Was sind Bitcoin-ETFs und wie funktionieren sie?

Bitcoin ist die bekannteste und älteste Kryptowährung. Trotz der stark schwankenden Bitcoin-Kurse und der daraus resultierenden Risiken interessieren sich viele Menschen für eine Anlage in das alternative Finanzprodukt. So besteht beispielsweise in den USA für Privatanlegerinnen und Privatanleger die Möglichkeit, mit Bitcoin-ETFs in die Kryptowährung zu investieren. Erfahren Sie hier, ob auch in Deutschland Geld in ein solches Finanzprodukt angelegt werden kann.

Das Wichtigste in Kürze
  • Bitcoin-ETF: 2021 wurde der erste Bitcoin-ETF an der US-Börse gelistet. Der ETF bildet die Wertentwicklung der Kryptowährung in Form von Futures nach.
  • Investieren: In Deutschland ist es derzeit nicht möglich, in Bitcoin-ETFs zu investieren, da ein solcher Indexfonds nicht die europäischen Richtlinien für Fonds erfüllen würde.
  • Alternativen: Anlegerinnen und Anleger können beispielsweise in ETNs (Exchange Traded Notes) investieren, die die Wertentwicklung von Kryptowährungen wie Bitcoin nachbilden.
  • Raisin Crypto: Mit Raisin Crypto erhalten Anlegerinnen und Anleger die Möglichkeit, durch ETNs Bitcoin und andere Kryptowährungen ihrem Portfolio beizumischen.

Gibt es Bitcoin-ETFs?

In den USA ist im Oktober 2021 der erste Bitcoin-ETF an der New Yorker Börse gestartet. Durch den Indexfonds Bito haben amerikanische Anlegerinnen und Anleger seitdem die Möglichkeit, von der Wertentwicklung des Coins zu profitieren, ohne die Kryptowährung direkt zu kaufen. Neben dem Fonds Bito des Anbieters ProShares existieren in Kanada, Asien und einigen europäischen Ländern bereits weitere Bitcoin-ETFs anderer Anbieter.

Ein Bitcoin-ETF ist die Verbindung der ältesten und bekanntesten Kryptowährung Bitcoin (BTC) und einem Exchange Traded Fund (ETF). Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds. Ein ETF auf den Bitcoin ist somit ein Finanzprodukt, durch das es Privatanlegerinnen und -anlegern ermöglicht wird, von der Kursentwicklung einer Kryptowährung zu profitieren, ohne diese direkt zu kaufen.

Wie funktionieren Bitcoin-ETFs?

Bitcoin-ETFs bilden nicht direkt den Kurs von Bitcoin nach. Der Fonds investiert stattdessen in Termingeschäfte, sog. Futures. Dies bedeutet, dass Anlegerinnen und Anleger sich dazu verpflichten, ein Produkt oder einen Vermögenswert zu einem vorab festgelegten Preis und Zeitpunkt zu kaufen. Der Anbieter verpflichtet sich dagegen, das Produkt oder den Vermögenswert zu einem bestimmten Termin und Preis zu liefern.

Bei ETFs auf Bitcoin visieren die Anbieter Futures an, die sich dem aktuellen Preis für Bitcoin annähern. Der ETF ist demnach ähnlichen Wertentwicklungen ausgesetzt wie der Bitcoin-Kurs. Die in der Vergangenheit zu beobachtenden Schwankungen des Werts von Bitcoin haben demnach ebenfalls Auswirkungen auf den Bitcoin-ETF. Zudem reagieren Futures in der Regel versetzt auf Kursbewegungen, was für Anlegerinnen und Anleger zur Folge hat, dass die Futures den aktuellen Bitcoin-Preis nicht verlässlich abbilden können.

Gibt es Bitcoin-ETFs auch in Deutschland?

Aktuell können Anlegerinnen und Anleger in Deutschland nicht in Bitcoin-ETFs oder andere Krypto-ETFs investieren. Grund dafür sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die durch die geltenden UCITS-Richtlinien vorgegeben werden. Die Richtlinien der Europäischen Union dienen dem Schutz von Anlegerinnen und Anlegern beim Kauf von ETFs oder Fonds.

Darin sind u.a. folgende Eigenschaften für ETFs definiert:

  • Diversifikation: In einem ETF sollten mindestens fünf verschiedene Werte enthalten sein. So können mögliche Verluste eines Titels durch mögliche Gewinne eines anderen Titels wieder ausgeglichen werden. Ein reiner Bitcoin-ETF wäre ein Fonds mit nur einem Einzeltitel und daher laut Richtlinien nicht zulässig.
  • Gleichgewicht: Ein Bestandteil eines ETFs darf nicht mehr als 20 % am sogenannten Nettoinventarwert (Englisch: Net Asset Value oder kurz “NAV”) des betreffenden Fonds  betragen. Auch dies ist nicht möglich, wenn ein ETF nur den Wert des Bitcoin abbilden würde.

