09.05.2019 | ca. 8 min. Lesezeit | Artikel drucken

Starke Aktienmärkte treiben die Performance von WeltInvest im ersten Quartal 2019

Aktien näherten sich im ersten Quartal neuen Allzeithochs. Eine weniger straffe Geldpolitik und neue Verhandlungen zwischen den USA und China stimmen die Märkte positiv. Anleger profitieren deshalb von der starken Performance der WeltInvest ETF-Portfolios.

Der fulminante Start der Aktienmärkte im ersten Quartal 2019 zeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Befürchtungen eines Bärenmarktes nach dem schwachen Ende 2018 bestätigten sich nicht. Vielmehr starteten Aktien im Frühjahr so stark wie seit langem nicht mehr und näherten sich zu Beginn des zweiten Quartals neuen Höchstständen.

Hier finden Sie einen Überblick über die Entwicklung der in den WeltInvest ETF-Portfolios enthaltenen Aktienindizes im ersten Quartal.

Nordamerika

US-Aktien testen neue Höchststände. Vor allem Technologie-Aktien legten deutlich zu, nachdem die US-Zentralbank Fed ihre Pläne für Zinserhöhungen für 2019 auf Eis gelegt hat. Bei derzeitigem Stand soll es in 2019 keine und in 2020 nur eine weitere Zinserhöhung geben. Der in WeltInvest enthaltene FTSE North America Index legte in Q1 um 16 % zu.

Die US-Wirtschaft boomte im ersten Quartal mit einem Wachstum von 3,2 % überdurchschnittlich stark. Erwartet wurden lediglich 2,2 %. Das Ende des Budget-Streits im US-Kongress und Hoffnungen auf eine Einigung im Handelsstreit mit China haben dem US-Aktienmarkt Flügel verliehen. Sollten sich die beiden Supermächte auf einen Handels-Deal verständigen, könnten die starken wirtschaftlichen Impulse aus dem ersten Quartal auch im weiteren Jahresverlauf fortgesetzt werden.

Europa

Auch in Europa konnten Aktionäre hohe Renditen erzielen und auch hier gilt die Zentralbank als maßgeblich verantwortlich dafür: EZB-Chef Mario Draghi wird in 2019 die Zinsen nicht weiter erhöhen und auch für das kommende Jahr wird sich die Geldpolitik der EZB voraussichtlich nicht drastisch ändern.

Der FTSE Developed Europe Index gewann in Q1 13 %. Industrieunternehmen und der Technologiesektor legten zu, aber auch Konsumgüter und Immobilien konnten Gewinne verzeichnen. Der Finanzsektor wurde durch neue Refinanzierungs-Programme der EZB gestützt.

Die volkswirtschaftlichen Daten sprechen eine andere Sprache. Insgesamt wuchs das BIP in Europa im ersten Quartal nur um 0,2 %. In Deutschland gab es ein Nullwachstum und Italien schlitterte in die Rezession. Die Frühindikatoren suggerieren schwache Impulse für das laufende Jahr, vor allem im Verarbeitenden Gewerbe.

Die weitere Entwicklung der Wirtschaft in Europa hängt auch davon ab, ob Großbritannien es schafft, bis zum 31. Oktober geordnet aus der EU auszutreten.

China und die Wachstumsmärkte

Im ersten Quartal wuchs die Wirtschaft in China mit 6,4 % weniger stark als angenommen. Allerdings rechnet die Regierung in Peking für 2019 immer noch mit einem Wachstum von 6,5 %. Die Aktienmärkte in China und Hong Kong profitierten von einem Sonderfaktor: Einer der wichtigsten Indexanbieter (MSCI) erhöhte das Gewicht chinesischer Aktien in seinen Indizes. Außerdem stellte Peking höhere Ausgaben und Steuererleichterungen in Aussicht, was die Märkte stützte.

Insgesamt starteten die Wachstumsmärkte ebenfalls gut ins Jahr, allen voran Indien mit 8,2 % im ersten Quartal. Der FTSE Emerging Markets Index stieg um 12 %. In Taiwan wuchs die Wirtschaft aufgrund starker Exportdaten um 3,04 %. Steigende Ölpreise beflügelten die Märkte in Russland und Kolumbien. Im Gegensatz dazu fand die Aktienmarkt-Rallye in Katar aus dem vergangenen Jahr aufgrund Kapitalabflüssen zunächst ein Ende. Die türkische Lira verlor weiter an Wert und der türkische Aktienmarkt folgte ihr.

