Betriebliche Altersvorsorge: Definition und Erklärung

Ist die bAV sinnvoll?

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Experten sagen voraus, dass die mühsam verdiente Rente schon in naher Zukunft für viele Arbeitnehmer nicht mehr genügen wird. Denn das Rentenniveau liegt laut der Deutschen Rentenversicherung bis zum Jahr 2030  nur noch bei 43 %.¹

Indem sie auch privat etwas für ihre Altersvorsorge tun, können Arbeitnehmer selbst die Lücke zwischen dem letzten Arbeitseinkommen und der staatlichen Rente schließen. Eine Maßnahme dafür ist die betriebliche Altersvorsorge – kurz als bAV bezeichnet. Dabei lassen Arbeitnehmer einen Teil ihres Bruttoeinkommens abziehen, um ihn in die bAV einzuzahlen. Als Arbeitgeber stehen Sie dabei in der Pflicht, mindestens 15 % der Investitionssumme Ihres Mitarbeiters zur bAV zuzuschießen.

Wir betrachten die betriebliche Altersvorsorge aus Arbeitgeber– und Arbeitnehmersicht und helfen Ihnen dabei herauszufinden, ob die bAV für Sie und Ihre Mitarbeiter eine sinnvolle Altersvorsorge darstellt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Definition: Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) ist eine Form der privaten Altersvorsorge. Jeder deutsche Arbeitnehmer hat das Recht, über seinen Betrieb eine Altersvorsorge laufen zu lassen. Den Anbieter und die Form der bAV wählt der Arbeitgeber aus.
  • Förderung: Die betriebliche Altersvorsorge wird vom Staat unterstützt. Da die Einzahlungen aus dem Bruttogehalt erfolgen, sind sie bis zu 558 EUR im Jahr steuerfrei. Bei der Auszahlung muss die Betriebsrente mit dem persönlichen Steuersatz versteuert werden.
  • Durchführungswege: Die betriebliche Altersvorsorge gibt es als Direktversicherung, über Pensionskassen, Pensionsfonds und Unterstützungskasse oder als Direktzusage vom Betrieb. Die meisten Arbeitnehmer nehmen eine Direktversicherung wahr.
  • Betriebliche Altersvorsorge mit ETFs: Beträge, die monatlich eingezahlt werden, können in kosteneffiziente sowie chancenreiche ETFs und Indexfonds investiert werden. So kann eine deutlich höhere Summe angespart werden als mit den monatlichen Investitionen allein.

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Was ist eine betriebliche Altersvorsorge (bAV)?

Die betriebliche Altersvorsorge umfasst finanzielle Leistungen, die ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer auf Grundlage eines Arbeitsverhältnisses zur Altersvorsorge, Hinterbliebenenversorgung oder zur Versorgung bei Berufsunfähigkeit erbringt. Die Beiträge zur bAV setzen sich aus dem Eigenanteil des Arbeitnehmers und dem Arbeitgeberanteil zur betrieblichen Altersvorsorge zusammen.

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Neben dem, was Arbeitnehmer laut Gesetz von ihrem Lohn an die Rentenversicherung entrichten müssen, können sie auch privat etwas für ihre Altersvorsorge tun. Und zwar über den Betrieb, in dem sie arbeiten. Jeder deutsche Arbeitnehmer hat einen rechtlichen Anspruch darauf, über den Arbeitgeber vorzusorgen. Mit Rentenbeginn erhalten sie dann zusätzlich zur staatlichen Rente noch eine Zusatzrente, die sich Betriebsrente oder betriebliche Altersversorgung nennt. 

Diese Betriebsrente erhalten Arbeitnehmer monatlich bis ans Lebensende. Sie berechnet sich exakt aus der Summe, die über die Jahre eingezahlt wurde. Außerdem aus der Rendite, die z. B. durch Wertpapierinvestitionen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge erwirtschaftet wurde. 