Aus diesen Gründen ist es daher aktuell nicht möglich, in Deutschland in Bitcoin-ETFs zu investieren. Ausnahmen gibt es für professionelle Anlegerinnen und Anleger, denen es über einige Anbieter möglich ist, auch in ETFs zu investieren, die in den USA gelistet sind.

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Welche Alternativen zu Bitcoin-ETFs gibt es?

Obwohl es aufgrund der UCITS-Richtlinien derzeit keine Bitcoin-ETFs in Deutschland gibt, ist es für Anlegerinnen und Anleger dennoch möglich, Geld in die Kryptowährung Bitcoin zu investieren. Wir stellen verschiedene Alternativen zu Bitcoin-ETFs sowie deren Vor- und Nachteile vor.

Alternative Vorteile Nachteile
BTC direkt kaufen
  • Die Coins der dezentralen Währung können auf verschiedenen Krypto-Börsen direkt gekauft und auf einer persönlichen Wallet, einem digitalen Portemonnaie, gespeichert und so lange wie gewünscht verwahrt werden.
  • Bei der Verwahrung der Coins auf der Wallet besteht das Risiko, dass Anlegerinnen und Anleger ihr Zugangspasswort verlieren. Das Passwort sollte daher immer gut verwahrt werden.
  • Blockchain-ETFs
  • Ein Blockchain-ETF investiert in Unternehmen, die sich auf die Weiterentwicklung des Systems konzentrieren, das Kryptowährungen zugrunde liegt: Blockchains. Anlegerinnen und Anleger können so von deren Wachstumschancen profitieren.
  • Investition in eine zukunftsträchtige Technologie. Die Kurse entwickeln sich größtenteils unabhängig von den Krypto-Kursen.
  • Auch Blockchain-ETFs sind einer hohen Volatilität ausgesetzt. Dies zeigen die Kursentwicklungen von Blockchain-ETFs der vergangenen Monate und Jahre. Für Anlegerinnen und Anleger besteht bei einer Investition ein erhöhtes Risiko.
  • Bitcoin-ETNs
  • ETNs (Exchange Traded Notes) sind an der Börse gehandelte Schuldverschreibungen, die einen Basiswert nachbilden. Mit einer Anlage in ETNs investieren Sie demnach nicht in die Kryptowährung selbst, sondern in Wertpapiere, die die Wertentwicklung des Bitcoin-Kurses nachbilden.
  • Die Frage nach einer sicheren Aufbewahrungsmöglichkeit der Coins entfällt, da die Währung nicht direkt gekauft wird.
  • Im Gegensatz zu Bitcoin-ETFs können Anlegerinnen und Anleger in Deutschland in Bitcoin-ETNs investieren.
  • Das investierte Geld zählt nicht zum Sondervermögen, weshalb ein Emittentenrisiko durch die Insolvenz des Emittenten der ETNs besteht.
  • Bei einer reinen Investition in Bitcoin-ETNs ist die Geldanlage wenig diversifiziert. Eine Diversifizierung durch ein Investment in mehrere verschiedene Währungen kann daher von Vorteil sein.
  • Mit Raisin Crypto in Bitcoin investieren

    Mit Raisin Crypto haben Sie die Möglichkeit, in verschiedene Kryptowährungen zu investieren und somit Ihr Portfolio zu diversifizieren. Dies geschieht durch ETNs, die die Wertentwicklung von Bitcoin und Co. abbilden. Neben der Kryptowährung Bitcoin enthält der Krypto-ETN die größten und relevantesten Währungen auf dem Markt. 

    Bereits registrierte WeltSpar-Kundinnen und -Kunden können mit nur wenigen Klicks ihren ETF-Sparplan um Kryptowährungen erweitern. Auch eine Neuregistrierung ist nach einem erfolgreichen Legitimationsverfahren innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen und Sie können Raisin Crypto besparen.

    Mit alternativen Finanzprodukten in Kryptowährungen investieren

    Die Listung des ersten Bitcoin-ETF an der New Yorker Börse im Jahr 2021 stellte für viele Expertinnen und Experten einen Durchbruch dar, um Kryptowährungen auf dem Anlagemarkt zu etablieren und so für viele Menschen zugänglich zu machen. Dennoch ist es deutschen Privatanlegerinnen und Privatanlegern derzeit nicht möglich, in ETFs auf Bitcoin zu investieren. Ein ETF, der ausschließlich Bitcoin als Titel beinhaltet, entspräche nicht den europäischen UCITS-Richtlinien und würde somit hohe Risiken für Anlegende bedeuten.

    Mit Raisin Crypto ist Anlegerinnen und Anleger dennoch die Anlage in Kryptowährungen in Form von ETNs möglich. Dadurch erhalten Sie die Möglichkeit, Bitcoin und Co. Ihrem Portfolio beizumischen und so das Risiko auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen.

    Hinweis: Die Geldanlage mit Kryptowährungen ist mit hohen Risiken verbunden. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.