20.05.2019 | ca. 10 min. Lesezeit | Artikel drucken

Sparplan-Ratgeber: Mit kleinen Beträgen große Träume erfüllen

Schreiben Sie Ihre 3 größten finanziellen Wünsche auf einen Zettel. Welcher davon lässt sich am besten mit einem Sparplan realisieren? Behalten Sie dieses Ziel beim Lesen dieses Artikels stets vor Augen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit kleinen Beträgen langfristig eine große Wirkung erzielen.

Das wichtigste beim Sparen ist die Disziplin. Wer monatlich einen bestimmten Betrag zur Seite legt, kann sich langfristig ein Vermögen aufbauen. In unserem Ratgeber erfahren Sie alles über Sparpläne mit Tagesgeld, Banksparpläne, über die Vorteile von Fonds-Sparplänen mit ETFs und wo Sie sich die Kosten dafür sparen können.

Für wen eignet sich ein Sparplan?

Ein Sparplan eignet sich allgemein für jeden, der regelmäßig einen Teil seines Lohns oder Gehalts sparen und dafür Zinsen erhalten möchte. Die einzige Voraussetzung ist Zeit. Denn alle Sparpläne unabhängig welche Variante Sie wählen entfalten ihre Wirkung umso besser, je länger und disziplinierter sie eingehalten werden.

Welche Vorteile bietet ein Sparplan?

Mit einem Sparplan lassen sich Wünsche erfüllen. Denn Sparer erhalten auf ihre eingezahlten Sparraten Zinsen, die in den folgenden Jahren zusätzlich verzinst werden. Der größte Vorteil eines Sparplans entsteht durch den sogenannten Zinseszins-Effekt. Noch größer wird diese Wirkung, wenn zu Beginn des Sparplans einmalig eine größere Summe angelegt wird, für die Sie dann Zinsen erhalten können (Einmalanlage).

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Welche Ziele kann ich erreichen?

Ein neues Auto, der nächste Familienurlaub oder die Anzahlung für das Eigenheim? Die Höhe der Einmalanlage und der Sparraten richtet sich allein nach Ihren individuellen Zielen. Gleiches gilt für den Zeitraum. Allgemein gilt: Je früher man mit dem Sparplan beginnt, desto stärker wird sich dies auszahlen.

Mit dem passenden Sparplan ist der nächste Familienurlaub nur noch eine Frage der Zeit.
Mit dem passenden Sparplan ist der nächste Urlaub nur noch eine Frage der Zeit.

Banksparplan – ein Auslaufmodell

Der bekannteste aber etwas aus der Mode gekommene Sparplan ist der Banksparplan. Mit einem Banksparplan erhalten Sparer von ihrer Hausbank einen festen Zinssatz über eine vorher festgelegte Laufzeit. Die Einrichtung eines Banksparplans ist in der Regel nicht mit Kosten verbunden. Allerdings gibt es im aktuellen Niedrigzinsumfeld kaum noch attraktive Zinsen in Deutschland. Online finden Sparer zwar attraktive Angebote, jedoch sind diese meist nur ab einer Laufzeit von 5, 10 oder sogar 20 Jahren zu haben. In dieser Zeit kommen Sparer in der Regel nicht an ihr Geld oder müssen mit Zinsverlusten rechnen, wenn sie den Banksparplan vorzeitig beenden.

Deshalb eignet sich diese Variante nur für Sparer, die schon vor vielen Jahren einen Banksparplan abgeschlossen haben und sich noch hohe Zinsen sichern konnten. Allerdings stimmen viele Banken einer Erhöhung der Raten für bestehende Banksparpläne nicht zu, weil sie dann auch höhere Zinsausschüttungen zahlen müssen. Wer hingegen jetzt noch einen langfristigen Banksparplan abschließt, kann zwar seine Sparrate selbst festlegen, erhält aber nur vergleichsweise niedrige Zinsen und macht sich unflexibel. Für einen 10-jährigen Banksparplan gibt es maximal bis zu 1,8 % Zinsen p.a.. Da es sich um einen festen Zins handelt, können Banksparer in dieser Zeit nicht reagieren, falls die Zinsen wieder steigen sollten.

Ein Banksparplan eignet sich also im aktuellen Niedrigzinsumfeld nicht, um langfristig Geld aufzubauen.

Tagesgeld-Sparplan – Einfach flexibel bleiben

Tagesgeld-Sparpläne verursachen ebenfalls keine Kosten und bieten sehr viel mehr Freiheiten. Es gibt keine festen Laufzeiten, das Geld ist täglich verfügbar und die Sparrate kann selbst bestimmt und jederzeit an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Außerdem sind die Zinsen für Tagesgeld über WeltSparen bis zu 30 mal höher als bei den meisten deutschen Banken. Der Tagesgeld-Sparplan eignet sich also für alle Sparer, die das Prinzip einmal testen möchten und mit den Zinsen ihrer Hausbank unzufrieden sind.

