Riester-Rente und Steuern sparen: Steuervorteil jetzt sichern und im Alter von Rente und Besteuerung profitieren

Die Riester-Rente ist für viele Menschen eine sinnvolle Maßnahme, um sich im Alter eine zusätzliche Rente zu verschaffen. Das gilt für Personen mit hohem, als auch für Personen mit unterdurchschnittlichen bis durchschnittlichen Einkommen. Dabei bietet sie zwei zentrale Vorteile – einmal die teils hohen Zulagen durch den Staat und einmal den Steuervorteil. Wir fassen hier für Sie zusammen,

  • wie viel Sie im Jahr von der Steuer absetzen können,
  • welche Summe das Finanzamt Ihnen tatsächlich anrechnet,
  • wie das bei Ehepaaren aussieht,
  • wieviel nach der Steuer von Ihrer Rente über bleibt und
  • wie es zwischendrin bei der Rürup-Rente, dem Pendant zur Riester-Rente, aussieht.
  • Außerdem: Wie Sie die Steuererklärung korrekt ausfüllen.

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Welche Summen können Sie im Jahr von der Steuer absetzen, wenn Sie riestern?

Sie können Ihre Riester-Rente mit bis zu 2.100 Euro im Jahr inklusive der Zulagen von der Steuer absetzen. Das ist zwar nicht so viel wie bei der Rürup-Rente, wo Sie bis zu 24.305 Euro pro Jahr und davon 88 % absetzen könnten. Doch ein solch enormer Steuervorteil ist auch nicht das Ziel der Riester-Rente.

Vielmehr möchte man denen, an die sich Riester richtet, mit den staatlichen Zulagen und dem Steuervorteil ein attraktives Gesamtpaket bieten. So ist der Steuervorteil bei der Riester-Rente auch viel einfacher gestaltet als z.B. bei der Rürup-Rente.

Bis zu 2.100 Euro pro Jahr sind während der Riester-Ansparphase voll absetzbar.

fairr bietet mit fairriester und fairrürup beide Pendants mit den entsprechenden Steuervorteilen sowie äußerst attraktiven Konditionen und Renditechancen an.

Beispiel fürs Einzahlen und Absetzen:

Nehmen wir an, Sie entscheiden sich für fairriester und haben ein Kind mit Geburtsjahr 2009. Sie würden vom Staat also Zulagen in Höhe von 475 Euro im Jahr erhalten. Die Summe beinhaltet 175 Euro Grundzulage und 300 Euro Kinderzulage.

Mehr hierzu finden Sie im Detailartikel zu den Riester-Zulagen.

Wenn Sie nun 1.625 Euro in die Riester-Rente einzahlen, dann kommen Sie auf exakt 2.100 Euro und dürfen diese absetzen. Würden Sie nicht so viel einzahlen, dann setzen Sie auch nicht so viel ab. Und wenn Sie zum Zweck einer höheren Rente und weiterer Vorteile mehr einzahlen, dann sind trotzdem nur 2.100 Euro davon steuerlich absetzbar.

Sie entscheiden, ob Sie nur den Steuervorteil ausreizen oder doch noch etwas mehr einzahlen möchten. Beachten Sie dabei, dass Sie mindestens 4 % Ihres Jahresbruttoeinkommens aus dem Vorjahr einzahlen müssen, um die Zulagen in voller Höhe erhalten zu dürfen. Diese Hürde zählt bis zu einer Höchstsumme von 2.100 Euro inklusive der Zulagen. Auch dazu finden Sie weitere Details bei den Riester-Zulagen.

In welcher Höhe die Steuererstattung ausfällt, entscheidet der persönliche Steuersatz abzüglich der erhaltenen Zulagen:

Welche Summe rechnet das Finanzamt tatsächlich an?

Grundsätzlich funktionieren die Steuern so, dass die absetzbare Summe mit Ihrem persönlichen Steuersatz verrechnet wird. Dieser ist beispielsweise in der Einkommensteuertabelle ablesbar.

