Riester-Rente Wechsel

Unzufrieden mit Ihrem Riester-Anbieter? Sie können die Riester-Rente einfach wechseln.

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Manchmal merkt man es erst nach mehreren Jahren, dass man sich für die falsche Riester-Rente entschieden hat. In den meisten Fällen ist die Ursache, dass die Gebühren hoch sind und die Rendite stark mindern. So kommt es, dass jede fünfte Riester-Rente in Deutschland nicht mehr aktiv oder nur noch mit einer minimalen Summe bespart wird. Das entspricht mehr als 3,3 Millionen Renten. Und sicherlich ist das Pausieren zunächst der einfachste Schritt. Doch an den laufenden Gebühren ändert es nichts und zudem reduziert es die monatliche Summe, die Sie nachher erhalten. In vielen Fällen ist es daher besser, mit der Riester-Rente zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Das Wichtigste in Kürze
  • Riester-Ruhestellung oder Beiträge reduzieren: Sie können die Beiträge für einen Riester einfach einstellen. Doch wenn Sie mit Ihrem Vertrag generell unzufrieden sind, bringt das nicht viel. Insbesondere, wenn Sie hohe Gebühren zahlen – denn diese fallen auch bei einer Ruhestellung an. Gleiches gilt, wenn Sie Ihre Beiträge reduzieren.
  • Riester-Rente und Rendite: Ein Wechsel kann bei hohen laufenden Gebühren also sinnvoller sein als eine Kündigung. Denn ob ein Riester attraktive Renditen abwirft, hängt wesentlich von den Kosten ab. Bei WeltSparen können Sie mit einem kostengünstigen Riester-Fondssparplan mit bis zu 5 % jährlicher Rendite rechnen.
  • Riester wechseln: Einen Riester zu wechseln ist einfach. Suchen Sie sich einen neuen Anbieter und schließen Sie einen neuen Vertrag ab. Der neue Anbieter kümmert sich um den Rest. Bei WeltSparen erstatten wir Ihnen sogar die Wechselkosten bis zu 150 EUR – und Abschlusskosten gibt es bei uns auch nicht.

Ist es eine schlechte Idee, die Riester-Rente nur ruhen zu lassen oder zu reduzieren?

Zunächst sei erwähnt, dass es natürlich nicht immer eine schlechte Idee ist. Und erst recht nicht dann, wenn Sie die Investitionen nur für kurze Zeit pausieren oder reduzieren. Bei vorübergehenden Engpässen kann das sogar sehr sinnvoll sein. Wir beziehen uns hier allein auf den Fall, dass Sie mit Ihrem Anbieter und seinen Konditionen unzufrieden sind.

Natürlich können Sie die Riester-Rente auch in dieser Situation dauerhaft pausieren oder reduzieren. Doch das würde an den entsprechenden Konditionen und der unzureichenden Zusammenarbeit mit dem Anbieter nichts ändern. Sie müssten weiterhin hohe laufende Gebühren zahlen und sich mit dem Anbieter auseinandersetzen. Denn der wird auch weiterhin einmal im Jahr die laufenden Gebühren einziehen.

Viele Sparer wissen das und denken darüber nach, ihre Rente dann einfach aufzulösen. Das Problem: Sie müssten alle erhaltenen staatlichen Zuschüsse zurückzahlen, womit die Investitionen der letzten Jahre sinnfrei wären. Ferner zahlen manche Anbieter die erzielte Rendite nicht mit aus. Auch diese wäre also verloren.

Wechseln Sie aber zu einem neuen Anbieter und zahlen Sie weiter wie bisher in die Riester-Rente ein, dann verlieren Sie nichts. Und im Falle von fairriester müssen Sie nicht einmal etwas bezahlen – denn es entstehen keinerlei Abschlusskosten. Den Verlusteffekt, den Sie bei anderen Riester-Renten normalerweise haben, haben Sie hier also nicht. Außerdem belaufen sich die Gebühren auf nur durchschnittlich 0,9 % im Jahr und gehöhren zu den niedrigsten Gebühren auf dem Markt für Riesterverträge.

Apropos:

Wie wirken sich unterschiedliche Gebühren auf die Rendite der Riester-Rente aus?

Viele Riester-Renten sind mit Rendite-erzielenden Investmentprodukten verbunden. Bei fairriester investieren Sie beispielsweise in kosteneffiziente ETFs und Indexfonds. Bei anderen Anbietern sind es meistens aktiv gemanagte Investmentfonds.

Die Gebühren von fairriester kennen Sie schon – die aktiven Investmentfonds rufen höhere laufende Gebühren von durchschnittlich 2,26 % im Jahr hervor, die sich die Fondsmanager und Fondsgesellschaften in die Tasche stecken.

