Mit genügend Geld in den Ruhestand dank Pensionsfonds?

Durch Steuervorteile heute und attraktive Renditechancen bis zur Rente sind Pensionsfonds keine schlechte Idee. Aber können sie Direktversicherungen wie die fairrbav übertreffen? Bekanntlich soll man mit leichtem Gepäck reisen. Doch in welche betriebliche Altersvorsorge (bAV) packen Sie das Geld, das dann später im Ruhestand auf Sie wartet? Wir haben einen Blick auf Pensionsfonds geworfen. Wie Pensionsfonds im Detail funktionieren und was sie bei der Auszahlung beachten müssen lesen Sie in unserer 360°-Analyse.

Das Wichtigste in Kürze
  • Was Sie in einen Pensionsfonds einzahlen, wird in lukrative Fonds investiert, um die Renditechancen zu maximieren. Die Fonds rufen aber oft hohe laufende Kosten auf, die die Rendite reduzieren können. Eine Direktversicherung wie etwa die fairrbav investiert in ETFs, die keine hohen laufenden Kosten hervorrufen.
  • Das Einzahlen funktioniert bei Pensionsfonds über die Entgeltumwandlung. Auch hier bestehen die monatlichen Limits von 552 Euro (Steuern) sowie 276 Euro (Rentenkasse + Krankenkasse). Kein Unterschied zur Direktversicherung.
  • Das Geld im Pensionsfonds ist ab Erreichen der Rente (bzw. des Laufzeitendes) auszahlbar. Entweder in der Version „bis zu 30 % sofort und der Rest als monatliche Rente bis ans Lebensende“. Oder ohne die 30 % und nur als monatliche Rente.
  • Pensionsfonds haben mit Pensionskassen nichts zu tun – während letztere unter Druck stehen, sieht es bei Pensionsfonds sicher aus.

Was ist ein Pensionsfonds?

Ein Pensionsfonds ist eine versicherungsähnliche Versorgungseinrichtung und einer der Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge (bAV). Geld, das Sie in einen Pensionsfonds einzahlen, wird wie vom Namen schon ersichtlich in Fonds investiert. Diese erzielen bestenfalls eine lukrative Rendite und können so Ihre Betriebsrente (Altersversorgung) noch einmal erhöhen. Ein anderer Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge – mit den Renditechancen von ETFs – ist beispielsweise die Direktversicherung fairrbav von fairr by Raisin.

Bild zeigt die drei Schichten der Altersvorsorge in DeutschlandBild zeigt die drei Schichten der Altersvorsorge in DeutschlandBild zeigt die drei Schichten der Altersvorsorge in Deutschland

Wie zahlt man in einen Pensionsfonds ein?

Sofern Sie selbst etwas einzahlen möchten, tun Sie das wie immer bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) auch beim Pensionsfonds über die Entgeltumwandlung. Dabei zahlen Sie eine bestimmte monatliche Summe von Ihrem Bruttoeinkommen in die bAV. Diese Summe müssen Sie nicht versteuern und sie ist auch für die Krankenkasse und Rentenkasse nicht relevant. Dadurch können hohe Ersparnisse zusammenkommen. Mehr dazu erfahren Sie im ausführlichen Artikel zur Entgeltumwandlung.

Kann ich mir einen Pensionsfonds
vorab auszahlen lassen?

Nein, das ist nicht machbar. Sie können ihn auflösen, doch das Geld erhalten Sie trotzdem erst zur Rente. Da sie das Geld zudem noch förderschädlich verwenden, ist das mit hohen Kosten verbunden. Es ist sinnvoller, den Pensionsfonds ruhen zu lassen, statt ihn aufzulösen. Denn dann haben Sie keine monatlichen Investitionen mehr, erhalten trotzdem eine Betriebsrente im Alter, aber sparen eventuell hohe laufende Kosten.

Wie kann man sich den
Pensionsfonds auszahlen lassen?

Sie haben ein Kapitalwahlrecht und können entscheiden, ob Sie sich bis zu 30 % des Geldes sofort auszahlen lassen oder nicht. Wenn Sie das tun, müssen Sie die vollen 30 % auch versteuern und aus der Restsumme wird eine Rente bis ans Lebensende errechnet, die Sie danach dann monatlich erhalten. Diese Rente ist auch zu versteuern. Nutzen Sie das Kapitalwahlrecht nicht, dann profitieren Sie von einer höheren monatlichen Rente.