Asien-Pazifik-Region (ex Japan)

Der FTSE Developed Asia Pacific ex Japan Index gewann 12 % und erholte sich damit deutlich von der Korrektur zum Ende des vergangenen Jahres. Alle Märkte in der Region schlossen das erste Quartal im Plus ab, auch aufgrund der Hoffnung auf eine Einigung im Handels-Konflikt zwischen den USA und China. Die Abkehr der Zentralbanken von ihrer restriktiveren Geldpolitik beflügelte die Märkte.

Das stärkste Wachstum seit 7 Jahren gab es in Hong Kong mit 4,7 %. In Australien wuchs die Wirtschaft aufgrund positiver Februardaten im Einzelhandel stärker als erwartet (ca. 0,5 %). In Südkorea gab es hingegen mit -0,3 % ein unerwartet abnehmendes BIP.

Japan

Auch in Japan ging es an den Aktienmärkten wieder bergauf, jedoch nicht so stark wie in anderen entwickelten Märkten. Der japanische Aktienmarkt beendete das erste Quartal mit einem Plus von 9 % (FTSE Japan Index).

Die Volatilität an den Finanzmärkten nahm zu, vor allem weil leicht schwächere Wirtschaftsdaten aus China die Teilnehmer verunsicherten. Die größten Auswirkungen waren im Finanz- Automobil- und IT-Sektor zu spüren. Insgesamt wuchsen die Gewinne der Unternehmen weniger stark. Dies ist unter anderem auf steigende Löhne zurückzuführen

Der Yen wertete im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen leicht ab, ein Resultat aus dem starken Anstieg der japanischen Währung aus dem Vorjahr. Insgesamt hat sich der Ausblick vor dem Hintergrund einer langsamer wachsenden Wirtschaft leicht eingetrübt.

Small Cap-Aktien

Für den FTSE Global Small Cap Index ging es um 16 % bergauf. Der Index deckt die Performance von rund 4.400 liquiden Small-Cap-Aktien aus 47 Ländern ab. Small Cap-Aktien gelten aufgrund ihrer kleineren Marktkapitalisierung als anfälliger für Schwankungen an den globalen Aktienmärkten, weisen dafür aber auch ein höheres Wachstumspotenzial auf.

Globale Anleihen

Der FTSE Global Bond Index legte in Q1 um 2 % zu. Wie bei den Aktien gab es auch im globalen Anleihenmarkt das stärkste Quartal seit mehreren Jahren. Die Zentralbanken in Europa und den USA haben die Märkte beruhigt, in dem sie ihre Pläne für höhere Zinsen vorerst nicht weiterverfolgen.

Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen fielen quartalsweise um 30 Basispunkte und damit auf den tiefsten Stand seit 2017. Insbesondere der Anstieg der Renditen 3-monatiger US-Titel über das Niveau der 10-jährigen Papiere sorgte für größere Vorsicht bei Investoren, da eine solche umgekehrte (inverse) Zinskurve historisch betrachtet ein Signal für eine sich abkühlende Konjunktur sein kann.

Auch in Europa fielen die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen um 30 Basispunkte, was sie erstmals seit 2016 wieder in negatives Territorium rutschen ließ. Grund dafür sind schwächere Wirtschaftsdaten in Europa, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe.

Schwellenländer-Anleihen in US-Dollar hatten ein positives Quartal und performten besser als Anleihen in regionalen Währungen, da einige Schwellenländer-Währungen abwerteten.

Entwicklung der WeltInvest ETF-Portfolios

Im Einklang mit den Märkten konnten auch unsere WeltInvest Portfolios mit einer sehr guten Performance überzeugen und bieten unseren Anlegern pünktlich zum 1-jährigen Bestehen von WeltInvest so Grund zur Freude. Die Rendite nach Kosten belief sich im ersten Quartal 2019 auf 5,7 % (WeltInvest 30) bis 14,5 % (WeltInvest 100) und glich die Verluste im Vorquartal damit mehr als aus. Entsprechend ist auch die Gesamtrendite seit Auflage bei allen vier WeltInvest Portfolios wieder deutlich im positiven Bereich und übertrifft die vieler Anlagealternativen.     

