16.10.2019 | ca. 4 min. Lesezeit | Artikel drucken

Mit diesem Trick umgehen Sie Strafzinsen für Firmenfestgeld

Die Zinseinkünfte der Banken schwinden. Vor einigen Jahren begannen die ersten Kreditinstitute, dieser Entwicklung mit Negativzinsen zu begegnen – zum Nachteil ihrer Kunden: Mehr als jede zweite Gesellschaft verlangt Strafzinsen von Geschäftskunden. Auch immer mehr Privatkunden sind betroffen. Mit diesem einfachen Trick entkommen Sie der Zinsfalle.

Innerhalb von 2 Jahren ist der Zinsüberschuss der deutschen Kreditwirtschaft um 11 % gesunken. Finanzexperte Heinz-Roger Dohms betitelt diese Entwicklung in einem Artikel auf seinem Blog finanz-szene.de als „Zinsmassaker“, der das „Desaster“ der Banken in 10 Grafiken ausführlich illustriert. Einige Kreditinstitute stehen also unter großem Handlungsdruck.

Als Reaktion auf die sinkenden Zinseinnahmen erheben viele Kreditinstitute Negativzinsen auf die Einlagen ihrer Kunden. Das trifft überwiegend  Geschäftskunden mit voller Härte: Im Geschäftskundenbereich sind es aktuell 131 Banken und Sparkassen, die hohe Kundeneinlagen mit Strafzinsen belegen. Einige davon fordern auch ein Verwahrentgelt von Privatkunden ein.

Jede zweite Bank verlangt Strafzinsen von Geschäftskunden

Die Rechnung geht auf, zumindest für die Banken: Das eingenommene Volumen durch Strafzinsen von Privatkunden hat sich bereits zwischen Anfang und Ende 2017 von 9 % auf 40 % erhöht. Letztes Jahr stiegen die Erträge aus Strafzinsen um weitere 12,4 %. Es handelt sich also nicht um einen Einzelfall, denn die 223 Institute, die die Bundesbank 2018 untersuchte, entsprechen gut zwei Drittel dem Bankenmarkt in Deutschland.

Welche Kreditinstitute Strafzinsen verlangen, legt die Bundesbank nicht offen. Gemäß der Umfrage des Verbraucherportals biallo.de wurden mehr als 1200 Geldinstitute befragt: Davon antworteten gut 160 auf die Umfrage, wovon 107 Banken und Sparkassen angaben, Negativzinsen zu berechnen.

Firmenfestgeld als Ausweg aus der Zinsfalle

Die Bankzinsen für Einlagen von Geschäftskunden mit einer Laufzeit von unter einem Jahr liegen nach Angaben der Europäischen Zentralbank in Deutschland bei durchschnittlich -0,17 % p.a. . Der folgende Zinsradar zeigt die historische Entwicklung der Einlagenzinssätze für Geschäftskunden in der Eurozone seit 2010. Beachtet wird der durchschnittliche Zins für neue Einlagen von Geschäftskunden mit einer Laufzeit von bis zu 1 Jahr (Euro Area Statistics, Stand: September 2019).

So können Sie Negativzinsen umgehen

Negative Einlagenzinssätze hin oder her – bei WeltSparen gibt es für 9-monatiges Firmenfestgeld +0,30 % Zinsen p.a. bei der portugiesischen Banco BNI Europa mit Hauptsitz in Lissabon. Die Zahlen zeigen: Ein Wechsel lohnt sich, um Strafzinsen bzw. Negativzinsen zu umgehen.

Wer unser Angebot lieber erst einmal testen möchte, wählt einfach eine kürzere Laufzeit. Schon ab 3 Monaten gibt es 0,22 % Zinsen p.a. von der Greensill Bank. Der Zinsertrag wird nach Ablauf des Monats ausgezahlt. Mit nur wenigen Klicks können Sie dann entscheiden, ob Sie das Angebot verlängern oder einen höheren Zins bei einer anderen Bank auswählen wollen. Ein ansprechendes längerfristiges Angebot bietet das drittgrößte Finanzinstitut Russlands, die Bank GPB International, mit einem Zins von 1,10 % p.a. für 3-jähriges Firmenfestgeld. Einlagen sind bis zu einem Betrag von 100.000 EUR inklusive Zinserträge zu 100 % je Kunde und je Bank gesetzlich durch die europaweit harmonisierte Einlagensicherung abgesichert. Es gibt also keinen Grund, Negativzinsen in Kauf zu nehmen.

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Auch Privatkunden sind betroffen

Strafzinsen für Geschäftsführer und Inhaber sind Ihnen egal? – Zur Stabilisierung ihrer Margen verzinsen Banken zunehmend auch Einlagen privater Haushalte negativ. Der Anteil der Institute, die Negativzinsen erheben, werden steigen, sofern das Zinsniveau weiterhin sinkt. Und das tut es: Die EZB hat den Einlagenzinsssatz von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent gesenkt. Außerdem haben bereits zwei Drittel der teilnehmenden Institute beim Bankenstresstest bestätigt, dass sie Minuszinsen auf Kunden abwälzen wollen. Zu den prominentesten Beispielen gehört die comdirect, die Negativzinsen in Höhe von minus 0,5 % p.a. von ihren Privatkunden verlangt. Zuvor hatte sich die erste VR-Bank dazu entschlossen, Negativzinsen für Privatkunden schon ab dem ersten Euro zu verlangen.

Die Höhe der Strafzinsen ist zwar noch nicht vergleichbar mit der von Geschäftskunden, das könnte aber noch kommen. Denn sowohl gemessen an der Anzahl als auch am Sichteinlagenvolumen sind es vor allem Sparkassen, die Sichteinlagen privater Haushalte negativ verzinsen. In Deutschland gibt es insgesamt 413  Sparkassen. Wenn dieses Beispiel Schule macht, könnte die Zahl der Privatkunden, die von Strafzinsen betroffen sein werden, in naher Zukunft noch weiter ansteigen.

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