Welche Vorteile und Nachteile hat die Riester-Rente? Eine ausführliche Liste von WeltSparen:

Mehr als 16 Millionen Deutsche hatten im Jahr 2018 eine Riester-Rente. Das fasst eine Statistik des Statista Research Departments zusammen. Die Zahl spricht klar für sich, doch die Daten der Statistik decken auf, dass die Abschlüsse seit ein paar Jahren kaum noch zunehmen. So wuchs die Gesamtzahl der Riester-Renten in Deutschland seit 2011 nur um rund 7 %. Doch die staatlichen Zulagen und die Steuervorteile von Riester können im Alter den Lebensstandard sichern.

Neue Riester-Anbieter wie fairriester machen die Zusatzrente fit für das moderne Zeitalter. Sie sind transparenter und bieten Chancen auf attraktive Renditen mit ETFs Indexfonds. Daher könnte die Zahl der Riesterverträge bald wieder zunehmen.

Hier finden Sie Vorteile und Nachteile von Riester und können herausfinden, ob Riester etwas für Sie ist oder nicht.

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Vorteile

Sichere und konstante Rente:

Wenn Sie dauerhaft in Ihre Riester-Rente einzahlen, erhalten Sie eine sichere sowie konstante Rente bis ans Lebensende – ohne Kompromisse. Die Höhe der Rente wird durch verschiedene Faktoren entschieden, unter anderem dadurch, wie viel Sie monatlich einzahlen.

Staatliche Zuschüsse / Zulagen:

Wer eine Riester-Rente abschließt, bekommt im Jahr 175 Euro vom Staat zu den Investitionen dazu. Wer Kinder hat, die vor 2008 zur Welt kamen, erhält noch einmal 185 Euro extra. Und für Kinder, die nach 2008 zur Welt kamen, sind es sogar 300 Euro.

Berufsstarterbonus:

Wer beim Abschluss der Riester-Rente unter 25 Jahre alt ist, erhält ferner einen Bonus von 200 Euro.

Viele dürfen riestern:

In erster Linie alle, die pflichtversichert sind und in die herkömmliche Rente einzahlen müssen. Das betrifft vor allem Arbeitnehmer. Aber auch Beamte, Richter, Berufs- und Zeitsoldaten, Azubis, Erziehende und Arbeitslose dürfen riestern. Wer nicht-pflichtversichert ist, darf zwar riestern, bekommt aber die Zulagen nicht. Für diesen Fall steht mit der Rürup-Rente eine passende Alternative zu Riester bereit, die sich durch einen noch höheren Steuervorteil auszeichnet.

Steuerliche Absetzbarkeit:

Sie können Ihre Investitionen in die Riester-Rente mit bis zu 2.100 Euro im Jahr von der Steuer absetzen. Nutzen Sie dazu die Anlage AV, wenn Sie Ihre Steuer erklären. Das Finanzamt verrechnet Ihre Investitionen mit dem persönlichen Steuersatz, der durch Ihr Jahreseinkommen bestimmt wird. Davon zieht das Finanzamt die staatlichen Zulagen ab. Der übrigbleibende Betrag wird an den Steuerzahler zurück erstattet.

Hohe Renditechancen:

Es existieren mehrere Formen der Riester-Rente, darunter auch die mit renditestarken ETFs und Indexfonds bei fairriester. Durch die ETFs und Indexfonds können Sie deutlich mehr Kapital ansparen als mit den Investitionen und den staatlichen Zuschüssen allein.

Steuerfreie Rendite:

Wenn Sie im Rahmen der Riester-Rente in ETFs, Indexfonds oder Fonds investieren und Gewinne aus Zinsen und Dividenden erzielen, sind diese steuerfrei. Das ist ein klarer Vorteil im Vergleich zu Direktinvestments. Bei denen muss man rund 26 % der erzielten Rendite mit Kirchensteuer und Soli an den Fiskus abtreten.

Sofortrente:

Zum Rentenbeginn können Sie sich bis zu 30 % der ersparten Gesamtsumme auf einmal auszahlen lassen. Beachten Sie aber, dass dieser Schritt die monatliche Rente reduziert und Sie dieses Einkommen versteuern müssen.

