Anlagestrategien: Welche Strategien eignen sich für den Vermögensaufbau?

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Das Wichtigste in Kürze
  • Vorgehen: Mit einer Anlagestrategie legen Anlegerinnen und Anleger die Vorgehensweise bei der Geldanlage fest. Je nach Risikobereitschaft und Anlageziel können Investorinnen und Investoren auf verschiedene Strategien zurückgreifen.
  • Möglichkeiten: Zu den Optionen, um Geld strategisch anzulegen, gehören beispielsweise die Buy-and-Hold-Strategie, die Core-Satellite-Strategie, die Growth-Strategie, die Low-Volatility-Strategie oder die Value-Strategie.
  • Anlageklassen: Zur Umsetzung der Anlagestrategie stehen verschiedene Anlageklassen (Assetklassen) zur Verfügung. Dazu gehören Aktien, Anleihen und Einlagen wie Tagesgeld oder Festgeld. Häufig kommt eine Mischung der Anlageklassen zum Einsatz.

Was ist eine Anlagestrategie?

Eine Anlagestrategie, auch Investmentstrategie genannt, beschreibt die Vorgehensweise bei der Geldanlage. Das gewählte Anlagekonzept zielt darauf ab, Gewinne zu erzielen und so Vermögen aufzubauen beziehungsweise zu erhalten, um das persönliche Anlageziel zu erreichen. Dazu stehen Anlegerinnen und Anlegern unterschiedliche Strategien und Investmentphilosophien zur Verfügung.

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Aktive oder passive Anlagestrategie: Was ist besser?

Anlagestrategien unterscheiden sich bezüglich Ziel, Risiko, Vorgehensweise, Umsetzungsaufwand und historischem Erfolg. Dabei kann die Anlagestrategie aktiv oder passiv umgesetzt werden. Bei einer passiven Anlagestrategie investieren Anlegerinnen und Anleger zum Beispiel in börsengehandelte Indexfonds wie ETFs (Exchange Traded Funds). Diese bilden die Wertentwicklung eines Wertpapierindex passiv nach.

Bei einer aktiv umgesetzten Anlagestrategie wird in aktive Assetklassen investiert. Dabei versucht ein Fondsmanagement durch die Auswahl einzelner Wertpapiere besser abzuschneiden als der Markt. Aktive Investmentfonds sind aufgrund des Fondsmanagements kostenintensiver als ETFs. Das verringert die Rendite, weswegen historisch betrachtet passive Anlagestrategien im Schnitt höhere Renditen erzielen können als aktive.

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Welche Anlagestrategien gibt es?

Es existiert eine Vielzahl verschiedener Anlagestrategien, die sich jedoch in ihren Merkmalen und ihren Vorgehensweisen teilweise überschneiden. Das erschwert eine eindeutige Abgrenzung zwischen den einzelnen Strategien. Die meisten dieser Strategien lassen sich entweder passiv oder auch aktiv umsetzen. Zu den bekanntesten Anlagestrategien gehören:

Buy-and-Hold-Strategie

Die Buy-and-Hold-Strategie zählt zu den langfristigen Anlagestrategien über einen Zeitraum von fünf bis zu 20 Jahren oder länger. Sie basiert auf der Annahme, dass kurzzeitige Kursschwankungen nicht prognostiziert werden können und es daher keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren gibt. Aus diesem Grund spielt bei dieser Strategie für Anlegerinnen und Anleger die Kursentwicklung keine Rolle. Ob die Wirtschaft sich gerade in einer Phase des Aufschwungs oder in einer Rezession (Abschwung) befindet oder wie die Aktienmärkte darauf reagieren: Auf Kursschwankungen wird nicht reagiert.

Die Strategie beruht darauf, einen Teil des eigenen Vermögens lange in ein möglichst breit diversifiziertes Portfolio zu investieren und bei der Anlage auf langfristige Gewinne zu setzen, ohne zwischenzeitlich zu verkaufen. Wie bei allen Investitionen am Kapitalmarkt wird dabei nur Geld investiert, das Anlegerinnen und Anleger für den vorher festgelegten Anlagezeitraum nicht benötigen. Ausschüttungen werden in Form von Dividenden, Renditen und Zinsen sofort reinvestiert, um den Zinseszinseffekt zu nutzen und die Gewinne langfristig zu steigern.

