Riester-Banksparplan: Altersvorsorge mit staatlicher Förderung

Lohnt sich die Kombination aus Sparkonto und Riester-Sparplan?

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Riester BanksparplanRiester BanksparplanRiester Banksparplan

Wenn Sie im Alter Ihren bisherigen Lebensstandard beibehalten möchten, reicht es nicht, wenn Sie sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlassen. Um die drohende Rentenlücke zu schließen, stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: eine betriebliche Altersvorsorge und/oder eine private Altersvorsorge. Eine Möglichkeit, um für das Leben nach der Arbeitszeit vorzusorgen, ist beispielsweise die RiesterRente. 21 % der Deutschen sorgen mit der RiesterRente für das Alter vor, 47 % legen ihr Geld auf einem Sparkonto an.¹

Die Kombination aus Riester und Sparkonto – also ein Riester-Banksparplan – erscheint daher attraktiv. Denn Anlegerinnen und Anleger erhalten nicht nur staatliche Förderung und Zulagen, sondern zahlen auch in den Sparvertrag ein. Doch lohnt sich ein Riester-Banksparplan wirklich? Tatsache ist, dass nur noch wenige Banken und Anbieter Verträge für Riester-Banksparplan vertreiben.² Erfahren Sie hier, welche Gründe das hat und ob sich ein Riester-Banksparplan für Sie lohnt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Altersvorsorge: Um die Rentenlücke zu minimieren, sollten Sie sich frühzeitig um eine betriebliche und private Altersversorgung kümmern. Viele Menschen haben sich bereits für einen Riester-Banksparplan entschieden.
  • Funktionsweise: Ein Riester-Banksparplan bedeutet, dass die RiesterRente in Form eines verzinsten Sparkontos bei einer Bank angelegt wird. Sparerinnen und Sparer profitieren dabei von staatlichen Zuschüssen und Steuervorteilen
  • Nachteile: Sparkonten werden seit Jahren kaum oder gar nicht mehr verzinst. Man spart also die eigenen Investitionen sowie die staatlichen Zuschüsse an, muss aber mit steigenden Gebühren oder sogar Negativzinsen rechnen.
  • Alternativen: Durch den Einsatz von Fondssparplänen können Sparerinnen und Sparer von niedrigen Gebühren und Chancen auf eine höhere Rendite für einen langfristigen Vermögensaufbau profitieren. Der ETF Rürup verbindet diese Vorteile mit einer staatlichen Förderung und Steuervorteilen.

Was ist ein Riester-Banksparplan?

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Ein Riester-Banksparplan ist im Prinzip nichts anderes als eine RiesterRente in Form eines verzinsten Sparkontos bei einer Bank. Das heißt, Sparerinnen und Sparer können regelmäßig auf das Konto einzahlen, aber nichts auszahlen lassen. Dafür dürfen Alleinstehende jedes Jahr bis zu 2.100 EUR der Investitionen einschließlich der Zulagen von der Steuer absetzen.³

 

Die staatlichen Zulagen bei der Riester-Förderung betragen 175 pro Jahr. Hinzu kommt ggf. eine Kinderzulage zwischen 185 und 300 EUR pro Kind, abhängig vom Geburtsjahr.⁴ Mit Beginn der Rentenphase haben Sparerinnen und Sparer verschiedene Möglichkeiten, sich das angesparte Kapital auszuzahlen: Sie können sich den eingezahlten Betrag beispielsweise als lebenslange monatliche Rente auszahlen lassen. Alternativ dazu können auch bis zu 30 % des Kapitals zu Beginn der Rentenphase als Einmalzahlung ausgezahlt werden, ohne negativen Folgen für die Förderung. 

Riester-Banksparpläne sind einfach zu handhaben. Es fallen keine oder kaum beachtliche Kosten an. Zudem bieten sie eine gewisse Transparenz und Planungssicherheit aufgrund der Kopplung an Zinsen. Der große Nachteil des Riester-Banksparplans ist aber, dass Sparkonten seit Jahren kaum oder gar nicht mehr verzinst werden. Man spart also lediglich die eigenen Investitionen sowie die staatlichen Zuschüsse an. Durch die Inflation nimmt der Wert des Ersparten im Laufe der Zeit sogar ab. Da Riester-Sparpläne nur noch bei traditionellen Bankhäusern vertrieben werden, befindet sich die Verzinsung in der Regel bei 0,0 % oder sogar darunter. Doch warum ist das so?

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Exkurs: Inwieweit hängt der Negativzins mit dem Riester-Banksparplan zusammen?

Der Leitzins ist das wesentliche Instrument für die Zinspolitik der Zentralbanken. In der Euro-Zone legt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins fest. Um nach der Finanzkrise 2008 die Konjunktur anzukurbeln, reduzierte man den europäischen Leitzins immer weiter. Seit 2016 befindet er sich auf einem historischen Tiefstand, nämlich bei einer Verzinsung von 0,0 %.