Hohes Zuschusspotenzial:

Sie müssen 4 % Ihres Jahresbruttoeinkommens oder höchstens 2.100 Euro im Jahr in Riester investieren. Nur dann erhalten Sie die Zuschüsse in vollständiger Höhe. Diese sind in den 4 % oder in den 2.100 Euro aber schon enthalten. Je höher also Ihre Zulagen sind, weniger müssen Sie einzahlen, um auf die 2.100 Euro zu kommen. Desto mehr bleibt vom Geld auf Ihrem Konto über.

Keine Bürokratie:

Der Anbieter, für den Sie sich entscheiden, übernimmt die Schnittstelle zu den Ämtern. Bekommen Sie beispielsweise ein Kind und damit höhere Zuschüsse, müssen Sie dies nur dem Anbieter mitteilen. Bei fairriester geschieht das komplett online funktioniert und damit sehr einfach.

Transparenz:

Einmal im Jahr erhalten Sie einen Brief, in dem der Versicherer oder die Bank alle Kosten und Renditen der Riester-Rente transparent aufführt. Bei fairriester können Sie dies permanent online im Cockpit einsehen. Aber Sie können sich schon jetzt Ihre mögliche Rente ausrechnen lassen:

 

Rente versteuern:

Sobald Sie Ihre Riester-Rente beziehen, wird diese mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert. Meist ist der Steuersatz im Rentenalter jedoch niedriger als im Erwerbsleben. Dann sinkt auch die Steuerlast auf die Riester-Rente. Das kann ein Vorteil sein.

Fünf wissenswerte Fakten abseits der Vorteile und Nachteile:

  1. Investiertes bleibt investiert: Sie können in die Riester-Rente nur einzahlen, sich aber vor dem Rentenalter nichts wieder auszahlen lassen. Das geht ab frühestens 62 Jahren. Bis dahin ist es fest in der Riester-Rente verankert. Es sei denn, Sie lösen die Riester-Rente auf, dann müssen Sie wahrscheinlich aber die Zulagen zurückzahlen.
  2. Pfändbarkeit: Die Riester-Rente ist außer im Todesfall des Sparers nicht transferierbar und damit auch nicht pfändbar, wenn die Rente staatlich anerkannt ist und wenn die Zuschüsse ausbezahlt werden. Ansonsten – und da existieren entsprechende Urteile – darf man die Riester-Rente pfänden. Insbesondere dann, wenn man mehr als die staatlich förderbaren 2.100 Euro im Jahr einzahlt.
  3. Steuervorteile: Riester richtet sich an alle Einkommensgruppen, aber insbesondere an Geringverdiener und Familien mit Kindern profitieren stark. Für Besserverdiener, die deutlich mehr als die 2.100 Euro von der Steuer absetzen können, kann die Rürup-Rente die bessere Alternative sein.
  4. Riester mit Sozialhilfe verrechnen: Wer im Alter Sozialhilfe braucht, musste Riester bis 2018 noch voll anrechnen lassen. Doch der Gesetzgeber hat ausgebessert.Seit 2018 zählt: 100 Euro darf man stets behalten, darüber hinaus 30 % der entsprechenden Rente bis maximal 202 Euro. Bei einer Rente von beispielsweise 250 Euro darf man also schon einmal 100 Euro behalten. Dann bleiben 150 Euro über, die mit 30 % verrechnet werden. Dabei kommt man auf 45 Euro. Man bekommt also eine Rente von 145 Euro, die nicht mit der Sozialhilfe verrechnet wird.. Vor 2018 hätte man die vollen 250 Euro anrechnen lassen müssen. Durch den Freibetrag hat sich die Situation für Sozialhilfeempfänger also verbessert.
  5. Zuschuss versus erstattete Steuer: Sie können zwar 2.100 Euro inklusive der Zuschüsse von der Steuer absetzen. Doch das Finanzamt muss die ausbezahlten Zuschüsse von der zu erstattenden Summe wieder abziehen. Nehmen wir an, Sie haben einen Steuersatz von 30 % und setzen 2.100 Euro ab. Gemäß Steuersatz erhalten Sie 630 Euro abzüglich der Grundzulage von 175 Euro zurück,  also 455 Euro. Das bedeutet, dass Sie bei besonders hohen Zuschüssen eventuell nichts vom Finanzamt zurückerhalten, weil die Zuschüsse Ihre jährlichen Beiträge überschreiten. Das kann vor allem bei kinderreichen Familien der Fall sein, die von hohen Zuschüssen profitieren.

