ETFs und Inflation: Wie die Inflationsrate mit Renditen zusammenhängt

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Steigende Preise, Rekordinflation, Krieg in der Ukraine – Nachrichten wie diese verunsichern Anlegerinnen und Anleger zunehmend. Viele fragen sich, wie sich die Inflation auf ihre ETF-Anlagen auswirkt und wie sie sich vor einem Kaufkraftverlust schützen können. 

Hier erklären wir unter anderem, wie sicher ETFs bei steigender Inflation sind und wie sinnvoll eine Investition in inflationsgeschützte ETFs ist. 

Das Wichtigste in Kürze
  • Inflation: Als Inflation wird der Anstieg des Preisniveaus einer Volkswirtschaft bezeichnet. Wenn dies geschieht, verringert sich die Kaufkraft des Geldes. Das bedeutet, dass Sie mit jedem Euro im Zeitverlauf immer weniger kaufen können.
  • ETFs: Wenn Sie ETFs halten, kann sich die Inflation bei deren Wertentwicklung bemerkbar machen. Die Inflation untergräbt die Kaufkraft Ihres Vermögens. Dies kann sich negativ auf die Anlagerenditen auswirken.
  • Inflationsschutz: Es gibt ETFs, die einen bestimmten Inflationsschutz anbieten. Das gilt z.B. für inflationsgeschützte Anleihen-ETFs. Langfristige Absicherung kann jedoch nur eine breit diversifizierte Anlage bieten. 
  • Aktuell: Die Inflation hat erneut einen Höchstwert erreicht. In Deutschland sowie in der gesamten Eurozone liegt die Inflationsrate im September  bei 10 % der höchste Wert seit Einführung des Euros. 

Wie wirkt sich die Inflation auf ETFs aus?

Die Inflation liegt erneut auf einem Höchstwert, ein Ende der hohen Teuerungsraten ist derzeit nicht in Sicht. Neben der Corona-Pandemie wirkt der Krieg in der Ukraine als zusätzlicher Preistreiber. Die steigenden Lebenshaltungskosten machen den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu schaffen und veranlassen sie, einen Schutz für ihre Investitionen zu suchen.

Betroffen sind Anlegerinnen und Anleger besonders, wenn die Inflationsrate Auswirkungen auf die im ETF bzw. im Index enthaltenen Unternehmen hat. Die Teuerung kann Unternehmensentwicklung und damit auch die Performance der ETFs beeinflussen. Anlegerinnen und Anleger sollten sich demnach darüber im Klaren sein, dass die Inflation die Rendite von Anlagen wie ETFs verringern kann. 

Exkurs: Was versteht man unter Inflation?

Die Preissteigerungsrate bzw. Inflation beschreibt den allgemeinen Anstieg des Preisniveaus einer Ökonomie über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Übertragen auf das eigene Leben würde dies bedeuten, dass man mit dem gleichen Geld weniger kaufen kann. Die Inflation stellt damit einen Wertverlust des Geldes dar. Die vom Statistischen Bundesamt berechnete Inflationsrate fußt auf dem Verbraucherpreisindex, der die durchschnittliche Preisentwicklung des Landes widerspiegelt. 

Steigende Inflation: Sollen Anlegerinnen und Anleger nun aktiv handeln?

Als Verbraucherin bzw. Verbraucher spüren Sie die Auswirkungen der Inflation bereits bei den steigenden Preisen für Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Benzin. Auch auf die Aktienmärkte hat der Anstieg des allgemeinen Preisniveaus einen großen Einfluss. Das verunsichert viele Anlegende und lässt sie an ihrer bisherigen Strategie zweifeln. 

Haben Sie Ihr Portfolio breit diversifiziert und Ihr Geld über verschiedene Assetklassen aufgeteilt, sollten Sie jedoch nicht überstürzt handeln. Die Historie hat gezeigt, dass sich die globalen Märkte nach Krisenzeiten wieder erholen. Anlegerinnen und Anleger sollten sich daher nicht abschrecken lassen. Mit einem breit diversifizierten Portfolio und einer langfristigen Anlagestrategie können wirtschaftliche Schwankungen auf längere Sicht abgefedert werden.

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Inflationsschutz: Können ETFs bei Inflation schützen?

In der Vergangenheit waren ETFs ein gutes Instrument, um der Inflation entgegenzuwirken. ETFs können für Anlegerinnen und Anleger demnach einen gewissen Inflationsschutz bieten. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, das eigene Portfolio vor der Inflation bzw. dem Wertverlust abzusichern. Eine ist die Investition in inflationsgeschützte börsengehandelte Fonds (ETFs), die ihren Wert trotz steigender Preise beibehalten sollen.Das bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass eine positive Realrendite erzielt wird.  Eine Alternative besteht darin, das eigene Portfolio so zu diversifizieren, dass es Vermögenswerte enthält, die sich auch in Zeiten hoher Inflation gut entwickeln

Mit den börsengehandelten Indexfonds können Sie mit geringem Risiko und guten Renditechancen an allen Aspekten der Entwicklungen an den Aktienmärkten teilhaben. Sie können davon profitieren, dass zahlreiche Titel innerhalb eines Anlageproduktes abgebildet werden. Das bedeutet, dass selbst wenn ein Land, eine Branche oder ein bestimmtes Unternehmen im Laufe der Zeit in Schwierigkeiten gerät, sich deren Auswirkungen durch andere Titel ausgleichen lassen. Sie schützen also nicht nur unser Vermögen vor einer Abwertung, sondern sorgen auch für Stabilität in Zeiten, in denen viele Anlegerinnen und Anleger ihre Investitionen auflösen. 

