24.09.2015 | ca. 3 min. Lesezeit | Artikel drucken

Zinsradar September 2015

Lieber Leser, hier finden Sie unseren monatlichen Zinsradar. Wir bei WeltSparen glauben, dass Transparenz Kunden dabei helfen kann, das richtige Produkt zu finden.
Da Einlagen eine der Hauptfinanzierungsquellen von Banken und nach wie vor das beliebteste Anlageprodukt von Privatkunden sind, wollen wir Ihnen genau hierzu aktuelle Informationen liefern. Außerdem können Sie im monatlichen Länderreport landesspezifische Entwicklungen erfahren.

In unserer 13. Ausgabe des Zinsradars möchten wir die französische Wirtschaft und das dortige Zinsniveau detaillierter betrachten. Wie das Statistikamt Insee am 23.09.15 in Paris mitteilte, hatte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal des laufenden Jahres gegenüber dem Vorquartal stagniert.
Anlass liefert außerdem die Ankündigung des französischen Präsidenten, François Hollande, die Einkommensteuer zu senken. Anzumerken ist, dass von der Einkommensteuer in Frankreich nur rund die Hälfte der steuerpflichtigen Bevölkerung betroffen ist. Ursache hierfür sind umfassende Sonderregeln. So müssen beispielsweise Erträge auf ein, durch die Regierung unterstütztes Sparprodukt (Livret-A) was dem deutschen Tagesgeld ähnlich ist, nicht besteuert werden.

Mit Livret-A können derzeit maximal 22.950 Euro pro Person zu 0,75% angelegt werden. Das Zinsniveau für „gewöhnliche“ Spareinlagen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr entwickelt sich wie in den meisten europäischen Ländern auch in Frankreich rückläufig und beträgt nach den aktuellsten EZB Daten 1,3% (Stand Juli 2015). Im Vergleich zum letzten Jahr entspricht dies einer Änderung von -28,5% (-53 Basispunkten).
Frankreich ist nach Deutschland, der größte Euro-Markt für Spareinlagen, in Summe haben französische Haushalte nahezu 1,3 Billion Euro (Stand 2014, EZB) auf ihren Konten. Die Franzosen sparen lieber und geben nicht mehr so viel Geld aus. Während der Konsum im ersten Quartal noch mit einem Wachstum von 0,9 Prozent wesentlich zum Gesamtwachstum von 0,7 Prozent im Quartalsvergleich beigetragen hatte, stagnierten die privaten Konsumausgaben zur Jahresmitte.

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Stand: 07.09.2015, Quellen:

Belgien: Spaargrids; ING Belgien, KBC, Belfius Bank
Dänemark: maybanker; Dankse Bank, Nykredit, Nordea
Deutschland: biallo; Deutsche Bank, Commerz Bank, HypoVereinsbank
Frankreich: FranceTransactions; BNP Paribas, Societe Generale, Crédit Agricole
Irland: Bonkers.ie

Italien: Conti Deposito; UniCredit, Monte Dei Paschi Di Siena, Mediobanca
Niederlande: Spaarrente; ING, Rabobank, Abn-Amro
Norwegen: Norsk Familieøkonomi; DNB, Danske Bank, Nordea
Österreich: biallo; Erste Bank, Bank Austria, Landesbank Oberösterreich
Polen: Oprocentowanie; PKO Bank Polski, Bank Pekao, mBank

Portugal: Pedro Pais; BPI, BCP, Novo Banco
Rumänien: moneycenter; BCR, BRD, Banca Transilvania
Spanien: tucapital; Santander, BBVA, Sabadell
Schweden: Finansportalen; SEB, Nordea, Swedbank
Vereinigtes Königreich: Moneyfacts; HSBC, Barclays, RBS