Anleihen-ETFs
können Sicherheit ins Portfolio bringen

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Anleihen-ETFs sind dafür bekannt, das Risiko eines Portfolios zu reduzieren und gelten als solide Investition. Denn Anleihen sind ein Sicherheitsfaktor und funktionieren ähnlich wie Kredite, nur mit zusätzlichen Kurschancen an der Börse. Hohe Verluste sind bei Staatsanleihen-ETFs guter Bonität nur selten zu verzeichnen, bei Hochzinsanleihen ist das Risiko schon höher.

Anleihen-ETFs sind normale ETFs, die vermehrt in Anleihen investieren. Statt als Privatanleger direkt in einzelne Anleihen zu investieren, wird das Geld mit einem ETF auf viele verschiedene Anleihen aus einem Index verteilt. Wie solche Anleihen-ETFs funktionieren und ob sich diese „Sicherheit-und-doch-Rendite-Investition“ lohnt, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze
  • Anleihen sind Schuldscheine in Wertpapierform, mit denen sich Unternehmen und Staaten Geld bei privaten und institutionellen Investoren leihen. Das ist wie bei einem Kredit, nur an der Börse stattfindend. Die Investoren erhalten für diesen „Kredit“ Zinsen und können zusätzlich von Kursunterschieden zum Kauf- und Verkaufszeitpunkt profitieren. 
  • Anleihen-ETFs investieren vermehrt in Anleihen. Man kauft also nicht viele verschiedene Anleihen ein und muss sich um diese kümmern, sondern investiert in einen ETF, der das übernimmt.  
  • Sie funktionieren wie andere ETFs auch, indem sie passiv einen Index nachbilden und dadurch sehr kosteneffizient sind. Generell funktionieren Anleihen-ETFs sehr ähnlich wie Rentenfonds, nur dass sie passiv verwaltet werden und deutlich kosteneffizienter sind. 
  • Anleihen-ETFs sind somit ein sinnvoller Baustein im Portfolio, um dieses zu diversifizieren und das Risiko zu streuen und zu reduzieren. Nur in Anleihen-ETFs zu investieren, erweist sich meist aber als nicht sinnvoll, weil die Rendite von Anleihen hoher Bonität dafür zu schwach ist.

WeltInvest ETF-Portfolios beinhalten
Anleihen und Aktien

Wenn Sie ein gemischtes Portfolio aus Anleihen und Aktien suchen, schauen Sie sich die WeltInvest ETF-Portfolios an. Diese Portfolios enthalten in verschiedenen Verhältnissen Anleihenquoten von 30 %, 50 % oder 70 %. Der Rest wird mit Aktien aufgefüllt.  Sie wurden von gemeinnützigen Verbraucherportalen wie Finanztest und Finanztip empfohlen, aber auch vom Fachmagazin Extra. Warum? Weil sie vier verschiedene Varianten mit verschiedenen Anleihen- und Aktien-Anteilen bieten, die alle Risikoaffinitäten abdecken. Und weil sie mit durchschnittlich nur 0,48 % im Jahr an laufenden Gesamtkosten sehr kosteneffizient und preiswerter als jeder klassische Rentenfonds sind.

 

Gibt es bei WeltInvest auch einen Anleihen-ETF?

WeltInvest enthält einen Anleihen-Indexfonds, den Vanguard Global Bond Index Fund. Der einzige Unterschied zwischen ETFs und Indexfonds liegt in der Handelbarkeit. ETFs sind Exchange Traged Funds, was soviel bedeutet wie börsengehandelte Indexfonds. Sie können täglich an der Börse gehandelt werden. Das ist nicht bei allen Indexfonds so. Der Vanguard Global Bond Index Fund wird nicht über die Börse gehandelt, er bildet einen global diversifizierten Index von Staats- und Unternehmensanleihen mit guter Bonität ab.

Unser WeltInvest Angebot

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Erklärt:
Was sind Anleihen und was sind Anleihen-ETFs?

