28.11.2018 | ca. 6 min. Lesezeit | Artikel drucken

Was ist Festgeld und wo kann ich es am besten anlegen?

Möchten Sie Ihr Geld sicher, für einen festen Zeitraum und zum möglichst höchsten Zinssatz anlegen? Dann ist Festgeld genau das Richtige für Sie. In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Übersicht darüber, was Festgeld ist, bei welchen Banken man die besten Zinsen bekommt und welche Sicherheitskriterien zu beachten sind.

  • Festgeld eignet sich am besten für mittelfristige Anlagen von 1 bis 5 Jahren. Je länger der Zeitraum, desto höher die Zinsen.
  • Die feste Anlageform bietet eingeschränkte Flexibilität, dafür eine sichere Rendite bei sehr geringem Risiko.
  • Einlagen bis zu 100.000 EUR bei Banken in EU-Ländern sind von der gesetzlichen Einlagensicherung geschützt.
  • Festgeld ist am besten als konservative Anlageform zum Erhalt des Vermögens oder als Bestandteil der Altersvorsorge geeignet.

Was ist Festgeld?

Festgeld ist eine Form der Geldanlage, bei der Kunde und Bank eine feste Laufzeit und einen festen Zinssatz vereinbaren. Die festen Geldeinlagen sind in der Regel während der Laufzeit nicht kündbar, denn bis dahin arbeiten die Banken mit dem Geld. Deswegen sollten Sie als Festgeld am besten nur Ersparnisse verwenden, die Sie über einen ausgewählten Zeitraum nicht benötigen. Für die Überlassung des Kapitals bekommen Sie höhere Zinsen, die von vornherein feststehen und keinen Änderungen unterliegen.

Für wie lange soll ich Festgeld anlegen?

Festgeld können Sie über unterschiedliche Zeiträume von 1 Monat bis zu 10 Jahren anlegen. Hierbei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Die Regel funktioniert jedoch meistens nur bei Laufzeiten bis zu 5 Jahren, Anlagen über längere Zeiträume werden kaum mit höheren Zinsen belohnt.

Die feste Geldanlage einigt sich am besten für mittelfristige Zeiträume von 1 bis 3 Jahren. Bei den Laufzeiten von unter 1 Jahr sinkt der Zinssatz stark ab und bei Anlagen über 3 Jahren verlieren Sparer die Flexibilität: Sollten die Zinsen in diesem Zeitraum steigen, können Sparer davon nicht profitieren.

Bei der Entscheidung über die Laufzeit ist der aktuelle Zinssatz am wichtigsten, da der Gewinn für Sparer über den gewählten Zeitraum von Anfang an feststeht. Zurzeit sind die Zinsen auf einem historisch niedrigen Stand. Wann sie wieder steigen, kann niemand voraussagen. Mit einer Anlagedauer von 3 Jahren bleiben Sparer flexibel und haben die Möglichkeit, ihr Geld nach Ablauf der Frist zu evtl. höheren Zinsen wieder anzulegen.

Was bedeutet Prolongation?

Am Ende der Laufzeit wird der Festgeld-Vertrag entweder prolongiert – also zum aktuellen Marktzins verlängert – oder das Kapital inklusive Zinsen auf das Verrechnungskonto des Sparers ausgezahlt. Beim Vertragsabschluss ist es hilfreich zu beachten, ob eine explizite Kündigung vor dem Ablauf der Laufzeit benötigt wird oder sich die automatische Wiederanlage schon beim Antrag ausschließen lässt.

Wie flexibel ist Festgeld?

Die Flexibilität der Anlageform ist unmittelbar mit der Laufzeit der Anlage und der Entwicklung des Zinssatzes verbunden. Das Festgeld hat eine begrenzte Flexibilität, da die Einlagen über die vereinbarte Laufzeit nicht verfügbar sind. Sie können sich also für die am besten passende Anlagedauer entscheiden, um nach dem Ablauf selbst bestimmen zu können, ob Sie die Anlage je nach dem aktuellen Marktzinssatz kündigen oder verlängern wollen.

Sparer bleiben auch mit Festgeld flexibel, wenn sie den Sparbetrag aufteilen und mehrere Festgelder mit unterschiedlichen Laufzeiten, z.B. zwischen 1 und 3 Jahren, abschließen. Damit wird schon ein Teil Ihres Vermögens nach kurzer Zeit wieder verfügbar, entweder für eine weitere Anlage oder für andere Ziele.

