Studie zu Niedrigzinsen und Negativzinsen: Hälfte der Deutschen fürchtet um ihre Altersvorsorge

Steigende Zinsen durch Coronakrise

  • Volk der Sparer: 80 Prozent empfindet Zinssituation als ungerecht
  • Für drei Viertel der Deutschen ist Sparen bei Niedrigzinsen ohne Sinn
  • Sparer sind desillusioniert und fordern Einschreiten der Bundesregierung
  • Coronavirus erschüttert Märkte und lässt Zinsen jedoch langsam steigen

Die Corona-Krise hat die Märkte auf den Kopf gestellt. Seit dem Ausbruch von Covid-19 haben 90 Zentralbanken auf der ganzen Welt die Zinsen gesenkt.* Bei der Europäischen Zentralbank herrscht seit 2014 ein negativer Einlagenzinssatz für Banken. Ein immenser Kostenfaktor – allein 2,4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, den derzeit 211 Banken weitergeben.** Zum Frust der Sparer, sie fühlen sich seit langem in der Zinskrise gefangen. Trotzdem trumpfen die Deutschen jährlich mit neuen Sparrekorden auf. So halten deutsche Privathaushalte laut Angaben der Bundesbank ein Geldvermögen in Höhe von 6,3 Billionen Euro.*** Das Zinsportal WeltSparen (www.weltsparen.de) hat in einer repräsentativen Umfrage ermittelt, wie die Deutschen Niedrig- und Negativzinsen bewerten.

Hälfte der Deutschen sorgt sich um die Altersvorsorge

Die Phase der Null- und Negativzinsen geht nicht spurlos an der Bevölkerung vorbei: Für nahezu drei Viertel der Befragten (73 Prozent) macht Sparen keinen Sinn mehr. Mehr als vier von zehn Bundesbürgern (44 Prozent) sind selbst oder im Familien- und Freundeskreis von Niedrigzinsen betroffen. Mehr als jeder zweite Deutsche(56 Prozent) befürchtet aufgrund der aktuellen Zinsmisere, nicht mehr ausreichend für den Ruhestand sparen zu können.

Ungerechte Niedrigzinsen: 70 Prozent fordern politisches Eingreifen

80 Prozent der Studienteilnehmer empfinden niedrige und negative Zinsen als ungerecht für Sparer. Bei mehr als der Hälfte der Befragten (56 Prozent) sinkt durch Niedrig- und Negativzinsen das Vertrauen in Banken. Schließlich zeigen sich 63 Prozent der Deutschen ohne Verständnis, dass Banken Strafzinsen an ihre Kunden weitergeben. Fast drei Viertel der Deutschen (71 Prozent) fordern Maßnahmen der Europäischen Zentralbank gegen die niedrigen Zinsen. 69 Prozent wünschen sich sogar ein aktives Eingreifen der Bundesregierung gegen die Niedrig- und Negativzinsen.

Zinsanstieg in Sicht? Die Bevölkerung ist desillusioniert – trotz steigender Zinsen

Für jeden zweiten Studienteilnehmer (56 Prozent) macht die Höhe der Zinsen einen Unterschied. 62 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Zinsen auch in Zukunft weiterhin so niedrig und sogar negativ bleiben. Dass die Deutschen jemals wieder über fünf Prozent auf ihre Sparguthaben erhalten, erscheint für nahezu alle Befragten utopisch. Nur 2 Prozent der Befragten erwarten solche Traumzinsen. Trotz Zinsflaute steigen die Zinsen für Tages- und Festgeld leicht an. Allein im März haben 17 Banken auf dem Zinsportal weltsparen.de ihre Zinsen erhöht – die Grenke Bank aus Deutschland bietet inzwischen sogar 0,81 Prozent für einjähriges Festgeld (Finanztest Bestenliste) und damit das über 80-fache der drei größten deutschen Banken.

 

WeltSparen CEO und Mitbegründer Dr. Tamaz Georgadze

 

Dr. Tamaz Georgadze, CEO und Mitgründer von Raisin (WeltSparen.de) erläutert: „Die lange Niedrigzinsphase erschwert Vermögensbildung und Altersvorsorge – dieses Bewusstsein ist in der Bevölkerung angekommen. Kurzfristig steigen die Zinsen nun wieder, was den Endkunden ein wenig Abhilfe schafft. Mittelfristig sind jedoch die Politik und die Industrie gefragt. Angegangen werden müssen: einfache, transparente und kostengünstige Vorsorgelösungen, Öffnen des Marktes für grenzüberschreitende Angebote im Bereich Sparen und Anlage sowie Stärken der Zusammenarbeit zwischen Fintechs und Banken für einfache Kundenlösungen.“

 

* Quelle: Zinssenkungen per 01.04.2020 http://www.cbrates.com/decisions.htm

** Quelle: Übersicht der deutschen Banken mit Negativzinsen per 27.03.2020 https://www.biallo.de/geldanlage/ratgeber/so-vermeiden-sie-negativzinsen/

*** Quelle: Meldung der Bundesbank zu Geldvermögen der Privathaushalte in Deutschland per 17.01.2020 https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/private-haushalte-haben-geldvermoegen-in-hoehe-von-6-3-billionen-euro-822388

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der Raisin GmbH (https://www.weltsparen.de), an der 2034 Personen zwischen dem 28.02.2020 und 02.03.2020 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

 

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Über WeltSparen

WeltSparens Zinsportal (https://www.weltsparen.de) – international unter der Marke Raisin bekannt – bietet Sparern grenzüberschreitend einfachen und kostenlosen Zugang zu attraktiven und einlagengesicherten Tages- und Festgeldern aus ganz Europa sowie zu global diversifizierten und kostengünstigen ETF-Portfolios und fairr-Altersvorsorgeprodukten. Mit nur einer Online-Anmeldung können Kunden alle Anlagen abschließen und verwalten. Seit 2013 haben mehr als 240.000 Kunden aus 32+ Ländern Europas Spareinlagen im Wert von über 21,5 Milliarden Euro bei 90 Partnerbanken angelegt. Das Start-up zählt zu den Top 5 Fintechs der renommierten FinTech50-Awards und wird von namhaften europäischen und US-amerikanischen Investoren wie btov Ventures, Goldman Sachs, Index Ventures, Orange Digital Ventures, PayPal Ventures, Ribbit Capital und Thrive Capital unterstützt.

 

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