Wie kann ich Festgeld kündigen?

Ordentliche & außerordentliche Kündigung von Festgeldkonten

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Das Wichtigste in Kürze
  • Festgeld: Bei der Festgeldanlage wird ein bestimmter Betrag einmalig mit einer festen Laufzeit zu einem vorher vereinbarten, festen Zinssatz angelegt. 
  • Ordentliche Kündigung: Wurde bei Abschluss der Festgeldanlage eine automatische Verlängerung vereinbart, ist eine Kündigung zum Ende der Laufzeit erforderlich. Wird keine Kündigung eingereicht, wird das Geld bei Fälligkeit zu den gleichen Bedingungen automatisch angelegt. 
  • Frühzeitige Kündigung: Eine vorzeitige Kündigung ist in der Regel nicht vorgesehen. Der Gesetzgeber erlaubt die frühzeitige Kündigung einer Festgeldanlage jedoch „aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist“ (§ 314 BGB). 

Wann ist eine Kündigung von Festgeld möglich?

Bei Festgeld mit automatischer Wiederanlage beziehungsweise Verlängerung der Laufzeit (Prolongation) ist eine aktive Kündigung erforderlich. In der Regel sollte diese 3-5 Werktage vor Ablauf bei der jeweiligen Bank vorliegen. Eine Kündigungsfrist im eigentlichen Sinne gibt es beim Festgeldkonto nicht. Wird das Konto nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich die Geldanlage in der Regel um den zu Beginn vereinbarten Anlagezeitraum.

Haben Sparende geplant, das Geld neu anzulegen, bedarf es einer Kündigung. Nachdem der Anlagebetrag samt Zinsen ausgezahlt wurde, kann das Konto gewechselt  oder das Geld erneut bei derselben Bank angelegt werden. Bei einer Wiederanlage können Sparerinnen und Sparer zudem vom sogenannten Zinseszinseffekt profitieren. Dabei werden Zinsen, die ausgezahlt wurden, wieder angelegt und mitverzinst. Um das für Sie beste Angebot zur Wiederanlage von Festgeld nach einer Kündigung zu finden, kann sich ein Festgeldvergleich lohnen. Bei WeltSparen erhalten Sie attraktive Angebote zu unterschiedlichen Laufzeiten mit bis zu 3,70 % Zinsen.

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Wie kann man Festgeld vorzeitig kündigen?

Eine vorzeitige Kündigung ist bei Festgeld in der Regel nicht vorgesehen. Laut § 314 des BGB darf Festgeld allerdings aus „wichtigem Grund vorzeitig – und ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden. Was genau das bedeutet, liegt dabei im Ermessensspielraum der Bank und der Justiz. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem folgende Gründe von Banken akzeptiert:

  • Erhalt von Arbeitslosengeld: Wann genau der Erhalt von Arbeitslosengeld ein Sonderkündigungsrecht darstellt, ist noch strittig. Während der Bezug von Arbeitslosengeld I noch keine vorzeitige Kündigung möglich macht, wurde der Erhalt von Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bereits in vielen Fällen als Sonderkündigungsrecht angenommen. Dabei sind Anlegerinnen und Anleger jedoch auf die Kulanz der Bank angewiesen.
  • Ableben des Kontoinhabers: Im Falle des Todes einer Kontoinhaberin oder eines Kontoinhabers kann das Festgeldkonto vorzeitig aufgelöst werden. Die Erben oder die gesetzliche Vertreterin beziehungsweise der gesetzliche Vertreter können sich mit der Bank in Verbindung setzen, um den Kündigungsprozess einzuleiten und das Geld aus dem Konto zu erhalten.
  • Drohende Insolvenz der Bank: In diesem Fall greifen die Einlagensicherungssysteme des jeweiligen Landes, um die Absicherung der Sparenden zu gewährleisten und den Zugriff auf das Geld sicherzustellen.
  • Persönliche Notsituation: Im Notfall, beispielsweise bei einer drohenden Privatinsolvenz, können Betroffene ihre Situation offenlegen, um eine außerordentliche Kündigung durchsetzen zu können. Allerdings kann es in einem solchen Fall vorkommen, dass gerichtliche Verfahren notwendig sind, um Festgeld früher zu kündigen.

