28.05.2019 | ca. 3 min. Lesezeit | Artikel drucken

Was ist der Unterschied
zwischen Tagesgeld und Kündigungsgeld?

In der Tagesgeld-Übersicht bei WeltSparen finden Sparer zwei unterschiedlich verzinste Angebote der Bank illimity. Wie kann das sein? Der Unterschied zwischen den beiden Angeboten liegt in der Kündigungsfrist.

Was ist Kündigungsgeld?

Als Kündigungsgeld wird ein Tagesgeld-Angebot mit einer längeren Kündigungsfrist bezeichnet. Tagesgeld kann in der Regel in wenigen Tagen gekündigt werden, Kündigungsgeld hingegen nur mit Ablauf einer Frist von bspw. 14 oder 31 Tagen. Für diese längere Frist erhalten Sparer einen höheren Zins auf ihr Geld.

Dazu ein kleines Beispiel:

Die illimity Bank aus Italien zahlt 0,25 % Zinsen p.a. für Tagesgeld über WeltSparen. Für diesen Zins behält sich die Bank eine Kündigungsfrist von 31 Tagen vor. Die Einlagen sind also nicht wie beim gewöhnlichen Tagesgeld täglich verfügbar, sondern erst nach Ablauf der Kündigungsfrist, weshalb dieses Angebot auch als Kündigungsgeld bezeichnet wird. Neben dem Kündigungsgeld gibt es von illimity über WeltSparen auch noch ein weiteres Tagesgeldkonto mit 0,05 % Zinsen p.a. Hier sind die Einlagen, wie bei den meisten anderen Tagesgeldern auch, binnen weniger Bankarbeitstage verfügbar. Bei beiden Produkten ist der Zinssatz variabel und Sparer können ihre Einlagen beliebig lange auf dem Konto liegen lassen.

Wichtig: Bei Kündigungsgeld Frist beachten!

Vor dem Abschluss eines Tagesgeld-Kontos sollten Sparer also in den Angebotsdetails auf die Frist achten. In wenigen Ausnahmefällen kann es sich nämlich um Kündigungsgeld handeln. Die Dauer der Kündigungsfrist erkennen Sie auch an der Zahl hinter der Bezeichnung in der Produktübersicht („Tagesgeld31“):

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Einzahlungen und Verfügung über Teilbeträge sind bei Kündigungsgeld in der Regel nicht möglich. Es kann nur der gesamte Anlagebetrag gekündigt werden. Bei WeltSparen erkennen Sie diese Angebote durch die Kennzeichnung „Fester Anlagebetrag“ (siehe oben).

Weitere Kündigungsgelder über WeltSparen gibt es von der Banca Progetto und der BRAbank. Die Kündigungsfrist beträgt bei diesen beiden Angeboten allerdings nicht 31 Tage, sondern nur vier Tage. Bei gewöhnlichen Tagesgeldkonten beträgt die Frist nur zwei Bankarbeitstage.

Warum gibt es Kündigungsfristen?

Was ist der Unterschied zwischen Kündigungsgeld und Tagesgeld?

Kündigungsfristen haben vor allem den Zweck, eine gewisse Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Mit Kündigungsgeld können Banken beispielsweise besser mit den Einlagen planen. Das Kündigungsgeld wird daher mit einem höheren Zinssatz verzinst als das Tagesgeld, wie man am Beispiel von illimity sehen kann. Außerdem ist der gesetzte Zinssatz garantiert. Sparer profitieren nicht nur von dem höheren Zins, sondern auch von der Flexibilität: Nach dem Ablauf der Kündigungsfrist von 31 Tagen können sie wieder flexibel über ihre Einlagen verfügen. Wer mit dieser Frist zurechtkommt, wird dafür mit höheren Zinsen belohnt.

 

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