Krypto-Fonds: Welche Fonds für Kryptowährungen gibt es?

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Anlegerinnen und Anleger sollten sich bei der Suche nach Krypto-Fonds darüber im Klaren sein, dass es aufgrund der hohen Anforderungen an Publikumsfonds noch keine offenen Investmentfonds gibt, die Kryptowährungen direkt kaufen und halten dürfen. Wer bei Recherchen auf Krypto-Fonds stößt, hat es also meist mit geschlossenen, alternativen Investmentfonds (AIF) zu tun. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn AIFs sind nicht für jeden geeignet, sondern überwiegend für (semi-)professionelle Investoren. 

Allgemein bieten Krypto-Fonds Anlegerinnen und Anlegern jedoch die Möglichkeit, mit einem Investment in gleich mehrere Krypto-Assets wie z.B. Kryptowährungen oder Krypto-Unternehmen zu investieren. Diese Geldanlage ist, genauso wie der Krypto-Markt selbst, noch jung und Krypto-Fonds schwanken ebenso stark wie die Kryptowährungen, deren Entwicklung sie abbilden wollen.

Anlegerinnen und Anleger können sowohl erhebliche Verluste erzielen, haben jedoch auch die Chance auf hohe Gewinne. Was genau sind Krypto-Fonds? Was sind ihre Vor- und Nachteile und welche kosteneffizienten Alternativen zu Krypto-Fonds gibt es? Das alles erfahren Sie auf dieser Seite.

Das Wichtigste in Kürze
  • Definition: Krypto-Fonds sind meistens alternative Investmentfonds (AIF), die in Kryptowährungen oder Unternehmen investieren, deren Geschäftsmodelle auf die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen ausgelegt sind. Auch andere Assets mit Krypto-Bezug können in Krypto-Fonds enthalten sein. 
  • Alternativen: Andere Investmentprodukte investieren oft nicht direkt in Kryptowährungen, sondern in Exchange Traded Products (ETP). Diese können die Wertentwicklung mehrerer Kryptowährungen mittels Schuldverschreibungen abbilden, sind viel kosteneffizienter als AIFs und leichter für Privatanlegerinnen und -Anleger zugänglich.
  • Kosten: Die Kosten von geschlossenen Krypto-Fonds betragen mindestens 2,5 % Gebühren pro Jahr. Sie können allerdings auch weit darüber liegen. Zudem werden hohe Mindestanlagesummen verlangt. Anlegerinnen und Anleger sollten daher Ausschau nach einem passiven Investment mit niedrigeren Kosten und ohne Zugangshürden halten. 
  • Risiko: Die Wertentwicklungen von Kryptowährungen sind sehr volatil. Dadurch ist eine Investition in diese Geldanlage mit einem hohen Risiko verbunden. Als kleiner Anteil in einem global diversifizierten Portfolio mit mehreren Anlageklassen können Kryptowährungen zur Risikostreuung beitragen.

Was ist ein Krypto-Fonds?

Aufgrund der hohen Anforderungen an Investmentfonds gibt es derzeit noch keine echten offenen Publikumsfonds, die digitale Währungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. enthalten dürfen. Dafür sorgt die OGAW-Richtlinie, wobei die Abkürzung OGAW für Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren steht. Die Richtlinie besagt, dass Investmentfonds mehr als ein Asset enthalten und für eine ausreichende Diversifikation sorgen müssen. Bei Kryptowährungen ist das aufgrund ihrer hohen Schwankungen schwierig. 

Die meisten Krypto Fonds sind also keine Fonds im Sinne der OGAW-Richtlinie, sondern geschlossene Fonds, auch Alternative Investmentfonds (AIF) genannt. Sie können Kryptowährungen direkt halten, sind aber nur für professionelle Anlegerinnen und Anleger zugänglich, verlangen hohe Mindestanlagesummen sowie hohe laufende Gebühren. 

Eine wesentlich günstigere Alternative zu Krypto Fonds können Investmentprodukte sein, die die Wertentwicklung von Kryptowährungen anders abbilden, z.B. in Form von Exchange Traded Notes (ETN). Sie gehören zu der Gruppe der Exchange Trades Products. Dabei handelt es sich um gebündelte, börsengehandelte Schuldverschreibungen. Mit ihrer Hilfe können Privatanlegerinnen und Anleger Zugang zu einem Korb (oder Index) von Kryptowährungen erhalten, ohne dabei hohe Gebühren und Mindestanlagesummen zahlen zu müssen.

Welche Assets können in Krypto Fonds enthalten sein?

Alternative Investmentfonds können Handelsstrategien mit Kryptowährungen verfolgen, setzen also meistens auf das Erzielen hoher Renditen. Das wollen sie z.B. durch Beteiligungen an digitalen Mining-Unternehmen erreichen oder allgemein durch das Kaufen und Verkaufen von Aktien, deren Unternehmen mit Blockchain-Technologie und Kryptowährungen Geld verdienen. Auch Kredite in Kryptowährungen können Teil eines Krypto-Fonds sein. Dadurch können Anlegerinnen und Anleger in mehrere Kryptowährungen und Krypto-Assets gleichzeitig investieren, ohne viele verschiedene und vor allem einzelne Investitionen tätigen zu müssen. 