 

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Das bedeutet, dass Banken sich bei der Europäischen Zentralbank zu diesen Konditionen Geld leihen bzw. dieses dort deponieren dürfen. Die Banken und Anbieter von Riester-Banksparplänen geben diese Konditionen und den Referenzzins wiederum in der Regel an ihre Kunden weiter. Kredite sind also für Kreditnehmende so attraktiv wie nie zuvor. Für Sparprodukte wie etwa Sparkonten hingegen müssen Sparerinnen und Sparer mit niedrigen oder gar keinen Zinsen rechnen. Zusammen mit der steigenden Inflationsrate zahlen sie so eher dazu, als dass Zinserträge erwirtschaftet werden.

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Bisher war es so, dass die Banken auf ihren Gewinn bei Sparprodukten teilweise verzichteten. Da das Zinstief absehbar so bleiben soll, starten manche Banken inzwischen damit, die Gebühren für ihre Produkte zu erhöhen oder den Gewinn unbemerkt zu überführen, insbesondere bei Kunden mit hohen Ersparnissen. Immer mehr Banken erheben Negativzinsen auf die Spareinlagen ihrer Kunden – und das schon ab dem ersten Euro.

Bei der Geldanlage sollten Sparerinnen und Sparer also ganz besonders auf die jeweiligen Konditionen achten.

Was tun mit Riester-Banksparplänen,
die nicht mehr rentabel sind?

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Was können Personen tun, die einen nicht rentablen Riester-Banksparplan besitzen? Generell können Sparerinnen und Sparer die RiesterRente in dieser Form zunächst weiterführen. Dabei kann man als Kundin oder Kunde neue Zinsklauseln der Bank oder der Anbieter, die negative Zinsen verlangen, ablehnen. Auch Erhöhungen von Gebühren müssen Sie nicht zustimmen. Kundinnen und Kunden sollten in solchen Fällen die AGB der Bank sorgfältig überprüfen, um über ihre Rechte informiert zu sein. In der Regel darf die Bank den Vertrag nicht kündigen, nur weil man den neuen Klauseln nicht zustimmt.

Generell ist es auch möglich, das bereits angesparte Kapital neu anzulegen. Bei Auflösung des Vertrages für den Riester-Sparplan müssen jedoch alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückgezahlt werden. Alternativ dazu ist es auch möglich, die RiesterRente zu wechseln – dies ist ohne einen reduzierten Rückkaufswert möglich.

Welche Alternativen
zum Riester-Banksparplan gibt es?

Wer sich mit einer privaten Altersvorsorge für den Ruhestand absichern möchte, kann alternativ zu einem Riester-Banksparplan in einen Fondssparplan mit ETFs und Indexfonds investieren. Mit Fondssparplänen haben Anlegerinnen und Anleger deutlich höhere Renditechancen als mit dem Riester-Banksparplan.

Das Investieren in Kapitalmärkte durch ETFs ist beispielsweise mit dem ETF Robo von Raisin Invest möglich. Je nach Risikobereitschaft können Sie Portfolios mit höheren oder geringeren Aktien- oder Anleihenquoten wählen. Der langfristige Vermögensaufbau ist bereits mit 0,33 % jährlichen Verwaltungsgebühren zzgl. 0,15 % Kosten für ETFs und Indexfonds möglich.

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Wer auf eine staatliche Förderung sowie Steuervorteile nicht verzichten möchte, kann mit einem ETF Rürup von attraktiven Renditechancen der internationalen Kapitalmärkte profitieren. Diese Option eignet sich ebenfalls für den langfristigen Vermögensaufbau und ist besonders für Sparerinnen und Sparer geeignet, deren Renteneintritt nicht bereits in den nächsten Jahren stattfindet.

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Beim ETF Rürup fallen keine Abschlusskosten, keine Ordergebühren und pauschal nur 36 EUR + 0,4 % p.a. an. Er bietet die freie Auswahl aus über 200 ETFs, aus denen ein individuelles Portfolio zusammengestellt werden kann. Beträge können jederzeit individuell und flexibel angepasst werden. Für das Jahr 2021 können Alleinstehende außerdem bis zu 25.787 EUR steuerlich geltend machen – Ehepartner sogar das Doppelte.⁶

Die Rürup-Rente mit ETFs lohnt sich für alle Personen, die über ein regelmäßiges Einkommen verfügen und privat vorsorgen wollen. Das können z. B. Selbstständige sein sowie Angestellte, Beamtinnen und Beamte.

Fazit: Ist der Riester-Banksparplan für die Altersvorsorge geeignet?

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Um den bisherigen Lebensstandard auch nach dem Berufsleben aufrechterhalten zu können, reicht die gesetzliche Rente für viele Menschen nicht aus. Umso wichtiger ist es, sich so früh wie möglich um weitere Altersversorgungen zu kümmern. Dies ist mit einer betrieblichen Altersvorsorge sowie mit diversen Optionen zur privaten Vorsorge möglich. 

Ein Riester-Banksparplan bringt aufgrund der Niedrigzinspolitik der Banken neben den eigenen Investitionen sowie den staatlichen Zulagen sonst nur wenige bis keine Zinsen. Es gibt jedoch zahlreiche Alternativen zum Riester-Banksparplan, wie z. B. das Investieren des Kapitals in einen ETF Rürup oder der langfristige Vermögensaufbau mit ETFs und Indexfonds. Informieren Sie sich noch heute über Ihre Möglichkeiten!

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