Pensionsfonds investieren Ihr Geld
am freien Kapitalmarkt

Pensionsfonds sind per Definition versicherungsähnliche Versorgungseinrichtungen zum Aufstocken der staatliche Rente im Alter. Sie werden meist von Banken, Versicherern oder Großunternehmen gegründet und als additive betriebliche Altersvorsorge angeboten.

Sie sind staatlich förderbar, von vielen Arbeitgebern bezuschusst und bringen zusätzlich Jahr für Jahr Steuervorteile. Genau diese Kombination macht sie auch so interessant. Stichwort: Entgeltumwandlung.

Jetzt angelegte 200 Euro machen sich beispielsweise mit nur einem rund 100 Euro kleineren Nettoeinkommen auf dem Konto bemerkbar. Und der Chef ist in vielen Fällen schon heute per Gesetz verpflichtet, mindestens 15 % – zu den in diesem Fall 200 Euro – hinzuzuschießen. Das so in den Pensionsfonds eingezahlte Geld wird am freien Kapitalmarkt profitabel investiert und kann zu höheren Renditen führen. Das macht die Tabelle deutlich:

Position Ohne bAV bAV mit 150 € bAV mit 250 €
Arbeitslohn (brutto) 4.000 Euro 4.000 Euro 4.000 Euro
Betriebliche Altersvorsorge - 150 Euro 250 Euro
Zu versteuerndes Bruttoeinkommen 4.000 Euro 3.850 Euro 3.750 Euro
Minus Lohnsteuer - 673,16 Euro - 630,75 Euro - 602,83 Euro
Minus Kirchensteuer
(9 % von Lohnsteuer)
- 60,58 Euro - 56,76 Euro - 54,25 Euro
Minus Solidaritätszuschlag
(5,5 % von Lohnsteuer)
- 37,02 Euro - 34,69 Euro - 33,15 Euro
Minus Krankenversicherung
(7,3 % + 0,55 % Zusatzbeitrag des Bruttoeinkommens –
Zusatzbeitrag kann je nach Krankenkasse variieren)
- 314 Euro - 302,23 Euro - 294,38 Euro
Minus Pflegeversicherung
(3,3 % des Bruttoeinkommens)
- 71 Euro - 68,34 Euro - 66,56 Euro
Minus Rentenversicherung
(9,3 % des Bruttoeinkommens)
- 372 Euro - 358,05 Euro - 348,75 Euro
Minus Arbeitslosenversicherung
(1,2 % des Bruttoeinkommens)
- 48 Euro - 46,20 Euro - 45 Euro
Gesamtsumme Steuern 770,76 Euro 722,20 Euro 690,23 Euro
Gesamtsumme Sozialversicherungen 805 Euro 774,81 Euro 754,69 Euro
Nettoeinkommen 2.424,24 Euro 2.352,99 Euro 2.305,08 Euro

In der Tabelle nehmen wir an, dass Sie einmal 150 Euro monatlich und einmal 250 Euro monatlich in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Sie sind in Steuerklasse 1, so erklären sich die Summen zur Lohnsteuer, Kirchensteuer und zum Soli. Ansonsten sind Sie normal kranken- und rentenversichert. Wenn Sie nun 150 Euro + 15 % einzahlen, dann ist das Nettoeinkommen nur um 71,25 Euro kleiner. Wenn Sie 250 Euro + 15 % einzahlen, ist das Netto nur um 119,16 Euro kleiner.

Weiter unten im Kapitel “Pensionsfonds von innen” vertiefen wir das noch.

Würden Sie nun ohne Pensionsfonds in Aktien investieren und an der Börse auf Gewinne hinarbeiten, dann müssten Sie das volle Risiko auf sich nehmen und hätten auch die Ersparnisse nicht. Beim Pensionsfonds ist das anders. Er bietet die Option, Steuern zu sparen und zur selben Zeit das Kapital deutlich zu vermehren.

Auf den ersten Blick wirkt das wie ein klassischer No-Brainer. Doch da bis dato keine Standards bestehen, wie solche Pensionsfonds in der betrieblichen Altersvorsorge auszusehen haben, ist die vorhandene Vielfalt an denkbaren Verträgen nahezu unüberschaubar.