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Ist eine vorzeitige Kündigung des Festgeldkontos auch ohne Notsituation möglich?

Generell besteht seitens der Bank keine Verpflichtung, Festgeld vor Ablauf auszuzahlen. In einem Vertragsverhältnis kann es jedoch der Fall sein, dass sich beide Parteien auf eine Kündigung einigen. Wann eine vorzeitige Kündigung des Festgeldkontos aus Kulanz möglich ist, ist je nach Bank und Situation unterschiedlich. 

Möchten Anlegerinnen und Anleger kurzfristig auf ihr Geld zugreifen, kann sich ein Tagesgeldkonto, ein Flexgeld oder eine kurzfristige Festgeldanlage eignen. Im Vergleich zu längerfristigen Festgeldern sind kurzfristige Geldanlagen oft niedriger verzinst, dafür bieten sie eine höhere Flexibilität.

Wie kann man ein Festgeldkonto fristgerecht kündigen?

Möchten Sie Ihr Festgeldkonto fristgerecht kündigen, reicht in der Regel ein einfaches Schreiben aus. Viele Banken bieten mittlerweile auch die Möglichkeit an, das Konto im Onlinebanking zu kündigen. 

Folgende Angaben sind notwendig, um Festgeld zu kündigen

  • Name des Kontoinhabers
  • Name der Bank 
  • Datum der Kündigung
  • Kontonummer
  • Unterschrift

Um Festgeld aufzulösen, hat die Kündigung in der Regel spätestens 3-5 Bankarbeitstage vor Ablauf bei der Bank vorzuliegen. Wird die Kündigung per Post versendet, ist eine Bearbeitungszeit von mindestens einem Werktag mit zu berücksichtigen. 

Wurde die Kündigung fristgerecht eingereicht und bestehen keine weiteren Anlagen bei der Bank oder dem Anbieter, kann es sich zudem lohnen, den Freistellungsauftrag löschen zu lassen, insofern dieser erteilt wurde.

Was passiert mit dem Zinsertrag bei einer Kündigung?

Im Falle einer Kündigung stehen Sparerinnen und Sparern die erwirtschafteten Zinsen zu. Wird Festgeld allerdings vorzeitig gekündigt, entstehen bei der Bank in der Regel zusätzliche Kosten. Wenn das Konto außerordentlich gekündigt wird, kann die Bank dementsprechend die ausgezahlten Zinsen auch zurückverlangen, beispielsweise in Form von Strafzinsen. Manche Kreditinstitute gewähren jedoch bei einer außerordentlichen Kündigung einen Basiszinssatz. Dieser liegt allerdings häufig unter dem vereinbarten Zinssatz für das Festgeld.

Was tun, wenn sich die Zinsen während der Laufzeit erhöhen?

Da es in den meisten Fällen nicht möglich ist, Festgeld vor dem Ende der Laufzeit zu kündigen, kann es sich lohnen, auf eine Zinstreppe zu setzen. Bei der Treppenstrategie wird die Geldanlage auf mehrere Festgeldkonten mit verschiedenen Laufzeiten verteilt. Durch die Aufteilung behalten Sparerinnen und Sparer Flexibilität und können bei steigenden Zinsen rechtzeitig reagieren. Laufen Festgelder aus, gibt es die Möglichkeit, das Geld bei der Bank mit den höchsten Zinsen erneut anzulegen. Bei WeltSparen erhalten Sie einen Überblick über die höchsten Zinsen in unserem Festgeldvergleich. Dort können Sie einfach das für Sie passende Angebot auswählen.

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