Da aufgrund der Rentenlücke viele Arbeitnehmer von Altersarmut bedroht sind, fördert der Staat private Maßnahmen zur betrieblichen Altersvorsorge sowie zur Altersvorsorge im Allgemeinen. Bei der bAV profitieren Arbeitnehmer so von attraktiven Vorteilen bei der Steuer und auch von Ersparnissen bei den Sozialabgaben. Zudem stehen Arbeitgeber in der Pflicht, eine monatliche finanzielle Leistung in Form eines Zuschusses von mindestens 15 % der investierten Beiträge zur bAV zu leisen.

Lesen Sie dazu auch gerne unseren Ratgeber-Artikel über die Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge.

Was ist das Problem der staatlichen Rente?

Experten erwarten, dass das Rentenniveau in absehbarer Zeit auf ein historisch tiefes Level von nur noch etwas über 43 % sinken wird. Daran ist ablesbar, dass die Rente vom Staat immer kleiner wird und vielen Rentnern Altersarmut droht. Genauer gesagt entsteht eine immer größere Lücke zwischen dem letzten Arbeitseinkommen und der dann im Ruhestand ausbezahlten Rente.

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Die wesentlichen Ursachen sind zum einen die Struktur des Rentenversicherungs-Systems und zum anderen der demografische Wandel in der Gesellschaft. Die Struktur des Systems sieht vor, dass die aktuellen Arbeitnehmer die Renten der aktuellen Rentner finanzieren. Man zahlt also nicht in eine Rentenversicherung ein und später rechnet die Rentenkasse die entstandene Summe in eine monatliche Rente um, sondern sammelt je nach Höhe der entrichteten Summen Rentenpunkte. Wer durchschnittlich verdient und entsprechend in die Rente einzahlt, bekommt pro Jahr einen Punkt. Der Wandel in der Bevölkerung bedeutet wiederum, dass eine abnehmende Zahl an Arbeitnehmern die zunehmende Zahl an Rentnern stützen muss. 

Es ist also Zeit, darüber nachzudenken, wie man privat etwas daran ändern können. Beispielsweise mit der betrieblichen Altersvorsorge und der später auszahlbaren Betriebsrente.

Welche Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge gibt es?

Die bAV gehört zur zweiten Säule der Altersvorsorge. Genau wie bei der Riester-Rente handelt es sich bei der betrieblichen Altersvorsorge um eine private Maßnahme, die mit staatlichen Zuschüssen gefördert wird.

Wer in die betriebliche Altersvorsorge einzahlt, hat eine Anwartschaft inne – nämlich die Anwartschaft auf die Altersversorgung, die erst im Alter auszahlbar ist. Die Anwartschaft und die bAV kennen mehrere Arten, die man auch als „Durchführungswege der betrieblichen Altersvorsorge“ bezeichnet.

Die betriebliche Altersvorsorge lässt sich auf 5 verschiedene Arten durchführen. In der Funktionsweise und was etwa die Steuervorteile betrifft, unterscheiden sie sich kaum voneinander. Wohl aber unterscheiden sie sich in der Form der Zusammenarbeit mit Versicherern und Institutionen – also den Anbietern. Die fünf Varianten nennen sich:

  1. Direktversicherung
  2. Pensionskasse
  3. Pensionsfonds
  4. Unterstützungskasse
  5. Direktzusage / Pensionszusage

Dazu sei erwähnt, dass der Arbeitgeber über die konkrete Form der bAV und den konkreten Anbieter entscheidet. In manchen Betrieben haben die Mitarbeiter hinsichtlich dessen aber ein Mitspracherecht.

Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?

Ob ETF bAV oder die betriebliche Altersvorsorge anderer Anbieter – die Funktionsweise der bAV ist immer dieselbe. Eingezahlt wird mithilfe der Entgeltumwandlung.

Was sich zuerst nach einer komplexen Sache anhört, ist einfach erklärt: Der Arbeitnehmer vereinbart eine feste Summe, die er monatlich investieren möchte. Diese Summe zieht der Arbeitgeber direkt von dem monatlichen Bruttogehalt ab und zahlt sie zusammen mit seinem Zuschuss von mindestens 15 % auf das Rentenkonto der betrieblichen Altersvorsorge ein. 

