Berechnen Sie die Höhe Ihrer
Betriebsrente
(bAV) selbst:

Wie immer, wenn man etwas fürs Alter tut, denkt man darüber nach, wie viel Rente man im Alter denn auch wirklich bekommt. Hinsichtlich der Betriebsrente ist es besonders spannend. Denn viele Arbeitnehmer zahlen nur eine kleine Summe von ihrem Bruttoeinkommen ein, die auch mit dem Zuschuss von 15 % seitens des Chefs keine enormen Summen auf dem Rentenkonto hervorrufen. Eine Ausnahme sind Produkte wie die betriebliche Altersvorsorge fairrbav (Direktversicherung), wo das Geld zusätzlich in ETFs und Indexfonds investiert wird. Diese nehmen wir uns in diesem Artikel vor und erklären unter anderem, wie Sie als zukünftiger Betriebsrentner die potenzielle Höhe Ihrer Betriebsrente berechnen können – schon heute. Aber auch Betriebsrenten ohne ETFs und Indexfonds werden thematisiert.

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Möchten Sie Ihre Steuerersparnisse und die neue Höhe Ihrer Sozialabgaben im Rahmen der Entgeltumwandlung berechnen? Dann lesen Sie bitte diesen Artikel zum bAV-Rechner.

Welche Faktoren müssen Sie beim
Berechnen der Betriebsrente beachten?

Hier müssen Sie zwei Bereiche unterscheiden.

Zunächst: bAV mit ETFs und Indexfonds:

Vorab sei erwähnt, dass Sie die finale und reale Höhe Ihrer betrieblichen Altersvorsorge / Betriebsrente erst kurz vor dem Renteneintritt berechnen können. Vorher handelt es sich stets um unverbindliche Rentensummen ohne Garantie – auch dann, wenn Sie einen professionellen Rechner zuziehen. Denn niemand kann vorhersehen, wie sich ETFs und Indexfonds in den nächsten Jahren entwickeln.

Demnach kann man die Summe auf dem Rentenkonto nur anhand von historischen Daten berechnen. Beispielsweise kann man mit einer durchschnittlichen Rendite von 5 % im Jahr rechnen, um sich einem realistischen Rentenwert anzunähern. Das macht auch der Rechner.

Beispiel: Nehmen wir an, dass Sie monatlich 100 Euro einzahlen und dass Ihr Chef die 15 % zuschießt, also 15 Euro. In einem beispielhaften Zeitraum von 30 Jahren würde sich auf dem Rentenkonto so eine reine Summe von 41.400 Euro anhäufen. Wenn man diese mit einer Rendite von 5 % im Jahr verrechnet, dann käme eine Summe von rund 82.847 Euro heraus.

Würde die durchschnittliche Rendite nur einen halben Prozent mehr umfassen, dann würden es etwa 90.361 Euro sein. Das verändert auch die erwartbare Betriebsrente, die Sie als Betriebsrentner erhalten. Diese errechnet sich aus der auf dem Rentenkonto vorhandenen Gesamtsumme mit weiteren spezifischen Faktoren.

Bild zeigt die drei Schichten der Altersvorsorge in DeutschlandBild zeigt die drei Schichten der Altersvorsorge in DeutschlandBild zeigt die drei Schichten der Altersvorsorge in Deutschland

bAV ohne ETFs und Indexfonds:

Natürlich existieren auf dem Markt auch Direktversicherungen ohne den Zusatz von ETFs und Indexfonds. Diese funktionieren dann wie eine typische Rentenversicherung mit einem Garantiezins, der mit Blick auf ETF-enthaltene Direktversicherungen kaum der Rede wert ist. Ein Garantiezins von 0,9 % ist aktuell üblich. Mit ansatzweise kalkulierbaren Überschüssen ist eine Gesamtrendite von etwa 2-3 % zu erwarten.

Klar: Auch eine Gesamtrendite von nur 2-3 % ist nicht zu verachten. Es ist deutlich mehr, als Sie heute für ein klassisches Sparkonto an Zinsen erhalten. Aber stellt man die erzielbaren Renditen von Direktversicherungen mit sowie ohne ETFs und Indexfonds nebeneinander, dann fällt ein ziemlicher Wertunterschied auf.

Wir nehmen an, dass Sie monatlich 100 Euro einzahlen. Wenn Sie noch mehr einzahlen, ist natürlich eine noch umso höhere Gesamtsumme und Betriebsrente zu erwarten. Hier können Sie mit dem Rechner einfach verschiedene Szenarien durchspielen.

