Risikohinweise für die WeltInvest ETF-Portfolios

1. Überblick

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Daher möchten wir Ihnen mit diesen Risikohinweisen ein Verständnis für die Risiken von Finanzanlagen und damit im Zusammenhang stehenden Dienstleistungen vermitteln. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Ertragschancen und dem Risiko einer Anlage. Klassische Sparprodukte, wie insbesondere Fest- und Tagesgelder, sind durch die gesetzliche Einlagensicherung gesichert. Dagegen unterliegt der Wert der vermittelten Investmentfonds Schwankungen auf dem Markt. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Darüber hinaus enthalten die weiteren zur Verfügung gestellten Unterlagen und insbesondere die Prospekte der Kapitalverwaltungsgesellschaften detailliertere Informationen mit Blick auf die jeweilige Anlage.

2. Risiken von Kapitalanlagen

Bei der Anlage in Investmentprodukte entstehen insbesondere die folgenden allgemeinen Risiken:

  • Inflationsrisiko
  • Konjunkturelle Risiken
  • Währungsrisiko
  • Länder-, Transfer- bzw. Zahlungsverkehrsrisiko
  • Steuerliche Risiken
  • Liquiditätsrisiko
  • Emittentenrisiko
  • Kostenrisiko
  • Risiko von kreditfinanzierten Kapitalanlagen

a ) Inflationsrisiko

Unter dem Inflationsrisiko versteht man die Gefahr, dass eine Geldentwertung zu einer Verringerung von Vermögenswerten führt. Wenn die Inflation, bzw. die Geldentwertung, größer ist als die Verzinsung bzw. der Gewinn einer Anlage, führt dies im Ergebnis zu einem Kaufkraftverlust. Man spricht in diesem Fall von negativen Realzinsen bzw. einem Verlust im realen Einkommen.

b ) Konjunkturelle Risiken

Volkswirtschaften entwickeln sich nicht gleichläufig, sondern unterliegen konjunkturellen Schwankungen mit Phasen des Aufschwungs und des Abschwungs, Hochphasen und Tiefphasen. Diese Zyklen werden durch Maßnahmen der Regierung und der Notenbanken begleitet und können mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte andauern und einen erheblichen Einfluss auf die Wertentwicklung von Kapitalanlagen haben. In Phasen des Abschwungs kann der Wert der Kapitalanlage negativ beeinflusst werden.

c ) Währungsrisiko

Bei Anlagen in einer ausländischen Währung kann der reale Ertrag der Anlage von dem nominalen Ertrag der Anlage abweichen. Wenn sich die Wechselkurse ungünstig entwickeln, kann es allein durch diese Änderung des Wechselkurses zu einem finanziellen Nachteil für den Anleger kommen. Wenn die ausländische Währung gegenüber der Währung des Anlegers an Wert verliert, kann es bei Rückzahlung aufgrund des Wechselkurses zu einem Wertverlust kommen.

d ) Länder-, Transfer- bzw. Zahlungsverkehrsrisiko

Wenn der Schuldner in einem anderen Staat ansässig ist als der Gläubiger, kann es zu einem Länder-, Transfer- bzw. Zahlungsverkehrsrisiko kommen. Ausländische Staaten können Einfluss auf den freien Kapitalverkehr und die Übertragbarkeit ihrer Währungen nehmen. Selbst wenn der im Ausland ansässige Schuldner zahlungsfähig und zahlungswillig ist, kann es insofern zu Ausfällen oder Verzögerungen kommen, welche zu einem finanziellen Nachteil des Anlegers führen können.

e ) Steuerliche Risiken

Erträge aus Kapitalanlagen unterliegen für den Anleger der Steuerpflicht. Die steuerlichen Rahmenbedingungen für Kapitalerträge können sich ändern und den Ertrag einer Kapitalanlage verringern. Bei Anlagen im Ausland kann es darüber hinaus zu einer Doppelbesteuerung kommen. Steuern und Abgaben mindern insofern die effektiv erzielte Rendite des Anlegers. Auch Entscheidungen der Steuerpolitik können sich positiv oder negativ auf die Kapitalmärkte insgesamt oder die Kursentwicklung der einzelnen Kapitalanlage auswirken.

f ) Liquiditätsrisiko

Die Werte von Kapitalanlagen sind Schwankungen unterworfen. Zwischen dem eigentlichen Auftrag zum Kauf/Verkauf einer Anlage und dessen Durchführung kann ein gewisser Zeitraum bestehen. Dieser Zeitraum hängt davon ab wie liquide der Markt ist. Für liquide Anlagen gibt es in der Regel eine ausreichende Anzahl an Käufern und Verkäufern, um einen kontinuierlichen und reibungslosen Handel zu gewährleisten. Bei illiquiden Anlagen oder auch in Marktphasen, in denen unzureichende Liquidität besteht, ist hingegen nicht gewährleistet, dass ein Verkauf einer Anlage kurzfristig und zu geringen Kursabschlägen möglich ist. Dies kann zu Vermögensverlusten führen, wenn zum Beispiel eine Anlage nur mit Kursverlusten veräußert werden kann.

g ) Emittentenrisiko

Kapitalanlagen werden von Emittenten herausgegeben. Wenn die Kreditwürdigkeit (Bonität) des Emittenten sinkt oder der Emittent zahlungsunfähig wird, kann es zu einem Wertverlust oder einen Ausfall mit Blick auf die Kapitalanlage kommen. Dabei garantiert ein hohes Rating nicht die Kredit- bzw. Zahlungsfähigkeit des Emittenten - Bonitätsratings sind subjektiv.

h ) Kostenrisiko

Kosten sind für Kapitalanlagen ein erheblicher Risikofaktor und sind für den Erfolg der Anlage von entscheidender Bedeutung. Zu achten ist gerade für einen langfristigen Anlageerfolg mit großer Sorgfalt auf die Kosten. Banken, Finanzdienstleister und die Anbieter von Fonds erheben für ihre Leistungen Verwaltungsgebühren, Provisionen und sonstige Kosten. Gerade bei langfristigen Anlagen können diese Kosten einen erheblichen Einfluss auf die Rendite haben.

i ) Risiko von kreditfinanzierten Kapitalanlagen

Wenn Kapitalanlagen durch Kredite finanziert werden bzw. durch Beleihung der Wertpapiere zusätzliche Kredite aufgenommen werden, führt dies zu einer Hebelwirkung des eingesetzten Kapitals. Ein Kursverlust kann sich auf den Gesamtwert der erworbenen Wertpapiere auswirken und so das Risiko für den Anleger deutlich erhöhen. Wenn der Wert der Kapitalanlage sinkt kann es dazu kommen, dass ein Kredit teilweise mit zusätzlichen Mitteln zurückgeführt werden muss und der Anleger zum Verkauf der Kapitalanlagen gezwungen ist. Bei beliehenen Kapitalanlagen kann es bei fallendem Wert der Kapitalanlage dazu kommen, dass der Kreditgeber zusätzliche Sicherheiten fordert und bei Nichterfüllung den Kreditbetrag zurückfordert.