Die Einrichtung eines Sparplans über das WeltSparen Onlinebanking ist kinderleicht. Die Raten lassen sich an die finanziellen Verhältnisse anpassen und es können jederzeit Auszahlungen vorgenommen werden. Es gibt keinen monatlichen Mindestbetrag für die Sparrate.

Tagesgeld-Sparplan einrichten

Im Vergleich zum Banksparplan ist der Zins beim Tagesgeld nicht fest, sondern kann sich ändern, wenn die Bank dies beschließt. Bei WeltSparen werden Kunden jedoch rechtzeitig informiert und bleiben jederzeit handlungsfähig. Schließen Sie einfach und mit wenigen Klicks kostenlos ein weiteres Tagesgeld-Konto mit einem höheren Zins ab und richten dort einen Sparplan ein. Es entstehen keine zusätzlichen kosten und Sie können weiterhin vom höchsten Zins profitieren.

Ein Tagesgeld-Sparplan eignet sich eher für kurzfristige Sparziele. Das angesparte Kapital kann gleichzeitig als Notreserve dienen, wenn das Geld vorübergehend knapp werden sollte.

Einlagensicherung gilt für beide Sparpläne

Sowohl der Banksparplan als auch der Sparplan für Tagesgeld sind sehr sichere Varianten, um ein Vermögen aufzubauen. Denn Spareinlagen sind über die europaweit harmonisierte Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR abgesichert. Allerdings ist die Wirkung des Zinseszins-Effekts auf die Vermögensbildung aufgrund des niedrigen Zinsniveaus bei Spareinlagen begrenzt.

Es gibt aber auch hierfür eine Alternative: Für zusätzliche Chancen auf höhere Renditen lohnt es sich, einen Fonds-Sparplan in Betracht zu ziehen.

Fonds-Sparplan – Langfristig Kapital aufbauen

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Sparplänen, sind Fonds-Sparpläne nicht abgesichert. Durch Schwankungen an den Kapitalmärkten besteht also das Risiko von Wertverlusten. Allerdings bieten Fonds-Sparpläne auch die Chance auf eine wesentlich höhere Rendite. Wissenschaftlichen Studien zufolge liegt die langfristige durchschnittliche Rendite von Aktien bei etwa 7 % pro Jahr. Mit einem Fonds-Sparplan können sich Anleger die Chance auf Wertsteigerungen an den globalen Aktienmärkten sichern. Wenn die Erträge wieder in Fonds-Sparplan reinvestiert (thesauriert) werden, wirkt sich der Sparplan umso stärker auf die Wertsteigerung aus. Im Gegensatz zu Tagesgeld- und Banksparplänen sind Fonds-Sparpläne jedoch mit Kosten verbunden, die je nach Art des Fonds-Sparplans unterschiedlich hoch ausfallen und an der Rendite zehren können.

Aktive Fonds-Sparpläne mit hohen Gebühren

Banken verkaufen meist aktiv gemanagte Investmentfonds und verlangen dafür meist eine einmalige Gebühr pro Sparplan sowie Transaktionskosten bei jeder Ein- und Auszahlung. Darüber hinaus fallen auch zusätzliche Kosten an. Ein sogenannter Ausgabeaufschlag beträgt meist 5 % der Anlagesumme. Zusätzlich zu dieser einmaligen Gebühr gibt es hohe laufende Kosten von durchschnittlich 2,26 % p.a. für das Fondsmanagement. All diese Kosten wirken sich nachteilig auf die Rendite aus, wie wissenschaftliche Studien belegen.

Fonds-Sparpläne mit Robo-Advisor

Etwas niedrigere Gebühren verlangen automatisierte Vermögensverwaltungen, auch Robo-Advisor genannt. Diese werden online abgeschlossen und es gibt daher keine Beratung in einer Bankfiliale. Bei “Robos” kommen meist passive ETFs und Indexfonds zum Einsatz, die niedrigere laufende Gebühren verlangen. Da Robo-Advisor aber in einigen Fällen aktive Strategien umsetzen, liegen die laufenden Fondskosten mit durchschnittlich 1,12 % jährlich immer noch unnötig hoch.

WeltInvest Sparplan – kosteneffizient sparen

Da das ETF-Universum mit über 2.000 Fonds für die meisten Privatanleger nur schwer überschaubar ist, stellt das diversifizierte ETF-Portfolio von WeltInvest mit jährlichen Gesamtkosten von durchschnittlich 0,49 % p.a. die einfachste und effizienteste automatisierte Geldanlage dar.