Falls Arbeitnehmer ihre Anwartschaft schon vor dem 01.01.2019 vereinbart haben, kann es sein, dass sie den Zuschuss erst ab dem 01.01.2022 erhalten. Viele Unternehmen bezahlen ihn aber heute schon.

Der besondere Vorteil der betrieblichen Altersvorsorge ist, dass Investitionen bis zu einem bestimmten Limit ohne Sozialabgaben und Steuern bleiben. Der steuerfreie Höchstbeitrag der bAV beträgt ab 2021 6.816 EUR pro Jahr (8 % der Beitragsbemessungsgrenzen der gesetzlichen Rentenversicherung). Das bedeutet, es können monatlich bis zu 568 EUR steuerfrei und bis zu 284 EUR sozialabgabenfrei investiert werden. Würde mehr eingezahlt werden, dann müsste die Differenzsumme über je diese Werte hinaus versteuert bzw. sozialversichert werden. Durch diese Freisummen entstehen attraktive Ersparnisse. 

 

Zur Veranschaulichung haben wir Ihnen die Berechnung des Nettoeinkommens mit und ohne bAV gegenübergestellt. Wir gehen von einer Person mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 3.000 EUR und der Steuerklasse 1 aus. Die betriebliche Altersvorsorge von 250 EUR reduziert das zu versteuernde Einkommen genau um diesen Betrag. 

Die abzuführende Lohnsteuer ist allein vom zu versteuernden Bruttoeinkommen und der Steuerklasse abhängig und kann somit variieren. Derzeit liegt der Lohnsteuersatz zwischen 14 und 45 % (Stand 2021). Dabei gilt: Je höher das Bruttogehalt, desto höher der Prozentsatz. Die Berechnung findet über bestimmte Lohn- und Einkommensteuerrechner statt. Mit der Steuerklasse sind bestimmte Merkmale wie Freibeträge oder Familienstand bereits berücksichtigt. In 2021 gilt ein Grundfreibetrag von 9.696 EUR.

Position Ohne bAV bAV mit 250 EUR
Arbeitslohn (brutto) 3.000 EUR 3.000 EUR
Betriebliche Altersvorsorge
(Arbeitgeberzuschuss)
- 250 EUR (+ 15 %)
Zu versteuerndes Bruttogehalt 3.000 EUR 2.750 EUR
Minus Lohnsteuer (SK 1) -401,16 EUR -339,58 EUR
Minus Kirchensteuer
(9 % von Lohnsteuer)
-36,11 EUR - 30,56 EUR
Minus Krankenversicherung
(7,3 % + 0,55 % Zusatzbeitrag des Bruttoeinkommens – Zusatzbeitrag kann je nach Krankenkasse variieren)
- 235,50 EUR - 215,88 EUR
Minus Pflegeversicherung
(1,525 % des Bruttoeinkommens)
- 45,75 EUR - 41,94 EUR
Minus Rentenversicherung
(9,3 % des Bruttoeinkommens)
- 279 EUR - 255,75 EUR
Minus Arbeitslosenversicherung
(1,2 % des Bruttoeinkommens)
- 36 EUR - 33 EUR
Gesamtsumme Steuern 437,28 EUR 370,14 EUR
Gesamtsumme Sozialversicherungen 593,25 EUR 546,57 EUR
Nettogehalt 1.969,47 EUR 1.833,29 EUR

In diesem Fall zahlen Arbeitnehmer zwar 250 EUR + 15 % in die betriebliche Altersvorsorge ein, aber das Nettoeinkommen sinkt nur um 136,13  EUR. Das macht eine Ersparnis von 113,87   EUR (250 EUR minus 136,13  EUR) hinsichtlich Steuern und Sozialabgaben

Arbeitnehmer können übrigens auch die vermögenswirksamen Leistungen (VL) für die Altersvorsorge verwenden. Auch dabei profitieren sie von allen Vorzügen bei der Steuer und den Sozialabgaben.