Antizyklische Anlagestrategie

Bei der antizyklischen Anlagestrategie handelt es sich um eine eher spekulative Strategie, die vor allem von erfahrenen Investorinnen und Investoren genutzt wird. Die Idee hinter dieser langfristigen Anlagestrategie ist, dass Aktien bei niedrigen Kursen beziehungsweise nach einem Crash gekauft werden, wenn alle anderen Anlegenden ihre Anteile verkaufen. Bevorzugt werden Aktien, die sich vermeintlich schnell wieder erholen. Steigen die Kurse, werden die Aktien mit Gewinn verkauft.

Bei dieser Strategie ist es schwierig, solche Entwicklungen vorherzusagen und Verluste zu vermeiden. Außerdem gibt es keine Garantie dafür, dass fallende Aktienkurse wieder steigen oder zum Mittel zurückkehren werden (Turnaround). Die Finanzmarktforschung zeigt, dass Timing-Strategien langfristig schlechter abschneiden als Buy-and-Hold-Strategien.

Eine besonders disziplinierte Form des antizyklischen Investierens ist das Rebalancing, mit dem eine ursprüngliche Verteilung von Anlageklassen wiederhergestellt wird. Rebalancing wird regelmäßig durchgeführt und hilft Anlegerinnen und Anlegern dabei, das eigene Risikoprofil zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.

Prozyklische Anlagestrategie

Die prozyklische Anlagestrategie – auch Momentum- oder Trendfolge-Strategie genannt –  bildet das gegenteilige Anlagekonzept zur antizyklischen Strategie. Anlegerinnen und Anleger investieren bei dieser Anlagestrategie in Aktien von Unternehmen, die sich aktuell gut entwickeln und denen auch in der Zukunft eine positive Entwicklung zugesprochen wird. Die grundsätzliche Idee dahinter: Unternehmen, die auch in der Vergangenheit erfolgreich waren, werden diesen Trend auch in der Zukunft fortsetzen. Bei dieser Art der Anlagestrategie ist besonders das Timing entscheidend – steigt man zu spät ein, kann es zu Verlusten kommen.

Die Wertentwicklung der Märkte kann jedoch nicht vorhergesagt werden und somit beruhen steigende Aktienkurse, Trends oder Momentum-Strategien auf Annahmen, die sich an vergangenen Wertentwicklungen orientieren und keine verlässliche Prognose für künftige Kursentwicklungen darstellen.

Core-Satellite-Strategie

Eine Anlagestrategie mit einem starken Kern- und mehreren Satelliten-Investitionen wird im englischen Sprachgebrauch als Core-Satellite-Strategie bezeichnet. Der Kern besteht meist aus einem breit diversifizierten ETF-Portfolio, welches langfristig gehalten wird. Er enthält auch die überwiegende Mehrheit der verfügbaren Anlagesumme. Die Funktion des Core-Investments ist, die Stabilität des Portfolios sicherzustellen und langfristig eine solide Rendite zu erzielen.

Die Satelliten bestehen aus mehreren kleineren Anlagebeträgen, die in ETFs oder andere Anlageformen mit einem größeren Rendite-Risikoprofil investiert werden. Mit den Satelliten möchten Anlegerinnen und Anleger Chancen auf zusätzliche Erträge nutzen.

Faktor-Investing

Faktorbasiertes Investieren (auch Faktor-Investing genannt) bezeichnet regelbasierte Investitionen am Kapitalmarkt, die auf statistisch identifizierbaren Treibern von Rendite und Risiko basieren. Dazu werden quantifizierbare Merkmale von Unternehmen identifiziert, zum Beispiel ihre Größe (Size) oder ihr Wert (Value), und im Portfolio übergewichtet. Für die Bestimmung der Faktoren werden empirische Daten wie Aktienkurse oder Unternehmensinformationen herangezogen. Dadurch möchten Anlegerinnen und Anleger eine höhere risikoadjustierte Rendite als mit einer breiten Marktinvestition erzielen.

