17.12.2019 | ca. 8 min. Lesezeit | Artikel drucken

So machen Sie Ihre Finanzen fit für eine Familie

Als zukünftige Eltern oder Familie mit einem Baby schlagen Sie ein ganz neues Kapitel auf, das oft ein Schritt in eine neue Kostendimension bedeutet. Ein guter Zeitpunkt also, um die Finanzen frühzeitig der neuen Lebenssituation anzupassen. Damit Sie bei Ihrer Familienplanung das Thema Finanzen nicht aus den Augen verlieren, finden Sie hier wertvolle Tipps, die Ihnen den Einstieg erleichtern.  

Kinder verändern den Alltag ihrer Eltern maßgeblich. Und sie kosten auch einiges. Wir wollen allerdings nicht behaupten, dass ein Kind Sie Millionen von Euro kosten wird, wie einige beängstigende Schlagzeilen es behaupten, oder dass Sie sich Sorgen um Ihre Zukunft machen müssten – aber es es macht sich buchstäblich bezahlt, sich jetzt um all die finanziellen Wehwehchen zu kümmern, die Sie vielleicht ignoriert oder vorher nicht beachtet haben. Alles, was Sie heute tun können, um den Weg für die Familie zu ebnen, wird sich später für Sie auszahlen. Lassen Sie sich nicht von dem anfänglichen Zeitaufwand abschrecken, der für gewisse Restrukturierungen benötigt wird. Der ist schließlich meist geringer als man denkt – das Projekt in die Hand zu nehmen und einen Plan zu haben, der zu einem passt, ist schon die halbe Miete.

Tipp 1: Erstellen Sie ein Budget

Ein Budget kann helfen, den Überblick zu bewahren und um böse Überraschungen zu vermeiden. Finanzberater empfehlen dabei als ersten Schritt, ein genaues Auge auf Ihre Kontobewegungen zu werfen und zu identifizieren und kategorisieren, für was Sie genau Geld ausgeben. Erstellen Sie anschließend ein Budget, sei es auf Wochen-, Monats- oder Jahresbasis – noch besser, alle drei. Vergewissern Sie sich auch, dass Sie nicht zu viel für Ihre Versorgungsleistungen bezahlen. Wechseln Sie z.B. Ihren Stromanbieter, um Kosten zu reduzieren und stornieren Sie alle unnötigen Abonnements und Verträge. Eine gute Budgetplanung ist zukunftsorientiert, lässt Potenziale und Schwachstellen erkennen und vermeidet unerwartete Kostenbelastungen, die speziell mit Kindern, äußerst ungern gesehen werden.

Tipp 2: Treffen Sie sinnvolle Kaufentscheidungen

Windeln, Strampler, Fläschchen: Die Liste aller Gegenstände, die man für die Babyausstattung angeblich braucht, ist ellenlang. Werdende Eltern verfallen da schnell in Panik, wann und wie sie alles noch besorgen sollen. Ganz davon abgesehen, dass so eine Erstausstattung Einiges kostet! Aber: Es gibt keinen Grund, beim Kauf neuer Sachen verrückt zu werden. Natürlich braucht man das Fläschchen und den Autositz, kaufen Sie allerdings Dinge nur dann, wenn Sie sie auch wirklich brauchen.

 

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Tipp 3: Sparen

Sobald der konkrete Kinderwunsch besteht oder das Baby unterwegs ist, empfiehlt es sich, Ihr Geldpolster zusätzlich zu stärken, sodass Sie den vielen Ausgaben und Anschaffungen gewachsen sind. Ganz nach dem Motto: Sparen, solange es noch geht. Finanzexperten raten auch oft, je früher Sie anfangen, desto besser – diese goldene Regel gilt übrigens unabhängig davon, ob Sie eine Familie planen oder nicht. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, um die Finanzen aufzustocken: Sparen Sie beim Einkaufen, verdienen Sie sich etwas dazu oder legen Sie Geld an. Für die letztere Methode bietet WeltSparen clevere und gewinnbringende Alternativen für Ihre Geldanlage. WeltSparen bietet Kunden schnellen und unkomplizierten Zugang zu den attraktivsten Angeboten für Tages-­ und Festgelder aus ganz Europa.

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Tipp 4: Familien-Leistungen vom Staat nutzen

Wissen Sie schon, welche staatlichen Leistungen es für Familien gibt? Und auf welche Sie als Familie Anspruch haben? Bevor der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt, bleibt noch Zeit, um sich einen Überblick über die Vielzahl an familienpolitischen Fördermaßnahmen zu verschaffen. In Deutschland gibt es dazu über 150 verschiedene Familien-Leistungen vom Staat. Zu den wichtigsten Leistungen gehören Mutterschutz und Mutterschaftsgeld, Kindergeld und Kinderfreibetrag sowie das Elterngeld. Junge Eltern mit geringem Einkommen sollten außerdem prüfen, ob sie durch den Nachwuchs (wieder) einen Anspruch auf Wohngeld oder eine Sozialwohnung (§5-Schein) haben. Das Kindergeld können Sie bei Möglichkeit auch als Rücklagen nutzen, um einen Sparfonds für das Kind zu erstellen. Sie können das Geld in einen Mix aus Festgeld und renditestarken Geldanlagen wie Fonds zu investieren. Besonders geeignet sind günstige Indexfonds (ETFs). WeltInvest bietet WeltSparen-Kunden eine passiv ausgerichtete Anlagestrategie, indem das Kapital in Portfolios fließt, die aus ETFs und Indexfonds bestehen. Das oberste Ziel besteht darin, durch eine ausgewogene Kombination von ETFs und Indexfonds die Wertentwicklung der globalen Kapitalmärkte abzubilden. Aktuell können WeltSparen-Kunden jeweils ein Depot eröffnen. Wir arbeiten jedoch daran, dass Sie mehrere ETF-Portfolios auf Ihren eigenen Namen abschließen können, so daß Sie in Zukunft ganz einfach auch Geld für Ihr Kind* beiseite legen können.

