13.11.2019 | ca. 5 min. Lesezeit | Artikel drucken

Sollten Sparer ihr Geld in Italien anlegen?

Viele Banken in Italien sind profitabel. Informationen über die Einlagensicherung, die Bewertung der Rating-Agenturen und das Wirtschaftswachstum des Landes veranschaulichen außerdem, warum eine attraktiv verzinste Geldanlage in Italien sinnvoll sein kann.

Warum sollte ich mein Geld in Italien anlegen? – Die Antwort ist einfach: In Italien gibt es sehr viel höhere Zinsen als in Deutschland, die von profitabel arbeitenden Banken angeboten werden. Und dank der Einlagensicherung sind diese für Sparer abgesichert.

Profitable Banken in Italien

WeltSparen wählt jede Partnerbank auf der Plattform nach strikten Kriterien aus. Wir listen keine Angebote in unserem Zinsportal auf, in die wir nicht selbst investieren würden. Die italienische Banca Farmafactoring zählt beispielsweise zu den profitabelsten Banken in ganz Europa, gemessen an der Eigenkapitalrendite (Return on Equity, RoE*) von 34 %. Ein positiver Wert bedeutet, dass die Bank profitabel ist, je höher der Wert, desto besser für die Bank. Sparer erhalten von der BFF eine attraktive Verzinsung für Festgeld mit Laufzeiten von 3 Monaten bis zu 3 Jahren.

 

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Banca Finint hat eine Eigenkapitalrendite von 23,46 % und macht ebenfalls Gewinn. Seit 2016 steht die Bank an der Spitze der Bankengruppe Finanziaria Internazionale. Sie hat ihren Hauptsitz in Conegliano (TV) und unterhält weitere Büros in Mailand, Rom, Trient, Bozen und Moskau. Sparer können Festgeld von 1 bis zu 3 Jahren abschließen.

 

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Die dritte profitable Partnerbank aus Italien heißt ViviBanca mit einer Eigenkapitalrendite von 9,8 %. Die Bank ist von einer soliden Unternehmensführung und einem nachhaltigen und diversifizierten Geschäftsmodell geprägt. Die Festgeldangebote haben Laufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren.

 

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Mit einer vergleichbaren Eigenkapitalrendite von 6,1 % ist die vielen Sparern bekannte Banca Sistema eine weitere profitable italienische Partnerbank bei WeltSparen. Die Bank hielt lange Zeit den Höchstzins für Festgeld in Europa und überzeugt Sparer noch immer mit attraktiven Zinsen für Festgeld mit Laufzeiten von einem bis zu 10 Jahren.

 

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Die Banca Popolare di Cortona ist ebenfalls profitabel, die Eigenkapitalrendite beträgt 4,10 %. Die 1881 gegründete Banca Popolare di Cortona ist eine kleine, unabhängige Genossenschaftsbank mit Sitz in Cortona und bietet Festgeld zwischen 1 und 5 Jahren an.

 

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Einlagensicherung in Europa

Solide aufgestellte Finanzinstitute sind wichtig. Aber auch das Sicherungsnetz dahinter beruhigt die Nerven der Sparer: Alle Spareinlagen sind bis zu einem Betrag von 100.000 EUR inklusive Zinserträge zu 100 % je Kunde und je Bank gesetzlich durch den italienischen Einlagensicherungsfonds abgesichert. Diese Absicherung gilt selbstverständlich auch für Anleger aus Deutschland. Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) schreibt dazu:

„Dieser Betrag wird unabhängig von der derzeitigen Höhe der verfügbaren Finanzmittel eines Einlagensicherungssystems (Deposit Guarantee Scheme, DGS) garantiert. Alle Mitgliedstaaten weiten diese Garantie auf ihre Sparer aus. Die Höhe der verfügbaren Finanzmittel eines Einlagensicherungssystems hat keine Auswirkungen auf die Höhe dieser Garantie, und in jedem Fall stehen alternative Finanzierungsmöglichkeiten für die Garantie zur Verfügung.“

Diese Aussage senkt das Risiko für Sparer auf null. Darüber hinaus sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, mindestens 0,8 % ihrer Einlagen in liquiden Mitteln zurückzulegen. Dafür haben sie bis 2024 Zeit und jedes Jahr zahlen sie in die Sicherungssysteme ein.

Einlagensicherungsfonds in Italien

Das italienische Einlagensicherungssystems besteht aus zwei Fonds. Beide müssen mindestens 0,8 % aller italienischen Einlagen halten. Die italienischen Banken zahlen Jahr für Jahr in das Einlagensicherungssystem ein (siehe Grafik):
Einlagensicherung in Italien.

Länder-Rating

Die Rating-Agentur Standard & Poor‘s erteilt Italien eine Bewertung von BBB. Dies entspricht einer durchschnittlich guten Anlage (Investment Grade). Im Allgemeinen wird die Bewertung der Rating-Agentur von Staatsfonds, Pensionsfonds und anderen Investoren dazu verwendet, um die Kreditwürdigkeit Italiens beurteilen zu können und hat einen Einfluss auf die Kreditkosten des Landes. Auch für Sparer ist das Länder-Rating ein entscheidender Faktor für die Geldanlage.

Wirtschaftswachstum

Italien gehört zu den 10 größten Volkswirtschaften der Welt (Platz 8) und die Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2019 ebenso wie in Deutschland um 0,1 Prozent und übertraf damit die Erwartungen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Auf Jahresbasis beträgt das Wachstum 0,3 Prozent. Italiens Regierung erwartet, dass die Wirtschaft im Jahr 2020 wieder um etwa 0,4% wachsen wird.

Banca Farmafactoring ist eine der profitabelsten Banken Europas.

Schulden

Die italienische Regierung arbeitet an einem Haushalt für 2020, der vollständig mit den Regeln der Europäischen Union im Einklang steht. Damit will Italien das schwächelnde Wachstum ankurbeln und das Haushaltsdefizit eindämmen. Der staatliche Schuldenstand sollte den EU-Konvergenzkriterien zufolge nicht mehr als 60 % des Bruttoinlandsprodukts betragen. Das Land verzeichnete 2018 noch eine Staatsverschuldung in Höhe von 134,80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: Die USA haben eine Staatsverschuldung von 106 % und Japan sogar von über 200 %. Dennoch gelten beide Länder als sichere Häfen für Investitionen.

Fazit:

Trotz schwächelnden Wirtschaftswachstums und eines erhöhten Schulden-Niveaus sind die Spareinlagen in Italien abgesichert. Dafür sorgen nicht nur die beiden Einlagensicherungsfonds, die ihre verfügbaren Mittel Jahr für Jahr aufstocken, sondern auch die Garantie der Europäischen Bankenaufsicht: 100.000 Euro sind pro Sparer und pro Bank abgesichert und zwar „unabhängig von der derzeitigen Höhe der verfügbaren Finanzmittel im Einlagensicherungssystem”. Nicht zuletzt sind es profitabel arbeitende Kreditinstitute, die attraktive Zinsangebote über die Zinsplatttform WeltSparen anbieten.

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*ROE: Die Eigenkapitalrendite wird ermittelt als Quotient aus dem Gewinn und dem Eigenkapital (engl. Return on Equity, RoE). Dabei ist der Gewinn als Jahresüberschuss des Geschäftsjahres und das Eigenkapital als Buchwert des Eigenkapitals zu Beginn des Geschäftsjahres definiert. Die Kennzahl kann ein wichtiger Anhaltspunkt für Sparer sein, die sich für ein Zinsprodukt in Italien entscheiden wollen. Die Daten stammen von den Banken und sind öffentlich einsehbar.

 

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