Growth-Strategie

Mit der GrowthStrategie legen Anlegerinnen und Anleger den Anlagefokus auf Aktien von Unternehmen, von denen in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum erwartet wird. Sogenannte Growth-Aktien sind demnach Aktien, die ein hohes Kurs-/Gewinn- oder ein hohes Kurs-/Buchwert-Verhältnis aufweisen.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, eine Wachstumsprognose durchzuführen und die Unternehmen herauszufiltern, für die ein starkes Wachstum erwartet wird. Wachstumsunternehmen werden meist überdurchschnittlich bewertet. Ein Kriterium, um ein solches Unternehmen zu identifizieren, ist das Umsatzwachstum (mehr als 20,00 % in den letzten drei Jahren). Dabei handelt es sich häufig – aber nicht nur – um junge Firmen oder Start-ups aus der Software-, Biotechnologie- oder der Energiebranche. Diese sind zum Zeitpunkt der Investition noch nicht etabliert, sind jedoch aufgrund ihrer innovativen Geschäftsmodelle bei Investorinnen und Investoren beliebt. Die GrowthStrategie birgt allerdings ein vergleichsweise hohes Risiko, da sich junge Firmen und Start-ups nicht immer erfolgreich am Markt durchsetzen können.

Value-Strategie

Bei der Value-Strategie orientiert man sich überwiegend an fundamental-analytischen Faktoren, wie der Bewertung der Unternehmen, und weniger an markttechnischen Faktoren. Im Gegensatz zum Growth-Faktor findet eine Untergewichtung von Aktien mit einem hohen Kurs-Buchwert statt. Es werden also Aktien bevorzugt, die unterhalb ihres fairen Wertes gehandelt und somit als unterbewertet angesehen werden. Generell zeichnen sich Value-Aktien durch eine starke Marktposition, ein kompetentes Management und eine solide Finanzierung aus.

Dividendenstrategie

Bei der Dividendenstrategie steht statt der Entwicklung der Kurse die Dividende des Unternehmens im Fokus der Anlegerinnen und Anleger. Unternehmen, die hohe Ausschüttungen an ihre Aktionärinnen und Aktionäre auszahlen können, wird allgemein eine hohe Qualität zugesprochen. ETFs mit der Bezeichnung „Dividenden-Aristokraten” setzen sogar nur auf solche Unternehmen, die ihre Dividendenrendite von Jahr zu Jahr steigern. Durch die Übergewichtung dieser Unternehmen möchten Anlegerinnen und Anleger langfristig von hohen Kursgewinnen profitieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, durch die Ausschüttungen aus Dividendenfonds regelmäßiges Einkommen zu generieren (auch Income-Strategie genannt).

Size-Strategie

Mit der Size-Strategie als Anlagestrategie orientieren sich Anlegerinnen und Anleger an der Größe von Unternehmen. Es wird dabei angenommen, dass kleine Unternehmen – insbesondere aus Sicht einer langfristigen Anlagestrategie – an der Börse ein höheres Renditepotenzial aufweisen als große Unternehmen, die die stärksten Phasen ihres Wachstums vermeintlich bereits hinter sich haben. Bei der Size-Strategie werden kleinere Unternehmen also übergewichtet.

Bei der Größe der Unternehmen unterscheidet man je nach Börsenwert zwischen Small-, Mid- und Large-Cap-Unternehmen mit unterschiedlich hoher Marktkapitalisierung. Die Marktkapitalisierung bemisst den Börsenwert eines Unternehmens und ergibt sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Gesamtzahl der Aktien.