  • Anleihen sind Schuldscheine in Wertpapierform, über die sich Unternehmen, Staaten oder Banken Geld von Investoren leihen können. Investoren erhalten dafür Zinsen und können zusätzlich von positiv entwickelten Kursen profitieren. 
  • Es existieren viele verschiedene Formen von Anleihen, die aber alle identisch funktionieren und sich nur in der Art und Bonität des Emittenten unterscheiden.
  • Anleihen-ETFs sind ETFs, die vermehrt in Anleihen investieren. Man investiert also nicht direkt in die einzelnen Anleihen, sondern indirekt über den ETF. ETFs sind an der Börse handelbare, passive Investmentfonds. 

 

Anleihen sind Wertpapiere, die ähnlich wie Kredite funktionieren. Auch hier leiht sich eine Partei von einer anderen Geld und zahlt dafür Zinsen. Jedoch ist der Schauplatz dabei keine Bank, sondern die Börse. Hier können sich Unternehmen, Banken und Staaten bei privaten und institutionellen Investoren Geld leihen, indem sie Anleihen emittieren, also den Investoren an der Börse anbieten. 

Je nachdem, wer diese Anleihen emittiert, spricht man beispielsweise von

Staatsanleihen

Anleihen, die durch Staaten emittiert werden, beispielsweise von den USA, Italien, Japan oder auch von Schwellenländern. Die Zinsen und Risiken können sich je nach emittierendem Land sehr stark unterscheiden.

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Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen dienen Unternehmen, sich anstelle von Krediten oder Aktienemissionen zu finanzieren. Aktien sind nicht für alle Unternehmen eine Option, Kredite sind mit Blick auf die Bonität und Zinsen oft schwerer zu bekommen.

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Bundesanleihen

Nichts anderes als Staatsanleihen, nur dass man explizit die Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland so bezeichnet. Weil die Risiken bei deutschen Staatsanleihen sehr niedrig sind, sind es auch die Zinsen.

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und weiteren. Sie alle sind Schuldscheine und unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise nicht, sondern eher in ihrer Bonität. Dazu im Teil Funktionsweise mehr. 

Anleihen-ETFs investieren hauptsächlich in Anleihen. Der Vorteil von Anleihen guter Bonität besteht darin, dass sie zu den sicheren Formen der Börseninvestitionen zählen. Verluste sind höchstens durch Kursverluste denkbar, die wiederum eher selten in einem sehr umfassenden Rahmen auftreten. Die Gewinne entstehen durch Zinseinnahmen – da die leihenden Unternehmen Zinsen auf das Geld zahlen. Außerdem entstehen sie durch potenzielle Gewinne bei positiv entwickelten Kursen zwischen Ankaufs- und Verkaufszeitpunkt. Beim Anleihen-ETF fließen diese Gewinne dann ins Fondsvolumen und bilden die Rendite des ETFs. 

Anleihen-ETFs nehmen die Vermittlerposition ein. Sie stellen sich zwischen Investoren wie Sie und die einzelnen Anleihen. So müssen Sie nicht in jede einzelne Anleihe investieren, sondern nur einmal in den Anleihen-ETF und er übernimmt alles weitere. Zudem sind bei Anleihen-ETFs manchmal auch ein kleiner Teil Aktien enthalten, um die Rendite etwas zu verstärken – denn nur die Rendite von Anleihen ist meist nicht attraktiv.

Funktionsweise:
Wie funktionieren Anleihen-ETFs?

  • Anleihen weisen drei wesentliche Komponenten auf – nämlich den Nennwert, den Kupon und die Laufzeit. Der Nennwert stellt den Wert der einzelnen Anleihe dar, beispielsweise 100 EUR. Wer eine Anleihe kaufen möchte, muss dann 100 EUR bezahlen. Der Kupon sind die Zinsen. Und die Laufzeit ist die Laufzeit der Anleihe. 
  • Anleihen-ETFs investieren in Anleihen – Investoren haben mit den erwähnten Komponenten aber nichts zu tun. Für sie ist nur relevant, dass sie jederzeit in den ETF einzahlen und die Anteile an ihm wieder verkaufen können. 
  • ETFs bilden einen bereits bestehenden Index passiv nach, um eine ähnliche Rendite zu erzielen, aber dabei kosteneffizienter als beispielsweise Investmentfonds zu arbeiten. Anleihen-ETFs werden oft auch als Rentenfonds bezeichnet.