Pensionsfonds – Sofort Steuern sparen,
um später zu entspannen

Bei der betrieblichen Altersvorsorge via Pensionsfonds kommt es auf die Details an. Um sie zu analysieren, ist es relevant, erst das Grundprinzip hinter der Geldanlage und hinter Fonds zu verstehen. Kommen wir noch einmal zur Entgeltumwandlung, auf der die Investitionen in die Fonds basieren. Die monatliche Investition wird steuerfrei und sozialversicherungsfrei vom Bruttoeinkommen abgezogen. Dadurch müssen Sie …

  1. vom Bruttoeinkommen nicht mehr so viel abziehen und können
  2. langfristig hohe Summen sparen, wenn Sie Monat für Monat in den Pensionsfonds investieren.

Wie viel Sie einzahlen und sparen, können Sie individuell an Ihre Gehaltsklasse und die private Situation anpassen. Ebenso können Sie die Höhe Ihrer Investitionen später bei Bedarf ändern. Beim Vertragsabschluss – der findet zwischen Ihnen und Ihrem Arbeitgeber statt – wird ein entsprechender Anlageplan erstellt.

Beachten Sie, dass die Ersparnisse bei der Steuer, Krankenkasse und Rentenkasse limitiert sind. Sie können natürlich so viel einzahlen, wie Sie möchten, doch steuerfrei und sozialversicherungsfrei ist das nur bis zu bestimmten Summen.

  • Steuerfreie Investitionen: 552 Euro monatlich / 6.624 Euro im Jahr
  • Sozialversicherungsfrei Investitionen: 276 Euro monatlich / 3.312 Euro im Jahr

Diese Summen orientieren sich an der Beitragsbemessungsgrenze der deutschen Rentenversicherung. Sie zählen für alle Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge. Mit Blick auf die Limits ist es natürlich sinnvoll, nur eine Summe einzuzahlen, von der Sie auch zu 100 % profitieren. Über diese monatlichen Summen hinaus sparen Sie zumindest hinsichtlich der Steuer und Sozialabgaben nichts mehr.

Verlockend ist auch der Zuschuss vom Arbeitgeber. Denn in den meisten Fällen werden die einbezahlten Investitionen des Arbeitnehmers schon heute vom Arbeitgeber prozentual bezuschusst. Spätestens ab dem 01.01.2022 erhalten alle Arbeitnehmer den Zuschuss, verankert im Betriebsrentenstärkungsgesetz. Je mehr der Chef obendrauf packt, desto lukrativer wird der Pensionsfonds für Sie. Gesetzlich muss er mindestens 15% zusätzlich einzahlen. Doch manche Unternehmen zahlen mehr und bezuschussen Ihre Mitarbeiter mit 20, 30 oder noch mehr Prozent. Ein Pensionsfonds – und die bAV im Ganzen – dient also auch als Instrument, um die Mitarbeiter ans Unternehmen zu binden.

100 % Kapitalauszahlung aus dem
Pensionsfonds seit 2014 möglich

Was passiert, wenn man im Ruhestand ankommt und Geld aus seinem Pensionsfonds erhalten möchte? Sie haben ein Kapitalwahlrecht.

Das bedeutet: Sie dürfen entscheiden, ob Sie von nun an eine monatliche Rente bis ans Lebensende erhalten möchten, oder ob Sie sich bis zu 30 % des Geldes sofort auszahlen lassen und den Rest als monatliche Rente erhalten.

Seit 2014 besteht auch das Recht, sich den Betrag aus dem Pensionsfonds zu 100 % auszahlen zu lassen. Sowohl bei dieser Variante als auch bei der 30-%-Variante und der monatlichen Rente ist zu beachten, dass Sie das Geld voll versteuern müssen.

Vor allem, wenn Sie bisher noch im Arbeitsverhältnis standen und das Jahreseinkommen entsprechend hoch war, kann das zu hohen Steuern führen. Daher kann es sinnvoller sein, sich gegen das Kapitalwahlrecht und für die monatliche Rente zu entscheiden.

Zu den Steuern dazu kommen Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung. Das sind zusammen etwa 18,75 % – also der frühere Arbeitnehmeranteil + Arbeitgeberanteil. Bezahlen müssen Sie diesen Anteil aber nur, wenn Ihre Betriebsrente aus dem Pensionsfonds höher als 159,25 Euro monatlich ist. Zudem ist nur die Teilsumme ab 159,25 Euro aufwärts relevant.

Beispiel: Wer etwa eine Betriebsrente (Altersversorgung) von 300 Euro erhält, muss etwa 26,39 Euro an die Krankenkasse entrichten (300 Euro minus 159,25 Euro = 140,75 Euro * 0,1875 = 26,39 Euro).