Während Small Caps kleinere Unternehmen mit niedriger Marktkapitalisierung ausmachen, die beispielsweise im SDAX gelistet sind, handelt es sich bei Mid Caps um Aktien mit einer mittleren Marktkapitalisierung. Large Caps, die Gegenstand der Size-Strategie sind, sind Unternehmen mit einer hohen Marktkapitalisierung. Diese Unternehmen sind zum Beispiel im Leitindex eines Landes, wie dem DAX in Deutschland oder im US-amerikanischen S&P 500, angesiedelt.

Low-Volatility-Strategie

Bei dieser Strategie wird in Aktien mit einer niedrigen Volatilität (Low Vola) investiert. So werden beispielsweise im S&P 500 Low Volatility Index die 100 am wenigsten volatilen Aktien zusammengefasst. Hinter dieser Strategie steckt die Idee, dass Low-Volatility-Aktien in schwierigen Marktphasen weniger an Wert verlieren. Erholt sich der Markt, steigen die Aktien jedoch weniger stark. In der Coronapandemie hat sich diese Theorie allerdings nicht bestätigt. Auch Low-Vola-Aktien mussten starke Verluste hinnehmen.

Smart-Beta-Strategie

Smart-Beta-Fonds setzen sich zum Ziel, die Vorzüge einer passiven Indexabbildung mit Elementen einer aktiven Anlagestrategie zu verknüpfen. Der Index wird jedoch nicht wie bei klassischen ETFs gemäß Marktkapitalisierung gebildet, sondern mit quantitativ messbaren Gewichtungskriterien (oder auch Faktoren), zu denen beispielsweise die Größe (Growth), der innere Wert (Value) oder die Volatilität einer bestimmten Gruppe von Aktien gehören.

Anlegerinnen und Anleger erhoffen sich durch Smart-Beta eine überdurchschnittliche Rendite, ohne dabei ein erhöhtes Risiko einzugehen. Für diese Annahme gibt es jedoch keine statistischen Belege. Da Smart-Beta-Fonds meist höhere Gebühren verlangen, ist eine überdurchschnittliche Performance notwendig, um besser abzuschneiden als der breite Markt. Erfahrene Anlegerinnen und Anleger nutzen das Rendite-Risiko-Profil von Smart-Beta-Fonds häufig zusätzlich zu einer Basisgeldanlage aus global diversifizierten Indexfonds.

Welche Anlagemöglichkeiten gibt es?

Anlegerinnen und Anleger können aus verschiedenen Anlageklassen wählen, mit denen sie ihre Anlagestrategie umsetzen können. Zu den Anlageklassen zählen Spareinlagen sowie börsliche und außerbörsliche Investitionen am Kapitalmarkt.

Zu den Spareinlagen zählen:

Zu den festverzinslichen Wertpapieren zählen zum Beispiel:

Anlageprodukte an der Börse sind zum Beispiel:

Zu den außerbörslichen Investitionen zählt:

Welche Anlageklassen sich am besten zur Umsetzung der Anlagestrategie eignen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen die Risikobereitschaft, der Anlagehorizont oder die bereits gesammelten Erfahrungen mit Investitionen am Kapitalmarkt.

Um das Risiko der Geldanlage zu minimieren, kann es von Vorteil sein, im Rahmen der Anlagestrategie auf eine breite Streuung (Diversifikation) zu achten. Dies kann über Investitionen in mehrere Wertpapiere, mehrere Anlageklassen und verschiedene Branchen oder Regionen erfolgen.

Wie findet man die passende Anlagestrategie?

Da das passende Anlagekonzept vor allem vom Anlagetyp abhängig ist, gibt es keine universell gültige Anlagestrategie. Vielmehr sollte das Ziel sein, die richtige Anlagestrategie für die individuellen Ziele der Geldanlage zu finden. Bei der Entscheidung kann die Beantwortung einiger zentraler Fragen hilfreich sein:

1. Welches Ziel soll mit der Geldanlage erreicht werden?

Anlegerinnen und Anleger können sich die Frage stellen, warum Geld angelegt werden soll. Ist es das Ziel, das vorhandene Kapital zu erhalten oder soll Vermögen aufgebaut werden? Für die Erhaltung von Vermögen können sich zum Beispiel Spareinlagen wie Festgeld und Tagesgeld eignen.

