30.10.2017 | ca. 2 min. Lesezeit | Artikel drucken

Weltspartag 2017: So viel Geld verlieren Sparer durch falsche Geldanlage

Jedes Jahr verlieren die Deutschen 32 Milliarden Euro, weil sie ihr Geld in niedrig verzinste Sparprodukte anlegen und somit, nach Berücksichtigung der Inflation, negative Realrenditen erzielen. Im Durchschnitt erhielten deutsche Sparer in den vergangenen zwölf Monaten auf ihre Bankeinlagen gerade mal 0,3 Prozent Zinsen, während die Inflation im letzten Monat bei 1,8 Prozent lag. Pro Sekunde verliert die Gesamtheit der deutschen Sparer somit 1.016 Euro bzw. fast 400 Euro pro Bundesbürger und Jahr. Anlässlich des morgigen Weltspartages möchten wir die Sparer mit unserer WeltSpar-Uhr auf diese Problematik aufmerksam machen.

Viele sparen falsch

Die Deutschen sparen wie die Weltmeister, trotzdem werden sie nicht reicher – sondern ärmer. Denn obwohl die Zinsen seit 2009 um 90 Prozent gesunken sind, setzen viele nach wie vor auf kaum verzinste Produkte bei deutschen Anbietern wie z.B. 1-jährige Festgelder. Mehr als jeder Dritte gibt nach einer aktuellen Umfrage an, hier zu investieren. Die Logik dahinter ist einleuchtend wie nachteilig zugleich: Der Zeitraum ist mit einem Jahr überschaubar, der Zinssatz fest. Doch genau hier liegt der Haken. Denn deutsche Banken bieten hier derzeit im Schnitt gerade noch 0,22 Prozent Zinsen, die drei größten deutschen Banken liegen sogar davon noch weit entfernt – mit im Schnitt nur noch 0,03 Prozent pro Jahr (Zinsradar, Oktober 2017). Noch schlimmer sieht es bei Geschäftskunden aus: hier lag der angebotene Zins für Geschäftskunden im Schnitt im Negativbereich – bei minus 0,14 Prozent. Die Folge: Die Inflation frisst die mickrigen Zinsen bei weitem auf. Wer falsch spart, wird also ärmer statt reicher.

Warum investieren die Deutschen nicht anders?

Viele Menschen wissen, dass sie ihr Geld falsch anlegen. Paradoxerweise ändern sie daran häufig nichts – aus Unkenntnis und auch aus Bequemlichkeit. Dabei findet, wer gut recherchiert, selbst bei einer deutschen Bank ein besseres Angebot. Noch höhere Zinsen gibt es freilich bei Banken im europäischen Ausland: Weil das Sparverhalten der Einwohner, die Wirtschaftskraft, aber auch die Marktgröße und der inländische Wettbewerb dort anders ist, bieten die Banken oftmals bessere Zinsen.

Am Weltspartag sein Verhalten ändern

Der Weltspartag ist eine gute Gelegenheit, alte Gewohnheiten abzustreifen. Mit Zinsportalen wie WeltSparen lassen sich etwa die Finanzen leicht und schnell neu ordnen und ein europäisches Festgeld vom heimischen Sofa aus abschließen. Das Gute daran: Nach EU-Recht sind Einlagen bis zu einem Gegenwert von 100.000 Euro je Kunde und Bank durch die nationale Einlagensicherung geschützt.