Quartalsweise Entwicklung nach Portfolio bis Ende Q1 2019

Die sehr gute Performance der WeltInvest Portfolios ist insbesondere auf die oben beschriebenen starken Zuwächse an den Aktienmärkten in allen Weltregionen zurückzuführen. Doch auch die erneut überraschend positive Anleihenentwicklung im anhaltenden Niedrigzinsumfeld trug ihren Teil zur sehr guten Rendite der WeltInvest 30, 50 und 70 Portfolios bei.

Insgesamt liegen die WeltInvest Portfolios damit bei einer Rendite von 4,8 % (WeltInvest 30) bis 11,4 % (WeltInvest 100) seit Auflage am 23.03.2018. Unsere WeltInvest-Anleger konnten von einem zwischenzeitlich zwar volatilen jedoch insgesamt sehr freundlichen Marktumfeld profitieren und eine im langfristigen Vergleich klar überdurchschnittliche Rendite erzielen. Dabei spielte der regelbasierte und kosteneffiziente Investmentansatz von WeltInvest seine Stärken aus: WeltInvest bildet ausgewogen und nachvollziehbar die Märkte ab und nutzt dabei die Vorteile der internationalen Diversifikation. Entsprechend positiv fällt die Gesamtperformance von WeltInvest auch gegenüber wenig diversifizierten länderspezifischen Aktienindizes wie dem DAX (-3,0 % Rendite seit dem 23.03.2018) aus. Einzig mit einer höheren Gewichtung von US-Aktien war in global diversifizierten Portfolios eine noch höhere Rendite zu erzielen. Wir halten die ausgewogene Aufstellung von WeltInvest mit einem US-Anteil im Aktienteil von ca. 40 % langfristig jedoch für vorteilhafter als die Übergewichtung von US-Titeln in globalen Indizes wie dem MSCI World (US-Anteil über 60 %).   

Grafik 2: Wertentwicklung WeltInvest 23.03.2018 - 30.03.2019

Im Vergleich mit den Produktalternativen für Privatanleger behauptet sich WeltInvest somit auch aus Renditesicht weiterhin sehr gut. Gegenüber dem Gros der aktiv gemanagten Mischfonds haben die WeltInvest Portfolios seit Auflage eine deutlich höhere Rendite erzielt. Anhand der anerkannten Morningstar-Benchmarks für Mischfonds mit vergleichbarer Aktienquote liegt der Renditevorteil von WeltInvest je nach Portfolio bei 4,8 % bis 6,1 %. Auch im Vergleich zu Robo-Advisorn bewährt sich WeltInvest und nimmt im Echtgeldtest von Brokervergleich unter den 16 Teilnehmern nach wie vor einen der Topplätze ein.  

Performancevergleich WeltInvest und aktiv gemanagte Mischfonds

Fazit

Die Marktentwicklung in den vergangenen 6 Monaten verdeutlicht, dass geduldige Investoren für ihr Durchhaltevermögen belohnt werden können. Die hohe Volatilität an den Märkten jedoch nicht von der Hand zu weisen. WeltInvest-Anleger können sich jedoch darauf verlassen, dass sie unabhängig von der Marktentwicklung in ein Produkt investieren, welches den Vergleich mit aktiven Mischfonds und Robo-Advisor nicht zu scheuen braucht.
 

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Quellen:

USA (WSJ, Reuters), Europa (Bloomberg), China (Trading economics, Vanguard), Hong Kong (Reuters), Japan (Times), Taiwan (Reuters), Indien (Economic Times), Australien (FT, ABC), Südkorea (Nasdaq, CNBC)

 

Risikohinweis: Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Der Wert der vermittelten ETF und Indexfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen und folgenden Risiken: 1. Allgemeine Risiken von Kapitalanlagen (wie Konjunkturrisiko, Zinsänderungsrisiko), 2. Wertpapierspezifische Risiken (wie Aktienkursrisiko, Bonitätsrisiko), 3. Spezielle Risiken von Anlagen in Investmentfondsanteile, 4. Spezielle Risiken von Anlagen in ETFs und Indexfonds, 5. Spezielle Risiken bei der Abwicklung von Wertpapieraufträgen. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Risiken finden Sie hier.