Für den Aufbau von Vermögen für eine Reise, eine größere Anschaffung oder die Altersvorsorge können Investment- und Vorsorgeprodukte genutzt werden. Je nach Anlageziel kann ein kürzerer oder längerer Anlagehorizont gewählt werden.

2. Wie viel Geld steht zur Verfügung?

Ebenfalls relevant für die Entscheidung zwischen den verschiedenen Anlagestrategien ist die Frage, wie viel Geld angelegt werden kann und soll. Welche Summe für die Geldanlage zur Verfügung steht, nimmt ebenfalls Einfluss auf das passende Anlagekonzept und den Anlagehorizont.

3. Wie lange kann auf das Geld verzichtet werden?

Eine Faustregel der Geldanlage lautet, dass nur Geld investiert werden sollte, das wirklich nicht benötigt wird. Vor der Entscheidung für eine Anlageklasse und –strategie lohnt es sich daher auch zu überlegen, wie lange man auf den Betrag verzichten kann. Das kann dabei helfen, finanzielle Engpässe zu vermeiden und definiert den Anlagehorizont.

Für Investitionen in Investmentfonds beziehungsweise ETFs sollten Anlegerinnen und Anleger einen Zeithorizont von mindestens fünf bis zehn Jahren mitbringen, um genügend Zeit zu haben, eine Korrektur am Aktienmarkt abzuwarten. Wird das Geld kurzfristig wieder benötigt, können sich ein Festgeldkonto mit einer kurzen Laufzeit oder das flexible Tagesgeld eignen.

4. Wie groß ist die persönliche Risikobereitschaft?

Um unter den zahlreichen Anlagestrategien für Privatanlegerinnen und Privatanleger die passende auszuwählen, ist die Einschätzung der persönlichen Risikobereitschaft von Bedeutung. Sind Anlegerinnen und Anleger bereit, über einen Zeitraum von mehreren Jahren auch Kursrückgänge auszusitzen?

Ihre Risikobereitschaft können Anlegende zum Beispiel in der Aktienquote eines ETF-Portfolios zum Ausdruck bringen: Bei einem langen Anlagehorizont kann eine hohe Aktienquote von 70,00 % bis 100,00 % gewählt werden. Für weniger risikobereite Anlegerinnen und Anleger ist gegebenenfalls eine Anlagestrategie mit niedriger Aktienquote von 30,00 % bis 50,00 % geeignet, die zum Beispiel den Fokus stärker auf globale Anleihen-ETFs legt.

5. Soll aktiv oder passiv investiert werden?

Wer sich aktiv mit der eigenen Geldanlage beschäftigen und sich mit dem Geschehen an den Finanzmärkten auseinandersetzen möchte, kann zum Beispiel auf aktive Anlagestrategien setzen. Das ist mit der Investition in einzelne Aktien oder der Auswahl von aktiven Investmentfonds mit Timing-Strategien möglich.

Für passive Geldanlagen gibt es global diversifizierte ETF-Portfolios mit niedriger Gesamtkostenquote, die ein regelmäßiges Rebalancing enthalten und die Wertentwicklung der globalen Finanzmärkte abbilden. Das ist mit einem Sparplan oder mit einmaligen Investitionen möglich. Geeignete Anlageklassen für diese Herangehensweise sind insbesondere ETFs. Wer sein Portfolio selbst zusammenstellen möchte, kann mit dem ETF Configurator aus über 180 ETFs verschiedener Branchen, Länder und Unternehmen wählen.

Anlegerinnen und Anleger, die es noch einfacher mögen, können beispielsweise die Vermögensverwaltung von WeltSparen für sich nutzen. Dabei wählen wir, basierend auf Ihren Angaben, eine passende Anlagestrategie mit unterschiedlichen Verhältnissen an Aktien und Anleihen für Sie aus – je nach persönlichem Risiko-Rendite-Profil.

 

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6. Soll schrittweise oder einmalig ein größerer Betrag investiert werden?