Der einfache Grund dafür, dass ETFs gegen Inflation schützen können, ist, dass es in der Vergangenheit zwar eine sichtbare Geldentwertung gegeben hat, die Kapitalmärkte sich aber im gleichen Zeitraum besser entwickelt haben. Das heißt: Die Wertentwicklung der ETFs konnte den Kaufkraftverlust durch die Inflation aufwiegen. Das zeigt auch der Vergleich der Rendite bei einer Investition in den MSCI World Index und der Inflationsrate in Deutschland. 

 

Langfristig kann man sich vor Inflation nur schützen, wenn man seine Investitionen diversifiziert und dauerhaft anlegt. Denn: Je länger man investiert, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Rendite die Inflation übersteigt und man Marktschwankungen ausgleichen kann. Deshalb sollten Anlegerinnen und Anleger auch in Krisenzeiten nicht überstürzt handeln. 

Welche ETFs bieten einen Inflationsschutz?

Die Entwicklung der Inflationsrate in den letzten Jahren zeigt, dass diese großen Veränderungen unterliegen kann. Mit diesen Assetklassen können Sie Ihr ETFPortfolio gegen Inflation absichern

  • Aktien

Einige Unternehmen sind womöglich weniger von der Inflation betroffen als andere, da diese unverzichtbar sind und die erhöhten Preise an ihre Kundinnen und Kunden weitergeben können. Das sind z.B. Energieversorger oder Unternehmen, die in der Basis- Konsumgüterbranche tätig sind. Bedenken Sie jedoch, dass Einzelaktien ein hohes Risiko aufweisen. 

  • Gold

Gold wird oft als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten bezeichnet, da sich das Edelmetall anders als Geld nicht beliebig vermehren lässt. Gold kann in der Theorie als Absicherung der Inflation dienen und die Kaufkraft der Ersparnisse bewahren. 

  • Rohstoffe

Da Rohstoffe oft selbst ein Treiber der Inflation darstellen, kann eine Investition in Rohstoffe einen Inflationsschutz darstellen.

 

Wichtig: Die genannten Assetklassen können Ihr Portfolio nur absichern, wenn sie bereits vor der steigenden Inflation vorhanden waren.

ETFs auf inflationsgeschützte Anleihen

Inflationsgeschützte Anleihen stellen eine relativ neue Möglichkeit dar, das Portfolio gegen Inflation abzusichern. Hierbei handelt es sich um Staatsanleihen, bei denen am Ende der Laufzeit ein Inflationsausgleich ausgezahlt wird. Inzwischen gibt es auch diverse ETFs, welche die inflationsgeschützten Anleihen abbilden. Diese werden auch als Inflation Linked Bonds – kurz: Linker – bezeichnet. 

Der Vorteil inflationsgeschützter ETFs ist der variable Zins, der an die Inflationsrate gekoppelt ist. Das heißt: Steigt die Inflation, steigt auch die Rendite. Ein Beispiel für ETFs auf inflationsgeschützte Anleihen ist der iShares Euro Inflation Linked Government Bond ETF

Doch auch wenn diese ETFs vor Inflation schützen können, sind sie nicht frei von Risiken. Die Zinsen können sich während der Laufzeit ändern, sodass der Kurs der inflationsgeschützten Anleihe bzw. des ETF sinken würde. Neben dem Zinsänderungsrisiko kommt zudem ein Kreditausfallrisiko hinzu. 

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Beim ETF Configurator fallen Verwaltungsgebühren in Höhe von 0,43 % p.a. an. Abhängig von der Portfoliozusammensetzung kommen variable Fondskosten hinzu. Diese liegen zwischen 0,05 % und 0,80 % p.a.

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Fazit: Mit einem diversifizierten ETF-Portfolio langfristig gegen Inflation absichern

Auch in Zeiten hoher Inflation geben Ihnen ETFs die Möglichkeit, Geld mit hohen Renditechancen anzulegen und so der Geldentwertung entgegenzutreten. Anlegerinnen und Anleger können entweder auf ein breit gestreutes ETFPortfolio setzen oder die Geldanlage mit inflationsgeschützten ETFs absichern. Dies ist jedoch nur auf lange Sicht machbar, kurzfristig ist es nur selten möglich, dem Kaufkraftverlust aktiv entgegenzuwirken. Langfristig stellt ein breit gestreutes ETFPortfolio die beste Strategie gegen die Inflation dar. 

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