Welche Möglichkeiten gibt es, um Ether zu kaufen?

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Das Wichtigste in Kürze
  • Ether: Die Abkürzung ETH steht für die Kryptowährung Ether, die innerhalb der Open-Source-Softwareplattform Ethereum verwendet wird. Ether gilt nach Bitcoin als die bekannteste Kryptowährung.

  • Kaufen: Anlegerinnen und Anleger können Ether über sog. Krypto-Börsen kaufen und verkaufen. Die gekauften Coins können auf der Plattform verwahrt oder auf eine Wallet transferiert werden.

  • Investieren: Wer nicht direkt Ether kaufen möchte, kann in Exchange Traded Notes (ETN), die auf der Währung basieren, investieren. Solche börsengehandelten Zertifikate bilden beispielsweise die Wertentwicklung der zugrunde liegenden Kryptowährung ab. Die Gebühren können unterschiedlich hoch ausfallen.

Was sind Ether und Ethereum?

Ethereum selbst ist keine Kryptowährung, sondern lediglich das System und die Plattform, auf der Transaktionen mit der Kryptowährung Ether (ETH) durchgeführt werden. Die Idee zu Ethereum besteht bereits seit 2013. Mittlerweile wird die Entwicklung von der Ethereum Foundation, einer Stiftung mit Sitz in der Schweiz, geleitet.

Ethereum selbst ist eine Plattform für dezentrale Anwendungen (sogenannte dApps). Diese dApps sind mit Apps auf einem Smartphone vergleichbar. Allerdings gibt es einen wesentlichen Unterschied. DApps sind an ein Blockchain-Netzwerk gebunden und unterliegen somit keiner einzelnen Person oder Gruppe. Ethereum dient sozusagen als Betriebssystem, auf dem Anwendungen in einem weltweiten Netzwerk entwickelt und betrieben werden.

Innerhalb des Ethereum-Netzwerks werden sogenannte Smart Contracts automatisch ausgeführt. Darunter versteht man Verträge beziehungsweise Vereinbarungen, die sich automatisch und dezentral – also ohne, dass ein Unternehmen oder eine Bank dazwischen geschaltet ist – erfüllen, wenn eine Bedingung erfüllt oder eine vereinbarte Summe an Ether eingegangen ist. Einfach gesagt, entstehen Smart Contracts, sobald verschiedene Parteien einen Kaufvertrag abgeschlossen haben. Diese Smart Contracts sind in der Blockchain von Ethereum programmiert. Ähnlich wie beim Bitcoin wird die Blockchain entschlüsselt.

Die dezentrale Organisation der Plattform Ethereum ermöglicht durch die Smart Contracts nicht nur die Abwicklung von Transaktionen der Kryptowährung, sondern kann durch die Anwendungen auf Ethereum auf weitere Bereiche ausgeweitet werden. Ethereum könnte sich also zu einer zukunftsträchtigen Technologie entwickeln.

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Geldanlage mit Ether

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Anlegerinnen und Anleger in Ether investieren können. Eine Möglichkeit ist der Erwerb von sogenannten Coins als Direktinvestment. Ein Coin ist eine digitale Münze, mit der Waren oder Dienstleistungen bezahlt werden können.

Eine weitere Möglichkeit in Ether zu investieren, erfolgt „indirekt“ mittels Exchange Traded Notes (ETN). Das heißt, dass Anlegerinnen und Anleger nicht direkt in Ether investieren, sondern in börsengehandelte Zertifikate, welches die Wertentwicklung des Basiswerts Ether abbildet.

Exkurs: Schürfen von Ether

Neben den genannten Möglichkeiten – direktes und indirektes investieren – kann man Ether erhalten, indem man selbst zum Miner für Ethereum wird. Als Miner stellt man die Rechenleistung von Computern nach dem Proof-of-Stake-Prinzip zur Verfügung, um die Blockchain zu entschlüsseln. Nach der Gründung wurde Ether noch nach dem Proof-of-Work-Prinzip gewonnen. Die Entwicklerinnen und Entwickler hatten jedoch bereits wenige Jahre später angekündigt, auf das Proof-of-Stake-Prinzip zu wechseln. Im September 2022 wurde schließlich ein Upgrade veröffentlicht, das den offiziellen Übergang von einer Methode zur anderen einläutete. Die Umstellung soll dazu beitragen, dass die Plattform Ethereum unter anderem umweltfreundlicher wird. Ein Vergleich der beiden Prinzipien zeigt, warum dies so ist:

  • Proof-of-Work-Prinzip: Sogenannte Miner lösen mit der Rechenleistung ihrer Computer bestimmte kryptografische Aufgaben. Ist diese nach dem Einsatz von viel Zeit und Energie gelöst, wird ein neuer Block zur existierenden Blockchain hinzugefügt. Hierbei kommt es auf Schnelligkeit an. Wer die Aufgabe zuerst löst, erhält eine Entlohnung in Form von neu generiertem Ether.
  • Proof-of-Stake-Prinzip: Bei diesem Prinzip kommen keine Miner zum Einsatz. Hierbei werden neue Blöcke validiert, indem die gehaltenen Anteile der Kryptowährung (stake) genutzt werden. Alle, die am Netzwerk teilnehmen, haben die Chance neue Blöcke zu erstellen. Je größer der Anteil der Nutzerin oder des Nutzers, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie oder er den nächsten Block validieren darf.

Weitere Informationen zu den Validierungsverfahren können Sie auf unserer Blockchain-Seite nachlesen.

Im Gegensatz zum Bitcoin, der auf 21 Millionen Coins begrenzt ist, gibt es eine solche Beschränkung bei Ether nicht. Miner können also unbegrenzt Ether schürfen. Neben der entsprechenden Hardware sollten Miner über technisches Hintergrundwissen verfügen.

Wie kann man Ether kaufen?

Auf Krypto-Börsen kaufen Anlegerinnen und Anleger Ether direkt bei einem Anbieter. Die Kosten richten sich dabei nach Angebot und Nachfrage und sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Fiatgeld, wie Euro oder Dollar, kann dort gegen die Kryptowährung getauscht werden. Dazu ist zunächst ein Konto bei der Krypto-Börse zu eröffnen. Auf dieses Konto kann Geld von einem Referenzkonto eingezahlt werden, welches dann für den Handel auf dem Krypto-Marktplatz zur Verfügung steht.

Die gekauften Coins können entweder direkt auf der Plattform verwahrt oder auf eine persönliche Wallet, also ein digitales Portemonnaie, transferiert werden. Das Risiko bei der Aufbewahrung direkt auf der Plattform der Krypto-Börse besteht darin, dass die Coins verloren gehen können, sollte der Anbieter Insolvenz anmelden oder gehackt werden. Sofern man die Coins weiter handeln möchte, stehen diese bei der Verwahrung bei einer Krypto-Börse direkt zur Verfügung. Bei einer eigenen Wallet besteht dagegen das Risiko, das entsprechende Passwort zu verlieren. In diesem Fall haben Nutzerinnen und Nutzer keine Chance mehr, an die Coins heranzukommen. Dafür haben Anlegerinnen und Anleger mit einer Wallet jederzeit selbst die volle Kontrolle über ihre Coins.

Wie kann man in Ether investieren?

Wer Ether nicht direkt kaufen möchte, kann über Zertifikate in Ether investieren. Das heißt, dass keine Ether-Coins gekauft werden, sondern zum Beispiel ETNs (Exchange Traded Notes). Diese börsengehandelten Zertifikate enthalten Schuldverschreibungen und bilden die Wertentwicklung von Ether damit ab. Es gibt verschiedene Anbieter, die diese Form des Investierens in Ether anbieten.

Exchange Traded Notes (ETNs) zählen wie Exchange Traded Commodities (ETCs) zu den Exchange Traded Products (ETPs). Beim Investieren besteht aufgrund der Kursschwankungen ein sehr hohes Risiko für Anlegerinnen und Anleger. Das bietet die Möglichkeit, Krypto-Sparpläne einzurichten und beispielsweise neben Ether in weitere Kryptowährungen zu investieren. Somit kann das Portfolio breiter aufgestellt und das Risiko gestreut werden. Da beim Handel die Ether-Coins nicht direkt gekauft werden, ist auch keine Wallet notwendig.

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Ether kaufen oder nicht?

Da Ether als Kryptowährung unmittelbar an die Ethereum Plattform gekoppelt ist, ist die Währung ein wichtiger Bestandteil des Systems. Im Gegensatz zum Bitcoin steckt hinter Ether also nicht nur eine Kryptowährung, sondern auch ein Handelsplatz für dezentrale Anwendungen (dApps). Obwohl Ether für viele Anlegerinnen und Anleger zu einer interessanten Investitionsmöglichkeit geworden ist, weist die Kryptowährung hohe Kursschwankungen auf. Dadurch gilt die Währung als eine sehr riskante Form der Geldanlage. Aus diesem Grund ist sinnvoll sein, nur einen Teil des verfügbaren Kapitals in Ether zu investieren und das Portfolio insgesamt breit zu diversifizieren.

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Risikohinweis: Investitionen in Kryptowährungen sind mit sehr hohen Risiken verbunden. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.