*Die ETF bAV kann nur von Unternehmen, nicht von Einzelpersonen abgeschlossen werden.

 

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Wer zahlt die betriebliche Altersvorsorge?

Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer können in die bAV einzahlen. Wenn der Arbeitnehmer die Beiträge zahlt, liegt eine Entgeltumwandlung vor, worauf dieser einen gesetzlichen Anspruch hat.  Dabei verzichtet er auf einen Teil seines Gehalts zugunsten der betrieblichen Altersversorgung. Die Beiträge zur Direktversicherung können hingegen auch vollständig als finanzielle Leistung zur Altersvorsorge vom Arbeitgeber übernommen werden.

 

Grundsätzlich können Arbeitnehmer die betriebliche Altersvorsorge auch privat weiterführen, wenn sie bei einem Arbeitgeberwechsel den Vertrag übernehmen. Dabei profitieren sie sogar von der reduzierten Beitragspflicht.

Wie viele Jahre muss man in die bAV einzahlen?

Grundsätzlich muss man es so formulieren, dass Arbeitnehmer natürlich nicht in die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge einzahlen müssen, sondern es dürfen. Ebenso müssen sie nicht all die Jahre einzahlen, sondern können zwischendrin auch mal pausieren, die Summe erhöhen oder sie reduzieren

Falls Arbeitnehmer einen Arbeitgeberwechsel vornehmen, können sie die bAV normalerweise mitnehmen. Das ist bis zu 12 Monate nach dem Arbeitgeberwechsel noch machbar, nur der bisher vorhandene Kontostand darf die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung nicht übersteigen. Seit dem 01. Januar 2021 liegt die Einkommensgrenze bei einem monatlichen Höchstbetrag von 7.100 EUR in den alten Bundesländern und 6.700 EUR in den neuen Bundesländern.

Die bAV zu kündigen und die Anwartschaft auf die Altersversorgung aufzulösen, ist nicht empfehlenswert. Denn das Gesetz definiert dies als förderschädlich. Das bedeutet, dass Arbeitnehmer das bis dato nicht versteuerte Einkommen nachversteuern müssen

Der Betrieb, der Versicherer und der Arbeitnehmer stimmen die Laufzeit dann meist so ab, dass die erste monatliche Betriebsrente zusammen mit der ersten Staatsrente ausgezahlt wird. Es kann aber auch sein, dass die Laufzeit bereits vorher oder später endet. Die Pensionskasse ist darüber hinaus ein Sonderfall – dort erhalten Arbeitnehmer die Betriebsrente erst, wenn sie effektiv nicht mehr arbeiten.

Wie hoch ist die betriebliche Altersvorsorge?

Wie hoch die betriebliche Altersvorsorge ausfällt, hängt unter anderem von der Laufzeit, der Höhe der Beiträge und im Falle einer Direktversicherung auch von den Kosten des RentenversicherungsVertrages ab. Zusätzlich beeinflussen auch Steuern und Sozialabgaben die spätere Rente.

 

WeltSparen hat deshalb eine besonders innovative Form der betrieblichen Altersvorsorge entwickelt: Bei der ETF bAV handelt es sich um eine Direktversicherung mit besonderen Vorteilen. Erstmals lassen sich die Summen, die jeden Monat eingezahlt werden, in kosteneffiziente, diversifizierte sowie chancenreiche ETFs und Indexfonds investieren. Dadurch können Arbeitgebern ihren Mitarbeitern über all die Jahre zu einer deutlich höhere Sparsumme verhelfen, als es mit den monatlichen Investitionen allein machbar wäre. 