 

Jahreswert bAV mit 5,5 % Rendite & 0,7 % Gebühren
bei ETFs und Indexfonds
bAV mit 0,9 % Rendite
& 0,1 % Gebühren bei Garantiezins
bAV mit 2,5 % Rendite durch Garantiezins und nicht im Voraus kalkulierbare Überschüsse & 0,1 % Gebühren
…nach einem Jahr 1.230,77 Euro 1.205,19 Euro 1.215,53 Euro
…nach 5 Jahren 6.769,19 Euro 6.123,04 Euro 6.376,17 Euro
…nach 10 Jahren 15.313,21 Euro 12.494,70 Euro 13.554,32 Euro
…nach 15 Jahren 26.097,40 Euro 19.125,08 Euro 21.635,31 Euro
…nach 30 Jahren 78.574,90 Euro 40.675,77 Euro 52.104,10 Euro
…nach 42 Jahren 156.727,51 Euro 59.868,20 Euro 86.443,90 Euro

Sie können erkennen, dass vor allem zwischen dem 30sten und dem 42sten Jahr hinsichtlich der Rendite viel passieren kann. Die Zinsen wirken sich vor allem nach hinten raus massiv aus. So ist nach 30 Jahren bei einer Rendite von 5,5 % eine Wertzunahme von 78.152,61 Euro zu erwarten. Und das in nur 12 weiteren Jahren. Das bedeutet, dass es sich besonders lohnen kann, sehr früh über die betriebliche Altersvorsorge nachzudenken. 

Und wenn Sie dabei sind, dann über eine bAV mit ETFs. Dass Sie über die Entgeltumwandlung einzahlen und dabei spätestens ab dem 01.01.2022 einen Zuschuss von 15 % von Ihrem Arbeitgeber erhalten, daran ändert sich durch die Investitionen nichts.

Die beiden Alternativen zu den ETFs und Indexfonds bieten keine so hohen Renditechancen in den letzten Jahren. Zudem ist die mittlere Variante mit 2,5 % ohne jede Garantie zu verstehen. Die Überschüsse, die die Rendite von 2,5 % mitbestimmen, sind nicht im Voraus kalkulierbar. Die 5,5 % Rendite bei den Investmentprodukten sind anhand von statistischen Beobachtungen schon mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu erwarten.

Welche Betriebsrente ist nach
diesem Rechner zu erwarten?

Nehmen wir uns die 156.727,51 Euro, die 59.868,20 Euro und die 86.443,90 Euro vor und projizieren sie auf die fairrbav. Laut Rechner würden diese Beispielsummen eine Betriebsrente von …

  • 156.727,51 Euro = Betriebsrente von monatlich ca. 578 Euro
  • 59.868,20 Euro = Betriebsrente von monatlich ca. 220 Euro
  • 86.443,90 Euro = Betriebsrente von monatlich ca. 319 Euro

… monatlich bis zum Lebensende hervorrufen. Die Betriebsrenten basieren darauf, dass Sie mit 67 Jahren Betriebsrentner- oder Rentnerin werden. Auch hier ist also ein deutlicher Unterschied in der Höhe der Betriebsrente erkennbar. Das spricht für die bAV mit ETFs und Indexfonds.

Bedenken Sie als angehender Betriebsrentner aber, dass die tatsächliche Höhe der Betriebsrente immer erst klar wird, wenn Sie kurz davor stehen, sie sich auszahlen zu lassen. Die 5,5 % Rendite bei der bAV mit ETFs und Indexfonds sind ein Beispielwert. Die wirkliche Rendite kann anders – sowohl höher als auch tiefer – ausfallen und so verändert sich auch die für die Betriebsrente relevante Gesamtsumme. Es verhält sich also wie bei den Überschüssen, die sich nicht vorausberechnen lassen. Natürlich sind die 5,5 % Rendite aber ein realistischer Wert, mit dem auch unser Rentenrechner arbeitet.

Das Wesentliche noch einmal in Kürze:

  • Sie können die Betriebsrente erst dann realistisch und verbindlich berechnen, wenn Sie kurz vor der Rente stehen. Vorher sind die errechneten Werte als „Chance auf“ zu sehen. Es kann sich exakt so entwickeln, aber dafür besteht keine Garantie.
  • Sie können einen Rechner nutzen, um die Betriebsrente auszurechnen – oder Sie nutzen die einfache Formel und schlüsseln es konkret auf.