Weltsparen Zinsradar: Steigende Sparquoten bei sinkender Inflation und Zinssätzen in der Lockdown-Phase

 

Angela Merkel hat gemeinsam mit Macron einen Vorschlag für einen Corona-Wiederaufbauplan auf der Basis von Eurobonds vorgelegt. Die Entscheidung zur Unterstützung der am stärksten betroffenen Länder der Eurozone fehlt nach wie vor. Dennoch ist im Moment Einklang mit der entschlossenen Pro-Euro-Haltung der Europäischen Zentralbank erkennbar. Die EU scheint also in der Lage zu sein, sich wirtschaftlich von der Pandemie zu erholen. Allerdings warnt die Europäische Zentralbank, dass dieser Weg von enormen Herausforderungen begleitet sein wird.

Der Verbrauchervertrauensindex stürzte in den letzten Monaten der Pandemie in ganz Europa ab, während die Sparquoten stark anstiegen. Dies könnte die wirtschaftliche Erholung gefährden, falls die Ausgaben weiter sinken. Auch die europäische Gesamtinflationsrate ist von 1,4 Prozent im Januar 2020 auf 0,1 Prozent gesunken, den niedrigsten Stand seit dem Sommer 2016. Es bestehen jedoch nach wie vor große Unterschiede bei der Inflation von Markt zu Markt in ganz Europa sowie bei den Graden der Schrumpfung.*

*Die Sammlung von Daten über Ausgaben (z.B. in Geschäften, die größtenteils geschlossen sind) wird Berichten zufolge teilweise auch durch die Sperre eingeschränkt.

 

Zinssätze im Kundengeschäft:
Pandemie hat keine nennenswerten Auswirkungen auf Zinsrückgang
Die jüngsten Daten der Europäischen Zentralbank zu den Zinssätzen in Europa deuten insgesamt auf einen leichten Rückgang hin, wobei die Tschechische Republik um -30 Basispunkte gegenüber dem Vormonat und Dänemark um -11 Basispunkte zurückging.

Zehn europäische Märkte bewegten sich jedoch nicht mehr als einen Basispunkt in die eine bzw. andere Richtung, darunter Spanien, Portugal, die Niederlande und Irland. Deutschland und Frankreich rutschen beide um -3 Basispunkte ab.

Positiv entwickelten sich Italien und das Vereinigte Königreich mit 12 bzw. 8 Basispunkten nach oben, ebenso wie die kleineren Märkte in Lettland (13 Basispunkte nach oben) und Slowenien (11 Basispunkte nach oben).

 

Durchschnittlicher Zinssatz für Neueinlagen, private Haushalte; Laufzeiten ≤ 1 Jahr, EZB-Daten. Hinweis: Die Zeitreihe der niederländischen Zentralbank für Einlagen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr enthält ein länderspezifisches „Baudepot“ mit höheren Durchschnittssätzen als Tages- und Termineinlagen.

 

Vergleiche:
Nach einer leichten Erholung der Zinsen rutscht Deutschland wieder ab

Der Weltsparen Zinsradar sammelt aktuelle Informationen über die Entwicklung der Zinssätze in ganz Europa (zwei Monate vor den neuesten EZB-Daten). In der heutigen Momentaufnahme wird sichtbar, dass der Anstieg der Zinssätze im April in Österreich, den Niederlanden und Schweden stabil geblieben ist. Trotzdem ist der Aufwärtstrend insgesamt zum Stillstand gekommen, mit nur drei kleinen Erhöhungen.

Deutschland, das Vereinigte Königreich und Polen mussten große Verluste hinnehmen: die höchste Ein-Jahres-Rate Großbritanniens fiel von 1,52 Prozent im letzten Monat auf 1,18 Prozent in diesem Monat, die Polens von 2,32 Prozent auf 1,92 Prozent in diesem Monat und die Deutschlands von 1,05 Prozent auf 0,98 Prozent.

 

Durchschnitt der Top-3-Angebote für Privatkunden auf der Grundlage lokaler Vergleichsseiten zum 19.05.2020. Die Kriterien: 10.000 EUR Einlage; 1 Produkt pro Bank; Angebote für neue und bestehende Kunden.

 

Aufgrund des Rückgangs der Spitzen-Zinssätze in Deutschland nahm die Zinsspreizung im April ein wenig ab  – also die Differenz zwischen den extrem niedrigen Zinssätzen der Großbanken  und den Spitzenangeboten kleinerer Banken des Landes. Darüber hinaus sind in Europa nur geringen Bewegungen zu erkennen, in denen sich der Abstand zwischen den großen Banken und den besten Angeboten verringerte oder vergrößerte.

 

Durchschnittliche 1-Jahres-Angebote für Privatkunden, die von den 3 größten Banken auf dem lokalen Markt angeboten werden; Stand 19/05/2020. Die Kriterien: 10.000 EUR Einlage; Angebote sowohl für neue als auch für bestehende Kunden. In der Regel die größten Banken auf der Grundlage der Bilanzgröße, die Termineinlagen anbieten.

 

Einlagenzinsen für Geschäftskunden:
Zinserhöhungen in Frankreich, Spanien und Italien durch allgemeinen Zinsrückgang ausgeglichen

Die durchschnittlichen Zinssätze der Eurozone für Geschäftskunden-Einlagen sanken auf -0,09 Prozent, wobei Finnland um -27 Basispunkte auf -0,02 Prozent und Estland und Österreich um -14 bzw. -6 Basispunkte sanken.

Auf mehreren Märkten gab es gute Nachrichten für Geschäftskunden. Frankreich und Spanien verließen den negativen Zinsbereich: Spanien stieg um 26 Basispunkte und Frankreich um 15 Basispunkte. Italien machte unterdessen einen Sprung um 49 Basispunkte, ließ die negativen Zinssätze hinter sich und erreichte in den neueren EZB-Daten 0,27 Prozent.

Deutschland, Österreich, die Niederlande und Irland sind derweil weiter unter Null gesunken, was bedeutet, dass die Unternehmen immer mehr für ihre liquiden Bestände zahlen.

 

 

Durchschnittlicher Zinssatz für neue Einlagen, Unternehmen, Laufzeiten ≤ 1 Jahr, Statistik des Euroraums.

 

 

Über WeltSparen by Raisin
Das Berliner Fintech WeltSparen, ein Vorreiter für Open Banking in Europa, wurde 2012 von Dr. Tamaz Georgadze (CEO), Dr. Frank Freund (CFO) und Michael Stephan (COO) gegründet. WeltSparens Plattformen – international unter der Marke Raisin bekannt – bieten europäischen Sparern grenzüberschreitend einfachen und kostenlosen Zugang zu attraktiven und einlagengesicherten Tages- und Festgeldern aus ganz Europa sowie zu global diversifizierten und kostengünstigen ETF-Portfolios und Altersvorsorgeprodukten. Mit nur einer Online-Anmeldung können Kunden alle Anlagen abschließen und verwalten. Seit 2013 haben mehr als 260.000 Kunden aus 30+ Ländern Europas Spareinlagen im Wert von über 23 Milliarden Euro bei 92 Partnerbanken angelegt. Das Start-up zählt zu den Top 5 Fintechs der renommierten FinTech50-Awards und wird von namhaften europäischen und US-amerikanischen Investoren wie btov Ventures, Goldman Sachs, Index Ventures, Orange Digital Ventures, PayPal Ventures, Ribbit Capital und Thrive Capital unterstützt. Zu Raisin gehören Raisin UK in Manchester, Raisin Technology, die Service-Bank Raisin Bank und fairr.

 

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