Ein Beispiel: 

Es werden 150 EUR monatlich in die betriebliche Altersvorsorge via Direktversicherung eingezahlt. Einmal wird das Geld danach in ETFs und Indexfonds investiert, einmal nicht. Vereinfacht gehen wir in diesem Beispiel von einer durchschnittlichen jährlichen Rendite der ETFs und Indexfonds von 5 % und laufenden Gebühren von 0,7 % im Jahr aus. Die Kontostände unterscheiden sich mit fortlaufender Zeit immer deutlicher:

bAV ohne Investitionen
in ETFs und Indexfonds
bAV mit Investitionen
in ETFs und Indexfonds
Kontostand nach
1 Jahr
1.800 EUR 1.841,37 EUR
Kontostand nach
6 Jahren
10.800 EUR 12.297,05 EUR
Kontostand nach
12 Jahren
21.600 EUR 28.100,97 EUR
Kontostand nach
24 Jahren
43.200 EUR 74.515,05 EUR
Kontostand nach
36 Jahren
64.800 EUR 151.176,67 EUR

Innerhalb von 36 Jahren – was eine realistische Laufzeit ist, wenn man früh mit der Vorsorge startet – können sich die Kontostände in diesem Beispiel um 86.376 EUR unterscheiden. Und der Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge von mindestens 15 % seitens des Arbeitgebers ist hier noch nicht mit drin. Durch diesen würden die Kontostände in der Direktversicherung noch einmal deutlich zunehmen.

*Die ETF bAV kann nur von Unternehmen, nicht von Einzelpersonen abgeschlossen werden.

Es ist – insbesondere, wenn ETFs und Indexfonds im Spiel sind – nur schätzbar, welche Betriebsrente Arbeitnehmer später erhalten werden. Die konkrete Höhe der Betriebsrente und Altersvorsorge bis ans Lebensende lässt sich erst kurz vor Ende der Laufzeit ermitteln. Das liegt daran, dass die Entwicklung der Wertpapierinvestitionen nicht vorhersehbar ist. Sofern Sparer die linksstehenden Kontostände erreichen, sind bei der ETF bAV diese Betriebsrenten denkbar:

Summe auf dem Rentenkonto Monatliche Betriebsrente
75.000 EUR ca. 278,13 EUR
90.000 EUR ca. 333,73 EUR
105.000 EUR ca. 389,33 EUR
120.000 EUR ca. 444,93 EUR
150.000 EUR ca. 556,22 EUR
165.000 EUR ca. 611,79 EUR

Welche Vorteile hat die betriebliche Altersvorsorge für Arbeitgeber?

Die bAV hat nicht nur für den Arbeitnehmer Vorteile ­– auch der Arbeitgeber kann profitieren. Werden Beiträge der betrieblichen Altersvorsorge vom Arbeitgeber übernommen, kann er diese als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen. Dadurch wird die Gesamtsteuerlast der Arbeitgebers reduziert. Außerdem wird die Bindung der Mitarbeiter zum Unternehmen gestärkt.

Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge für den Arbeitgeber:

  •       Steuerersparnisse
  •       Bindung und Motivation der Mitarbeiter
  •       Wenig Aufwand in der Verwaltung
  •       Imagegewinn

Sie sehen: Die bAV ist für Arbeitgeber keine sonderliche Last, auch nicht nach dem Betriebsrentenstärkungsgesetz.

Fazit: Wann lohnt sich die betriebliche Altersvorsorge?

Ob die betriebliche Altersvorsorge sinnvoll ist, hängt am Ende davon ab, was der Arbeitgeber genau anbietet und wie stark er sich an der Finanzierung der Beiträge beteiligt. Auch die beruflichen Pläne des Arbeitnehmers spielen eine große Rolle. Dank zweier Gesetzesänderungen aus den Jahren 2018 und 2019 ist die betriebliche Altersvorsorge jedoch attraktiver als früher. Entlastet werden Sparer, die mehr als 160 EUR Betriebsrente im Monat aus der bAV (Stand 2020) zu erwarten haben.

