Rechner zur privaten Rentenversicherung

Das Wichtigste in Kürze
  • Gesetzliche Rente: Unter anderem aufgrund des demografischen Wandels fällt die gesetzliche Rente in der Regel deutlich geringer aus als das Monatsgehalt, das Arbeitnehmende im Berufsleben erhalten.
  • Rentenlücke: Die Differenz zwischen dem letzten Nettogehalt und der voraussichtlichen Rentenzahlung vom Staat im Ruhestand wird als Rentenlücke bezeichnet.
  • Rente aufstocken: Um die Rentenlücke zu schließen, kann eine private Altersvorsorge, beispielsweise in Form einer Rentenversicherung, sinnvoll sein. Die Höhe der benötigten zusätzlichen Vorsorge kann einfach berechnet werden.

Wie wird die gesetzliche Rente berechnet?

Jedes Jahr erhalten gesetzlich Rentenversicherte ihre Renteninformation, in der angegeben wird, wie hoch die gesetzliche Rente zum Renteneintritt voraussichtlich ausfallen wird. Dabei handelt es sich um eine Hochrechnung, die auf den aktuellen Gegebenheiten basiert. Folgende Faktoren spielen bei der Berechnung der gesetzlichen Rente eine Rolle:

  • Renten– oder Entgeltpunkte (jährlicher Vergleich des eigenen Verdienstes mit dem Durchschnittsverdienst aller Versicherten)
  • Zugangsfaktor (Zu- oder Abzüge je nach Zeitpunkt des Renteneintritt)
  • Aktueller Rentenwert (Gegenwert, der einem Entgeltpunkt entspricht)
  • Rentenartfaktor (Art der Rente, also zum Beispiel Altersrente, Witwen- beziehungsweise Witwerrente, Halbwaisenrente)

Formel:

Entgeltpunkte (E) x Zugangsfaktor (Z) x aktueller Rentenwert (A) x Rentenartfaktor (R) = monatliche Rentenhöhe

Fiktives Rechenbeispiel für eine durchschnittliche Arbeitnehmerin, die 42 Jahre lang in die gesetzliche Rente eingezahlt hat (Berufseinstieg mit 25 Jahren, Rente mit 67 Jahren):

45 x 1 (E) x 1 (Z) x 37,60 € (A) x 1 (R) = 1.692 €

All diese Faktoren führen zu unterschiedlich hohen Renten. Je nach Lebenslauf bietet die gesetzliche Rente daher lediglich eine Basis für die Altersvorsorge, kann jedoch in den meisten Fällen eine finanzielle Absicherung nicht gewährleisten. Dadurch kann es sinnvoll sein, eine private Vorsorge aufzubauen, um im Alter die persönliche Wunschrente zu erreichen.

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Was ist die Rentenlücke und wie kann man sie berechnen?

Die Rentenlücke – oder Versorgungslücke – ist die Differenz zwischen dem Nettogehalt, das man im letzten Jahr der Berufstätigkeit erhalten hat, und dem Geld, das man als gesetzliche Rente bezieht. Sparerinnen und Sparer können diese einfach selbst berechnen, indem sie ihre voraussichtliche gesetzliche Rente dem jährlichen Renteninformationsbescheid entnehmen und diese von ihrem aktuellen Nettogehalt abziehen. Als gesetzliche Rente werden Rentnerinnen und Rentner in der Regel weniger Geld bekommen, als sie während ihrer Berufszeit als Einkommen jeden Monat zur Verfügung hatten.

Um die Rentenlücke zu schließen, kann es von Vorteil sein, frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beginnen. Dabei gilt: je früher, desto besser. Denn Sparerinnen und Sparer können dadurch langfristig vom Zinseszinseffekt profitieren und die monatlichen Beiträge fallen in der Regel niedriger aus, da mehr Zeit zum Sparen bleibt. Doch auch mit 50 Jahren ist die Altersvorsorge noch möglich und kann dabei unterstützen, die Rentenlücke zu verringern oder zu schließen.

Mit einer privaten Rentenversicherung die Rente aufbessern

Mit einer privaten Rentenversicherung können Sparerinnen und Sparer privat Geld für das Alter ansparen, um nach dem Arbeitsleben von einer Privatrente zu profitieren. Eine klassische private Rentenversicherung bietet Sparerinnen und Sparern eine garantierte Mindestverzinsung der eingezahlten Beiträge in der Ansparphase. Diese ist allerdings mit 0,25 % sehr gering. Für sicherheitsorientierte Sparerinnen und Sparer kann diese Variante der privaten Rentenversicherung dennoch die passende sein.

Sparerinnen und Sparer mit einer höheren Risikobereitschaft haben die Möglichkeit, von höheren Renditechancen durch eine fondsgebundene Rentenversicherung zu profitieren. Bei dieser Form der privaten Altersvorsorge werden die Beiträge in der Ansparphase in Investmentfonds investiert. Andere privaten Rentenversicherungen werden vom Staat durch staatliche Zuschüsse und Förderungen beim Aufbau einer privaten Rente unterstützt. Solche Vorsorgemodelle finden sich in Verträgen der RiesterRente oder der Rürup-Rente. Höhere Renditechancen aufgrund geringerer Kosten im Vergleich zu fondsgebundenen Rentenversicherungen bieten Fondssparpläne – wie der ETF Rürup von Raisin. So kann beispielsweise mit einer flexiblen monatlichen Sparrate langfristig Vermögen für die Rentenzeit aufgebaut werden.

Welches Vorsorgekonzept das persönlich beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen das Alter der Sparerin beziehungsweise des Sparers, die Zeit bis zum Rentenbeginn, die aktuelle finanzielle Situation sowie die finanziellen Ziele beziehungsweise die Wunschrente im Alter. Daher ist es für Sparerinnen und Sparer bei der Berechnung der privaten Rentenversicherung von Vorteil, neben der Rentenlücke diese Faktoren ebenfalls zu berücksichtigen. Auch eine Kombination mehrerer Privatrenten kann ein geeignetes Vorsorgekonzept darstellen. So kann der gewünschte Lebensstandard sowohl während des Berufslebens als auch im Ruhestand gesichert werden.

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