Der Unterschied scheint auf den ersten Blick nicht so enorm zu sein. Doch das täuscht – wenn man mehrere Jahre in die Riester-Rente investiert, wird der Unterschied hinsichtlich der Rendite immer deutlicher.

Beispiel:

Nehmen wir an, dass Sie in einem Zeitraum von 40 Jahren je 150 Euro monatlich in Riester einzahlen und 175 Euro im Jahr vom Staat obendrauf erhalten – einmal im Verbund mit ETFs und Indexfonds sowie einmal im Verbund mit normalen Investmentfonds. Beides ist ein Riester-Fondssparplan, der eine durchschnittliche Rendite von 5 % im Jahr erzielt. Das entspricht der Realität, weil Index-nachbildende ETFs als passive Fonds sehr nahe an die Rendite von aktiven Investmentfonds herankommen.

Als Gebühren arbeiten wir mit den obenstehenden Werten – einmal 0,9 % im Jahr, einmal 2,26 % im Jahr. Das kommt dabei heraus*:

Zeitraum Jahreswert bei der Riester-Rente mit kosteneffizienten ETFs und Indexfonds Jahreswert bei der Riester-Rente mit aktiven und teuren Investmentfonds
1. Jahr 2.018,16 Euro 2.003,31 Euro
5. Jahr 10.944,69 Euro 10.563,98 Euro
10. Jahr 24.300,77 Euro 22.610,23 Euro
15. Jahr 40.599,51 Euro 36.346,75 Euro
20. Jahr 60.489,26 Euro 52.010,68 Euro
25. Jahr 84.761,21 Euro 69.872,49 Euro
30. Jahr 114.380,86 Euro 90.240,56 Euro
35. Jahr 150.526,44 Euro 113.466,55 Euro
40. Jahr 194.635,77 Euro 139.951,48 Euro

* Die Zahlen entsprechen einem Beispiel und stellen keine reale Situation dar.

In diesem Beispiel haben Sie in 40 Jahren exakt 79.000 Euro investiert. Beim Riester-Fondssparplan mit kosteneffizienten ETFs und Indexfonds – nach fairriester – würde das nach 40 Jahren zu einem reinen Gewinn von 115.635,77 Euro führen. Beim Riester-Fondssparplan mit aktiven Investmentfonds und prozentual viel höheren Gebühren würde das zu einem reinen Gewinn von nur 60.951,48 Euro führen.

Ebenso können Sie beobachten, dass die Unterschiede erst ab etwa dem 5. Jahr wirklich auffallen. Dementsprechend ist es absolut verständlich, dass Sie erst jetzt nach mehreren Jahren darauf kommen, dass Ihre Riester-Rente ziemlich teuer ist. Warum Sie die Kosten vorher nur schwer einschätzen konnten? Manche Anbieter sind im Hinblick auf Renditen und Kosten nicht sehr transparent. Achten Sie daher auf eine verständliche Kostenstruktur und transparente Erklärung der möglichen Renditen.

Wie können Sie Ihre Riester-Rente wechseln und zu einem anderen Anbieter umziehen?

Die staatlichen Zulagen bleiben Ihnen beim Anbieterwechsel erhalten. Sie können Ihr Riester-Konto in voller Höhe zum neuen Anbieter mitnehmen und dort weiter riestern, ohne sich etwas auszahlen zu lassen.

Der Wechsel selbst ist wiederum sehr einfach.

  1. Sie suchen sich einen neuen Anbieter und schließen dort eine neue Riester-Rente ab.
  2. Der Anbieter kümmert sich dann darum, das andere Geld zu transferieren und die andere Riester-Rente rechtens aufzulösen.
  3. Ferner kümmern sich beide Anbieter darum, die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) zu informieren, sodass die Zulagen ab sofort mit der neuen Riester-Rente verrechnet werden.
  4. Sie müssen nichts tun.

Hinweis: Für Sie ist wesentlich, dass der Wechsel beim Riester stets erlaubt ist und dass Sie stets im Recht sind, wenn Sie wechseln möchten.

Hinweis 2: Es kann sein, dass der neue Anbieter neben erneuten Abschlusskosten Hürden aufruft, was Ihr Guthaben und eine Mindestlaufzeit der neuen Riester-Rente betrifft. Informieren Sie sich beim neuen Anbieter dazu, bevor Sie die Riester-Rente effektiv wechseln. Bei fairriester existieren keinerlei solcher Hürden, außer, dass noch mindestens 12 Jahre bis zur Rente verbleiben müssen.

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