09.12.2019 | ca. 4 min. Lesezeit | Artikel drucken

Sollten Sparer ihr Geld in Schweden anlegen?

Schweden gehört zu den beliebtesten Sparzielen unserer Kunden. Kein Wunder: Das Zinsniveau bei Tagesgeld und Festgeld ist attraktiv, das Länder-Rating könnte nicht besser sein und alle schwedischen Partnerbanken arbeiten profitabel.

Viele unserer Kunden fragen uns: Wie kann man die Qualität einer Bank aus dem Ausland am besten einschätzen? Der Hinweis auf die Einlagensicherung und das Länder-Rating genügt vielen Sparern nicht. Wir geben Ihnen in diesem Text daher eine weitere wichtige Kennzahl an die Hand, die bei der Entscheidung für oder gegen ein Zinsprodukt aus dem Ausland helfen kann: Die Profitabilität unserer Partnerbanken aus Schweden.

Profitable Partnerbanken in Schweden

Um es kurz zu machen: Alle bei WeltSparen gelisteten, schwedischen Partnerbanken arbeiten profitabel. An der Eigenkapitalrendite (Return on Equity, ROE*) kann man die Profitabilität für jedes Kreditinstitut ablesen. Ein Wert größer als Null bedeutet, dass die Bank profitabel ist, je höher der Wert, desto besser für die Bank. Die 3 erstplatzierten Institute gehören gemäß Eigenkapitalrendite zu den profitabelsten Banken in ganz Europa:

Profitabilität der schwedischen Banken auf WeltSparen.


Die TF Bank gibt es seit 1987 und bietet Sparern Festgeld schon ab einer Mindestanlagesumme von 2.000 EUR an. Für 2-jährige Einlagen gibt es bereits 0,60 % Zinsen p.a.. Die Bank ist sehr profitabel (ROE: 34,5 %), zählt über 1 Million Kunden und ist an der Nasdaq Börse in Stockholm gelistet. 

 

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Mit 5,7 Millionen Kunden ist die Resurs Bank zu einem der führenden Finanzdienstleister Skandinaviens herangewachsen und liegt auf Platz zwei der profitabelsten Partnerbanken aus Schweden (ROE 33,90 %). Sparer wählen bevorzugt das Tagesgeld der Resurs mit 0,30 % Zinsen p.a.. Bei der Resurs Bank können Sparer schon ab 500 EUR ein Konto eröffnen.

 

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Festgeld der Aros Bank aus Göteborg gibt es ebenfalls bereits ab 500 Euro zu einem Zins von 0,50 % p.a. für 1-jährige Einlagen. Die erst 2004 gegründete Bank glänzt mit einer Eigenkapitalrendite von 27,10 % (ROE).

 

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Wirtschaftswachstum Schwedens

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Schweden belief sich 2018 auf 551,03 Milliarden US-Dollar und wächst bereits 5 Jahre in Folge. Auch im Jahr 2019 soll die Wirtschaft Schätzungen zufolge um 1,4 % wachsen. Aufgrund der stabilen Konjunktur könnte die schwedische Zentralbank (Sveriges Riksbank) die Zinsen bald anheben. Das könnte Sparern neue Hoffnung auf höhere Zinsen für Spareinlagen machen. 

Niedrige Verschuldung

Die staatliche Verschuldung Schwedens liegt bei nur 38,8 % und ist damit wesentlich niedriger als in Deutschland (61,9 %). Der Wert wird vermutlich weiter sinken, denn die Neuverschuldung geht zurück und auch die Negativzinsen bei Staatsanleihen entlasten die Staatskasse.

Sparer können auch deshalb beruhigt sein, weil der schwedische Einlagensicherungsfonds (Riksgalden) seinen Zielwert von 0,8 % der Einlagen übererfüllt, wie Daten der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) bestätigen:

Einlagensicherung übertrifft Zielwert der EU

Tagatisfonds ist der Name des schwedischen Einlagensicherungsfonds.
Quelle: EBA


Fazit

Neben dem höchsten Länder-Rating von AAA seitens der Rating-Agentur Standard & Poor’s, der niedrigen Staatsverschuldung und den üppigen Rücklagen im Einlagensicherungsfonds, sind es vor allem die finanziell gut aufgestellten schwedischen Finanzinstitute, die das Einlagengeschäft für Sparer aus Deutschland so interessant machen. Am besten jetzt Wunschbank und  Angebot auswählen.

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*ROE: Die Eigenkapitalrendite wird ermittelt als Quotient aus dem Gewinn und dem Eigenkapital (engl. Return on Equity, RoE). Dabei ist der Gewinn als Jahresüberschuss des Geschäftsjahres und das Eigenkapital als Buchwert des Eigenkapitals zu Beginn des Geschäftsjahres definiert. Die Kennzahl kann ein wichtiger Anhaltspunkt für Sparer sein, die sich für ein Zinsprodukt in Schweden entscheiden wollen.

 

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