 

Bei der ETF bAV werden die eingezahlten Summen zusätzlich in ETFs und Indexfonds investiert, um einen noch mal höheren Kontostand und eine somit höhere Betriebsrente zu erwirtschaften. Ein weiterer Vorteil, der für die ETF bAV von WeltSparen spricht, ist die digitale Plattform, mit der Arbeitgeber alles steuern können: Hier kann man jederzeit online einsehen, wie sich die Sparbeiträge entwickeln und direkt und unkompliziert Änderungen vornehmen.

Dementsprechend kann die betriebliche Altersvorsorge ein überaus lohnenswerter und sinnvoller Baustein beim Sparen für den Ruhestand sein. Wer noch mehr sparen möchte, kann sich etwa über die Riester-Rente oder Rürup-Rente informieren, die der Staat ebenso mit teils enormen Steuervorteilen fördert.

Häufig gestellte Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge

Das Sozialpartnermodell ist speziell für tarifliche Arbeitsverhältnisse entwickelt worden. Gewerkschaften und nach Tarif zahlende Arbeitgeber haben durch das Modell die Chance, Betriebsrenten zu vereinbaren, ohne dafür zu haften. Der Arbeitgeberzuschuss ist auch hier zu zahlen, wenn Mitarbeiter von ihrem Bruttoeinkommen etwas für die spätere Betriebsrente investieren. Dafür braucht es eine „reine Beitragszusage“.

Tarifverträge sollen in Zukunft stets Investitionen in die bAV enthalten. Das bedeutet, dass Mitarbeiter aktiv widersprechen müssen, wenn sie nichts für die spätere Betriebsrente einzahlen möchten.

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Das Betriebsrentenstärkungsgesetz hat für Arbeitgeber auch seine positiven Seiten – so auch bei Mitarbeitern mit einem Einkommen bis 2.200 EUR brutto im Monat. Wenn Sie hier mehr als die üblichen 15 % Zuschuss zahlen, verspricht das Gesetz Steuerersparnisse.

Arbeitnehmer mit einem Einkommen unter 2.200 EUR können nicht allzu viel in die betriebliche Altersvorsorge investieren. Wenn der Arbeitgeber sie aber dazu motiviert und zwischen 240 EUR und 480 EUR im Jahr zuschießt, darf er 30 % dieses Zuschusses von der Lohnsteuer absetzen. Den Rest des Zuschusses können Sie als Arbeitgeber wie auch das Gehalt des Mitarbeiters als Betriebskosten vermerken.

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Der Arbeitgeber verwaltet den Vertrag zur betrieblichen Altersvorsorge im Namen der Mitarbeiter. Die bAV läuft stets über das Unternehmen, nicht über die Mitarbeiter. Das heißt: Arbeitnehmer können sie nicht selbst abschließen.

Je nach Form entsteht aber kein allzu enormer Verwaltungsaufwand, erst recht nicht bei einem digitalen Angebot wie der ETF bAV. Bei dieser Direktversicherung läuft der Vertrag beispielsweise immer stumm weiter, sodass Sie nichts tun müssen, außer die monatlichen Investitionen und den Arbeitgeberzuschuss zu überweisen. Nur, wenn die Mitarbeiter beispielsweise ihre Investitionssumme anpassen möchten, müssen Sie aktiv werden.

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Arbeitgeber dürfen den Wunsch des Arbeitnehmers nach einer betrieblichen Altersvorsorge nicht ablehnen – auch nicht hinsichtlich des Arbeitgeberzuschusses zur bAV. Als Arbeitgeber stehen Sie dabei in der Pflicht, den Anbieter auszuwählen und die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge zu verwalten.

Außerdem haben Sie durch ein neues Gesetz zum 01.01.2019 (Betriebsrentenstärkungsgesetz) die Verpflichtung, mindestens 15 % der Investitionssumme zuzuschießen. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn Ihre Mitarbeiter selbst nichts einzahlen möchten und allein auf die Investitionen Ihres Unternehmens setzen.

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Quellen:

¹ https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wissenswertes-zur-Rente/FAQs/Rente/Rentenniveau/Rentenniveau_Liste.html

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