaltungsgebühren: Auch hier muss man Mischfonds nach ihren Aktien- und Anleihen-Anteilen unterscheiden. Während Fonds mit mehrheitlich Aktien durchschnittlich 2 bis 3 % pro Jahr kosten, sind es bei Fonds mit mehrheitlich Anleihen nur etwa 1 bis 1,5 % pro Jahr.
  • Performance-Gebühr: Manche Mischfonds sehen eine Performance-Gebühr vor, die aber nicht weiter definiert werden kann, da ihre Höhe sehr unterschiedlich ist. Performance-Gebühren fallen nur dann an, wenn der Fonds vorher definierte Ziele (Benchmarks) erreicht.
  • Total Expense Ratio: Hierbei handelt es sich nicht um eine weitere Extra-Gebühr, sondern um die Gesamtkostenquote, das prozentuale Verhältnis zwischen den Fondskosten und dem Fondsvolumen. Die TER soll den Kauf von Fondsanteilen für Investoren transparenter machen und rechnet alle vorher erwähnten Gebühren ein.

Steuern:

  • Normalerweise muss in Deutschland für Kapitalerträge aus Mischfonds die Abgeltungsteuer plus eventuell Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer entrichtet werden. Diese Steuern werden von der Depotbank für Sie direkt einbehalten und abgeführt. Für Detailinformationen zur Besteuerung in Ihrem konkreten Einzelfall wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater. Bitte beachten Sie, dass Ihnen unser Kundenservice keine steuerliche Beratung anbieten kann. Wir bitten um Ihr Verständnis. Weitere Informationen zum Thema Steuern finden Sie hier.

Wie unterscheidet sich ein Mischfonds von einem ETF?

Der Unterschied besteht im vorhandenen oder eben nicht vorhandenen Fondsmanagement und darauf aufbauend in den entstehenden Kosten. Denn sofern ein Fondsmanagement vorhanden ist, spricht man von einem aktiven Mischfonds oder Multi-Asset-Fonds. Wenn es fehlt, spricht man von einem passiven, nur „abbildenden“ oder „replizierenden“ ETF (= „Exchange Traded Funds“) / Indexfonds.

Beim aktiven Mischfonds versucht das Fondsmanagement, die Wertentwicklung einer vorher definierten Benchmark oder eines Index zu übertreffen. Dafür suchen Fondsmanager mit Blick auf die Anlagestrategie des Fonds die chancenreichsten Aktien- und Anleihen-Titel heraus. Langfristig schaffen es aber nur sehr wenige aktive Fondsmanager, ihren Vergleichsindex zu übertreffen.

Mit den ETFs existieren auch Investmentfonds ohne ein aktives Fondsmanagement. Sie lassen sich an der Börse handeln und versuchen, die Wertentwicklung eines Aktien- oder Anleihen-Index durch Replikation abzubilden, nicht aber, ihn zu übertreffen. Dadurch sind die Gebühren für ETFs insbesondere beim kontinuierlichen Investieren sehr viel niedriger. So fehlt etwa der Ausgabeaufschlag und auch die Performance-Gebühr. Die Verwaltungsgebühr ist wiederum niedriger als bei aktiven Fonds.

Ein Beispiel für so eine passive Geldanlage ist WeltInvest.

Was bedeutet Replikation?

ETFs können sich auf verschiedene Weisen zusammensetzen oder eben „replizieren“. Der Prozess findet entweder physisch, synthetisch oder optimierend statt. Das Ziel ist aber einheitlich. Der ETF soll so nah wie machbar an die Rendite des Index herankommen. Weitere Information zur Replikation von ETFs finden Sie hier.

Mit WeltInvest, dem weltweit diversifizierten ETF-Portfolio von WeltSparen, investieren Anleger zu den erwähnten niedrigen Gebühren in bis zu 7 ETFs und Indexfonds von Vanguard. Die laufenden Gebühren belaufen sich auf nur 0,49 % pro Jahr. Mischfonds kosten durchschnittlich 2,26 % p.a., was bedeutet, dass vor allem Anleger von großen Anlagesummen mit passiven Geldanlagen Jahr für Jahr viel Geld sparen können.

Nähere Informationen zu den WeltInvest-ETFs

Ein weiterer Punkt ist die Handelbarkeit. Da aktive Mischfonds meist über Anlageberater, Bankberater oder Fondsgesellschaften vertrieben werden, ist die Handelbarkeit eher beschränkt. Währenddessen kann man ETFs einfach über die Börse kaufen und auch wieder verkaufen, was das Handeln einfacher macht.

Fazit

Wenn man aktive Mischfonds und Multi-Asset-Fonds mit passiven ETFs nebeneinander stellt, werden die Schwächen ersterer deutlich. Sie sind deutlich teurer und schaffen es meist nicht, ihre Benchmark zu übertreffen. Darüber hinaus sind sie intransparent, weil man die vielen verschiedenen Anlageentscheidungen kaum nachvollziehen kann. ETFs machen diese Nachteile wett, weil sie nicht versuchen, besser als der Markt zu sein, sondern die Performance des Marktes abzubilden. Wissenschaftlichen Studien zufolge schneiden passive Misch-Portfolios auf Dauer in allen Marktphasen besser ab als aktive.

Stand: 21. August 2019