Wenn für Sie die Flexibilität der Anlage doch eine höhere Priorität hat, als es Festgeld zulassen kann, können Sie überlegen, ob eine andere Anlageform, wie etwa Tagesgeld, Ihnen einen größeren Handlungsraum bietet.

Wie sicher ist Festgeld?

Festgeld gilt als sichere Anlage. In Europa sind Spareinlagen bis zu einem Betrag von 100.000 EUR durch die Einlagensicherung abgesichert. Dies gilt pro Bank und pro Sparer. Welcher Einlagensicherungsfonds für unsere Partnerbanken gilt, können Sie in den Detail-Informationen unserer Banken-Übersicht entnehmen.

Kursrisiko

Wenn Sie Ihr Festgeld in Euro anlegen, haben Sie kein Wechselkursrisiko, wenn Sie im Europäischen Währungsraum leben.

Fremdwährungsrisiko

Eine Anlage in fremder Währung unterliegt einem Währungsrisiko, da der Wechselkurs zwischen einer fremden Währung und dem Euro naturgemäß schwanken kann. Die Höhe der Rückzahlung in Euro hängt demnach vom Wechselkurs zum Zeitpunkt der Rückzahlung ab: Verliert der Euro während der Laufzeit gegenüber der Fremdwährung an Wert, kann es zu einem Währungsgewinn kommen. Andersherum kann es zu einem Währungsverlust kommen, sollte der Euro während der Laufzeit gegenüber der Fremdwährung an Wert gewinnen. Je nach Höhe des Währungsverlustes kann eine Situation entstehen, in der Sie auch unter Berücksichtigung des Zinsertrags am Ende der Laufzeit weniger ausgezahlt bekommen, als Sie ursprünglich angelegt haben.

Kreditrisiko

In EU-Ländern sind Festgeld-Anlagen während der gesamten Laufzeit bis 100.000 EUR pro Kunde und Bank abgesichert (Richtlinie 2009/14/EG zur Einlagensicherung in der EU). Sollte eine EU-Bank zahlungsunfähig werden, wird das angelegte Guthaben aus dem nationalen Einlagensicherungsfonds ausgezahlt. Bei Festgeldanlagen in Norwegen, das kein EU-Mitglied ist, verfügen die Banken ebenfalls über eine nationale Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 2 Mio. Norwegischen Kronen (NOK) – das entspricht etwa 240.000 Euro pro Kunde und Bank.

Wer mehr als 100.000 EUR ansparen möchte, kann die Summe auf mehrere Banken in unterschiedlichen Ländern verteilen und somit das Risiko streuen. Wer dieses Risiko so weit wie möglich reduzieren möchte, sollte sich für ein Land mit guter Kreditwürdigkeit entscheiden.

Wann lohnt sich eine Festgeldanlage?

Festgeld kann sich dann lohnen, wenn eine sichere Anlage zum Erhalt des Vermögens im Vordergrund steht. Dann kann es sich auch als ein sehr guter Baustein für die Altersvorsorge erweisen.

Wo soll ich am besten Festgeld anlegen?

Wenn Sie sich für einen Zeitraum und einen Anlagebetrag entschieden haben, können Sie die besten Festgeld-Konditionen der Banken vergleichen. Deutsche Vergleichsportale zeigen meistens nur Angebote von deutschen Banken, bei denen der Zinssatz relativ zu Zinsangeboten aus dem europäischen Ausland niedrig ist. Anders ist das bei Weltsparen: Unsere Kunden können Angebote aus ganz Europa miteinander vergleichen und das Festgeld zu wesentlich höheren Zinsen als in Deutschland anlegen. Und das ganz bequem per Online-Banking, ohne vor Ort sein zu müssen.

 

Die besten Festgelder Europas vergleichen

 

Wie funktioniert Festgeld bei WeltSparen?

Weltsparen kooperiert nur mit Banken, die den EU-weiten Vorgaben zur Einlagensicherung entsprechen. Alle Partnerbanken von WeltSparen sind von den zuständigen Aufsichtsbehörden für Banktätigkeiten zugelassen und von der BaFin als grenzüberschreitend tätige Kreditinstitute in Deutschland registriert worden.

Um das Festgeld bei einer unserer Partnerbanken anzulegen, benötigen Sie nur ein Verrechnungskonto. Dafür arbeiten wir mit unserer Partnerbank, der Frankfurter MHB-Bank AG, zusammen. WeltSparen regelt bei der Kontoeröffnung alle Formalitäten mit der jeweiligen ausländischen Bank für Sie. Mit nur einer Anmeldung erhalten Sie Zugriff auf die Angebote von über 50 Partnerbanken in Europa.

 

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