 

Die Funktionsweise von Anleihen und die Funktionsweise von Anleihen-ETFs sind unterschiedlich. Letztendlich bilden Anleihen-ETFs einen Anleihen-Index nach. Ein Anleihen-Index ist eine Zusammenstellung mehrerer Anleihen einer bestimmten Region, einer Risikokategorie oder anderen Art (z.B. Staatsanleihen-Index, Unternehmensanleihen-Index, etc.). 

Ein Anleihen-ETF repliziert die Wertentwicklung eines Anleihen-Index. Dies geschieht entweder mittels physische oder von einer synthetische Replikation. Die physische Replikation bedeutet, dass der ETF die im Index vertretenen Titel auch kauft, und zwar im gleichen Verhältnis, wie sie auch im Index enthalten sind. Wenn der Index seine Titelauswahl oder deren Gewichtungen anpasst, zieht der ETF jedes Mal automatisiert mit. Mit dem Sampling existiert noch eine Unterform der physischen Replikation.

Hierbei kauft und handelt der ETF nur die Titel, die im Index am ehesten die Rendite beeinflussen. Die synthetische Replikation bedeutet schließlich, dass der ETF nicht die Titel kauft und handelt, die im Index vertreten sind. Stattdessen sind es andere Titel und der ETF vereinbart mit dem anderen Anbieter ein sogenanntes Swap-Geschäft, also einen Renditetausch. 

Das ist anders als beispielsweise bei Rentenfonds, die sich auch auf Anleihen konzentrieren, aber aktiv verwaltet werden. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel Unterschiede zu Rentenfonds. Investoren, die nun also in den ETF einzahlen, investieren dann – physische Replikation vorausgesetzt – in die Titel, die auch im Index vorhanden sind. 

Der ETF möchte diesen Index renditetechnisch nachbilden und dabei auf maximale Kosteneffizienz setzen. Das passiert insbesondere dadurch, dass die Replikation automatisiert abläuft und kein Fondsmanagement dahinter sitzt und das manuell steuert

So bestehen beispielsweise die WeltInvest Portfolios auch aus einem Anleihen-Indexfonds neben verschiedenen Aktien-ETFs und weisen durchschnittliche Gesamtkosten von nur 0,48 % im Jahr auf. Die ETF-Kosten von durchschnittlich 0,15 % im Jahr sind darin schon enthalten.

Zinsen, Risiko, Rendite:
Wie steht es um diese Faktoren?

  • Die Rendite des Anleihen-ETFs kommt durch die Zinsen der Anleihen sowie durch potenzielle Kursgewinne zustande. Eine durchschnittliche Rendite im Jahr in Prozent lässt sich nur schwer definieren. 
  • Das Risiko ist überschaubar, da Anleihen guter Bonität nicht zu den riskanteren Investitionen zählen so wie beispielsweise Aktien. Sie weisen aber dennoch ein höheres Risiko als etwa die klassischen Sparformen wie Tagesgeld und Festgeld auf. 
  • Zinsen, wie wenn man direkt in Anleihen investiert, bekommt man bei Anleihen-ETFs nicht. Alle Gewinne fließen gesammelt ins Fondsvolumen und werden meist reinvestiert („thesaurierender ETF“). Die Gewinne des Anleihen-ETFs entstehen für den Anleger dann durch eine Steigerung des Kurses.

Unterschied zu aktiven Rentenfonds: Was ist bei Anleihen-ETFs anders?

  • Rentenfonds sind Investmentfonds, die sich ebenso wie Anleihen-ETFs auf Anleihen fokussieren. Da man Anleihen auch als „Renten“ bezeichnet, heißen sie nicht „Anleihen-Fonds“, sondern eben Rentenfonds. Mit der Rente im Sinne von „Ruhestand“ haben Rentenfonds nichts zu tun. 
  • Der Hauptunterschied zwischen Anleihen-ETFs und Rentenfonds besteht darin, wie sie verwaltet werden. Rentenfonds werden aktiv durch ein Fondsmanagement verwaltet, Anleihen-ETFs bilden einen bestehenden Index passiv und automatisiert nach, dafür braucht es kein Fondsmanagement. 
  • Dadurch entstehen unterschiedliche Kosten. Anleihen-ETFs sind deutlich kosteneffizienter als Rentenfonds. 

 

„Aktives Verwalten“ versus „passives Verwalten“: Was bedeutet das? 