Mit WeltInvest streuen Privatanleger ihr Risiko weltweit auf bis zu 16.000 Einzeltitel über bis zu 7 ETFs und Indexfonds des Anbieters Vanguard. Der Vorteil eines solchen ETF-Portfolios liegt in der breiteren Risikostreuung (Diversifikation). Anleger können eine Aktienquote von 30, 50, 70 oder 100 % wählen. Allgemein gilt: Je höher die Aktienquote, desto höher die Schwankungen. Je nach Wahl wird das Aktien-Portfolio durch einen breit diversifizierten und kosteneffizienten Indexfonds mit globalen Anleihen von Staaten und Unternehmen mit guter bzw. sehr guter Bonität ergänzt.
So entwickelt sich das Vermögen durch reinvestierte Erträge.
Aktienkurse unterliegen ständigen Schwankungen und mit einem ETF-Portfolio sollten Anleger einen möglichst langen Anlagehorizont mitbringen, um zwischenzeitliche Kursverluste aussitzen zu können. Mindestens 5 Jahre lang sollte ein ETF-Sparplan diszipliniert bespart werden, besser sind 10 Jahre. Vergangene Wertentwicklungen sind zwar kein Garant für zukünftige Erträge, jedoch steigt historischen Betrachtungen zufolge die Wahrscheinlichkeit von Wertsteigerungen, je länger der Sparplan fortgeführt wird. Das macht ETF-Portfolios zu einem wirksamen Instrument für die den langfristigen Vermögensaufbau. Das investierte Kapital zählt zum Sondervermögen: Auch im Falle einer evtl. Insolvenz des Emittenten ist die Investition geschützt.

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Weitere Sparpläne

Neben diesen häufig verwendeten Sparplänen mit Tagesgeld und Investmentfonds gibt es auch spezielle Sparpläne, die weniger häufig verwendet oder staatlich gefördert werden. Dazu zählen Zertifikate-Sparpläne oder staatlich geförderte Sparpläne.

Zertifikate-Sparplan

Ähnlich wie beim ETF-Sparplan können Anleger mit einem Zertifikate-Sparplan an der Wertentwicklung der enthaltenen Wertpapiere, wie z.B. einem Index, teilhaben. Allerdings gibt es ein etwas höheres Risiko. Denn Zertifikate sind Schuldverschreibungen. Anleger sollten daher auf die Qualität des Emittenten achten. Geht dieser Pleite, droht der Totalausfall der Investition. Denn anders als bei ETF handelt es sich beim investierten Kapital von Zertifikaten nicht um Sondervermögen.

Staatlich geförderte Riester-Sparpläne

Ein Riester-Sparplan wird vom Staat mit 175 EUR pro Jahr gefördert und eignet sich besonders für Familien. Denn für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, gibt es 185 EUR pro Jahr, für jedes nach 2008 geborene Kind sogar 300 EUR zusätzlich. Allerdings sind Riester-Sparpläne kaum noch verfügbar und sehr unflexibel, weil das Geld erst im Rentenalter zur Verfügung steht. Bei vorzeitiger Auflösung des Riester-Sparplans muss die Förderung zurückgezahlt werden. Riester-Banksparpläne bieten kaum noch attraktive Zinsen. Mit einem Riester-Fondssparplan hingegen können Sparer von der Wertentwicklung der Finanzmärkte profitieren. Die eingezahlten Beiträge sind bis zum Rentenalter garantiert und werden in der Regel vorteilhaft versteuert.

Mit einem Bausparvertrag bauen Sie Kapital auf, welches mit einer Anschlussfinanzierung verrechnet wird.
Mit einem Bausparvertrag bauen Sie Kapital auf, welches mit einer Anschlussfinanzierung verrechnet wird.

Der Bausparvertrag

Im Vergleich zu allen anderen Sparplänen gestaltet sich ein Bausparvertrag etwas komplizierter und auch intransparenter. Vorrangiges Ziel eines Bausparvertrages ist die Finanzierung einer Immobilie. Der Bausparvertrag enthält eine Ansparphase, eine Zuteilungsphase und einer Finanzierungsphase. In der Ansparphase werden Zins und Rate des Bausparplans festgelegt. Allerdings ist die Verzinsung nicht sehr hoch und kann oft nicht einmal die Abschlusskosten ausgleichen.

Ist der zur Finanzierung der Immobilie benötigte Betrag angespart, beginnt die Zuteilungsphase, d.h. der Zeitraum bis zur Erteilung eines Darlehens. In dieser Phase kann es zu Verzögerungen kommen, so dass Sparer auf eine Zwischenfinanzierung angewiesen sein können. In der Finanzierungsphase erhält der Sparer schließlich das Darlehen für die Immobilie von der Bank.

Es gibt aber auch Sparer, die einen vor Jahren abgeschlossenen Bausparvertrag für den reinen Vermögensaufbau nutzen. Sie profitieren vom Zins in der Ansparphase, ohne später ein Darlehen in Anspruch zu nehmen.

Sparpläne kombinieren und alle Vorteile nutzen

Das Einhalten eines Sparplans erfordert Durchhaltevermögen. Deshalb sollte nur Geld für den langfristigen Vermögensaufbau in Form eines ETF-Sparplans verwendet werden, welches für die nächsten 10 Jahre nicht benötigt wird. Obwohl Fonds-Sparpläne mit ETFs langfristig die aussichtsreichsten Chancen auf Wertsteigerungen bieten, unterliegen sie ständigen Kursschwankungen. Es kann daher für Sparer sinnvoll sein, einen ETF-Sparplan mit einem Tagesgeld-Sparplan als Sicherheitsbaustein zu ergänzen und alle Vorteile eines Sparplans zu kombinieren.

 

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