Raisin-Studie: Sparguthaben steigen trotz Krise: Verbraucher setzen auf Sichteinlagen

2022 ist ein herausforderndes Jahr für Sparerinnen und Sparer: Der Russische Krieg gegen die Ukraine sorgt für eine Rekordinflation und die Europäische Zentralbank reagiert mit einer historischen Leitzinserhöhung auf 1,25 Prozent. Wie die Deutschen in diesem Umfeld sparen, untersucht das Fintech Raisin in einer neuen Studie mit exklusiven Daten.

  • Zuwachs bei Sichteinlagen: Anlagen über Zinsplattformen in Tagesgeld mehr als verdoppelt
  • Pro-Kopf-Anlagesumme bei Plattformkunden erreicht Rekordhoch
  • Mehrwert für Verbraucher: Sparer erzielten mehr als 600 Millionen Euro Zinsen über Plattformen


Kontoguthaben wachsen langsamer – Anteil an Sichteinlagen steigt auf Rekordhoch 

Die anhaltend hohe Inflation und das schwierige wirtschaftliche Umfeld haben wie erwartet dazu geführt, dass die Kontoguthaben* der Deutschen im ersten Halbjahr 2022 deutlich langsamer gewachsen sind als noch im Jahr zuvor. Gerade einmal etwa 14,8 Milliarden Euro betrug der Anstieg laut der Europäischen Zentralbank – das ist lediglich etwa ein Fünftel der Zuflüsse des Vorjahreszeitraums (73,4 Milliarden). Dabei legen die Verbraucher und Verbraucherinnen zunehmend Wert auf Flexibilität – so stieg der Anteil der Sichteinlagen* am gesamten Kontoguthaben der Bundesbürgerinnen und -bürger auf ein Rekordhoch von 69,5 Prozent. Dementsprechend lag noch nie so wenig Geld in Anlagen mit längeren Laufzeiten, wie Fest- oder Kündigungsgeldern.

Zinsplattformen vermitteln mehr Geld in Tagesgeldkonten

Eine ähnliche Entwicklung zeigen die Daten der Zinsplattformen WeltSparen und Zinspilot vom Fintech Raisin. Auf beiden Portalen hat sich das Sparvolumen auf Tagesgeldkonten im Lauf der letzten zwei Jahre mehr als verdoppelt. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 und in den ersten Monaten von 2022 konnten Rekordzuwächse beim Tagesgeld verzeichnet werden. Insgesamt stieg der Anteil von Tagesgeldern am von Raisin verwalteten Vermögen seit Anfang 2021 bis Juli 2022 um rund zehn Prozentpunkte.

Plattformkunden: Mit der Zeit wächst die Zahl genutzter Banken

Unverändert bleibt, dass Kundinnen und Kunden mit zunehmender Anlagedauer ihre Anlagen sowohl im Hinblick auf Länder als auch Banken immer stärker diversifizieren. So nutzten Kunden, die seit 2021 auf Raisins deutschen Plattformen aktiv sind, durchschnittlich 2,4 Banken in 1,5 Ländern. Wer sich 2019 registriert hat, investierte  seine Ersparnisse in Produkte von durchschnittlich 4,1 Banken aus 2,28 Staaten. Nach mehreren Jahren auf den Plattformen erhöht sich die Zahl der genutzten Banken immer weiter: Nutzerinnen und Nutzer, die sich bereits im Jahr 2014 registrierten, legten ihr Geld während dieser Zeit im Schnitt bei 7,9 Banken aus 5,1 Ländern an.

Einzahlungen pro Kopf deutlich höher: 20 Prozent mehr als 2021

Schon vor der Zinswende der EZB hat Raisin auf seinen deutschen Plattformen insgesamt ein Rekordwachstum verzeichnet. Neukundinnen und Neukunden legten im ersten Halbjahr 2022 pro Kopf mehr als 20 Prozent höhere Summen an als in den beiden Jahren zuvor.