Außerdem fördert der Staat die private Altersvorsorge unter anderem mit der Riester-Rente. Spätestens, wenn das erste Kind da ist, sollte man prüfen, ob der Abschluss eine Riester-Vertrags (auch für Fonds) sinnvoll für die Altersvorsorge ist, da Zulagen gezahlt werden: Pro Kind, das ab 2008 geboren wurde, sind das immerhin 300 Euro pro Jahr. Für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, zahlt der Staat immerhin noch 185 Euro pro Monat. Die Zulage für einen selbst beträgt 175 Euro. Voraussetzung ist, dass mindestens vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens in ein Riester zertifiziertes Produkt investiert werden. Auch fairriester ist so ein Produkt. Weiter Informationen dazu finden Sie hier:

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Tipp 5: Zuschüsse für Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub

Wenn der Nachwuchs noch klein ist, haben viele Eltern den Wunsch, im Job kürzer zu treten, um mehr Zeit für ihr Kind zu haben. Welcher Elternteil nimmt sich dafür eine Auszeit und wie lange? Oder treten beide Elternteile gemeinsam in die Elternzeit? Die Entscheidung bleibt Ihnen überlassen, gesetzlich gesehen haben jedenfalls beide Elternteile Anspruch auf Elternzeit. Grundsätzlich müssen beide Eltern daran denken, die Elternzeit beim Arbeitgeber spätestens sieben Wochen vor dessen Beginn schriftlich anzumelden. Gehalt vom Arbeitgeber gibt es in der Elternzeit allerdings nicht. Dafür zahlt der Staat dem Elternteil in Elternzeit zwölf Monate lang einen Teil weiter. Das Elterngeld oder das Mutterschafts- und Vaterschaftsgeld wird aus dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten zwölf Monate berechnet und beträgt mindestens 300 und höchstens 1.800 Euro. Es lohnt sich, lange im Voraus zu prüfen, welche Rechte Sie haben und was Ihnen Ihr Arbeitgeber zusätzlich anbietet.

“Zudem sollte man versuchen die Bemessungsgrundlage zu erhöhen – vor allem dann, wenn sich hauptsächlich ein Elternteil um den Nachwuchs kümmert und den Großteil der Elternzeit nimmt”, so Astrid Zehbe, Chefredakteurin bei Courage.

Das heißt, sind die Eltern verheiratet, gelingt dies über einen rechtzeitigen Wechsel der Steuerklasse – am besten sobald man von der Schwangerschaft weiß, denn für die Berechnung des Elterngeldes gilt diejenige Steuerklasse, die man die vergangenen sechs Monate vor der Geburt hatte. Das Elternteil, das länger zu Hause beim Kind bleibt, sollte in die Steuerklasse 3 wechseln. Auf diese Weise erhöht sich der Nettoverdienst und damit auch das Elterngeld.

“Eine weitere Möglichkeit – auch bei Unverheirateten – ist es, seinen Arbeitgeber zu bitten, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld und weitere Einmalzahlungen so umzuwandeln, dass sie mit dem normalen Gehalt ausgezahlt werden. Auch das Auszahlen von Überstunden ist eine Möglichkeit, die Bemessungsgrundlage für das Elterngeld zu erhöhen”, ergänzt Zehbe.

Tipp 6: Existenzielle Risiken abdecken

Schäden können unversicherte oder unterversicherte Familien im Härtefall an den finanziellen Abgrund bringen. Eine Familienhaftpflichtversicherung beispielsweise lohnt sich, um Kind und Kegel von möglichen Forderungen in Millionenhöhe abzusichern. Weitere Risiken für Familien neben Haftpflicht-Schäden können unter anderem der Tod des Hauptverdieners der Familie, Einkommensverlust wegen Berufsunfähigkeit, Schäden am Haus und schwere Unfälle mit Langzeitfolgen sein. Finanzberater ermutigen Eltern daher, sich diverse Lebensversicherungen wie eine Risikolebensversicherung, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung, Wohngebäudeversicherung und Unfallversicherung genau unter die Lupe zu nehmen. Die richtige Kombination dieser Produkte kann dazu beitragen, dass Sie im schlimmsten Fall Ihre Familie nicht mit Schulden zurücklassen.

Tipp 7: Dazulernen und locker bleiben

Mit Ihrer Familie wächst auch Ihre elterliche Weisheit. Und obwohl eine Familie nicht ausschließlich von Luft und Liebe leben kann, geht es nicht immer nur ums Geld: Denn egal wie gut Sie Ihr Budget ausrechnen, es ist unmöglich, gleich auf Anhieb alles richtig zu machen – manchmal braucht es sogar ein zweites oder drittes Mal bis man seine Lehren daraus ziehen kann. Ihr Kontostand bestimmt auch nicht das Niveau einer guten Erziehung. Klar, Geld macht vieles einfacher  – aber es ist bei Weitem nicht alles. Eine gute Erziehung besteht vor allem aus Zuwendung und hängt weniger vom Kontostand ab.

*Weiteres zum Thema Geldanlage für Ihr Kind mit ETFs und Fondssparplänen finden Sie im Artikel “Geld anlegen für Kinder – so geht’s!”, publiziert in der Courage – Deutschlands erstem Finanz- und Karrieremagazin für Frauen (natürlich aber auch für Männer geeignet).

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