Je nachdem, wieviel Sie im Jahr verdienen, teilt Ihnen das Finanzamt den entsprechenden Steuersatz zu. Der Spitzensteuersatz umfasst 42 % des Einkommens und zählt im Jahr 2020 ab einem Jahresbruttoeinkommen von 57.050 Euro. 2019 waren es noch 55.950 Euro. Hier noch ein paar andere Einblicke aus der Einkommensteuertabelle 2019:

Zu versteuerndes Einkommen Einkommensteuersatz (Grenzsteuersatz) 2019 Einkommensteuersatz (Grenzsteuersatz) 2020
25.000 € 28,62 % 28,41 %
35.000 € 32,94 % 32,65 %
45.000 € 37,26 % 36,89 %
55.000 € 41,59 % 41,13 %
65.000 € 42,00 % 42,00 %
75.000 € 42,00 % 42,00 %

Bei der Riester-Rente wird die entsprechend absetzbare Summe mit dem Steuersatz verrechnet. Anschließend werden die erhaltenen Zulagen subtrahiert. Schließlich würden Sie diese sonst „zweimal erhalten“. Ob Sie sich für fairriester oder für eine andere Riester-Rente entscheiden, ist dabei irrelevant. Die steuerliche Situation ist immer dieselbe.

Beispiel fürs Absetzen und Zurückerhalten:

Führen wir das Beispiel von vorhin mit den absetzbaren 2.100 Euro und den 475 Euro an Zulagen fort. Nehmen wir ferner an, dass Sie ein Einkommen von 45.000 Euro erzielen und somit im Jahr 2019 einen Steuersatz von 37,26 % haben.

Das bedeutet, dass Sie von den 2.100 Euro einen Anteil von 37,26 % – also rund 782 Euro – abzüglich der Zulagen in Höhe von 475 Euro zurückerhalten würden. Das wären dann etwa 307 Euro.

Unter Umständen kann es sein, dass Sie nichts zurückerhalten. Und zwar dann, wenn die Zulagen höher als das waren, was Sie nun zurückerhalten würden. Wenn der Steuersatz auf die absetzbare Summe 500 Euro beträgt, Sie aber 775 Euro Zulagen (Grundzulage und zwei Kinderzulagen) erhalten haben, kann das Finanzamt Ihnen leider nichts verrechnen.

Wieviel können Ehepaare bei ihrer Riester-Rente von der Steuer absetzen?

Ehepaare können – sofern beide riestern und inklusive der Zulagen 2.100 Euro einzahlen – bis zu 4.200 Euro von der Steuer absetzen. Die absetzbare Summe verdoppelt sich einfach. Wenn ein Ehepartner dann beispielsweise auf 2.100 Euro kommt, der andere aber nur auf 1.500 Euro, dann darf das Ehepaar 3.600 steuerlich absetzen. Zahlen beide mehr ein und kommen über die Grenze, dann sind trotzdem nur 4.200 Euro anrechenbar. Auch hier zählt die Hürde von 4 % des Bruttoeinkommens bis höchstens 2.100 Euro.

In einem Ausnahmefall kann es aber sein, dass der eine Ehepartner seine Zulagen nur mittelbar bekommt. Und zwar dann, wenn der Staat ihn normalerweise nicht fördern würde, der andere Ehepartner aber riestert und die vollen Zulagen bekommt. In dieser Situation muss der erste Ehepartner nur eine Summe von 60 Euro im Jahr wirklich einzahlen. Das Paar könnte dann nur 2.160 Euro von der Steuer absetzen.

So läuft es theoretisch bis zur Rente – und diese ist dann wie ein Einkommen zu versteuern:

Wieviel bleibt nach der Steuer von der Rente übrig?

Bei der Riester-Rente zahlen Sie ein, um neben der gesetzlichen Rente ab frühestens 62 Jahren eine kontinuierliche, monatliche Zusatzrente bis ans Lebensende zu erhalten. Diese müssen Sie wie normales Einkommen mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern. Normalerweise ist der Steuersatz in der Rente aber nicht mehr so hoch, da man ein kleineres Einkommen erzielt.

Bei der Riester-Rente muss man die Rente zu 100 % versteuern. Wer mehr Steuern sparen möchte, für den könnte eine Rürup-Rente in Frage kommen (mehr dazu hier: Rürup-Rente-Steuern).