Raisin zahlt sich aus: Plattformen brachten über 600 Millionen Euro Zinserträge

Zinsplattformen bieten den Menschen erheblichen Mehrwert – nicht nur in Bezug auf eine größere Angebotsvielfalt und Transparenz von Sparprodukten, sondern auch, was die höheren Erträge auf Anlagen betrifft. Die Nutzer und Nutzerinnen der Raisin Plattformen konnten in den letzten Jahren finanziell deutlich profitieren: Insgesamt erzielten sie auf allen europäischen Raisin-Plattformen über 615 Millionen Euro Zinsen. Hätten sie die gleiche Summe zu den durchschnittlichen Marktzinsen für die gleiche Laufzeit angelegt, hätten sie lediglich rund 210 Millionen Euro an Zinsen erzielt. Selbst im Negativzinsumfeld der letzten Jahre konnten die Verbraucher und Verbraucherinnen mehr als 400 Millionen Euro zusätzliche Zinseinnahmen verbuchen, indem sie ihr Geld in besser verzinsten Produkten über Raisins Plattformen anlegten. Mit der Zinswende gewinnen Sparprodukte weiter an Attraktivität, sodass die zu erwartenden Zinserträge in Zukunft noch deutlich höher ausfallen werden.

Katharina Lüth, Chief Client Officer & Managing Director, Raisin (c) Lukas Schramm

 

Katharina Lüth, Chief Client Officer bei Raisin, analysiert:
„Sparen wird wegen der drastisch steigenden Ausgaben für viele Menschen deutlich schwieriger. Unsere Zahlen deuten aber darauf hin, dass die Deutschen weiter Geld zur Seite legen. Tagesgelder sind dabei für Verbraucher und Verbraucherinnen der erste Schritt zu Zinseinnahmen und eine Alternative zum unverzinsten Girokonto bei der Hausbank. Noch attraktiver sind mit Blick auf die Rekordinflation allerdings kurzfristige Festgelder mit bis zu 12 Monaten Laufzeit, die mit deutlich höheren Zinssätzen helfen, die Inflation abzumildern und damit eine gute Alternative bieten. Sparprodukte zu vergleichen und besser verzinste Angebote zu nutzen, macht sich für Verbraucherinnen und Verbraucher in jedem Fall bezahlt – das beweisen unsere Daten zu den Zinserträgen.“


Methodologie:

Die Daten zum Kontoguthaben stammen von der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie umfassen die Guthaben von Giro-, Spar-, Tages- und Festgeldkonten sowie Kündigungsgeldern. Sichteinlagen entsprechen den von der EZB als “Overnight” bezeichneten Konten bzw. Einlagen und umfassen alle Konten bzw. Einlagen, die bis zum Ende des Folgetages verfügbar sind, wie Giro- oder Tagesgeldkonten. Die Zinserträge bei “durchschnittlichen Marktzinsen” wurden ebenfalls mit Hilfe von EZB-Daten berechnet.


Über Raisin (WeltSparen)

Raisin ist ein Wegbereiter für Open Banking für Spar- und Anlageprodukte. Das FinTech-Unternehmen bietet eine Open-Banking-Infrastruktur für den globalen 50+ Billionen Dollar großen Einlagenmarkt, von der Banken und Sparer gleichermaßen profitieren: Sparer erhalten eine größere Produktauswahl und mehr Entscheidungsfreiheit, Finanzdienstleister erstklassige Marktplatzlösungen für ihre eigenen Kunden und Banken einen besseren Zugang zur Einlagenfinanzierung. Raisin betreibt eigene B2C-Marktplätze – in Europa unter den Marken Raisin, WeltSparen und ZINSPILOT sowie in den USA unter der Marke SaveBetter. In Deutschland bietet das Unternehmen neben Sparprodukten auch ETF-basierte Investment- und Altersvorsorgeprodukte und Investitionen in Private Equity an. Raisin arbeitet mit rund 400 Banken und Finanzdienstleistern aus mehr als 30 Ländern zusammen und hat über 750.000 Direktkunden. Hinter Raisin stehen namhafte internationale Investoren wie btov Ventures, Deutsche Bank, FinLab, Goldman Sachs, Greycroft, Headline/e.ventures, Index Ventures, Kinnevik, Orange Ventures, PayPal Ventures, Thrive Capital, Top Tier Capital Partners, Ribbit Capital und Vitruvian Partners, sowie Peter Thiel. Das Unternehmen hat Büros in Berlin, Frankfurt, Hamburg, London, Madrid, Mailand, Manchester, New York und Paris.

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Raisin / WeltSparen
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