Nun denken Sie vielleicht: “Hm, dann löse ich den Pensionsfonds einfach auf, so komme ich ja auch an das Geld.” Doch das ist in den meisten Fällen keine sinnvolle Idee. Lassen Sie sich den Pensionsfonds vor Ende der Laufzeit auszahlen, dann verwenden Sie das Geld förderschädlich. Und deshalb müssen Sie unter anderem Ihre Steuervorteile über all die Jahre zurückzahlen. Es entstehen hohe Kosten.

Näheres dazu lesen Sie im Artikel Direktversicherung kündigen. Dort dreht es sich zwar um die Direktversicherung und nicht um den Pensionsfonds, doch das förderschädliche Verwenden zieht bei beiden identische Konsequenzen nach sich.

Auf der anderen Seite sind die Beiträge selbst aber pfändungssicher, übertragbar und verfallen normalerweise selbst dann nicht, wenn Sie die Investitionen unterbrechen. Auch bei einem Jobwechsel, bei Elternzeit oder bei Arbeitslosigkeit kann man Verträge mitnehmen, privat fortführen oder einfrieren – je nach persönlicher Situation.

Das Rentenniveau sinkt immer weiter ab und wird von Experten und Politikern auf nunmehr nur noch etwa 42 % des letzten Bruttogehalts geschätzt.

Sicherheit: Kein doppelter Boden,
sondern ein doppelter Fallschirm.

Die Rente ist eine Reise, die mit spätestens 67 Jahren startet und den Rest Ihres Lebens anhält. Schon heute ist klar, wann es soweit ist. Und auch der Pensionsfonds wird dann bereit sein. Das Schöne ist, dass Sie dann von maximaler Freiheit profitieren, denn das Geld im Fonds ist natürlich frei verwendbar.

Und sicher ist es auch. Einerseits haftet der Arbeitgeber subsidiär. Das bedeutet, dass er die Rente zahlen muss, sofern der Pensionsfonds das nicht kann. Andererseits muss er in den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) einzahlen, um Ihre Mindestleistung anlässlich der Betriebsrente auch hinsichtlich seiner Insolvenz abzusichern.

Aufgrund der großen Ähnlichkeit zu den Versicherungen, unterliegen die Pensionsfonds dem „Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen“ (Versicherungsaufsichtsgesetz / VAG). Sie unterstehen darüber hinaus der Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Die BaFin überwacht bundesweit alle Taten und Maßnahmen von unter anderem Versicherern, Banken und auch neuen FinTech-Startups. Hiermit verbunden sind umfangreiche Informationspflichten seitens des Pensionsfonds gegenüber der Bundesaufsichtsbehörde und Ihnen als Anwärter.

Einen doppelten Boden wie in Zaubershows finden Sie hier demnach nicht, eher ist der Boden sehr solide. Auf Pensionsfonds können Sie bauen. Anders sieht es derzeit bei den Pensionskassen aus. Verschiedenen Medienberichten seit 2018 nach, stehen viele von ihnen massiv unter Druck und Arbeitnehmer müssen vermehrt damit rechnen, dass ihre Betriebsrente kleiner ausfällt. Viele denken, dass Pensionskassen und Pensionsfonds durch ihren Namen miteinander verwandt sind. Doch sie sind unterschiedlich. Somit müssen Sie als Anwärter auf eine Betriebsrente via Pensionsfonds keine Bedenken haben.

Ob Sie sich am Ende aber für den Pensionsfonds entscheiden oder ob Sie Ihren Chef doch auf eine andere Durchführungsform der bAV ansetzen, bleibt Ihnen überlassen. Pensionsfonds unterscheiden sich kaum von einer Direktversicherung. Bei der fairrbav, also unserer Direktversicherung und betrieblichen Altersvorsorge, ist es aber so, dass Sie das Geld in kosteneffizienten ETFs statt Fonds sparen. Dadurch haben Sie insbesondere bei Investitionen über viele, viele Jahre bessere Renditechancen. Selbst kleine prozentuale Unterschiede bei den laufenden Gebühren machen sich dann deutlich bemerkbar.

Das ist ein starkes Argument, wenn man beide Formen der bAV – also fairrbav und Pensionsfonds – nebeneinander stellt. Darüber hinaus ist es ohnehin sehr sinnvoll, über mehrere Säulen fürs Alter im Laufe des Lebens Vermögen aufzubauen.

In diesem Sinne: Gute Reise.

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