Nachteile

Rente auflösen ist teuer:

Wenn Sie sich dazu entscheiden, Riester vorab wieder aufzulösen, müssen Sie sämtliche Zuschüsse und Steuervorteile zurückzahlen. Auch die eventuell entstandenen Abschlusskosten sind betroffen. Somit ist das Auflösen der Riester-Rente ziemlich teuer. Außer, Sie nutzen das Geld beispielsweise zum Finanzieren einer selbst bewohnten Immobilie – also für einen Alterszweck. Bei diesem Beispiel muss man nichts zurückzahlen.

Zusatzhinweis: Sie müssen die Zuschüsse und Steuervorteile auch dann zurückzahlen, wenn Sie Ihren Lebensabend dauerhaft außerhalb der EU lebend verbringen. Wenn Sie also heute schon wissen, dass Sie später woanders leben werden, ist Riester nicht das passende Produkt.

Vererben:

Stirbt der Riester-Sparer vor der Rente, dann lassen sich all seine Investitionen und auch die Zuschüsse auf die Riester-Rente eines Ehepartners transferieren oder er erhält sofort eine Rente aus dem Kapital. Der Ehepartner kann dafür noch bis zu einem Jahr nach dem Tod des Partners einen Riester-Vertrag abschließen. Ist kein Ehepartner vorhanden, kann ein kindergeldberechtigtes Kind bis maximal 25 Jahre die Investitionen mit Zuschüssen erhalten. Danach nur noch ohne Förderung. Eine Kapitalauszahlung ist ohne Förderung an sonstige Erben möglich.

Um die Riester-Rente während der Rentenphase vererben zu können, braucht es einen Hinterbliebenenschutz in Form der Rentengarantiezeit. Ab 85 Jahren ist die Riester-Rente normalerweise nicht mehr vererbbar. Bei fairriester können Sie das Restkapital mit Wahl des Hinterbliebenenschutz auch über 85 Jahre vererbbar machen.

Hohe Abschlusskosten:

Die Abschlusskosten sind  bei manchen Anbietern sehr hoch und ziehen das Rentenkonto in den ersten Jahren ordentlich ins Minus. Bei fairriester zahlen Sie für den Abschluss keinen Cent.

Rente versus Lebensdauer:

Versicherer und Banken setzen voraus, dass Sie auch in der Rente noch viele Jahre leben. Dementsprechend verteilen sie Ihre Rente auf diese vielen Jahre. Sterben Sie aber früh, dann haben Sie eine im Verhältnis zu knappe Rente erhalten. In dieser Hinsicht kann es sich lohnen, sich die Sofortrente von bis zu 30 % sofort auszahlen zu lassen. Eine weitere Option bietet der Hinterbliebenenschutz, der die finanzielle Existenz Ihrer Familie absichert.

Fazit

Wie sind die Vorteile und Nachteile sowie die neutralen Punkte zur Riester-Rente nun konkret einzuordnen? Lohnt sich Riester? Ist Riester sinnvoll?

Die Riester-Rente kann eine passende Maßnahme insbesondere für Familien mit vielen Kindern sein. Und auch für jene, die nicht so viel verdienen. Beide können sich über die staatlichen Zuschüsse und den hohen Steuervorteil freuen. Genauso ist es aber auch bei besserverdienenden Beamten und Arbeitnehmern. Der Steuervorteil umfasst bei investierten 2.100 Euro je nach Steuersatz zwischen 426 und 707 Euro, wenn man nur die Grundzulage bekommt.

Es kommt also darauf an, was für Sie persönlich relevant ist und aus welchen Perspektiven Sie das Thema betrachten. Möchten Sie beispielsweise mehr investieren und steuerlich absetzen, kann Rürup für Sie besser als Riester sein. Grundsätzlich muss jeder selbst beurteilen, ob die Riester-Rente sinnvoll oder nicht sinnvoll ist. Riester hat viele starke Vorteile und sicher auch ein paar Nachteile. Gewichten müssen Sie diese selbst.