AIFs enthalten jedoch nicht nur börsengehandelte Anlagen wie Aktien, Anleihen oder anderen Wertpapiere. Auch Vermögenswerte wie z.B. Immobilien, Rohstoffe oder noch speziellere Werte wie Weine oder Kunstobjekte sind mögliche Anlagen. Als Unterform von alternativen Investmentfonds können auch Hedgefonds beliebige Vermögenswerte enthalten, die nichts mit Kryptowährungen zu tun haben. Sie unterliegen nur wenigen Anlagerichtlinien und können sogenannte Leerverkäufe (shorten) vornehmen. Zu diesen Leerverkäufen zählt z.B. der Verkauf von Aktien, die sich nicht fest in ihrem Besitz befinden, sondern nur geliehen sind. Zudem nutzen Hedgefonds den Leverage-Effekt, also eine Hebelwirkung, um die Rendite nach Möglichkeit zu maximieren. Dadurch ist jedoch das Risiko tendenziell höher.

Hedgefonds und AIFs sind zudem dafür bekannt, dass in der Regel nur ambitionierte Privatanlegerinnen und Privatanleger in diese Fonds investieren. Denn die Mindestanlagesumme liegt oftmals über 10.000 EUR oder sogar über 100.000 EUR. Nur in Ausnahmefällen können Fonds für Kryptowährungen und Krypto-Assets mit kleineren Anlagebeträgen bespart werden. Wer sich nach Krypto Fonds umschaut, sollte sich dieser vielen Möglichkeiten bewusst sein und auch günstigere Alternativen in Erwägung ziehen.

 

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Vor dem Kauf eines Krypto Fonds sollten Anlegerinnen und Anleger auf ein Mindestmaß an Divesifikation achten. Hier finden Sie einige Beispiele von Fonds mit Kryptowährungen bzw. Krypto-Assets im Überblick:

  • Krypto-Fonds mit nur einer Kryptowährung: Es gibt Krypto-Fonds, die in nur eine einzige Kryptowährung wie Bitcoin investieren. Ein Beispiel dafür ist der französische Tobam Bitcoin-Fonds, der Ende 2017 an den Start ging und damit der erste seiner Art war. Der geschlossene Fonds ist mit einer Mindestanlage von 10.000 EUR jedoch nicht mehr für neue Anlegerinnen und Anleger verfügbar. 
  • Krypto-Mischfonds: In diesen Krypto-Fonds sind nicht nur Assets mit Krypto-Bezug enthalten, sondern auch andere Anlagen, die nichts mit Bitcoin, Blockchain und Co. zu tun haben. Das können Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere sein, aber auch Immobilien und weitere Vermögenswerte. Ein Beispiel hierfür ist der Bitreal Real Estate Blockchain Opportunity Fund 1 aus München. Dieser Krypto-Fonds investiert zu rund 75 % in Gewerbeimmobilien, die nichts mit Krypto zu tun haben, und zu rund 25 % in Kryptowährungen. Bei einer Mindestanlage von 500.000 EUR erhalten auch bei diesem Fonds nur professionelle Investoren Zugang.
  • Alternative zu Krypto-Fonds: Exchange Traded Notes können die Wertentwicklung mehrerer Kryptowährungen abbilden, werden an der Börse gehandelt und haben keine hohen Mindestanlagesummen oder Gebühren.

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Hinweis: Investitionen in Kryptowährungen sind mit sehr hohen Risiken verbunden. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.

Wie funktionieren Krypto-Fonds?

Krypto-Fonds bilden die Wertentwicklung von Kryptowährungen über die im Fonds enthaltenen Assets ab. Dabei handelt es sich meist nicht um die Kryptowährungen selbst, sondern um Derivate oder Aktien von Unternehmen, die im Kryptosektor Geld verdienen. 

Die Wertentwicklungen von Kryptowährungen sind schwer vorhersehbar, wodurch das Risiko von Krypto-Fonds mit Kryptowährungen wie Bitcoin höher ist als von Investmentfonds, die Aktien und andere Wertpapiere von börsengehandelten Unternehmen enthalten.

Im Gegensatz zu passiven ETNs, welche die Wertentwicklung eines Index für Kryptowährungen abbilden, sind Krypto-Fonds meist als Alternative Investmentfonds strukturiert, die ein aktives Fondsmanagement haben. Das Management analysiert den Markt und die Marktgeschehnisse, um je nach Ergebnis Assets zu kaufen oder zu verkaufen. Dadurch soll die Rendite des Fonds maximiert und der Markt übertroffen werden. Erwirtschaftete Gewinne werden entweder reinvestiert oder an Anlegerinnen und Anleger ausgeschüttet, die Anteile an einem Krypto-Fonds halten. Die Ausschüttung erfolgt in der Regel in klassischer Währung wie Euro oder Dollar.

Was kosten Krypto-Fonds?