Der Unterschied besteht darin, dass Rentenfonds ein aktives Fondsmanagement haben. Da sitzen also professionelle Analysten und Broker, die nichts anderes machen, als lohnenswerte Anleihen zu suchen und den Fonds immer wieder anzupassen. Das Fondsmanagement ist darauf aus, den Markt renditetechnisch zu übertreffen. Das Ziel besteht also darin, auch mit Anleihen eine besonders hohe Rendite zu erwirtschaften, die den Investoren zugutekommt. Für diese versprochene Leistung müssen Anleger hohe laufende Kosten in Kauf nehmen. 

Beim Anleihen-ETF ist das anders. Hier fehlt das Fondsmanagement, weil der ETF automatisiert einen Index nachbildet. Das bezeichnet man als passiv verwaltet. Er tut einfach das, was der Index tut. Hier sitzen keine Analysten, die das kontrollieren. Generell haben ETFs damit einhergehend nicht das Ziel, einen Markt zu übertreffen, weil das nur ganz wenige Fondsmanager schaffen. Sie wollen einfach nur eine sehr ähnliche Rendite wie der Index erwirtschaften und dabei die laufenden Kosten auf ein Minimum reduzieren

Rentenfonds und Anleihen-ETFs können vor Kosten eine ähnliche Rendite erzielen. Zieht man dann die Kosten von der Rendite ab, sind klare Unterschiede zu erkennen. So umfassen die laufenden Kosten von aktiven Rentenfonds durchschnittlich 0,9 % + Ausgabeaufschläge im Jahr und die laufenden Gesamtkosten für ein WeltInvest ETF-Portfolio nur 0,48 % im Jahr. Ausgabeaufschläge wie bei aktiven Fonds gibt es bei ETFs nicht. 

Das wird in dieser Tabelle* deutlich:

Fonds mit durchschn. Kosten von 0,9 % p.a. ETF mit durchschn. Gesamtkosten von 0,48 % p.a.
Kontostand nach 1 Jahr 1.839,37 EUR 1.843,57 EUR
Kontostand nach 6 Jahren 12.219,74 EUR 12.382,80 EUR
Kontostand nach 12 Jahren 27.737,62 EUR 28.507,64 EUR
Kontostand nach 18 Jahren 47.443,80 EUR 49.505,35 EUR
Kontostand nach 24 Jahren 72.468,74 EUR 76.848,47 EUR
Selbst-Investitionen 43.200 EUR 43.200 EUR
Erzielte Rendite 29.268,74 EUR 33.648,47 EUR

* In der Tabelle bilden wir eine Beispielinvestition ab. Es muss sich nicht um reale Zahlen handeln.

Die Rahmendaten:

  • Investitionen von 150 EUR monatlich
  • 5 % durchschnittliche Rendite im Jahr auf beiden Seiten
  • Laufende Kosten von 0,9 % im Jahr bei Fonds und 0,48 % im Jahr bei ETFs
  • 24 Jahre Laufzeit – denn viele investieren über sehr lange Zeiträume
  • Thesaurierend – erzielte Renditen werden reinvestiert statt ausbezahlt

Das Resultat ist, dass das ETF-Portfolio über die Jahre immerhin rund 4.380 EUR mehr Rendite erzielen konnte. Würde man auch die Ausgabeaufschläge abziehen, dann käme ein umso größerer Renditeunterschied dabei heraus. Das hat nur mit den unterschiedlichen Gebühren zu tun. Ebenso ist ersichtlich, dass sich die Renditen beider Formen erst in den späteren Jahren merklich voneinander unterscheiden. Zunächst scheint es, als seien die Renditen beider nahezu gleich.

Fazit

Anleihen sind über einen Indexfonds in den  WeltInvest ETF-Portfolios enthalten und eine von zwei Grundkomponenten in einem Portfolio von Aktien und Anleihen. Das Risiko wird über beide Anlageklassen diversifiziert. Anleihen guter Bonität sind weniger anfällig für Risiken als Aktien und gelten daher als Sicherheitsbaustein im Portfolio. Je mehr Anleihen ein WeltInvest ETF-Portfolio enthält, desto niedriger ist die Risikoklasse.

Hervorragend Basierend auf 3.458 Bewertungen