Beispiel fürs Versteuern der Rente:

Nehmen wir an, dass Sie nunmehr in Rente sind und mit der gesetzlichen Rente sowie der Riester-Rente ein Jahresbruttoeinkommen von 21.600 Euro erzielen. Davon entfallen 18.000 Euro auf die normale Rente und 3.600 Euro auf die Riester-Rente. Das bedeutet, dass Sie im Jahr 2019 einen Steuersatz von 27,15 % haben.

Sie müssen für die 3.600 Euro Riester-Rente im Jahr also rund 977 Euro Steuern entrichten. So bleiben rund 2.623 Euro über – also monatlich etwa 218 Euro. Dasselbe Spiel spielen Sie auch noch mal mit der normalen Rente. Hier müssen Sie von den 18.000 Euro Steuern in Höhe von 4.887 Euro entrichten. So bleiben rund 13.113 Euro über – also etwa 1.093 Euro im Monat. Zusammen erzielen Sie bis ans Lebensende eine monatliche Rente von knapp 1.311 Euro netto. Bedenken Sie, dass Sie davon noch die KV und PV bezahlen müssen.

Wie füllen Sie die Steuererklärung korrekt aus?

Die folgenden steuerlichen Angaben erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können in Einzelfällen abweichen. Für alle, die nicht gleich zum Steuerberater laufen möchte, ist hier ist ein einfacher Ablauf, wie die Investitionen in die Riester-Rente als Sonderausgabe von der Steuer absetzbar sind:

  1. Sie nehmen den Mantelbogen der Steuererklärung vor und machen ein Kreuz im Feld „Anlage AV“. Das bedeutet, dass Sie diese Anlage mitliefern.
  2. In der Anlage AV konzentrieren Sie sich zunächst auf Zeile 9. Hier vermerkt man die Anbieterinformationen, die Sie normalerweise recht schnell nach dem Jahreswechsel erhalten. Bei fairriester können Sie die Daten einfach online downloaden.
  3. Dann laufen Sie weiter zu Zeile 10 oder zu Zeile 14 der Anlage AV. Zeile 10 ist relevant, wenn Sie unmittelbar staatliche Zulagen erhalten. Zeile 14 ist es, wenn Sie die Zulagen nur mittelbar bekommen.
  4. Die Zeilen 21 und 22 müssen Sie danach noch beachten, wenn Sie Kinder haben und die Kinderzulage erhalten.
  5. Beachten Sie, dass Sie auf der Rückseite die spezifische Anbieternummer Ihres Riester-Anbieters vermerken müssen. Sonst kann es zu Problemen und Missverständnissen kommen.

Bei einem innovativen Riester-Vertrag wie fairriester können die Daten automatisch in die Steuersoftware Elster übernommen und ans Finanzamt übermittelt werden. Die verschiedenen Schritte können Sie dann also ausblenden.

Das Wesentliche noch einmal in Kürze:

  • Sie können bis zu 2.100 Euro im Jahr von Ihren Investitionen in die Riester-Rente steuerlich absetzen. Bedenken Sie dabei aber, dass die erhaltenen Zulagen in dieser Summe inkludiert sind. Sie können so viel einzahlen, wie Sie wollen. Doch erst ab einem Betrag von 4 % Ihres Jahresbruttoeinkommens erhalten Sie die vollen staatlichen Zulagen.
  • Entweder reizen Sie nur die absetzbare Summe aus (die auch schon ein ordentliches Rentenplus hervorruft) oder Sie zahlen noch mehr ein und kassieren nachher eine höhere Rente.
  • Die absetzbare Summe wird mit Ihrem persönlichen Einkommensteuersatz auf Basis Ihres Jahresbruttoeinkommens verrechnet. Von der Summe zieht das Finanzamt noch die erhaltenen Zulagen ab, der Rest wird ausgezahlt.
  • Ehepaare dürfen – wenn der Staat beide unmittelbar fördert – bis zu 4.200 Euro von der Steuer absetzen. Wenn der Staat sie nicht beide Ehepartner unmittelbar fördert, bestehen Ausnahmen hinsichtlich der absetzbaren Summe.
  • Die Riester-Rente ist im Alter zu 100 % mit dem persönlichen Steuersatz (siehe Einkommensteuertabelle) zu versteuern.