Die Kosten für Krypto-Fonds sind mit den Kosten von Investmentfonds vergleichbar und liegen pro Jahr bei ca. 2,5 %. Alternative Investmentfonds können jedoch vereinzelt noch wesentlich höhere Kostenquoten verlangen. Denn bei beiden Fonds steht in der Regel ein aktives Fondsmanagement hinter dem Fonds. Hierfür fallen entsprechend hohe Verwaltungs- und andere Servicegebühren an. 

Wenn der Fonds Aktien und andere Wertpapiere enthält, fallen bei Krypto-Fonds beispielsweise Depotgebühren an. Der Anteil an Kryptowährungen wird dagegen nicht in einem Depot aufbewahrt. Die Coins und Tokens sind stattdessen in einer Wallet gespeichert. Das ist eine digitale Geldbörse, die durch einen persönlichen Code, den Private Key, gesichert ist.

Das Fondsmanagement eines Krypto-Fonds muss demnach die Währungen, die im Fonds enthalten sind, in solch einer Wallet verwahren bzw. den Anbieter der Kryptowährungen dafür bezahlen, dass dieser sie verwahrt. Dafür fallen meist Gebühren an, die das Fondsmanagement an seine Anlegerinnen und Anleger weiterberechnet. Zudem kann bei den meisten Krypto-Fonds ein Exit Fee anfallen, sobald Sie Anteile wieder verkaufen möchten. Diese Gebühr wird fällig, insofern Sie aus dem Fonds ganz oder teilweise „aussteigen“ möchten. Aus diesem Grund wird sie auch als Ausstiegsgebühr bezeichnet. Diese Kosten sind vergleichbar mit den Transaktionskosten bei klassischen Investmentfonds. Zudem erheben manche Krypto-Fonds eine Provision, wenn das Fondsmanagement eine bestimmte, zuvor festgelegte Rendite erzielt. Die Erfolgsgebühr wird meist Performance Fee genannt.

Zusammengefasst sollten Anlegerinnen und Anleger, die Anteile an Krypto-Fonds kaufen möchten, auf folgende Kostenpunkte achten und wenn möglich vermeiden:

  • Verwaltungsgebühren
  • Servicegebühren
  • Depot- & Wallet-Gebühren
  • Exit Fee
  • Performance Fee

Wie riskant sind Krypto-Fonds?

Krypto-Fonds sind, wie jede Geldanlage, mit einem Risiko verbunden. Grundlegend sind Kryptowährungen eine sehr volatile und damit riskante Anlageklasse. Die Wertentwicklungen können nicht vorhergesagt werden. Je höher die Gewinnchance, desto höher auch das Risiko. In einem global diversifizierten Portfolio können Krypto-Fonds das Risiko allerdings weiter streuen und die Chance auf Rendite erhöhen.

Was sind die Vor- und Nachteile von Krypto-Fonds?

  • Krypto-Fonds mit mehreren Kryptowährungen oder Krypto-Assets bieten eine breitere Risikostreuung als einzelne Investitionen. Bei Krypto-Mischfonds können riskante Krypto-Assets mit Investitionen in andere Vermögenswerte kombiniert und dadurch das Risiko reduziert werden
  • Anlegerinnen und Anleger brauchen sich um das Verwahren der Coins nicht selbst kümmern. Diese Aufgabe wird von einem professionellen Fondsmanagement übernommen. Das Fondsmanagement informiert sich u.a. über die Wertentwicklungen am Krypto-Markt und überträgt diese auf den Fonds

  • Kryptowährungen und -Assets sind sehr volatil und dadurch hochriskant
  • Im Vergleich zu einzelnen Investitionen sind sowohl die Kosten als auch teilweise die Mindestanlagebeträge für Krypto-Fonds sehr hoch
  • Investorinnen und Investoren können nicht selbst entscheiden, in welche Kryptowährungen und -Assets investiert wird

Lohnt es sich, in Krypto-Fonds zu investieren?

Ob es sich für Sie lohnt, in Krypto-Fonds zu investieren, sollten Sie anhand Ihres persönlichen Risikoprofils festmachen. Für einige Privatanlegerinnen und Privatanleger scheiden viele Krypto-Fonds als Anlageoption aus, denn sie haben einen zu hohen Mindestanlagebetrag von 10.000 EUR bis über 100.000 EUR. Manche Krypto-Fonds sind sogar erst ab 500.000 EUR verfügbar. In den seltensten Fällen können Sie in Fonds mit Kryptowährungen ohne Mindestanlagebetrag investieren.

Zudem sind die Wertentwicklungen der digitalen Währungen sehr volatil, wodurch ein hohes Risiko entsteht. Dennoch können Kryptowährungen wie Bitcoin und andere Krypto-Assets als Bestandteil eines diversifizierten Portfolios dazu beitragen, das Risiko noch breiter zu streuen. Gleichzeitig können Anlegerinnen und Anleger durch ihr Investment die Chance nutzen, von positiven Wertentwicklungen am Krypto-Markt zu profitieren. Die Rendite wird jedoch durch die hohen Kosten der Krypto-Fonds geschmälert.

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Hinweis: Investitionen in Kryptowährungen sind mit sehr hohen Risiken verbunden. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.