Anlegerinnen und Anleger können auf verschiedene Arten Vermögen aufbauen und entweder einmalig einen festen Betrag investieren oder über längere Zeit zum Beispiel mit einem ETF-Sparplan regelmäßig kleinere Summen anlegen. Es ist ebenfalls möglich, beide Einzahlmöglichkeiten miteinander zu kombinieren.

Anlagestrategien für Privatanlegerinnen und Privatanleger: Worauf sollte man achten?

Nach der Entscheidung für eine Anlagestrategie folgt deren Umsetzung. Dabei gibt es einige Faktoren, die bei der Geldanlage zu beachten sind. Dazu gehören:

Diversifikation

Eine breite Streuung (Diversifikation) kann die Risiken der Geldanlage verringern. Investieren Anlegerinnen und Anleger den gesamten Anlagebetrag zum Beispiel in Aktien eines einzelnen Unternehmens, können Kurseinbrüche zum teilweisen oder gesamten Verlust des Geldes führen. Um das zu vermeiden, gibt es verschiedene Strategien zur Diversifikation:

  • Diversifikation über verschiedene Titel innerhalb einer Anlageklasse hinweg; zum Beispiel über mehrere Aktien.
  • Diversifikation nach Anlageklassen: Aufteilung des Geldes auf verschiedene Anlageklassen.
  • Streuung nach Branchen: Bei Fonds beziehungsweise ETFs können Anlegerinnen und Anleger beispielsweise auf verschiedene Branchen setzen, statt zum Beispiel nur auf Unternehmen aus einem Bereich.
  • Diversifikation nach Regionen: Ausrichtung des Portfolios auf verschiedene Länder oder Regionen.

Offenheit

Anlegerinnen und Anleger in Deutschland könnten dazu neigen, sich an bekannten Märkten zu orientieren und deshalb zum Beispiel den Fokus auf den deutschen Aktienindex DAX legen. Dieses Phänomen nennt sich Home Bias. Die darin enthaltenen Unternehmen sind vielen bekannt. Doch der DAX ist mit seinen 40 Aktien vergleichsweise gering diversifiziert. Häufig bieten andere Märkte vielversprechende Anlagemöglichkeiten, die stattdessen oder zusätzlich genutzt werden können. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, sich über andere Finanzmärkte zu informieren und diese bei der Anlagestrategie ebenfalls zu berücksichtigen.

Durchhaltevermögen

Wer mehrmals täglich die Performance der Wertpapiere im Portfolio überprüft, sieht direkt kleine Schwankungen nach unten. In dieser Situation ist es von Vorteil, keine emotionalen Entscheidungen zu treffen und die Wertpapiere vorschnell zu verkaufen. Der Verkauf bei einem niedrigen Kurs kann Verluste mit sich bringen. Historisch betrachtet konnte es sich lohnen, kurzzeitige Schwankungen auszusitzen und auf die Erholung der Kurse zu warten, wenn es der Liquiditätsbedarf erlaubte. Zudem führen der häufige Verkauf und Kauf von Aktien zu Transaktionskosten, die ebenfalls die Rendite schmälern.

Gebühren

Der Vermögensaufbau ist stets mit Kosten verbunden. Diese setzen sich aus Gebühren für den Kauf und Verkauf von Aktien, Depotkosten oder den Kosten für das Fondsmanagement bei aktiv gemanagten Fonds zusammen. Diese Kosten reduzieren den Gewinn der Anlegerinnen und Anleger. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Kosten der Anlageklassen und Anbieter miteinander zu vergleichen.

Mit ETFs können Anlegerinnen und Anleger im Vergleich zu aktiven Fonds besonders kosteneffizient investieren. Mit der Vermögensverwaltung entstehen lediglich Kosten von durchschnittlich 0,59 % pro Jahr, beim ETF Configurator belaufen sich die jährlichen Gebühren auf 0,43 % zuzüglich Fondskosten.

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Alle ausführlichen Informationen können Sie unter Risikohinweise nachlesen.

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